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Professor macht Stress

n"ich!t_regisxtriert


Wie Black Gun anmerkte: Ein Lehramtsstudium ist nochmal eine ganz andere Hausnummer als ein reines Fachstudium. Immerhin ist es Tatsache, dass dort ein großer Teil von Stunden / ECTS-Punkten von Pädagogik und schulspezifischen Kursen abgedeckt wird.

Im Master ja, im Bachelor nicht. Bei uns waren es 180LP insgesamt, je 70 in den Fächern, 30 in der Pädagogik und 10 für die BA.

n#iOcht_reLgistrxiert


Je nach Fächerkombi stimmt das zum einen nicht unbedingt, zum anderen hat das mit meiner Hauptkritik - angebliches Wissen um den Aufwand eines geisteswissenschaftlichen Fachstudiums - nichts zu tun.

Meine Freundin hat zwei geisteswissenschaftliche Fächer studiert. ??? Inwiefern kann sie dann den Aufwand des Bachelors der Geistis nicht einschätzen?

nfichOt_rekgistIrixert


Noch was zu den Geisteswissenschaften: Die Geisteswissenschaften bilden die Grund-Basis der Bildung. Ohne ein Konzept von Sprache, Schrift, Zeichen, wäre nichts in der modernen Welt möglich. Ich kann noch so ein toller Mathematiker sein, wenn ich Analphabet bin, dann werde ich in dieser Gesellschaft nichts reißen. Will heißen: Das eine geht nie ohne das andere.

Du hast dich nicht wirklich mit Mathematisch beschäftigt, oder? Der mathematische Analphabetismus ist der Grund, warum viele das Handtuch werfen. Mathematik ist eine Sprache für sich. Die muss erst einmal lernen, dann geht es eigentlich. Rechnen ist Arithmetik ein winzig kleine Teilmenge der Mathematik.

sbchneEcke19x85


Natürlich ist Mathematik eine Sprache für sich. Es ist aber eine Zweitsprache. Die Grundsprache ist die Muttersprache, bestehend aus Phonen und Phonemen, nicht aus Zahlen. Die Abstraktion zur "Zahlensprache" gelingt nur dann, wenn das Phänomen Sprache an sich verstanden ist / wird.

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Wobei ich die mathematische Sprache als (tendenziell) weniger komplex einstufe, als die gesprochene Sprache / natürliche Sprachen. Mathematik folgt immer (logischen) Mustern, gesprochene Sprachen nicht. Die sind in höchstem Maße auch intuitiv geprägt, d.h. ein rein theoretisches Studium wird niemals ausreichen.

Kann man vielleicht mit Latein vergleichen: Ich kann Latein verstehen und übersetzen. Sprechen kann ich es allerdings nicht, weil es eine tote (und somit passive) Sprache ist.

n0icht_0registyriert


Natürlich ist Mathematik eine Sprache für sich. Es ist aber eine Zweitsprache. Die Grundsprache ist die Muttersprache, bestehend aus Phonen und Phonemen, nicht aus Zahlen. Die Abstraktion zur "Zahlensprache" gelingt nur dann, wenn das Phänomen Sprache an sich verstanden ist / wird.

Die einzigen Zahlen die man irgendwann noch sieht, sind die der Kapitel. ;-D Glaub mir, so bei so machen in der Umgangssprache formulierten Beweis, zweifelst du sehr schnell daran, ob das noch deine Muttersprache ist, obwohl die Wörter eindeutig Deutsch sind. Deshalb auch die formalisierte, exakte Sprache der Mathematik.

Wobei ich die mathematische Sprache als (tendenziell) weniger komplex einstufe, als die gesprochene Sprache / natürliche Sprachen. Mathematik folgt immer (logischen) Mustern, gesprochene Sprachen nicht. Die sind in höchstem Maße auch intuitiv geprägt, d.h. ein rein theoretisches Studium wird niemals ausreichen.

Kann man vielleicht mit Latein vergleichen: Ich kann Latein verstehen und übersetzen. Sprechen kann ich es allerdings nicht, weil es eine tote (und somit passive) Sprache ist.

Mathematik definiert diese logischen Muster doch erst! Es ist die Logik, die erklärt, was "logisch" überhaupt ist. Das ist jenseits jeder Sprache, und gleichzeitig auch die Grundlage jeder Sprache. Es ist Abstraktion. Kennst du z.b. das Lügner-Paradox? Das kannst du in jeder Sprache formulieren, doch beschreiben kann man es nur auf Mathematisch.

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Mathematik definiert diese logischen Muster doch erst! Es ist die Logik, die erklärt, was "logisch" überhaupt ist.

Man sollte keinen Begriff über sich selber definieren. ;-) Übrigens stammt die klassische Logik von Aristoteles (aristotelische Logik), also wiederum von einem Philosophen (ergo: Geisteswissenschaftler). ;-)

Das ist jenseits jeder Sprache, und gleichzeitig auch die Grundlage jeder Sprache. Es ist Abstraktion.

Sprache ist nur begrenzt logisch. Jede Sprache hat hunderte von Einzelfällen, die nicht logisch erklärbar sind, sondern nur (auswendig oder intuitiv) gelernt werden können. Es gibt keine logische Erklärung, warum Pronomen x Kasus y (z.B. "wegen" + Genitiv) verlangt. Es ist einfach so. (anders Beispiel: falling in love vs. falling on the ground).

Es gibt eine einzige Sprachform auf der Welt, die sich in allen Kulturen, in allen Sprachen (strukturell gleich) findet: Der Babytalk (also so, wie wir mit Babies / Kleinkindern reden).

Versuch doch mal, einem Schüler Mathematik beizubringen, ohne gesprochene oder geschriebene Sprache. Viel Glück dabei!

s<chneLcke19x85


PS: Ganz abgesehen davon, dass wir als Menschen nicht (ausschließlich) logikbasiert handeln, sondern in hohem Maße emotional. Es ist nicht logisch, Angst vor einer Spinne oder im Dunkeln zu haben. Wie viel haben trotzdem davor Angst? Diese Seite, nämlich die Emotionalität, kann man nicht in Logarithmen fassen (obwohl das viele Partnerbörsen versuchen). Ich kann einen Geruch nicht in mathematischen Formeln fassen, sondern über meinen Geruchssinn. Die Kommunikation bei anderen Spezies erfolgt ebenso über Sinne (z.B. Walgesänge bei Walen, Schwänzeltanz bei Bienen, Farbmustern bei Reptilien). Die Mathematik ist ein Spektrum der Kommunikation, aber ein sehr begrenztes. Schon alleine deshalb, weil nur wenige Menschen die mathematische Sprache fließend sprechen. Mit der Standardsprache komme ich diesbezüglich sehr, sehr, sehr viel weiter und kann zusätzlich ganz andere Felder abdecken.

mKeclinkxa


nicht_registriert

Meine Freundin hat zwei geisteswissenschaftliche Fächer studiert. ??? Inwiefern kann sie dann den Aufwand des Bachelors der Geistis nicht einschätzen?

Drehen wir uns gerade im Kreis? Wenn sie die auf Lehramt studiert hat, ist der Umfang doch ein völlig anderer als der von Hauptfachstudierenden.

Fxe.


hmm, ihr wollt mir also erzählen, dass lehramtsstudenten quantenmechanik auf beispielsweise diesem niveau hören?

[[www.theorie.physik.uni-muenchen.de/~luest/QMscript.pdf]]

sorry, das kann ich nicht glauben. :=o falls es tatsächlich so sein sollte, nehme ich alles zurück. :)D

Ich hab nur kurz reingeguckt, aber das sah mir nach einer typischen Quantenmechanikvorlesung aus, die die Sek-II bzw. Gymnasial-Lehrämtler bei uns damals meines Erachtens auch hätten machen müssen.

Ich würde das auch für sinnvoll halten - ohne Kenntnisse der Quantenmechanik kann man sich doch nicht ernsthaft Physiker nennen, und ich finde schon, dass jemand, der zB einen Leistungskurs Physik unterrichtet, wissen muss, was später im Physikstudium läüft. Sowas wie Thermodynamik und Statistik mag überflüssig sein, man kann und muss das Pensum natürlich reduzieren, weil der Lehrer ja noch ein zweites Fach hat. Aber ohne Quantenmechanik gehts doch eigentlich nicht.

Ich weiß natürlich nicht, wie genau das nun heute an welcher Uni aussieht. Kann ja von Uni zu Uni verschieden sein. Oder auch heute anders als damals. Ich hab auch noch nie irgendwas auf Lehramt studiert.

Hab nur einmal an einer Vorlesung teilgenommen, die mehrheitlich von Lehrämtlern (möglicherweise Sek I ?) besucht wurde, vielleicht weil der Prof auf grottendämlichem Niveau unterrichtete. Vergesse bis heute nicht, wie der Prof erklärte, dass die zyklische Permutation einer dreielementigen Menge, dreimal hintereinander angewendet, jedes Element wieder auf sich abbildet. Dafür hat er 10 min gebraucht... aua... Während der Vorlesung habe ich nebenbei Algebra gelernt.

F;e.


obwohl Niveau nicht richtig ist! Die Mathematik kann ich auch, zumindest habe ich beim Durchblättern nichts wirklich Unbekanntes entdeckt. Es geht einfach mehr in die Tiefe.

Aha... Also hast du schon dasselbe gemacht, nur vielleicht nicht so umfangreich? Hätte mich auch gewundert.

F>e.


Noch was zu den Geisteswissenschaften: Die Geisteswissenschaften bilden die Grund-Basis der Bildung. Ohne ein Konzept von Sprache, Schrift, Zeichen, wäre nichts in der modernen Welt möglich. Ich kann noch so ein toller Mathematiker sein, wenn ich Analphabet bin, dann werde ich in dieser Gesellschaft nichts reißen. Will heißen: Das eine geht nie ohne das andere.

Natürlich geht Mathematik nicht ohne Schrift. Aber hervorragend ohne Geisteswissenschaften.

c/riec\haDrlixe


@ registrierter

Ich schreibe Dir nun eine PN, um das Rätsel SoWi/Mint zu lösen,

aber dann hälst Du Dich bitte in Zukunft damit zurück, mich entweder als jemand darzustellen, der es nicht in die wirklich Welt geschafft hat UND überdenkst bitte noch einaml Deine Einstellung bezüglich Stellung der einzelnen Diszipinen, okay? Nicht alle Nicht-MINTler sind zu MINT nicht fähig oder zu doof oder whatever.... Für einen noch nicht einmal Akademiker kann man es mit der jugendlichen Facharroganz auch übertreiben. ;-D

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