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Ich verdiene zu wenig! :(v

krleiner_d[rach)enstxern


Berufsbild, das seine Hauptaufgabe völlig verkennt, die da wäre: Notwendigen Hilfebedarf erkennen und eine geeignete Hilfemaßnahme organisieren. So was erfordert eine der wichtigsten Sozialkompetenzen, nämlich auch mal Nein sagen zu können.

Ich würde mal sagen, du hast nicht die geringste Ahnung vom Berufsbild eines Sozialarbeiters!

Hilfe zu ... was auch immer ist lediglich eines (!) von sehr vielen verschiedenen Aufgabengebietes eines Menschen, der Soziale Arbeit studiert hat.

Ganz abgesehen davon gibt es jede Menge Berechnungen, dass man eine Menge Geld sparen würde, wenn es viel mehr Hilfen für Kinder gäbe, z.B. in bildungsfernen oder auffälligen Familien. Sogar ein eigener Sozialarbeiter für ca. 3 Kinder die ersten 10 Lebensjahre wären nämich wesentlich kostengünstiger als z.B. ein Leben lang Hartz IV, Heimunterbringungen. Gefängnis, Psychiatrie etc.pp.

Aber dafür ist ja nie Geld da, Geld gibt es erst, wenn die Kinder längst in den Brunnen gefallen sind.

Und die größte Geldverschwendung sind im ÖD garantiert nicht deren Sozialarbeiter sondern die Vorschriften im ÖD und Dinge wie Plafonierung etc.

Oder 8 mal die selbe Straße an der selben Stelle in 2 Jahren aufreißen und zumachen, einmal für jedes Gewerk, wegen der Gewährleistung, immer den billigsten Anbieter bei Ausschreibungen nehmen müsse und danach tausende in Nachbesserungen stecken etc. pp. :p>

kqleikner_d'rachenst;exrn


gemeinnützigen privaten Organisationen verrichten (oder in kommunalen Betrieben, die ein vergleichbares Angebot stellen). Das ist in der Tat hochwertige Arbeit. Was ich meinte, ist der Sozialarbeiter im Jugendamt.

Auch Jugendhäuser, Kigas, Horte etc. werden vom JUGENDAMT betrieben! In manchen Städten die Jugendtreffs sogar ausschließlich vom Jugendamt :=o

WUalkingeGhxost


@ kleiner_drachenstern

Ich würde mal sagen, du hast nicht die geringste Ahnung vom Berufsbild eines Sozialarbeiters!

Hilfe zu ... was auch immer ist lediglich eines (!) von sehr vielen verschiedenen Aufgabengebietes eines Menschen, der Soziale Arbeit studiert hat.

Ich hab mittlerweile denke ich genug eingegrenzt, was für ein Berufsbild ich meine, also wirklich nur von dem administrativ tätigen Sozialarbeiter.

Ganz abgesehen davon gibt es jede Menge Berechnungen, dass man eine Menge Geld sparen würde, wenn es viel mehr Hilfen für Kinder gäbe, z.B. in bildungsfernen oder auffälligen Familien. Sogar ein eigener Sozialarbeiter für ca. 3 Kinder die ersten 10 Lebensjahre wären nämich wesentlich kostengünstiger als z.B. ein Leben lang Hartz IV, Heimunterbringungen. Gefängnis, Psychiatrie etc.pp.

Aber dafür ist ja nie Geld da, Geld gibt es erst, wenn die Kinder längst in den Brunnen gefallen sind.

Tja, wenn es in der Realität nur so wäre. Wesentlich mehr aufsuchende Familienhilfe, deutlich weniger vollstationäre Hilfen. Das würde tatsächlich mehr bringen. Bei uns werden die Kinder und Jugendlichen aber regelrecht in den Heimeinrichtungen geparkt, weil es so am bequemsten ist. Und wenn unsere örtlichen Heime bis Anschlag Oberkante voll sind, sucht man sich bundesweit die besonders teuren Exoten.

WaalkiangGho|st


Auch Jugendhäuser, Kigas, Horte etc. werden vom JUGENDAMT betrieben! In manchen Städten die Jugendtreffs sogar ausschließlich vom Jugendamt :=o

Nein, das sind überwiegend private Organisationen, die aus Spenden und Steuergeldern finanziert werden und vom Jugendamt eine Betriebserlaubnis erhalten.

sXchn9ecke4198x5


@ WalkingGhost

Notwendigen Hilfebedarf erkennen und eine geeignete Hilfemaßnahme organisieren. So was erfordert eine der wichtigsten Sozialkompetenzen, nämlich auch mal Nein sagen zu können. Ein Sozialarbeiter, der alles durchwinkt, ist überflüssig, und das machen nun mal die meisten.

Ich empfinde es genau als das Gegenteil: Das Sozialwesen geht immer mehr in Richtung Sozialdarwinismus, das heißt: Einsparen, wo es geht, fördern, wo es unbedingt sein muss. Ich habe u.a. deshalb so kritisch gegen die sozialwissenschaftlichen Studien geschrieben, weil es eben dort nur um Leistung - Nichtleistung geht (wobei unter Nichtleistung all das fällt, was ein kapitalistisches System als nichtig ansieht).

Und das kritisiere ich: Ein BWLer ist wertvoll, ein Sozialarbeiter nicht. Warum wohl? Da spielen Gender-Gründe (Frauenberufe sind ja tendenziell wertlos) sowie kapitalistische Werte (alles, was unter Nichtleistung fällt, ist minderwertig) eine Rolle. Was mir fehlt? Ein Mensch ist ein Mensch ist ein Mensch.

Ich wollte eigentlich Chemie studieren, hatte aber (unglücklicherweise) keinen einzigen Menschen in meinem Umfeld, der mich dazu ermutigt hätte. Was ist das? Glück (d.h. den nötigen Support?) oder mangelnde Fähigkeit (ich war von 27 Leuten in meinem Abi-Gang die dritte)? Laut Studien werden 70% aller Führungspositionen über Vitamin B, und nicht über Leistung, besetzt.

Zudem: Gibt es irgendein Naturgesetz, das mathematisches Verständnis über Textverständnis setzt? Der Wert eines Menschen bemisst sich in meinen Augen nicht über seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Oder würdest du deine Mutter - sofern sie Hausfrau ist - verhungern / leiden lassen, weil sie wirtschaftlich keinen Mehrwert produzieren kann?

s,chnecKke19x85


PS: Ich habe kürzlich in einer Doku (ich suche den Link ggf. an einer anderen Stelle raus, bin grade zu müde) gesehen, dass in Deutschland deutlich mehr unbezahlte Arbeitsstunden abgeleistet werden, als bezahlte. Das geht von der Tafel, über Tierheim bis hin zur Kinderbetreuung (z.B. Arche Noah). Unser soziales und marktwirtschaftliches System funktioniert nur deshalb, weil ehrenamtliche Mitarbeiter die Löcher im Sozialsystem stopfen. Das Sozialwesen garantiert uns Zustände, wo sich die (Super)Reichen sicher fühlen können. Und dann kacken gerade diesen Sozialarbeitern / Institutionen die Erfolgreichen auf den Kopf.

WialkifngGhoxst


@ schnecke1985

Ich denke, wir reden aneinander vorbei, meinen aber etwas Ähnliches. Das, was du unter sozialer Arbeit verstehst, erkenne ich auch als solche an. Was ich kritisiere, ist die Schnittstelle zwischen dieser Arbeit und der öffentlichen Verwaltung. Und diese Schnittstelle wird auch durch Sozialarbeiter besetzt, die einen Haufen unsachgemäßer Entscheidungen treffen und damit insbesondere die Bemühungen der ehrenamtlichen Kräfte mit Füßen treten. Und auch wenn diese Leute meinen, sie würden sozial engagiert handeln, ist das ein Trugschluss. Das sind Angestellte wie du und ich. Jedem Einzelfall nur das Beste angedeihen zu lassen, aber den Gleichbehandlungsgrundsatz zu ignorieren, ist das Schlimmste, was man in einem Sozialstaat tun kann. Diesbezüglich sollte man sich auch fragen, ob der Einsparungsdruck nur von außen kommt oder durch solches unwirtschaftliches Verhalten mit induziert wird. Ich meine, wenn ausgerechnet ein Pädagoge nicht merkt, dass er sich in Eigeninitiative notwendiges Zusatzwissen für seine Arbeit aneignen muss, dann läuft irgendwie was falsch.

YutonNg11


@ Schnecke1985:

Du wollte eigentlich Chemie studieren, hattest aber (unglücklicherweise) keinen einzigen Menschen in deinem Umfeld, der dich dazu ermutigt hat. Und was hast du jetzt studiert? Nix?

Nochwas....die schriebtest was von Studien, die Führungspositionskummelei beschreiben. Weißt du, wo die Seilschaften größtenteils entstehen? Beim Studium ;-D !

Doi)anaF489


Ohne jetzt auf dieses Widerspiel zwischen Ahnung oder nicht Ahnung einzugehen.

Fakt ist doch trotz alledem, dass man als Sozialarbeiter schon seinen Job gerne machen sollte.

Wenn man schon mit Mitte 20 keine Lust mehr darauf hat und weiß, in diesem Job bekomme ich auch die nächsten 25 nicht mehr Geld und ich muss bis zur Rente durchhalten, ist es keine Schande sich nochmal umzuorientieren.

Sollte es dann nicht klappen, fällt sie in ein weiches Polster.

Der Vorteil am SA ist, dass das Feld ziemlich breit gefächert ist. Man kann also durchaus auch in Kitas arbeiten (in größeren Gruppen). Freie Träger bezahlen mitunter aber sehr bescheiden.

Und was mich auch stören würde sind die befristeten Verträge. Irgendwann steht man dann kurz vor der Rente und mit 50 wird es immer schwerer eine Einstellung zu bekommen.

T]his cTwiligHht G`aQrdxen


Nur mal als Info weil hier ständig behauptet wurde, dass Studenten so viel weniger Geld erhalten als ein H4 bezieher.

Der Baföghöchstsatz liegt bei 670€ und ein H4 Empfänger bekommt im Schnitt 700€. Der Student hat aber die Möglichkeit gut bezahlte Studentenjobs zu machen. An die kommt kein H4bezieher ran.

D`ia;na4x89


Reine Hausfrau zu sein, können sich heute auch immer weniger Menschen leisten.

Das ist spürbar zurück gegangen.

YOtongx11


Najaaaa....wie viele Familien / Frauen wollen sich das auch gar nicht leisten ;-) Arbeit ist ja nicht nur GELD und immer ganz schlimm und ankotzend, sondern auch soziale Kontakte, geiler Job, Bestätigung etc.

Dyianau489


Da sagst du was ;-)

YWtongx11


Ja gelle :-)!

A>ntoni+o pVivxaldi


Ich bin zwar auch aus einer Akademikerfamilie und habe studiert, aber das, was tuechtige Handwerker subjektiv und objektiv erreichen koennen, wenn sie mit Herz und Verstand ihren Beruf ausueben, ist nicht zu verachten.

Warum kann man also das Studium nicht als eine Horizonterweiterung betrachten und dann einen soliden Handwerksberuf ausueben? Wer hier so viel Verstand einbringt, wie man es fuer ein Studium benoetigt, kann viel erreichen und bald seine eigene Firma haben.

Wie lange wir suchen und betteln muessen, damit Handwerker ueberhaupt zu uns kommen und dann gnaedigerweise noch eine ordentliche Arbeit zu einem halbwegs angemessenen Preis abliefern, ist bemerkenswert. Wir sind immer aeusserst dankbar, wenn sich unter die Handwerker einmal einer verirrt, der etwas ueber den Tellerrand hinaus denken kann und das Gesamtziel im Auge hat.

Und es gibt auch genuegend viele Handwerksberufe, die durchaus vielseitig, interessant und nicht von vornherein koerperlich ueberfordernd oder gesundheitsbedenklich sind. Durch die Netzwerke unter den Handwerkern "kennt man sich" und hilft sich auch vielfach gegenseitig aus. Da ist es dann oft schon fast eine Selbstverstaendlichkeit, ein eigenes Haus und eine Werkstatt zu haben.

Und die soziale Ader kann man z.B. auch in der Form bestens umsetzen, dass man seine Mitarbeiter menschenwuerdig behandelt.

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