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Ich verdiene zu wenig! :(v

S$ternrenr{ä~ubervin


@ schnecke1985

Ich stimme dir voll und ganz zu! :)^

@ Ghostwriter

Du kannst nicht von einer Institution, die du kennst und die Bockmist verzapft, auf alle Jugendämter schließen, oder?

Ich arbeite eng mit (4 versch.) JÄ zusammen und da weiß man eigentlich schon ganz genau:

Ok, Das JA xy ist zuständig, das kann man dann mal getrost vergessen. Oder JA xz ist zuständig, ok, das wir klappen.

Außerdem: von welchen Arbeitnehmer wird denn "in Eigeninitiative" und "privat zu Hause" verlangt, sich weiter zu bilden, zu belesen usw.?

Natürlich machen das die allermeisten SA, weil die Arbeitszeit nicht ausreicht. Ich kenne sogar SA, die sich in ihrer Privatzeit für Teamsitzungen treffen. Aber ich finde, irgendwo ist auch mal gut!

Übrigens habe ich auch einen administrativen Aufwand, bei dem es um die Finanzen geht und finde nicht, dass ich mich verhalte, wie der "Elefant im Porzellanladen". Wenn ich Fragen habe, die meine Kompetenz übersteigen, scheue _ich_ mich allerdings auch nicht, mal 1,2 Telefonate mit Fachleuten zu führen! ":/

D+ian,a4s89


Muss aber auch sagen. Dafür, dass du nur den Bachelor hast, hast du wirklich Glück gehabt. Die meisten Jugendamtsstellen werden eher mit dem Master besetzt.

WhalkSingPGhxost


@ Sternenräuberin

Du kannst nicht von einer Institution, die du kennst und die Bockmist verzapft, auf alle Jugendämter schließen, oder?

Naja, es gibt ja auch Zuständigkeitswechsel und gemeinsame Hilfeplangespräche mit anderen Jugendämtern und dort werden dann beispielsweise Dinge beschlossen, die schon im Gesetz wortwörtlich anders drin stehen. Wenn das, sagen wir mal, 4 Fachkräften aus 2 verschiedenen Jugendämter nicht auffällt, dann hat das was von mangelnder Sorgfalt und Ignoranz, letztlich auch von Unhöflichkeit gegenüber den anderen Beteiligten, die das dann gerade biegen müssen. Ich sage auch nicht, dass es überall so ist (mancherorts ist die Führung vielleicht auch straffer), aber wir hatten zuletzt eine hohe Personalfluktuation bei den Sozialarbeitern und es wurde immer schlimmer.

Außerdem: von welchen Arbeitnehmer wird denn "in Eigeninitiative" und "privat zu Hause" verlangt, sich weiter zu bilden, zu belesen usw.?

Nein, aber während dem jeweiligen Arbeitsgang, wenn Unklarheit besteht. Das verlangt schon die Sorgfaltspflicht. Meistens reicht es auch schon, einen Kollegen zu fragen oder Google zu bemühen. Gerade bei Letzterem sind viele so unglaublich träge. Stattdessen holt man sich nur punktuell Hilfe und heftet dann die fertige Zuarbeit ungelesen ab, ohne sich mal damit auseinanderzusetzen, was derjenige nun eigentlich gemacht hat, damit man es beim nächsten Mal eigenständig erledigen kann. Das Lernen hört nach dem Studium nun mal nicht auf, aber das unterschätzen viele.

Übrigens habe ich auch einen administrativen Aufwand, bei dem es um die Finanzen geht und finde nicht, dass ich mich verhalte, wie der "Elefant im Porzellanladen". Wenn ich Fragen habe, die meine Kompetenz übersteigen, scheue _ich_ mich allerdings auch nicht, mal 1,2 Telefonate mit Fachleuten zu führen! ":/

Dann bist du da eine Ausnahme und es liegt sicherlich auch daran, dass du Führungstätigkeiten wahrnimmst. Wenn ich irgendwelche Zuarbeiten bekomme, die auf etwas Finanzielles hinauslaufen, dann gibt es da drei Konstanten: 1. veraltete oder falsche Kostensätze, 2. nicht terminiert, 3. widersprüchliche oder zweideutige Mengenangaben. Und das wieder und wieder, ohne dass die betreffenden Personen jemals dazulernen. So was passiert nur, wenn jemand jegliche Detailumsetzung auf andere abschieben kann.

P>ocketSMousxe


Oder 8 mal die selbe Straße an der selben Stelle in 2 Jahren aufreißen und zumachen, einmal für jedes Gewerk, wegen der Gewährleistung, immer den billigsten Anbieter bei Ausschreibungen nehmen müsse und danach tausende in Nachbesserungen stecken etc. pp. :p>

Na, ob es so sinnvoll ist ein Berufsbild zu verteidigen, indem man einem anderen Dummheit vorwirft?

Es gibt keine Berufe in denen nur Idioten sitzen.

Was ich aber sagen kann: Im öffentlichen Dienst wird versucht eine Struktur zu schaffen, die so klare Vorgaben enthält, dass überall eine ca. gleichbleibende Qualität erreicht wird. Man versucht eine Struktur aufzubauen die den größten Fehlerqoutienten Mensch gering hält.

Da wäre dann auch das Thema Korruption zu nennen. Wir haben in Deutschland wenig Probleme mit Korruption. Das ist unserer Reglementierung zu verdanken. Für fast alles gibt es Kontrollorgane.

Dass man IMMER den günstigsten Anbieter nehmen muss stimmt außerdem nicht. Es gibt ganz unterschiedliche Arten von Ausschreibungen und Vergaben. Es gilt außerdem IMMER, dass eine entsprechende Eignung vorliegen muss und die Preise auskömmlich sein müssen. Theoretisch verfügen die Firmen also um die identische Eignung für das Bauvorhaben und alle Preise müssen so sein, dass sie auskömmlich sind.

Natürlich ist das kritisch zu sehen. Solange es viele Aufträge gibt, funktioniert das. Wenn es aber Auftragsmangel gibt, unterbieten sich die Firmen in den Preisen. Das ist ohne Frage eine Schwachstelle des Systems.

Aber so leicht zu lösen ist das nicht. Die Alternative wäre, dass jeder die Aufträge an die Firma vergibt mit der er gute Erfahrung hat. Das öffnet Korruption alle Türen. Das hat nichts mehr mit freiem Wettbewerb zu tun.

Korruption klingt immer so krass. Man stellt sich vor, es käme ein schwarzer Mann mit einem Koffer und bietet einem Summe X für einen Auftrag. Aber das ist doch eher die Ausnahme.

Vielmehr ist es doch so, dass man Jahre lang zusammenarbeitet. Sich einspielt, anfreundet. Man ist ein Team, versteht sich gut. Duzt sich irgendwann, geht zusammen in die Mittagspause. Sitzt oft sogar im gleichen Büro. Und dann kommt es dazu, dass man sagt "Hey Thomas, ich hab da ein Loch in der Straße, kannst du das mal kurz flicken?" und Thomas überlegt sich dafür einen Preis.

Da ist die Frage... Ist das gut? Bis wohin ist das gut? Wenn es um ein Loch geht, ist es ja vermutlich günstiger, wenn Thomas das schnell macht als wenn man dafür Leute beschäftigt, die eine Ausschreibung machen, Vergabe durchführen. Wie ist es aber wenn das Loch größer wird? Wenn es um Millionen geht? Hälst du es für gut, wenn Thomas sich überlegt "das Kostet etwa 10 Millionen" ohne dass jemand das überprüft?

Der öffentliche Dienst sagt dazu - bis zu einer gewissen Summe ist das ok. Damit der Preis aber nicht willkürlich ist, legen wir am Anfang des Jahres mit allen Firmen bestimmte Preise fest. Ein Loch flicken kostet dann also 1.000 Euro und ich kann sagen "Ey Thomas, mach mir mal das Loch zu" und bekomme am Ende eine Rechnung über 1.000 Euro.

Wenn es aber mehr als ein Loch ist... Ein Millionenprojekt... Dann gibt es eine Preisabfrage. Für wie viel verkaufst du mir diesen konkreten Sand? Was kostet es mich, wenn du mir den Sand an der Stelle bis zu dem Verdichtungsgrad verdichtest.

Eine vernünftige Ausschreibung enthält nicht "Pauschal eine Straße". In einer vernünftigen Ausschreibung steht fast jeder Arbeitsschritt drin. Es gibt Kontrollprüfungen. So wird im Grunde verhindert dass die Qualität zwischen den einzelnen Anbietern abweicht. Zusätzlich gibt es ja die Gewährleistung. Tausende Verbesserungen nach Fertigstellung fallen damit in den Zuständigkeitsbereich der Baufirma und in deren Kosten.

Klar, zu viele Regelungen machen das System träge und aufwendig. Die Verwaltung kostet Geld. Zu wenig Regeln sorgen für Korruption, für eine Abhängigkeit vom Faktor Mensch. Ohne Regeln ist die Qualität der Straße vom zuständigen Mitarbeiter abhängig.

Irgendwo in der Mitte liegt die Wahrheit.

Im übrigen laufen viele Projekte gut. Man sollte die Zeitung kritisch lesen. 60% dessen was dort steht sind Mutmaßungen. Und es werden natürlich nur die Projekte erwähnt die nicht gut laufen.

Viele Grüße ausm Straßenbauamt. :-)

d9ana/e87


Aber das alles hilft der Sternenräuberin doch gar nicht weiter. Sternenräuberin, am Ende gibt es nicht soviele Stellschrauben an denen du drehen kannst oder? Da stellt sich erstmal die Frage ob du dir innerhalb deines Berufsfeldes etwas vorstellen kannst das dich mehr erfüllt. Hast du dich in deiner alten Position mit weniger Verantwortung zum Beispiel wohler gefühlt als jetzt? Dann stellt sich die Frage wofür ihr wirklich Geld braucht, da könnte eine genaue Aufstellung der Ausgaben helfen. Wenn man da ein realistisches Bild hat kann das schon sehr helfen weil man sieht wieviel man mehr hat und sowas auch Optionen eröffnen kann wie zum Beispiel ein Zweitstudium, Arbeitszeitverringerung, Umzug, Wechsel in einen Job der einen mehr erfüllt auch wenn man weniger verdient und soweiter. Und bevor diese Punkte für dich nicht klar sind, kannst du ja keine weiteren Entscheidungen treffen.

Wenn dir zum Beispiel die Arbeit mit Flüchtlingen mehr Spaß machen würde könntest du dein Sprachentalent nutzen und so da Fuß fassen, in einem bereich der sicher in den nächsten Jahren wichtig sein und bleiben wird. Aber ohne eine Idee davon wo du eventuell drehen könntest kann man da auch keine Ideen entwickeln.

A4nton iou Vi valxdi


@ pocketMouse

Cool, Dein Beitrag. Der war richtig interessant und lehrreich! Danke! :)^

YwElePctrxa


@ pocketMouse

Fand deinen Beitrag ebenfalls sehr interessant. :)=

YDEleWctra


Ansonsten finde ich den Faden ziemlich peinlich. Jammern weil man mehr verdienen möchte (was wir alle gern würden) obwohl der Lohn über dem Medianeinkommen liegt, obwohl es allgemein bekannt ist, dass man in dem Job nicht zu den Topverdienern gehört, und obwohl die Ausbildung sogar vom Staat bezahlt wurde finde ich ziemlich anmassend. :(v

fOi7ewqxe


Es wird kein normaler Mensch von sich behaupten, er verdient zu viel. Also, verdienen wir alle zu wenig. Dem einen reicht es, dem anderen nicht.

Die Ungerechtigkeit wirst du nie beseitigen können.

DpiWanax489


Vom Staat bezahlt? Vielleicht hat sie ja ihr Studium durchs jobben und durch die Eltern finanziert.

Wie kannst du dir da so sicher sein?

":/

vzampiFrqellxa75


Das Studium ist immer vom Staat bezahlt, liebe Diana, oder muss man D etwa dafür bezahlen? Nein, siehst du.

Der Staat zahlt die Bezüge der Professoren, den Unterhalt der Universitäten und vieles mehr! Was glaubst du, was ein Studium kosten würde, wenn das jeder Student selbst bezahlen müsste.

Schon strange, dass es Leute gibt, die das für selbstverständlich halten....

D!ianaj4x89


Wieso ist das Studium vom Staat bezahlt? Mit den Semestergebühren, die man entrichtet werden z.T. auch die Profs bezahlt und alles andere. Außerdem gibt es private Unis und FHs.

Vom Staat bekommst du Bafög. Was ist aber mit denen, die keins empfangen?

YYEl/ectxra


Vom Staat bezahlt? Vielleicht hat sie ja ihr Studium durchs jobben und durch die Eltern finanziert.

Wie kannst du dir da so sicher sein?

Ich dachte ich hätte das etwas früher im Faden gelesen, falls das nicht zutrifft nehme ich es natürlich zurück.

YZElectxra


Schon strange, dass es Leute gibt, die das für selbstverständlich halten....

Etwas mehr Demut und Dankbarkeit für alles was uns hier in Europa geschenkt wird würde vielen gut tun.

D<iana2489


Ja, dann sei mal dankbar.

Ob der Lebensstandard in 10 Jahren auch noch so hoch ist, ist stark anzuzweifeln...

Das FBI sagt in 4 Jahren den 1. Bürgerkrieg voraus.

;-)

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