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Ich glaube, ich habe beim Probearbeiten versagt :-((

B{righ1terdxay hat die Diskussion gestartet


Hallo, liebe Community,

ich habe in diesem Jahr eine Fortbildung zur Betreuungsasstistentin nach § 87b gemacht und möchte gern mit älteren Menschen arbeiten.

Heute hatte ich die Möglichkeit, in der Tagespflege eines Wohlfahrtsverbandes zur Probe zu arbeiten.

Leider habe ich im nachhinein überhaupt kein gutes Gefühl!

Kurz nach meinem Erscheinen heute morgen führte mir die Pflegefachkraft sämtliche Namen der zu erwartenden Gäste auf und nannte mir zu jedem auch die Eigenheiten. Natürlich konnte ich mir bei einer Anzahl von 14 Personen kaum etwas merken.

Ich gab jedenfalls mein bestes und begrüßte die Gäste freundlich, bediente sie beim Frühstück und half, die Tische abzuräumen. Dabei hatte ich schon den Eindruck, dass es der Pflegekraft und der dazugekommenen Betreuungskraft nicht schnell genug ging.

Nach dem Frühstück kam dann schon der Part, vor dem ich mich bereits im Vorfeld gefürchtet hatte. Ich bekam die Anweisung, der Gruppe aus der Tageszeitung vorzulesen. Ich wählte ein paar Artikel, von denen ich glaubte, sie könnten für ältere Menschen interessant sein. Kaum hatte ich begonnen vorzulesen, setzte Protest ein, dass man mich nicht verstehen könne.

Ich spreche generell zu leise, was ich selbst aber nicht wahrnehme. Daher werde ich ganz oft aufgefordert, lauter zu sprechen.

Ich bemühte mich wirklich sehr, laut und deutlich vorzulesen, aber zwei Damen beschwerten sich die ganze Zeit, dass sie kaum etwas hörten. Ich fand es dann auch etwas rücksichtslos von der Pflegekraft, dass sie während des Vorlesens in der Gruppe herumging und bei einigen den Blutdruck maß, was zu lautstarkem Austausch mit den betroffenen Gästen führte. Ich konnte die Geräusche kaum übertönen. :-(

Danach versuchte ich, mit den geistig noch fitten Personen ein Kreuzworträtsel zu lösen. Was auch nicht einfach war, weil ich fast jedes gesuchte Wort dreimal wiederholen musste. Wir wussten einiges nicht, und ich dachte, es sei eine gute Idee, die Pflegefach-und Betreuungskraft mit einzubeziehen und richtete ein paar Fragen an sie. Sie reagierten darauf aber abweisend. Auch fanden sie es wohl nicht komisch, als ich mich selbst im Scherz wegen einer offensichtlichen Bildungslücke rügte, weil mir der Schauspielername Lex Barker nichts sagte. |-o

Der Rest des Morgens verlief dann ohne Pannen, weil ich mit vier Personen Mensch-ärgere-dich-nicht spielen sollte und dafür in einem separaten kleinen Raum mit ihnen saß.

Beim Mittagessen reichte ich einer lieben alten Dame das Essen an und auch das ging problemlos.

Nach dem Essen sollte ich laut der Leiterin der Einrichtung zum Abschluss des Probearbeitstages Einblick in die Pflegedokumentation nehmen.

Ich hatte eigentlich gedacht, dass man mir ein bisschen dazu erklären würde, doch sowohl die Pflege-als auch die Betreuungskraft waren mit ihren Dokumentationen beschäftigt und drückten mir lediglich eine Mappe in die Hand.

Als ich dann erstaunt feststellte und sagte, dass einer der Gäste ja mein Nachbar sein müsste, er mir aber nicht bekannt vorkam, reagierten beide nicht.

Irgendwann richtete die Betreuungskraft zum ersten Mal ein Wort an mich und fragte, ob ich nachmittags die Gruppe betreuen könne.

Jetzt weiß ich nicht, ob ich in dem Moment einen großen Fehler gemacht habe.

Ich antwortete, dass ich mit der Leiterin vereinbart hatte, nur bis 13 Uhr zu bleiben. Was natürlich nicht gut ankam.

Doch zum einen traute ich es mir noch nicht zu, schon nach wenigen Stunden 14 mir noch fremde Personen alleine zu betreuen. Zum anderen hatte ich großen Hunger, weil ich seit dem Frühstück nichts mehr gegessen hatte. Ich hätte zwischendurch ja auch gar nichts essen können, selbst wenn ich mir ein Brot mitgenommen hätte.

Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich den beiden Kräften nicht sympathisch war.

Die Leiterin verabschiedete sich freundlich von mir und sagte mir zu, sich bis Ende nächster Woche bei mir zu melden.

Was meint ihr?

Hört sich das ganze für euch negativ an und ich werde den Job wohl eher nicht bekommen?

Liebe Grüße,

Brighterday

Antworten
I%ng;efaexra


Hallo,

es tut mir leid, dass du an diese asozialen Personen geraten bist. Was ich dir wünschen würde, ist, dass du woanders eine Stelle findest, wo die Kolleginnen netter sind.

Seltsamerweise entspricht dieses Verhalten genau meinen Erfahrungen mit einigen Pflegekräften.

Du hast nichts falsch gemacht!!!

E_hemali5ger Nuotzer (,#5094x07)


Was du beschreibst, hört sich einfach nur schrecklich an. Aber nicht dein Verhalten, sondern das der Pflegekräfte. Willst du wirklich dort arbeiten?

ESle/onorxa


Ich kenne mich in dem Bereich nicht aus, habe aber den Eindruck das du da an ziemlich mechanische (oder verbitterte) Damen geraten bist. Wäre für mich kein wünschenswertes Kollegium.

Am Ende entscheidet sicherlich die Leiterin; Und da müssten sich die Beiden schon Lügen ausdenken um dich negativ darzustellen. Erwarte das Schlimmste, hoffe das Beste. ;-)

Du solltest dich in jedem Fall weiter bewerben, denn selbst wenn du genommen wirst wärest du dort wohl auf Dauer nicht glücklich.

Blriightexrday


Danke für eure Antworten.

Zuerst habe ich mir die Schuld gegeben und gedacht, dass ich vielleicht etwas ungeschickt und dümmlich rübergekommen bin.

Doch irgendwie fand ich das Verhalten der Angestellten dort auch seltsam. Fast so, als wenn sie sich schwer damit tun, einem Anfänger in diesem Bereich eine Chance zu geben. Denn dass ich bisher keine praktische Erfahrung habe - von meinem zweiwöchigen Praktikum im Rahmen der Fortbildung abgesehen - habe ich im Vorfeld erwähnt.

Ich weiß gar nicht so richtig, ob ich tatsächlich in dieser Einrichtung arbeiten möchte.

Zu den älteren Menschen würde ich sicherlich nach einiger Zeit einen guten Zugang finden, aber was nutzt das, wenn die Kolleginnen sich nicht gerade kooperativ zeigen?

Ihr meint also, es war kein Fehler von mir zu sagen, welche Stundenzahl Probearbeiten ich mit der Leiterin vereinbart hatte? Dass ich also nicht noch am Nachmittag geblieben bin?

c6rie.chearlxie


Ich habe damals in der Oberstufe soziale Praktika (KH, Altenheiim, KG-Praxis) gemacht und sie gehören mit zur schlimmsten Zeit meines Lebens - und zwar wegen der Leute, die in dem Bereich arbeiten, vor allem im Krankenhaus. Als Frisching bist Du der letzte Dreck, alle sind soooo super-schlau und abgebrüht und nicht einmal ansatzweise bereit (!), es Anfängern leichter zu machen.

Gestern war ich Springer an einer mir neuen Arbeitsstelle, ich bekam jemanden dazu, der bei mir hospitieren sollte und für mich war klar:

ich leite den an, ich erkläre ihm, was passiert. Heute konnte derjenige schon hochmotiviert alleine arbeiten.

Alles andere sind für mich Machtspielchen von dummen Personen.

E-lTeonorxa


In Anbetracht der Tatsache das du dich selbst nicht wohl gefühlt hast, halte ich die Entscheidung - auf die Absprache mit der Leiterin hin zu weisen - für absolut in Ordnung.

Gesetz dem Fall du hättest dich wohl gefühlt, hättest du die 'Überstunden' doch sicher freiwillig abgeleistet, oder?

mAene>as


Viele Pflegekräfte, vor allem in der Altenpflege, sind zynisch und desillusioniert. Die Bezahlung ist mies, die Arbeit anstrengend, die Bewohner manchmal "nervig"

ILngefVamera


Dass du noch nachmittags dableibst, wollten die doch nur, um dich zu terrorisieren und weil es ihnen selbst Arbeit erspart hätte oder vielleicht auch, um hinterher der Leiterin gegenüber zu behaupten, du seist faul. In manchen Fällen kann es gut sein, auf solche Bitten/Angebote einzugehen und länger zu bleiben, aber nach dem, wie die sich vorher verhalten haben?

Im Übrigen schafft das im Normalfall keiner außer einem Gedächtniskünstler, sich direkt Namen und Eigenschaften von 14 Leuten zu merken, auch Ärzte nicht.

Den Leuten den Blutdruck zu messen, während du ihnen vorliest, mag erforderlich sein, aber dann noch lautstark mit ihnen zu quatschen ist schon extrem unhöflich.

Und die Leute, die dich so schlecht verstanden haben, sollten vielleicht ihre Hörgeräte warten lassen.

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