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Unzählige Arbeitslose und trotzdem nur alles untertags geöffnet?

TJiBm_batukxu


Lerchenzunge

Der "vollautomatische Supermarkt" ist meiner Ansicht nach eine Totgeburt. Als flächendeckendes Phänomen werden den weder wir noch unsere Kinder erleben. Warum sollte man die Kunden zwischen die Automaten schicken? Ein vollautomatisches Lager ist weitaus effizienter und sicherer, den Rest machen ein paar billige Packer und billige Zusteller.

Es wird vermutlich beides geben. Du hast glaube ich eine falsche Vorstellung vom "vollautomatische Supermarkt". Da läuft man nicht zwischen Automaten her. Das wäre in der Tat langweilig. Der "vollautomatische Supermarkt" ist optisch identisch mit dem heutigen Supermarkt. Auslagen, Regale, alles wie gehabt. Nur dass es kein Kassenpersonal gibt, sondern dass die Waren mit RFID-Chips versehen sind und vollautomatische Kassensysteme den Warenkorb einlesen und bargeldlos abkassieren können. So ein Supermarkt könnte nachts kostendeckend betrieben werden, da außer Stromkosten nichts anfällt. Lebensmittel online kaufen ist nicht dasselbe. Natürlich wird auch das künftig eine Rolle spielen und ich gebe zu, dass es bei Industrieprodukten wie einer Tüte Zwieback egal ist, ob ich sie online bestelle oder selbst im Markt in den Warenkorb lege, aber zum Beispiel bei Obst und Gemüse ist das nicht egal. Viele Leute wollen nicht die 5 Bananen, die ein Packer ihnen aussucht, sondern sie wollen sich selbst die 5 schönsten aus dem Angebot suchen. ;-) Für mich könnte das Online-Angebot noch so bequem sein, ich würde Obst, Gemüse, Fleisch und Brot immer noch selbst aussuchen wollen.

Das herkömmliche Kaufhaus (Karstadt & Co.) wird ja auch nicht durch automatisierte Kaufhäuser abgelöst, sondern durch Amazon & Co., also Logistikzentren und Onlinehandel.

Der Untergang der herkömmlichen Kaufhäuser ist nicht dem Internet geschuldet, sondern einer falschen Geschäftspolitik. Ohne Frage hat der Internethandel zugenommen, aber trotzdem werden viele Produkte nach wie vor in Einzelhandelsgeschäften erworben. Läden gibt es nämlich noch genug.

l@erchenAzun+gxe


Der Untergang der herkömmlichen Kaufhäuser ist nicht dem Internet geschuldet, sondern einer falschen Geschäftspolitik

sicher richtig, aber es ist ja nicht so, dass die Geschäftspolitik plötzlich falsch wurde, sondern dass die Kunden plötzlich Alternativen hatten, dank Internet. Ohne diese Alternative könnten die Kaufhäuser auch noch heute so weitermachen wie zuvor...

aber trotzdem werden viele Produkte nach wie vor in Einzelhandelsgeschäften erworben. Läden gibt es nämlich noch genug.

das mag regionenabhängig sein, aber wo ich lebe, hat es in den letzten 10 Jahren ein sehr spürbaren Rückgang gegeben, gerade im "mittleren Segment". Billigläden und sehr teure Läden halten sich gut, aber so der mittlere Bereich, da stirbt viel weg.

ich würde Obst, Gemüse, Fleisch und Brot immer noch selbst aussuchen wollen.

Sehe ich auch so, ich glaube aber nicht, dass dieser Bedarf Supermärkte im Zweifelsfall retten könnte. Für Brot gibt es Bäckereien. Wer nur abgepacktes Brot oder aufgebackenen Fertigteig aus dem Supermarkt will, der ist auch mit dem zufrieden, was der Packer für ihn ins Paket legt, wer Wert auf frisches, hochwertiges Brot legt, der geht zum Bäcker und nicht in den Supermarkt. Ebenso sieht es bei Fleisch aus, zumal immer weniger Supermärkte eine Fleischtheke haben und nur noch fertig abgepacktes anbieten. Dann also ebenso entweder zufrieden mit abgepackter Ware, die dann auch ein Packer ins Paket legen kann oder aber direkt zum Schlachter (wenn man das Glück hat, noch einen guten Schlachter in der Gegend zu haben). Auch bei Obst und Gemüse gilt ähnliches, wenn auch nicht ganz so ausgeprägt. Ich vermute, dass insoweit der kleine türkische Gemüseladen um die Ecke mehr Zukunftsaussichten hat als der herkömmliche Supermarkt...

Ejhemalsiger N4utze(r (#5x28611)


wer Wert auf frisches, hochwertiges Brot legt, der geht zum Bäcker und nicht in den Supermarkt.

Naja, ich weiß ja nicht.

Korrekt müsste es heißen "geht zum Bäcker der noch selber backt".

Denn bei Beims, Schäfer und Otto zb ist auch nur alles AUFgebacken, nicht SELBSTgebacken.

Tpimbaetukxu


lerchenzunge

sicher richtig, aber es ist ja nicht so, dass die Geschäftspolitik plötzlich falsch wurde, sondern dass die Kunden plötzlich Alternativen hatten, dank Internet. Ohne diese Alternative könnten die Kaufhäuser auch noch heute so weitermachen wie zuvor...

Könnten sie nicht. Die Probleme der Kaufhäuser begannen bereits ein wenig vor dem phänomenalen Zuwachs des Onlinehandels. Über die mutmaßlichen Gründe wurde in den Medien berichtet. Hauptsächlich lag es wohl an Verschlechterung von Service und Angebot. Unter dem Mantra der Gewinnoptimierung wurde Personal drastisch zurückgefahren und das Sortiment gestrafft. In meiner Jugendzeit fand man in Kaufhäusern noch in jeder Abteilung 3 bis 4 Leute, heute auf der ganzen Etage vielleicht noch drei. Dabei fühlt sich der Kunde offenbar nicht wohl und das kann ich verstehen.

Sehe ich auch so, ich glaube aber nicht, dass dieser Bedarf Supermärkte im Zweifelsfall retten könnte. Für Brot gibt es Bäckereien. Wer nur abgepacktes Brot oder aufgebackenen Fertigteig aus dem Supermarkt will, der ist auch mit dem zufrieden, was der Packer für ihn ins Paket legt, wer Wert auf frisches, hochwertiges Brot legt, der geht zum Bäcker und nicht in den Supermarkt.

Ist dir noch nicht aufgefallen, dass in nahezu jedem Supermarkt (meist in der Eingangszone) einer dieser Bäcker seinen Verkaufsstand hat, mit Backofen für frische Brötchen? Warum wohl? Weil die beiden sich ergänzen. Wer wegen des frischen Kohlkopfs kommt, nimmt gleich sein hochwertiges Brot mit und wer wegen des Brots kommt, kauft noch frische Bananen. Das Konzept wird auch in Zukunft Bestand haben.

Ebenso sieht es bei Fleisch aus, zumal immer weniger Supermärkte eine Fleischtheke haben und nur noch fertig abgepacktes anbieten.

Diesen Trend kann ich hier nicht erkennen. Fleischtheke oder keine hängt lediglich von der Größe des Markts ab. Auch die neu gebauten mittleren bis großen Supermärkte hier haben eine Fleischtheke. Nur die ganz kleinen und die ganz billigen (Aldi, Lidl, Netto, Penny, usw.) verzichten verständlicherweise darauf, während alle Edeka und Rewe Märkte eine große Fleischtheke mit umfangreichem Sortiment haben. Dort kaufe ich.

Ich vermute, dass insoweit der kleine türkische Gemüseladen um die Ecke mehr Zukunftsaussichten hat als der herkömmliche Supermarkt...

Das vermute ich nicht. Aber wir werden sehen.

lyerchepnzunLge


@ Timbatuku

1) die Politik der Kaufhäuser war schon vorher verkehrt, wobei ich den Abbau von qualifiziertem Personal nichtmal für den relevantestem Punkt der Fehler der Kaufhäuser halte. Ohne Onlinehandel hätten die Kunden jedoch diese Politik akzeptieren müssen und die Kaufhäuser wären damit weiterhin "durchgekommen".

2) zu den Backwarenverkaufsständen in Supermärkten: wie Benutzerin005 schon richtig schrieb, das ist nur AUFgebackenes, nicht SELBSTgebackenes. Qualitativ daher nicht besser als die angepackte Ware im Supermarkt. Sowas kann auch der billige Packer im Logistiklager für mich ins Paket backen.

Wenn ich wirklich auf Qualität wert lege, muss ich zu einem richtigen Bäcker. Und einen solchen habe ich noch in keinem Supermarkt gefunden...

3) Wir scheinen aus unterschiedlichen Regionen in Deutschland zu kommen: hier, wo ich wohne (Anhalt) nimmt die Zahl der Fleischtheken definitiv deutlich ab, beim Rewe wurde gerade vor zwei Jahren umgebaut/modernisiert, dabei ist die Fleischtheke weggefallen, beim netto fiel sie schon vor Jahren weg, Aldi, Lidl etc. haben sowieso keine, einzig bei Edeka gibt es eine, die aber wenig ansprechend ist und auch meines Eindrucks nach wenig frequentiert wird. Dafür haben das Glück, dass es hier noch zwei Schlachter in der Gegend gibt, die beide sehr gut Umsatz zu machen scheinen...

Eyhemalig=er; pNutzerc (#5286x11)


@ lerchenzunge:

Anhalt? Uh schön *:)

falls du jemals durch den Bördekreis fährst, in Hakenstedt und Eilsleben gibt es noch Bäcker, die selber backen. Der in Eilsleben backt definitiv 100% alles selbst

E0hemaFlige9r NutzerW (#5+28611x)


Und Fleischer gibt es hier auch ohne ende, die noch selbst schlachten usw.

H*udipfuxpf1


Könnten sie nicht. Die Probleme der Kaufhäuser begannen bereits ein wenig vor dem phänomenalen Zuwachs des Onlinehandels. Über die mutmaßlichen Gründe wurde in den Medien berichtet. Hauptsächlich lag es wohl an Verschlechterung von Service und Angebot. Unter dem Mantra der Gewinnoptimierung wurde Personal drastisch zurückgefahren und das Sortiment gestrafft. In meiner Jugendzeit fand man in Kaufhäusern noch in jeder Abteilung 3 bis 4 Leute, heute auf der ganzen Etage vielleicht noch drei. Dabei fühlt sich der Kunde offenbar nicht wohl und das kann ich verstehen.

Ich arbeite in einem (der letzten) Kaufhäuser in der Schweiz. Auch bei uns wurde parallel zum Umsatzrückgang Personal abgebaut. Die Kosten dürfen den Reingewinn nicht übersteigen, sondern sollten etwa 2 Prozent darunter sein. Man muss ja auch zwischendurch in Renovationen investieren.

Wenn also die Kunden wegbleiben, wird logischerweise auch Personal abgebaut.

Ich erlebe immer wieder, dass sich die Kunden gerne im Kaufhaus beraten lassen und den Artikel dann dort kaufen wo es am billigsten ist, aber keine Beratung angeboten wird.

Es ist also eher unsere "Geiz ist geil" Gesellschaft, die den Kaufhäusern den Gar aus macht.

Natürlich ist im Moment in der Schweiz der Einkaufstourismus nach D eines der grössten Probleme und wenn das nicht bald ein Ende hat, wird es noch sehr viel mehr Schliessungen und Arbeitslose geben.

Dasselbe gilt für 24h Öffnungszeiten. Die Personal- und Unterhaltkosten würden den Gewinn bei weitem übersteigen, das wäre also überhaupt nicht kommerziell und der Todesstoss für die letzten Betriebe dieser Art.

Man kann die nötigsten Dinge ja an der Tanke kaufen, was natürlich teurer ist, aus oben genannten Gründen.

c/lairZext


In meiner Jugendzeit fand man in Kaufhäusern noch in jeder Abteilung 3 bis 4 Leute, heute auf der ganzen Etage vielleicht noch drei. Dabei fühlt sich der Kunde offenbar nicht wohl und das kann ich verstehen.

Ob es wirklich daran liegt? Die erfolgreichen Läden, die den Kaufhäusern die Kunden weggeschnappt haben, sind auch nicht für viel Personal bekannt. Für mich liegt es eher am stetigen Zuwachs der Verkaufsflächen. In den 50er-70er Jahren war das Kaufhaus DER Anlaufpunkt für Besorgungen aller Art. Aber dann gab es immer mehr neue, große, coolere Läden für Kleidung, Elektronik etc., welche den Kaufhäusern Kunden wegnahmen.

Ist dir noch nicht aufgefallen, dass in nahezu jedem Supermarkt (meist in der Eingangszone) einer dieser Bäcker seinen Verkaufsstand hat, mit Backofen für frische Brötchen? Warum wohl? Weil die beiden sich ergänzen. Wer wegen des frischen Kohlkopfs kommt, nimmt gleich sein hochwertiges Brot mit und wer wegen des Brots kommt, kauft noch frische Bananen. Das Konzept wird auch in Zukunft Bestand haben.

Diese Supermarktbäckereien sind aber meist irgendwelche Ketten. Da gibt es bessere und schlechtere, aber richtig hochwertiges, handwerkliches Brot ist das nicht.

Ich vermute, dass insoweit der kleine türkische Gemüseladen um die Ecke mehr Zukunftsaussichten hat als der herkömmliche Supermarkt...

Zurück in die Zukunft also. ;-D Ich glaube nicht, dass der herkömmliche Supermarkt so schnell obsolet wird. Aber ich sehe schon die Gefahr, weil Einkaufen für viele ziemlich lästig ist und standardisierte Sachen wie Waschmittel, Kekse und Küchenpapier kann man sich gut liefern lassen. Für frische Produkte wäre ein fußläufig erreichbarer kleinerer Laden dann eine ideale Ergänzung. Im UK ruft man schon das Ende der Ära der Megastores auf der grünen Wiese aus, neue Läden sind alle kleiner und zentraler. Dort ist auch das Liefern von Lebensmitteln sehr viel verbreiteter.

1!to3


Die kleinen Läden funktionieren aber auch nur nach dem Prinzip der Selbstausbeutung des Ladeninhabers und seiner Familie. Und sind nur für Kunden interessant, die im direkten Umfeld wohnen, nicht mobil sind oder eben nur eine Kleinigkeit brauchen.

T\imb+antukxu


lerchenzunge

1) die Politik der Kaufhäuser war schon vorher verkehrt, wobei ich den Abbau von qualifiziertem Personal nichtmal für den relevantestem Punkt der Fehler der Kaufhäuser halte. Ohne Onlinehandel hätten die Kunden jedoch diese Politik akzeptieren müssen und die Kaufhäuser wären damit weiterhin "durchgekommen".

Ich sehe das, wie gesagt, deutlich anders. Aber niemand verbietet uns, unterschiedliche Ansichten zu haben. Ich weiß, dass der Umsatz von Karstadt & Co. Bereits zurückging als der Onlinehandel noch in den Kinderschuhen steckte und noch niemand Amazon, Zalando und andere kannte, falls die da überhaupt schon gegründet waren. In der Zeit ab dem Abschwung bei den Kaufhäusern bis zum kometenhaften Aufschwung des Onlinehandels sind die Umsätze ja irgendwo hingegangen. Es gibt/gab also Alternativen und das ist für mich ganz klar der Beleg, dass der Onlinehandel nicht ursächlich für den Abschwung der Kaufhäuser war. Er hat ihn etwas später lediglich beschleunigt.

zu den Backwarenverkaufsständen in Supermärkten: wie Benutzerin005 schon richtig schrieb, das ist nur AUFgebackenes, nicht SELBSTgebackenes. Qualitativ daher nicht besser als die angepackte Ware im Supermarkt. Sowas kann auch der billige Packer im Logistiklager für mich ins Paket backen.

Wir reden wohl von verschiedenen Dingen. Ich meine nicht die supermarkteigenen Backabteilungen, sondern die Lizenzbäckereien am Eingang des Supermarkts. Wenn ihr in Dunkeldeutschland so was nicht habt, kannst du es natürlich nicht wissen. Das sind Verkaufsstellen regionaler Bäcker, meist Großbäckereien mit vielen Filialen, aber nichtsdestoweniger Bäckereien mit frischem, selbstgebackenen Brot. Brot und Kuchen wird vom Betrieb in der Nähe angeliefert und Brötchen werden in einem eigens dafür vorgesehenen Ofen in der Filiale gebacken. Bei nahezu jedem Supermarkt hier ist so ein Geschäft integriert.

Wenn ich wirklich auf Qualität wert lege, muss ich zu einem richtigen Bäcker. Und einen solchen habe ich noch in keinem Supermarkt gefunden...

Wie gesagt, findest du hier in fast jedem.

3) Wir scheinen aus unterschiedlichen Regionen in Deutschland zu kommen: hier, wo ich wohne (Anhalt) nimmt die Zahl der Fleischtheken definitiv deutlich ab, beim Rewe wurde gerade vor zwei Jahren umgebaut/modernisiert, dabei ist die Fleischtheke weggefallen, beim netto fiel sie schon vor Jahren weg, Aldi, Lidl etc. haben sowieso keine, einzig bei Edeka gibt es eine, die aber wenig ansprechend ist und auch meines Eindrucks nach wenig frequentiert wird. Dafür haben das Glück, dass es hier noch zwei Schlachter in der Gegend gibt, die beide sehr gut Umsatz zu machen scheinen...

Ja, wir kommen aus unterschiedlichen Regionen. Ich bin aus NRW. Im Nachbarort wurde gerade vor ca. 1 Jahr ein neuer REWE-Markt gebaut, selbstverständlich mit Fleischtheke. Die ist locker 10 Meter lang. Selbst der winzige Edeka in meiner Nachbarschaft mit kaum 1000 m² Verkaufsfläche hat eine Fleischtheke.

T\imwbatukIu


Hudipfupf1

Wenn also die Kunden wegbleiben, wird logischerweise auch Personal abgebaut.

Ja, das ist die Logik der jüngeren BWLer, die niemand versteht außer eben anderen BWLern. ;-D Wenn Kunden wegbleiben, weil zu wenig Personal zur Beratung zur Verfügung steht, dann ist es überhaupt nicht logisch, weiteres Personal abzubauen, sondern geradezu unlogisch. Wenn etwas schief läuft, dann bekämpft man die Ursache und verschlimmert sie nicht noch. Nach der Logik müsste die Feuerwehr ja auch mit Benzin löschen statt mit Wasser.

Aber vermutlich ist es so, dass man in den verantwortlichen Kreisen gar nicht wahrhaben will, dass zu wenig Personal eine der Ursachen für den schwindenden Umsatz ist. Da wird mal eben alles aufs Internet geschoben, erlebt man ja auch hier, und dann heißt es schulterzuckend "kann man nix machen". Tja ...

Ich erlebe immer wieder, dass sich die Kunden gerne im Kaufhaus beraten lassen und den Artikel dann dort kaufen wo es am billigsten ist, aber keine Beratung angeboten wird.

Das ist eine Unsitte, die ich auch nicht leiden kann. Ich glaube, ich habe es schon weiter vorne geschrieben: Nehmt eine Beratungsgebühr und verrechnet die beim Kauf. Wer dann nichts kauft, hat wenigstens die in Anspruch genommene Beratung bezahlt.

Es ist also eher unsere "Geiz ist geil" Gesellschaft, die den Kaufhäusern den Gar aus macht.

Auch. Aber "Geiz ist geil" Gesellschaft hört sich so sehr danach an, als wäre unsere Gesellschaft von Natur aus geizig. Ist sie nicht. Ich darf daran erinnern, dass dieser Werbespruch "Geiz ist geil", der inzwischen zum geflügelten Wort aufgestiegen ist, von einem großen Elektronikkonzern bzw. dessen Werbemachern erfunden wurde. Wir wissen doch, wie sehr wir durch Werbung manipuliert werden und Werbefritzen wissen das besonders gut. Deswegen finde ich es reichlich bizarr, wenn der Einzelhandel uns erst mit Werbebotschaften zum Geiz manipuliert und sich nachher darüber empört, dass wir Kunden zu geizig wären. Vielleicht hätten die besser eine Kampagne "Qualität ist geil" gefahren. Oder "gute Beratung ist geil". Hätten sie mehr von gehabt.

TBim3batxuku


clairet

Ob es wirklich daran liegt?

Natürlich nicht nur, aber es ist sicher ein wichtiger Grund. Sehr viele Kunden möchten Beratung, das liest man auch in Beiträgen von "Insidern" hier immer wieder.

Diese Supermarktbäckereien sind aber meist irgendwelche Ketten. Da gibt es bessere und schlechtere, aber richtig hochwertiges, handwerkliches Brot ist das nicht.

Natürlich gibt es da bessere und schlechtere. Ich gehe zu den besseren. ;-) Und da gibt es perfekte Brötchen und hochwertiges, handwerkliches Brot.

L\acoxsa


Gegenfrage: Wieso finden Gottesdienste nur Sonntags statt und nicht täglich mehrmals, auch unter der Woche?

Ich war heute Nachmittag in der Fußgängerzone. Da war tote Hose. Die Leute kaufen heutzutage nicht mal mehr kurz vor Weihnachten noch offline. Dann geht garantiert niemand nachts um 3 nach H&M.

j*ust_losokixng?


Also ich weiß nicht wo du wohnst, aber ich könnte hier beinahe täglich in einen Gottesdienst. Nicht immer Sonntagsmesse, das ist klar, aber an 5/7 Tagen könnte ich dem Pfarrer zuhören, wenn er vom Altarraum aus was verkündet.

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