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Welche Art Beruf übt ihr aus der euch erfüllt/glücklich macht?

S`hoTjo


Und das Unterrichten MEINES Faches macht mir halt auch Spaß. Weil man die Studenten vielleicht ein klen wenig begeistern kann und v.a. praktische Erfahrungen in die Theorie einfließen lassen kann. Das kann auch nicht jeder Prof bieten. Vorteil, wenn man nicht allein auf Wissenschaft setzt.

Ein Seminar bei Dir stelle ich mir verflixt spannend vor. Ich habe im Nebenfach Psychologie studiert (allerdings habe ich mich derart hemmungslos in Seminare reingebettelt, -geschmeichelt und -geboxt, die für Nebenfächler eigentlich nicht zugelassen waren, dass ich minus Praxisanteile ein Dreiviertelhauptstudium habe, inklusive Statistik und DEV ;-D ), und die allerspannendsten Seminare und Arbeitsgruppen waren immer, immer die bei Dozenten mit Praxiserfahrung. Das ist nicht nur ein Plus, das ist eine andere Dimension.

SzunflEowexr_73


Naja, diesmal sind's halt Medizinstudenten in div. Semestern und Studiengängen. Beim Hospitieren bei div. Kollegen gemischte Erfahrungen, was aber irgendwie mit den Kollegen korrelieren könnte...

Muss mal schauen. Manche Themen leben von der praktischen Erfahrung. Und manche (Struktur des Versorgungssystems) sind einfach trocken. Da kann ich höchstens Anekdoten von ätzenden Gutachtern reinbringen. ]:D Was mir in Erinnerung ruft, dass da gerade 7 Anträge liegen und ich eigentlich schreiben sollte.

Smhoj}o


Da kann ich höchstens Anekdoten von ätzenden Gutachtern reinbringen.

Viel besser als nix! ;-D

ElhemaGliger NutzPer (#46719x3)


allerspannendsten Seminare und Arbeitsgruppen waren immer, immer die bei Dozenten mit Praxiserfahrung. Das ist nicht nur ein Plus, das ist eine andere Dimension.

Mal ein Lob an Dozenten und Vortragende, die sich in ihrer Vorlesung tatsächlich auch mal Mühe geben. Menschen mit didaktischen Fähigkeiten sind an Unis ja scheinbar oft rar.

Erinnerliches Highlight, in negativem Sinne, war eine elendslangweilige Vorlesung, bei der Anwesenheitspflicht bestand. Irgendwann war es soweit und ein Student stellte mal eine Zwischenfrage. Verdutzte Antwort darauf war: "Das kann ich Ihnen nun wirklich nicht sagen. Ich mache auch nicht mehr, als das vorzulesen, was im Skriptum steht." :|N

ALr"ya 2w.0


Menschen mit didaktischen Fähigkeiten sind an Unis ja scheinbar oft rar.

Was daran liegt, dass wissenschaftliche Mitarbeiter an einer Uni dafür auch nicht ausgebildet werden bzw. es gar nicht vorgesehen ist. Von den meisten wird die Lehre als unumgängliches Übel angesehen, was halt gemacht werden muss. Die eigentliche Aufgabe ist (in den Augen vieler) der wissenschaftliche Teil/Forschung.

E*hemaRligerB NuJtze)rf (#46719x3)


Die Argumentation dahinter ist mir bekannt - für Studenten macht es die teils miserable Qualtität der Lehre aber auch nicht gerade besser.

WFatTerlxi2


Ich bin Referendarin. Noch macht mich das nicht so 100%ig glücklich weil ich ja ständig unter Beobachtung stehe. ]:D Aber der Beruf Lehrer an sich macht mich glücklich und füllt mich aus (naja, zeitlich auf jeden Fall auch ^^).

Ich mag an dem Beruf vor allem, dass mir die Tätigkeit tatsächlich sinnvoll erscheint. Es ist nunmal notwendig, dass die kommende Generation ein Mindestmaß an Bildung besitzt, meine Arbeit wirkt sich stark auf die Zukunft unserer Gesellschaft aus (also ähnlich wie beim Politikerjob oder so hat man wirklich das Gefühl, irgendwas beizutragen und nicht nur sinnlos zu ackern...) usw.

Ich mag es, Verantwortung zu tragen und außerdem ist der Beruf abwechslungsreich und kein Tag ist wie der andere. Ich finde es auch nicht schlimm, wenn meine Arbeit ab und zu mal zu keinem sinnvollen Ergebnis führt, weil das eher selten vorkommt.

Während des Studiums habe ich jahrelang ziemlich überflüssige Arbeit gemacht (Produkte die kein Mensch braucht verkaufen usw.) und mich mit Problemen rumschlagen müssen, die für mich nicht lösbar waren (null Verantwortung und eigener Entscheidungsspielraum).

Ich finde meinen Beruf außerdem geistig extrem anspruchsvoll (nicht so sehr fachwissenschaftlich gesehen, das ist klar, aber organisatorisch und bei der Unterrichtsplanung muss man halt schon fachwissenschaftlich viel nachdenken und auch darüber, was man wie warum macht usw.). Außerdem (und das hätte ich gar nicht gedacht) bietet der Beruf extrem viele Möglichkeiten, sich persönlich weiterzuentwickeln bzw. man muss das und bisher habe ich mich nie so sehr dazu aufraffen können. Jetzt wo ich es quasi muss merke ich, dass es mich total bereichert und frage mich, wieso ich bisher so wenig an mir gearbeitet hab. Also vielleicht bin ich ne untypische Referendarin... viele jammern ja rum, dass ihre Persönlichkeit hinterfragt und verbogen wird. Das passiert mit mir auch aber ich bin echt unglaublich dankbar dafür, dass ich diesen Tritt in den Hintern bekomme, weil bei mir seitdem auch viel privates wesentlich besser läuft als früher. Zum Glück habe ich aber auch Leute, die mir da wirklich helfen wollen und nicht solche Fachleiter, die mich wirklich persönlich fertig machen (gibts ja auch und die sind natürlich scheiße).

Letztendlich mag ich die mehreren Wochen Ferien im Jahr (wenn man es schlau anstellt, hat man die auch frei und muss nix machen, zumindest die Sommerferien) und dass ich oft um 10 Uhr Feierabend hab und dann zuhause arbeiten kann, dass ich keine Spätschichten machen muss und dass ich jedes WE und jeden Feiertag frei hab. Blöd find ich, dass ich ne Menge Arbeitsmaterial selbst bezahlen muss (auch wenn man das bei der Steuer angeben kann).

B|lac1k Gxun


Die Argumentation dahinter ist mir bekannt - für Studenten macht es die teils miserable Qualtität der Lehre aber auch nicht gerade besser.

dann beschwert euch über die deutsche bildungspolitik. und eben nicht über die dozenten, die - gezwungenermaßen - ihre prioritäten so legen, wie es vom system belohnt bzw vorgegeben wird. dafür, dass engagement für die lehre, welches über das nötigste hinausgeht, nicht belohnt wird, können die profs und doktoranden nichts.

davon unberührt sind natürlich "alte" dozenten mit praktisch unkündbarer festanstellung, die sich wirklich überhaupt keine mühe mehr geben. der klassiker: prof liest 90 minuten wortwörtlich aus seinem lehrbuch vor... {:(

KIanar1ienYentxe


Ich hocke den ganzen lieben, langen Tag in einem Büro und weiß auch - ewig mache ich das nicht.

Meine Alternative ist mit Pferden zu arbeiten und wenn es vorerst nur als Pferdepflegerin ist.

Mir persönlich ist es um Häuser lieber auszumisten, mich um die Pferde zu kümmern als im Büro zu sitzen frei nach dem Motto "dreckig aber glücklich"

Angestrebt wird der Beruf Pferdefacharbeiterin mit Schwerpunkt Pferdezucht und -haltung aber erstmal steht für mich im Vordergrund "Raus aus dem Büro und glücklich sein".

Ist zwar ein langer und steiniger Weg da ich mir die Ausbildung selbst finanzieren muss aber für mich persönlich stimmt die Richtung.

Ldord LHonxg


@ Kramuri

[...]Menschen mit didaktischen Fähigkeiten sind an Unis ja scheinbar oft rar.[...]

Kann ich von den Unis an denen ich war nicht bestätigen. Als Student würde ich sagen waren so rund 80% Didaktisch gut, einige Profs auch sehr gut.

Die 20% die da nicht so doll waren waren entweder verwirrt und so war dann auch die Vorlesung, oder arrogant und man merkte dass sie keine Lust auf Studenten hatten.

Ich selbst wurde als Dozent immer so mit um 2.0-2.5 evaluiert, irgendwas muss ich wohl richtig gemacht haben :-)

S,hoxjo


Als Student würde ich sagen waren so rund 80% Didaktisch gut, einige Profs auch sehr gut.

Ein erheblich besserer Schnitt als unter den Studenten, was die Qualität betrifft! ;-D

FZl&amechAenx79


Ich habe staatlich anerkannte Erzieherin gelernt und hab dann mit Behinderten gearbeitet. Hat mir Spaß gemacht, wäre aber nix auf Dauer gewesen.

Nun bin ich seit fast 14 Jahren Polizistin und hab mich inzwischen zur Diensthundeführerin ausbilden lassen. Damit hab ich mir jetzt meinen Kindheitstraum erfüllt.

Ob ich es nochmal machen würde, weiß ich aber nicht.

EAhemaliger ZNutzer (}#5454x21)


Nun bin ich seit fast 14 Jahren Polizistin und hab mich inzwischen zur Diensthundeführerin ausbilden lassen. Damit hab ich mir jetzt meinen Kindheitstraum erfüllt.

Ich habe nächstes Jahr 21 Jahre rum, davon die letzten 8 Jahre in HH.

Und ich würde es wieder tun.

_aBliBzzax_


Als Student würde ich sagen waren so rund 80% Didaktisch gut, einige Profs auch sehr gut.

Kann ich von meiner Studienzeit auch so bestätigen. Die Dozenten und Profs waren durch die Bank größtenteils sehr engangiert, und die Vorlesungen machten Spaß bzw. haben zumindest nicht gelangweilt. Allerdings liegt mein Studium schon einige Jahre zurück, und es war ein MINT-Fach wie bei Lord Hong. Mag sein, dass das eine Rolle spielt.

Zum Thema - aktuell nehme ich an einer beruflichen Weiterbildung auf technischem und arbeitsorganisatorischem Gebiet teil und möchte auch später in diesem Bereich arbeiten.

S^unOflow#er_x73


Ich habe nächstes Jahr 21 Jahre rum, davon die letzten 8 Jahre in HH.

Und ich würde es wieder tun.

Ernsthaft? Respekt! Ich finde, das ist hier ganz schön hartes Pflaster...

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