» »

"Generalprodukt"???

D,er_P Alimaxs hat die Diskussion gestartet


Die Farbe von med1 ist ja gruenlich da kommt mir gerade in den Sinn mal zu fragen was das Forum darueber denkt, was die massenhafte Produktion ein und desselben Produktes betrifft. Warum gibt es z.B. nicht 1 Zahnpasta sondern viele verschiedene? Viel mehr Sinn machen wuerde doch die staendige Verbesserung von einem "Generalartikel"?!

Wie sind die Meinungen hier zu diesem Thema?

Antworten
E~hema!liger vNutzler (g#4694u85)


Angebot und Nachfrage regeln den Preis. Gibt es nur ein Produkt, ist die Nachfrage riesig, ist der Preis enorm hoch.

CAan?brixl


Frage beantwortet, Faden kann geschlossen werden ;-D

E.hem alAige8r N"utzer 5(#46719x3)


Gibt es nur ein Produkt, ist die Nachfrage riesig, ist der Preis enorm hoch.

Nicht wirklich. Schon allein dadurch, weil je nach Produktart, die Fixkosten auf die breite Kundenmasse aufgeteilt werden können und sich dadurch in der Theorie der Endverbrauchspreis senkt.

Aber, die Situation die hier geschildert wird hat in der freien Marktwirtschaft eigentlich kaum noch Platz, da Wettbewerbsbehörden etc. versuchen Monopolbildungen zu erschweren.

In diesem Fall hat der Monopolist für das gefragte Produkt natürlich die Möglichkeit sich einen weitaus größeren Anteil herauszuholen, nachdem die Konsumenten nicht in der Lage sind das Gut von einem Mitbewerber zu erwerben.

Das Gegenteil, wo es, laut Wirtschaftstheorie, Vorteile für den Kunden geben müsste (stark vereinfacht ausgedrückt), wäre eine homogenes Oligopol.

D[er_ Alxias


Je mehr Produkte der selben Art, desto verwirrter, entscheidungslahmer der Verbraucher, desto groesser der Aufwand/ die Umweltverschmutzung.

HTudiLpfuxpf1


So wie es verschiedene Menschen mit verschiedenen Bedürfnissen gibt, gibt es halt auch verschiedene Produkte.

Da jeder etwas vom Kuchen will, gibt es auch verschiedene Produzenten.

Das bedeutet, viele verdienen daran, nicht nur einer.

Ist doch gut so, oder nicht?

ofldiex48


So wie es verschiedene Menschen mit verschiedenen Bedürfnissen gibt, gibt es halt auch verschiedene Produkte.

Hudipfupf1

Ich denke da gerade an die unüberschaubare Menge von Plastikflaschen für die Körperpflege.

Erstens ist das Produkt nicht zu sehen, zweitens ist auch die Art des Produkts verschleiert. Wenn ich irgendwo zu Gast bin finde ich unter der Dusche so viele Flaschen, wie der Platz es zulässt. Da steht dann groß der Handelsname drauf, etwas kleiner die Geschmacks- oder Geruchsrichtung und winzig - und unter der Dusche habe ich keine Brille auf - der Verwendungszweck.

Da habe ich mir schon Rasierschaum in die Haare geschmiert.

Da lobe ich mir doch das Shampoo einer Handelskette, die mit al anfängt und mit di aufhört, auf dem auch Shampoo draufsteht.

Also ein Beispiel für die Unsinnigkeit übertriebener Vielfalt.

C3owmraxn


Der sozialistische DDR-Ansatz war ähnlich. Und mangels Produktvielfalt hielt sich der Wettbewerb in Grenzen und somit fehlte auch ein Anreiz, die Qualität laufend zu verbessern.

Und wenn es funktionieren würde, dann gäbe es heute nur noch iPhones. Furchtbare Vorstellung, wenn man keine Wahl mehr hat, oder? ;-D

Die Produktvielfalt ist ein Feldtest am Konsumenten. Die Firmen versuchen uns, unter ganz vielen Namen auch ganz viel Schrott anzudrehen. Dann schreiben sie auch noch drauf, was es für ein Schrott ist (z.b. bei Lebensmitteln oder Drogerieartikeln) und unter welchen grenzwertigen Bedingungen etwas gefertigt wurde (5-Euro-Shirts bei KiK). Und sie wollen den Konsumenten dahingehend trainieren, dass er eben Schrott im Regal liegenlässt. Und die machen das so lange, bis die Konsumenten auch mal Nein sagen können.

Solange die Konsumenten dies aber nicht lernen, wird es immer so weitergehen.

D?erO_ Alixas


Vielfalt im Sinne von Kreativitaet und Weiterentwicklung der Produkte ist von unschaetzbarem Wert.

Es ist mmn besser die Entwicklung sowie Entsorgung/Verwertung zu foerdern, statt weitere "Kopien" unter hohem Aufwand herzustellen. Natuerlich keine zweite DDR, aber sinnvoller wirtschaften.

Um Kartelle handelt es sich sowieso.

otldie\48


Und mangels Produktvielfalt hielt sich der Wettbewerb in Grenzen und somit fehlte auch ein Anreiz, die Qualität laufend zu verbessern.

Comran

Ist das ein Schreibfehler? Laufend verwässern wäre doch auch ganz passend. Neulich habe ich gelesen, dass man früher für 1 l Quark 10 l Milch brauchte, jetzt noch 3 l.

Seitdem ist mir klar, warum in den diversen Milchprodukten nur noch 1,2 % Fett drin ist. Vollmilch hat ca, 3,5 % und wenn ich 200 % Wasser zugebe, hat die gepanschte Flüssigkeit eben genau 1,2 %.

Aber wenn du "verbessern" meinst: Ich habe hier 20 leckere Streifen (für Hunde), alle Sorten sind neuerdings mit verbesserter Rezeptur. Mir schmeckt es nicht besser und auch die Hunde nehmen gerne noch die alte Version.

Da bemühen sich die Hersteller und keiner dankt es ihnen.

D[er_ AlMiaxs


Was ist damit gemeint "Es dankt ihnen keiner"?

Es ist doch so dass bei einem hohen Produktionsaufwand die Herstellungsbedingungen immer schlechter werden und letztlich dazu fuehren dass der Einzelne immer weniger davon profitiert.

AEleoxnor


Aber wenn du "verbessern" meinst: Ich habe hier 20 leckere Streifen (für Hunde), alle Sorten sind neuerdings mit verbesserter Rezeptur. Mir schmeckt es nicht besser und auch die Hunde nehmen gerne noch die alte Version.

"Mit verbesserter Rezeptur" bedeutet meist nur das der Hersteller einen Weg gefunden hat es billiger zu produzieren.

:-)

c?omp?ypfrexak


Ich finde es gut, dass es so viele Produkte einer Art gibt. Jeder Hersteller hat so einen Anreiz, sein Produkt besser/günstiger/umweltfreundlicher/… herzustellen als die Konkurrenz. Dieses Grundprinzip der Marktwirtschaft hat uns schon viele Fortschritte beschert, denn wenn es nur einen Hersteller für jedes Produkt gäbe – warum sollte man sich dort überhaupt anstrengen, besser zu werden? Damit Honec… äh, Merkel einem dankt? Forschung&Entwicklung könnte man dichtmachen. Und warum sollte man den Preis nicht einfach mal verdoppeln oder verzehnfachen? Weil die Partei… äh, die Bundespreisagentur einem es verbietet? Dann können wir die Marktwirtschaft aber auch gleich komplett abschaffen und der Staat schreibt vor, wer was zu welchem Preis herstellen und verkaufen muss. Das führt allerdings bisher zuverlässig dazu, dass in der Gesellschaft die Arbeit und die Produktion generell nicht mehr "sinnvoll verteilt" ist und irgendwann läuft die Wirtschaft dann einfach überhaupt gar nicht mehr richtig, siehe aktuell Venezuela.

Vielleicht kann man sowas mal machen, wenn ein Algorithmus entwickelt wird, der ein Optimum der wirtschaftlichen Ressourcenverteilung findet, wie es bisher das Marktmodell versucht, und dann z.B. jedem Bürger den Arbeitsplatz genau zuweist und festlegt, welche Hersteller ihre Produkte an wen zu liefern haben und welche Menge an Konsum jedem Bürger pro Monat zusteht. Geld kann man dann abschaffen, man braucht es in einer solchen computeroptimierten Planwirtschaft höchstens auf Staatsebene zum Handel mit anderen Staaten. Bisher ist Geld "nur" eine Art Kommunikationsmittel in unserem mega-verteilten Wirtschaftsleistungs-Optimierungs-Algorithmus, an dem wir alle teilnehmen, indem wir im Supermarkt ein Produkt aussuchen, eine bestimmte Tankstelle wählen und wenn wir abschätzen, ob wir mit dem Rad, der Bahn oder dem Auto pendeln, oder doch lieber eine neue Wohnung direkt neben der Arbeit kaufen oder vielleicht lieber mieten…. Bei der Zwangs-Job-Zuweisung würden sich aber viele wehren, ich auch. ]:D

Und um es gleich zu sagen: Grenzenlose Marktwirtschaft finde ich auch nicht gut. Marktwirtschaft mit Regeln ist aber denke ich sinnvoll. Dazu gehört ein ordentlicher Mindestlohn, ein guter Arbeitslosenschutz (ggf. auch bedingungsloses Grundeinkommen), strenge Richtlinien und Kontrollen zum Umwelt- und Klimaschutz, etc. Innerhalb dieser Regeln kann dann per Markt ein gutes Gleichgewicht der diversen Industriezweige, bei der Wohnortauswahl, Fortbewegungsmittel, Konsummöglichkeiten etc. gefunden werden. Das bedeutet eben auch, dass wir 200 Zahnpastas zur Wahl haben. :=o Ich sehe es als "Evolutionstheorie im Supermarktregal".

oAlid;ie48


"Mit verbesserter Rezeptur" bedeutet meist nur das der Hersteller einen Weg gefunden hat es billiger zu produzieren.

Ja. Besser für den Hersteller. Aber warum schreibt er das drauf? Den Hunden ist es wurscht, und ich habe nicht wirklich genascht.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beruf, Alltag und Umwelt oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Allergien · Zahnmedizin


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH