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Lärm aus Wohnung über mir: Übertreibe ich?

GO.Tzr.et#en


Also, es hilft im Akutfall nur die Ohren zu verschließen mittels Ohrstöpsel. Ich schlafe nur damit, könnte gar nicht anders. Und am WE, wenn du nicht den Wecker hören musst, kannst du das doch machen. Es hilft v.a. gegen dieses "lauern" auf das nächste Geräusch. Kann ich nur empfehlen :)^ ... ansonsten eben umziehen und auf ruhige Nachbarn hoffen...

This Twilight Garden

Leider helfen Ohrenstöpsel nicht gegen alle Art von Geräuschen, gegen Türschlagen nicht und gerade solche Poltergeräusche sind ja meist die, die in Mietshäusern nachts vorhanden sind.

Die über mir latscht jede Nacht laut über die Dielen, donnert Fenster zu und wieder auf, ständiges Gepolter und Erschütterungen. Da machste nichts dran mit Ohrenstöpsel.

Aber ich nimm die auch, immerhin helfen die gegen rauschende Geräusche wie Klospülungen, Rohre und lauter Fernseher.

S>ilkyPEearl


Die meisten Ohrstöpsel finde ich nicht ausreichend abdichtend oder zu hart im Ohr. Wie ist es mit dieser "Ohrknete" - kennt die jemand aus eigener Erfahrung? Ich wohne zwar ruhig wie im Schlaraffenland, brauche den Schallschutz aber schon mal im Urlaub etc. :-/

Rri&g*htNxow


Ich benutze seit einiger Zeit das Wachs von Ohropax. Sind kleine, formbaren Kügelchen mit Wolle umhüllt. Ich höre damit weder Poltern noch Musik oder andere Geräusche die teilweise täglich aus der Wohnung unter mir kommen. Kann ich nur empfehlen.

S}ilkrPeaxrl


Dankeschön! @:)

NGitn77


Hallo liebe Leidensgenossen,

mittlerweile bin ich auch schon Ohrstöpsel-Expertin dank lauten Nachbarn. Übrigens gibt es von Alpine Musikerohrstöpsel, die tatsächlich hauptsächlich das dumpfe Bollern herausfiltern (das ist ein Pack mit 3 Sorten, die goldenen Einsätze helfen am besten) und man hört trotzdem noch einigermaßen den Fernseher oder kann sich unterhalten.

Aber das alles ist kein Leben ... deswegen bin auch ich schon nach 2 Monaten in dieser Wohnung auf erneuter Wohnungssuche.

Altbau? Nein 1997er Neubau. Was für ein hellhöriger Plattenbau, denk ich manchmal... da waren die 3 1950er und 1960er Bauten, in denen ich vorher gewohnt habe wesentlich ruhiger (mal von dem Sanierungstheater in der letzten abgesehen - 3 Jahre Baulärm...)

Das Trampeln ist ein sehr dumpfes Wummern, das man teilweise als Druck auf den Ohren spürt. Also mehr als einfach nur ein Geräusch, es sind richtige Schockwellen.

Was scheinbar fast immer übersehen wird: Meist ist mies verlegtes Laminat der Auslöser. Es ist kaum noch möglich, überhaupt eine Wohnung ohne Laminat zu finden, das wird einfach überall reingeknallt, möglichst billig und schnell. Es soll ja schick aussehen in der Wohnungsanzeige und ist ja so pflegeleicht und allergikergeeignet (bin selber Allergikerin, nein, mit Laminat tut man sich keinen gefallen, es sei denn man will JEDEN TAG wischen. Im Teppich bleibt der Staub wenigstens eine Weile, bis man ihn wegsaugt)

"Ja, natürlich haben wir Trittschalldämmung verlegt, sicher!" oder "Bei unserem Laminat war ja sogar Trittschalldämmung direkt an den Platten!". Ja. Das, was als "Trittschalldämmung" im Baumarkt für 5 Cent pro m² angeboten wird, diese hauchdünne Folie oder diese papierdünnen grünen Platten sind vielleicht gerade 1 Millimeter dick. Jetzt stellt man sich mal vor, der 1,90 Meter große Nachbar rammt seine Ferse auf die Pressholzplatte mit Holzfototapete und da ist nur so ein Hauch von Schaumstoff, der zwischen den Platten und dem Betonboden sich befindet. Was, allen Ernstes, erwartet man da?! Irgendeine Dämmwirkung? Fehlanzeige! Es rummst, dass die Wände wackeln, mit jedem einzelnen Schritt. Aber es sieht ja so schick aus.

Dank des Laminat-Hypes sind die Beschwerden über Nachbarschaftslärm schon um etwa 40% gestiegen! Aber kein Mensch sieht da irgendeine Verbindung. Früher hatte man noch viel öfter Auslegeware in der Wohnung, meist einen fluffigen Teppich. Da hat man nicht zwangsläufig jeden Schritt und jede andere Aktion gehört. Anscheinend ist alles andere wichtiger als Lärmschutz.

Aber 40% mehr Beschwerden, die sind doch auch nicht alle "Plem-Plem", die haben doch ein echtes Anliegen! Also sind doch nicht alle so abgehärtet gegen Trampeln und Poltern wie man manchmal vermuten mag?!

Ich bin sehr froh, dass meine Genossenschaft Wohnungen idr. ohne Bodenbelag, bzw. entweder Holzdielen oder Linoleum anbietet (auf letzteres kann man dann schönen dicken fluffigen Teppich verlegen) - momentan wohne ich in einer nicht-genossenschaftlichen Wohnung, das will ich so bald wie möglich ändern! Auf dem Freien Markt herrscht fast schon so etwas wie Laminatzwang. Boah wie ich das Zeug mittlerweile hasse. Dummerweise habe ich seber auch das Laminat meines Vormieters übernommen. Ich bin ja zum Glück Ballenläufer insofern knallt es nicht, wenn ich selber in meiner Wohnung gehe. Aber wenn meine Nachbarn nebenan in ihrer Wohnung "gehen", klingt das so, als ob jemand mit einem großen Gummihammer auf den Boden schlägt, teilweise vibriert es richtig. Man kann sich auf nichts konzentrieren oder mal einen Film schauen. Das Wummern dröhnt auch durch dicke Kopfhörer noch ganz gut.

Ich hoffe wirklich, dass dieser Laminat Quatsch endlich mal zuende geht oder es nur noch so verlegt wird, dass es die Nachbarn nicht stört, aber letzteres glaube ich nicht, es wird einfach viel zu viel gespart und gepfuscht. Bis man irgendwann mal feststellt, dass ein Laminat-loses Haus sich für 20% mehr vermieten lässt, weil man einzig nur noch dort Ruhe findet.

Würe ich Wohnungen in einem eigenen Mietshaus anbieten, würde ich sogar damit werben, dass dort kein Laminat gestattet ist und auf einen weichen Bodenbelag Wert gelegt wird.

D8.orais xL.


Danke Nin77 , genauso ist es bei mir über meiner Wohnung . Aus 2 Wohnungen wurde eine gemacht , nur , offenbar lag eine Wohnung 10 cm tiefer . Ausgeglichen ist das durch eine Schräge . Ich möchte wetten das diese Schräge hohl ist . Natürlich Laminat drauf ( auf Holzboden ) . Ob teuer oder billig weiß ich nicht . Früher hat die ganze Familie dort gewohnt . Ich habe immer gemerkt wenn die weggehen wollten . Die drehten sich immer schneller im Kreis , immer schneller und hektischer bis sie die Treppe ( Holz ) endlich herunterpolterten . Ich war dann erschöpft .

Dann die Spielchen mit dem Dackel . Eine Kugel wurde gerollt und der Dackel im Galopp hinterher .Die Spielchen wurden immer lange Zeit betrieben . Ne andere Bewegung hatte der Hund ja auch nicht v :|N %-| . Die Krallen hört man , jedes klopfen mit dem Schwanz auf den Boden .

Jedes Geldstück? das aus der Hand fällt , man kann mitverfolgen wohin es rollt . .

Ich bin im Haus meines Oppas großgeworden . Im Haus waren 8 Kinder . Gut, als Kind stören andere Geräusche eher weniger , aber ich glaube nicht das man uns so sehr gehört hat . Nirgends lag ein Teppich das war nur gestrichener Estrich und unterm Tisch so komische Teppiche aus PVC.

In Zukunft möchte ich auch keinen Teppichbelag mehr haben . Eher Kork oder Linolium und dann einen Teppich drauf . Ohne Stoffe in der Wohnung hallt alles und ist nicht gemütlich .

KfirschlEexin90


Oha, das Problem habe ich auch. Letzte Nacht auch. Obendrüber ist entweder eine WG oder ein Pärchen, das da lebt, bin mir nicht sicher. Auf jeden Fall ein Mann und eine Frau. Und da höre ich auch Möbel rücken oder Schritte nachts, wodurch ich immer zusammenzucke und dann hören muss, ob das wirklich oben ist oder wo das herkommt.

Ich muss aber dazu sagen, das hier ist Altbau 1904 und die Wände und Böden sind offenbar sehr dünn. Wenn meine Nachbarin nebenan lauter spricht und ich direkt an der Wand sitze, höre ich das.

Ich wohne alleine und bin ohnehin sehr schreckhaft, habe immer Angst, dass jemand nachts einbricht und lausche dann beim kleinsten Geräusch schon. :-/

Habe mir mal überlegt, ob ich einen Zettel oben hinhänge, so nach dem Motto, Hallo, liebe Nachbarn, trampelt doch bitte spätabends nicht so herum - anonym, weil könnte ja auch von der Tür neben mir sein. Auf meiner Etage sind es drei Parteien.

Meint ihr, das könnte man machen?

bAärliz559x1


hi Kirschlein,

anonym würde ich es nicht machen, einfach freundlich reden mit Ihnen, andersrum kannst sie nur verärgern. ;-)

NwinN77


Das Ding ist ja, für die meisten von uns bleibt am Ende nur eines: Der Umzug.

Aber wie bekommt man die Zeit bis dahin einigermaßen rum, ohne jeden Tag einen Wutanfall oder Nervenzusammenbruch zu bekommen?

Ich habe sämtliche Methoden mehr oder weniger erfolgreich ausprobiert:

- Beruhigungsmittel. Da ist ein Lavendel-Präparat ganz gut geeignet. Eigentlich hat es hauptsächlich angstlösende Wirkung. Ganz am Anfang hat es mehr oder weniger funktioniert. Das Problem: Ich vertrage das auf Dauer nicht so gut und bekomme Kreislaufprobleme. Generell, Medikamente, auch freiverkäufliche pflanzliche, haben meist Nebenwirkungen. Mir war es das am Ende doch nicht wert, schließlich muss ich auch im Job einigermaßen fit sein.

- Schlafmittel. Manchmal kann man wegen des Lärms der Nachbarn nicht richtig einschlafen. Falls Ohrstöpsel alleine nicht reichen, gibt es natürlich die üblichen Präparate mit Baldrian und Hopfen und auch hier hilft Lavendel. Wenn es doch ein bisschen stärker wirken soll, gibt es freiverkäuflich Schlafmittel mit dem Wirkstoff Doxylamin (Hoggar Night, Schlafsterne, etc.). Eigentlich als Antihistaminikum gegen Allergiebeschwerden entwickelt, macht es doch vordergründig müde und wird nun als Schlafmittel verkauft. Ist übrigens auch in "Wick Medinait" enthalten, also kennen viele die Wirkung sogar schon. Macht nebenbei noch die Nase frei, wenn man z.B. eine Hausstaubalergie hat. Mich macht sogar Ceterizin (auch ein Allergiemittel) abends schon sehr müde.

- Ohrstöpsel. Hier ist das Spektrum recht groß. Es gibt die alten Wachskugeln von Ohropax, die in Watte eingebettet daherkommen. Diese sind sehr fummelig, fallen gerne mal aus dem Gehörgang und dämmen nicht so stark. Mich wundert, dass diese noch hergestellt werden. Besser sind jene aus Silikon. Silikon hat eine bessere Konsistenz als Wachs, bleibt auch besser im Gehörgang. Wer wirklich wenig hören will, greift zu Schaumstoffohrstöpseln. Die dämmen am besten. Sie gibt es von Ohropax, Hansaplast (besonders weich und geschmeidig) und besonders günstig im 10er Pack und sehr gut dämmend: Bilsom 303 (einfach mal nach googeln). Am besten dämmen Cord Max Extreme, aber die sind auf Dauer nicht so angenehm in den Ohren. Ich selber bestelle immer wieder mal eine Tüte Bilsom 303.

Jetzt gibt es aber auch den Fall, dass man hauptsächlich durch dumpfes, bassiges Bollern gestört wird, das sich nahe am Infraschall abspielt (so wie bei mir). Dann gibt es Musikerohrstöpsel, z.B. MusicSafe. Dabei sind 3 verschiedene Filter für verschiedene Situationen. Der goldene Filter hat sich dabei am "Bassabweisendsten" erwiesen. Man versteht noch Radio und Fernseher, zwar etwas leiser, aber das dumpfe Wummern ist bis zu einem bestimmten Grad ausgeblendet.

- Maskierung Maskierung ist eine weitere Möglichkeit, störende Geräusche zu bekämpfen. Dabei geht es darum, ein Hintergrundgeräusch zu erzeugen, dass die Störgeräusche in sich einbettet, so dass sie kaum noch auffallen. Je nachdem, in welchen Frequenzbereich sich die Störgeräusche abspielen, kann ein weißes (helles) oder braunes (dunkleres) Rauschen helfen. Ich habe mir z.B. "New York City Street Noises" bei youtube herausgesucht und daraus nur die sehr tiefen Frequenzanteile herausgefiltert. Oder man spielt es über einen Subwoofer ab, der filtert eh die hohen Frequenzen heraus und auch hier kann man dann noch trotzdem Fernsehen schauen oder Musik hören, das dumpfe Gebollere der Nachbarn wird durch die brummelnden Straßengeräusche des Subwoofers (längst nicht so Impulshaft - und aufschreckend wie das Gepolter der Nachbarn) quasi eingefangen. Auch das funktioniert teilweise wunderbar.

- Kreative Gegenmaßnahmen Ich hatte sogar schon eine "Manieren-erinnerungs-Apparatur" oder kurz "Tramplomat" gebastelt. Ein Mikrofon lauscht auf die Geräusche im Raum, ganz exakt auf die vorher gemessene "Trampelfrequenz" (bei mir 36Hz) - so dass es keine falschen Auslöser gibt (Ich selber muss schon sehr stark aufstampfen um den Apparat auszulösen - das sagt schon etwas über die Trampelei von nebenan aus - ansonsten werden Sprache, Radio, Fernseher ignoriert und können weiterhin laufen.). Wenn auf der Trampelfrequenz laute Geräusche auftreten, wird sofort ein entspr. Geräusch laut abgespielt, ohne eine Rückkopplung auszulösen (war einiges an Arbeit, bis das rund lief...) Dazu braucht man leider ein Musikprogramm wie Reaper, einen Computer und ein Audiointerface. Ich hatte alle möglichen Geräusche auf Lager: Einen bellenden Hund, eine fette Bassdrum oder einen Orchester-Tusch. Aber: Bewirkt hat es auch nicht wirklich was. Sie trampeln immer noch wie die letzten Neandertaler. Es gibt einem höchstens das Gefühl, dass der Computer das Getrampel genau so nervig findet, wie man selber ;-)

... alles weitere artet nur in Stress aus. Und letztendlich hilft es der Seele, ab und zu mal eine Wohnung zu besichtigen. Und letztendlich sich dann für eine zu entscheiden. Im Dachgeschoss. Das gibt zwar auch keine 100%ige Sicherheit, aber eine erhöhte Chance auf Trampelfreihet. Die Regel ist: Möglichst wenig direkt angrenzende Nachbarn und auf den Grundriss achten.

Was das Baujahr angeht... schwer zu sagen, ein bekannter vom Bau sagte mal "1950er - 1960er Jahrgänge sind ganz gut, weil da noch ordentliches Handwerk betrieben wurde". Da ist schon etwas dran, vor allem wurde da massiv mit Ziegelsteinen und nicht mit der hellhörigen Leichtbauweise gebaut. Natürlich gibt es in allen Jahrgängen schlecht und gut gedämmte Häuser. Da heute Pfusch - damals Unkenntnis - allgegenwärtig sind, ist aber auch das ein ziemliches Lottospiel. Da kann man nur jedem viel Glück wünschen! :)^

48plea7sure


Da heute Pfusch - damals Unkenntnis - allgegenwärtig sind, ist aber auch das ein ziemliches Lottospiel. Da kann man nur jedem viel Glück wünschen!

Wahre Worte, genau so ist das nämlich ! Letztendlich ist oft auch viel Glück dabei.

In den 50igern, so nach dem Krieg ist die Bauqualität meist auch nicht so das Wahre (es gab auch nicht die ganzen Materialien wie heutzutage) und speziell um Schallschutz hat sich da auch keiner so recht gekümmert, da gab es Wichtigeres. Nur so als Bsp. kenne ich das von Reihenhäusern mit 1-schaligen Trenwänden aus Hohlblockmauerwerk (leichte Steine aus Bims mit Hohlkammern..., heutzutage schon auf dem Papier völlig undenkbar. Da braucht man nicht viel Ahnung zu haben um zu wissen, dass das jenseits von gut und böse ist und nicht funktioniert, da ist schon der Luftschallschutz völlig unzureichend.

Auch noch in den 60ern und selbst in den 70ern ist das mit mangelndem Schallschutz noch oft so, dass dem nicht die Aufmerksamkeit geschenkt wurde, die er nötig hat, da war wie o.a. auch noch viel Unkenntnis mit dabei. Wobei es im Schnitt so langsam besser wurde. Der Mensch lernt ja auch dazu, manchmal halt auch langsam.

Aus meiner Sicht sind Baujahre in den 80ern und 90ern von der Bauqualität sehr viel besser, da hier noch nicht so sehr gespart wurde wie das oftmals heutzutage der Fall ist, die Raffgier war noch nicht so ausgeprägt vielleicht. Dazukommend die oftmals mangelnde Qualifikation heutzutage derjenigen, die da handwerklich (speziell Rohbau !) tätig sind. Wer arbeitet denn heute noch großartig auf dem Bau mit der Hand am Arm oder lernt die einschlägigen Handwerksberufe ? Da sind nicht selten Leute am machen, die können oft keinen Plan lesen, weil sie nicht mal der Sprache groß mächtig und da wird auch aus Zeitdruck gepfuscht was das Zeug hält.

Wenn dann noch Sub-sub-unternehmer zu Gange sind, die man vorher vom GU preislich so an die Wand gedrückt hat, dass sie kaum können, dann gute N8. Bauleitung schläft auch oft oder es wird nur oberflächlich nach dem Rechten geschaut, kostet ja alles "unnötig" Geld, dann hat man die entsprechenden Ergebnisse.

j\bex678


Hallo zusammen,

auch ich lebe mittlerweile 7 Jahre in einem Haus, dass änliche Probleme hat. Das Haus wurde 1988 auf Grund von Denkmalschutzauflagen mit den alten Holzbalken wieder neu aufgebaut. Unter anderem wurde das Dachgeschoss zur Wohnung umfunktioniert. Ich bin in dem Geschoss darunter eingezogen. Anfangs konnte ich mit dem Stampfen (das sich anhört, wie wenn einer permanent mit dem Hammer klopft) ganz gut arrangieren. Über mir lebte die Vermieterin und war eher selten zuhause. Nach 5 Jahren wurde das Haus verkauft, Vermieterin zog aus und ein neuer Mieter ein. Damit begann auch die routinierte Stampforgie bis in die späten Nachtstunden. Irgendwann ist man so fixiert auf dieses Geräusch,dass einschlafen schier unmöglich ist. Ich habe dann irgendwann angefangen, Ohropax (Schaumstoff) zu tragen. Selbst die helfen nicht vollständig gegen solche dumpfen Geräusche, man müsste diese so tief ins Ohr stecken, dass sie schon aufs Trommelfell drücken und das schmerzt auf Dauer. Ich mache die Dinger mittlerweile schon tagsüber rein, weil ich es einfach als unerträglich empfinde. Ein Glück sind die Nachbarn übers Wochenende kaum zuhause, so auch heute. Das ist so was von entspannend :)^ . Ich gebe alleine der Bausubstanz die Schuld (wobei er zumindest auch ziemlich mit der Hacke auftritt). Wahrscheinlich keine ausreichende Schallisolierung, kein schwimmender Estrich und fehlender Trittschallschutz. Ich habe meinen Lebensrythmus an den Nachbarn angepasst, wache meistens schon um 4/5 Uhr auf , um um 6 Uhr aus dem Haus zu gehen. Abends bin ich gegen 21 Uhr dann so platt, dass ich sofort einschlafen kann. Man kann sich nicht vorstellen wie zermürbend das ist.

Zum Glück habe ich nun eine neue Wohnung gefunden ( Betonbau aus den 70er). Ich hoffe inständig, dass es dort besser ist. Zumindest die Vormieter, die dort 38 Jahre gelebt haben, haben mich mit ihrer Aussage zuversichtlich gestimmt.

Irgendwie tut mir mein Nachfolger ein bisschen leid, nur habe ich den nicht kennengelernt. Ich bin heilfroh, dass sich das Thema in rund einem Monat erledigt hat und ich vielleicht wieder einem geregelten Alltag nachgehen kann.

k=lage+mauxer


Seufz, wie gut ich all das doch auch kenne, seit ich mich seit ein paar Jahren mit dem Wohnung in Miethäusern herumschlagen muß. :-/

NNinx77


Ich gebe alleine der Bausubstanz die Schuld (wobei er zumindest auch ziemlich mit der Hacke auftritt)

So ähnlich sehe ich das zwar auch, ABER:

Ich finde, wenn man weiß, dass ein Haus hellhörig ist - eigentlich sogar auch dann, wenn es nicht der Fall ist - sollte man tunlichst darauf verzichten auf den Fersen herumzustampfen wie ein wild gewordenes Rhinozoros. Sofern man keine schwerwiegende Gehbehinderung hat, sollte es für jeden möglich sein, sich so durch seine Wohnung zu bewegen, ohne dass im ganzen Häuserblock die Wände wackeln und es so klingt, als würde nebenan jemand ein Schnitzel plattklopfen obwohl er nur GEHT. Und man geht ja ständig, von morgens (Bin heute auch netterweise "wachgetrampelt" worden) bis spät in die Nacht. Auch nachts aufs Klo wird hier getrampelt als wäre man der letzte Mensch auf der Welt. Eigentlich ist es gar kein großes Kunststück. Man muss sich nur mal mit dem Thema "Fersengang vs. Ballengang" auseinandersetzen und mal den Test machen: Ohrstöpsel oder Finger in die Ohren stecken und dann laufen. Wenn es dann mit jedem Schritt laut "BUMM" macht, trampelt man sehr wahrscheinlich, weil der Aufprall der Hacke durch die gesamte Knochenkette bis zum Schädel weitergeleitet wird. Auch interessant: Wenn man seitwärts oder rückwärts oder eine Treppe hinaufgeht, trampelt man in der Regel nicht, weil es sehr schwierig ist, bei diesen Bewegungen mit der Hacke(Ferse) zuerst aufzukommen.

Inzwischen halte ich das für einen unheilbaren genetischen Defekt, dass sich manche Menschen grundsätzlich störend und laut verhalten. Sie haben ein Gen zu viel, ich nenne es das "Auf-den-Sack-Gen".

Was Beton-Bauten angeht, gerade aus den 70ern, sind diese dafür bekannt, dass es gerne im bassigen Bereich stark bollert, wenn die Böden nicht besonders gut isoliert wurden. Und Da Pfusch ja scheinbar die Norm ist, ist die Chance da leider recht hoch. Und dass man, was Getrampel angeht, selten bis gar nicht die Wahrheit vom Vormieter erfährt, diese Erfahrung musste ich hier auch leider machen. Oder wir sind alle überempfindlich und der Mehrheit ist lautes Gestampfe völlig egal. Aber so ganz mag ich das nicht glauben.

Trotzdem hoffe ich sehr, dass du mit der neuen Wohnung Glück hast, jbe678.

Ich selber bin nun seit etwa 10 Monaten auf der Suche. Die Suche hat nach schon 2 Monaten in dieser Wohnung angefangen. Baujahr ist 1997 und trotzdem hört man jeden Schritt der Nachbarn, sogar durch 2 Ebenen hindurch. Aber auch hier spielt eben Trampeln eine Rolle, man hört richtig, wie jeder Schritt dröhnt.

jFbex678


für mich sind das Bewegungslegastheniker ;-) Habe ich für mich so erfunden.

Ich merke das auch hier in der Firma, da der Fussboden einfach konstruiert ist. Du weißt genau, wer gerade an meiner Bürotüre vorbeiläuft. Ich kann es mir auch nicht vorstellen so zu gehen, da muss man ja zwangsläufig irgendwann Probleme mit den Gelenken und Knochen bekommen. Manche sind in der Hinsicht einfach "plump". Das mit dem genetischen Defekt finde ich amüsant ;-D , ist aber sicher was wahres dran. Manche Menschen sind von Haus aus ruhig und wünschen sich so ein Verhalten auch von ihren Nachbarn, die anderen juckt das gelinde gesagt einen Sche**. Die bekommst du aber mit Sicherheit nicht dazu, ihren Gang zu ändern. Wie sollte man jemand etwas abgewöhnen können, was er schon sein ganzes Leben macht.

Ich war nie wirklich empfindlich. Ich bin zwar in einem Einfamilienhaus aufgewachsen, wo solche Geräusche einfach nicht existent waren oder ich sie nie wahr genommen habe. Für den über mir wohnenden ist das ja alles schick, der hat über sich niemand und ich unter ihm versuche, trotz der Situation, mich ruhig zu verhalten.

Ich erwarte in der neuen Wohnung keine Wunder. Wenn dort Trittschall durchkommt, im erträglichem Rahmen, kann ich sicherlich damit leben. Die Wohnung gehört glücklicherweise meinem Vater, so habe ich wenigstens eine gewisse Handhabe, wenn dort ähnliche massive Probleme auftreten.

Ich drücke dir die Daumen Nin, das auch du eine Wohnung findest, die deinen Ansprüchen gerecht wird. Es ist eben allgemein schwierig, bei den derzeitigen Mieten eine passende Wohnung zu finden. Mein Vermieter hat in 2,5 Stunden 10 Interessenten durch die Wohnung gejagt. 15 Minuten reichen einfach nicht, um sich ein umfassendes Bild zu machen. Der Wohnungsmarkt hier in Stugi und Umgebung ist einfach leergefegt. Der neue Mieter darf dann im Monat noch 60€ mehr für diese baulichen Unzulänglichkeiten bezahlen. Na Prost Mahlzeit.

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