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Unzählige Arbeitslose und trotzdem nur alles untertags geöffnet?

L!acoxsa


Also ich weiß nicht wo du wohnst

Außerhalb Bayerns.

j.ust2_lo3okixng?


Da wohne ich auch nicht.

HZudoipfaupf1


Wenn Kunden wegbleiben, weil zu wenig Personal zur Beratung zur Verfügung steht, dann ist es überhaupt nicht logisch, weiteres Personal abzubauen, sondern geradezu unlogisch. Wenn etwas schief läuft, dann bekämpft man die Ursache und verschlimmert sie nicht noch.

Das stimmt schon, es ist eine Abwärtsspirale mit dem Endresultat irgendwann schliessen zu müssen.

Aber wenn die Kosten die Einnahmen übersteigen kommt es noch viel schneller zur Schliessung.

Bei uns hier an der Grenze ist der Einkaufstourismus das grösste Problem. Da wird scharenweise nach D gepilgert, nur um paar Euro zu sparen. Da muss man sich dann auch nicht wundern, wenn das bei uns Arbeitsplätze und zuerst auch Lehrstellen kostet.

Hier Geld verdienen, sich beraten lassen und dort einkaufen, so ist die Konsumentenmentalität bei uns.

Nahe der Grenze haben übrigens die deutschen Geschäfte alle ihre Öffnungszeiten verlängert.

Bei uns wird immer noch jeder Kunde beraten, der es braucht, was natürlich in den "Geiz ist geil" Ketten nicht der Fall ist.

Wenn wir noch zusätzlich Beratungsgebühren verlangen würden, wäre die Ware ja noch teurer und es würden noch weniger hier kaufen.

Wir hatten auch schon bis 21.00h geöffnet und es war auch nach einem Jahr kein Kundenanstrom. Trotz genug Mitarbeitern, voller Beleuchtung und Beheizung des Gebäudes ein voller Schuss in den Ofen.

HSudipfuxpf1


Kundenansturm meinte ich. |-o

M[anderlkrpatzxen


Ich bin gottfroh, dass wir - zumindest in meinem Bundesland - z.B. im Einzelhandel noch keine amerikanischen Verhältnisse haben. Die wenigsten arbeiten 80 Std. in der Woche, es dürfte also kein Problem sein (auch für Leute im Schichtdienst) irgendwann zwischen Mo 7 Uhr und Samstag 20 Uhr seine Erledigungen zu tätigen.

Wer seinen Arsch nicht rechtzeitig hoch bekommt, hat Pech gehabt. Wirklich wichtige Bereiche, also Notfallambulanzen oder die Polizei, sind ohnehin rund um die Uhr zu erreichen. Shopping gehört eben nicht dazu...

c&lFairext


Ja, das ist die Logik der jüngeren BWLer, die niemand versteht außer eben anderen BWLern. ;-D Wenn Kunden wegbleiben, weil zu wenig Personal zur Beratung zur Verfügung steht, dann ist es überhaupt nicht logisch, weiteres Personal abzubauen, sondern geradezu unlogisch.

Dein Argument ist aber auch nicht logisch. Wenn die Kunden so viel Wert auf Beratung legten, würden sie nicht in Läden abwandern wo es noch viel weniger oder gar keine Beratung gibt.

Sicher gibt es den "Beratungsdiesbstahl". Allerdings haben sich auch früher schon Leute in mehreren Läden beraten lassen und dann nur bei einem gekauft (häufig dem günstigsten). Das gehört zum Geschäft dazu. Man könnte die Beratung auch "Verkaufsgespräch" nennen, das entspricht meist eher den Tatsachen.

T4imobatuxku


Hudipfupf1

Das stimmt schon, es ist eine Abwärtsspirale mit dem Endresultat irgendwann schliessen zu müssen.

Sinn einer betriebswirtschaftlichen Maßnahme sollte sein, diese Abwärtsspirale zu stoppen.

Aber wenn die Kosten die Einnahmen übersteigen kommt es noch viel schneller zur Schliessung.

Wenn das dauerhaft ist, dann ja. Kurzfristig können die Kosten die Einnahmen mal übersteigen. Das ist z.B. bei neu gegründeten Unternehmen in den ersten Jahren fast immer der Fall. Das ist auch nicht schlimm. Trotzdem entscheiden BWLer heute zumeist gegen Personalabbau als erste Maßnahme, da dabei der "Erfolg" sofort zu sehen ist, während andere Maßnahmen, z.B. zur Erhöhung der Einnahmen, einen gewissen Vorlauf brauchen. Diese Ideenlosigkeit ist ja gerade das grundsätzliche Defizit heutiger BWL-Heinis.

Bei uns hier an der Grenze ist der Einkaufstourismus das grösste Problem. Da wird scharenweise nach D gepilgert, nur um paar Euro zu sparen. Da muss man sich dann auch nicht wundern, wenn das bei uns Arbeitsplätze und zuerst auch Lehrstellen kostet.

Die Grenze ist nun mal da. Mit diesem Problem des "Einkaufstourismus" sind viele Regionen gebeutelt.

Nahe der Grenze haben übrigens die deutschen Geschäfte alle ihre Öffnungszeiten verlängert.

Man kann es ihnen nicht verübeln, dass sie ihren Wettbewerbsvorteil gnadenlos ausnutzen. Würden eure Geschäfte andersherum ganz genauso machen.

Wenn wir noch zusätzlich Beratungsgebühren verlangen würden, wäre die Ware ja noch teurer und es würden noch weniger hier kaufen.

Das ist falsch! Ich habe ja dazugeschrieben, dass die Beratungsgebühr beim Kauf verrechnet werden soll. Dann würde die Ware nicht teurer. Im Gegenteil, die Preisunterschied zum "Billigladen" würde geringer, weil dessen Preis sich dann um die Beratungsgebühr bei euch erhöht.


clairet

Dein Argument ist aber auch nicht logisch. Wenn die Kunden so viel Wert auf Beratung legten, würden sie nicht in Läden abwandern wo es noch viel weniger oder gar keine Beratung gibt.

Wie wir aus vielen Beiträgen in diesem Faden erfahren haben, nehmen viele Kunden sehr wohl Beratung gerne in Anspruch (wo es sie gibt) und kaufen dann woanders. Das heißt, der Wunsch und der Bedarf für Beratung ist sehr wohl vorhanden. Wer als Händler gute Beratung anbietet, kann sicher sein, dass Interessenten auf ihn zukommen. Es geht dann nur noch darum, den Kunden auch zum Kauf zu bringen und zu verhindern, dass er mit seinem gratis erhaltenen Wissen zum Nachbarn geht.

TAaps


Im Gegenteil, die Preisunterschied zum "Billigladen" würde geringer, weil dessen Preis sich dann um die Beratungsgebühr bei euch erhöht.

Du meinst, der Billigladen erhöht die Preise, weil sich die im Fachgeschäft erhöht haben? Dann könnte das gleiche Produkt aber im WEB immer noch preiswerter sein.

Es geht dann nur noch darum, den Kunden auch zum Kauf zu bringen und zu verhindern, dass er mit seinem gratis erhaltenen Wissen zum Nachbarn geht.

Na da bin ich auf deine Ideen gespannt! Der Service müsste schon sehr gut sein, dass ich mich breit schlagen lasse.

Aber um ehrlich zu sein, ich traue den ganzen "Beratungen" sowieso kein Stück über den Weg. Da wurde schon so viel Mist erzählt. Neulich habe ich mit halbem Ohr eine Beratung zum WM-Kauf verfolgt, da wurde ellenlang über Löchergrößen der Trommel debattiert (nicht das Bullauge war gemeint, sondern diese kleinen Löcher in der Wandung). Also ich weiß ja nicht Ich berate mich da lieber selbst anhand von technischen Daten und meinen ganz persönlichen Kaufkriterien. Das was ich will, stimmt mit den propagierten "Must haves" sowieso seltenst überein.

TZimba"txuku


Taps

Du meinst, der Billigladen erhöht die Preise, weil sich die im Fachgeschäft erhöht haben? Dann könnte das gleiche Produkt aber im WEB immer noch preiswerter sein.

Nein, das meinte ich nicht. Ist das denn wirklich so schwer zu verstehen?

Also nochmal im Detail: Wir sind uns einig, dass Beratung Kosten verursacht. A bietet sie an, ist deswegen etwas teurer, und B spart Beratung und damit Personal und kann entsprechend günstiger anbieten. Der Kunde geht nun zu A, lässt sich ausführlich (kostenlos!) beraten, kauft dann jedoch bei B, weil der billiger ist und "erschleicht" sich damit die Beratung von A. Dieses Verhalten monieren einige Teilnehmer hier im Faden.

Mal angenommen die zusätzlichen Kosten aufgrund der Beratung belaufen sich auf 2 Euro (nur als Beispiel!), dann muss A für den Artikel 20 Euro nehmen, während B denselben Artikel für 18 Euro verkaufen kann. Nimmt nun A 2 Euro für die Beratung, die im Fall des Erwerbs angerechnet werden, dann kostet der Artikel bei A immer noch 20 Euro, kauft der Kunde jedoch bei B, dann behält A die 2 Euro für die Beratung und der Kunde hat trotz des günstigeren Preises bei B insgesamt 20 Euro bezahlt (18+2), also keinen Preisvorteil mehr. Jetzt verstanden?

Ich denke, das wird das Konzept der Zukunft sein, denn auf lange Sicht kann es sich der Einzelhandel nicht leisten, gratis Beratung anzubieten und der Kunde kauft dann bei irgendwelchen Billigheimern oder im Internet.

Tsatpxs


Jetzt verstanden?

Ja! |-o

Aber so wie ich mich kenne, würde ich keine Beratungsgebühr bezahlen wollen. Nicht weil ich nur billig kaufe wenn ich von einer Sache überzeugt bin, ist mir der Preis egal,, aber ich lasse mich einfach ungern von jemanden der gut labern kann für dumm verkaufen.

H udiBpfupxf1


Ich möchte die Reaktionen der Kunden sehen, wenn nach einer Beratung, ohne dass er etwas kauft 2 € verlangt werden!

es würde Leserbriefe in den Medien hageln und wäre bestimmt auch bei Spiegel TV etc. ein brisantes Thema.

TsimbaXtuku


Hudipfupf1

Ich möchte die Reaktionen der Kunden sehen, wenn nach einer Beratung, ohne dass er etwas kauft 2 € verlangt werden!

es würde Leserbriefe in den Medien hageln und wäre bestimmt auch bei Spiegel TV etc. ein brisantes Thema.

Gewiss. Es käme aber darauf an, wie Spiegel TV etc. das dann darstellen. Ich könnte mir vorstellen, dass ein großer Teil des Publikums Verständnis dafür aufbringen könnte, wenn der Hintergrund richtig beleuchtet wird. Dass es trotzdem schwierig würde, das durchzusetzen, ist mir klar. Aber ich glaube, auf lange Sicht wird es keine Alternative geben.

H~uBdipLfuxpf1


Aber ich glaube, auf lange Sicht wird es keine Alternative geben.

Ich befürchte dass es auf lange Sicht keine Geschäfte mit kompetenter Beratung mehr geben wird, weil sie vorher schliessen müssen.

c:lHaircet


Wie wir aus vielen Beiträgen in diesem Faden erfahren haben, nehmen viele Kunden sehr wohl Beratung gerne in Anspruch (wo es sie gibt) und kaufen dann woanders.

Sicher gibt es das, aber doch nicht als Massenphänomen. Nicht jeder Amazon-Kunde hat sich vorher im Laden beraten lassen. Im Netz kann man sich die Informationen heute selbst suchen.

Geld für Beratung zu verlangen wird meiner Meinung nach kein Zukunftskonzept sein. Für unabhängige, garantiert kompetente Beratung vielleicht, aber nicht für ein Verkaufsgespräch. Das wird kein Kunde mitmachen, ich jedenfalls nicht. Die praktische Umsetzung ist auch nicht einfach. Ab wann ist das Gespräch kostenpflichtig, ab der der 3. Frage oder sowas?

Möglicherweise gibt es ja eine Nische bei komplexen und teuren Produkten, wo Fachhändler nach Vereinbarung kostenpflichtige Beratung bieten könnten, mit Verrechnung bei Kauf. Nur wäre das halt ein anderer Rahmen als das typische spontane Verkaufsgespräch zwischen den Regalen, wenn der Kunde ein neues Bügeleisen sucht.

Zum Thema Einkaufen am Sonntag noch:

Im Karlsruher Wochenblatt machen mehrere französische Supermärkte Werbung für ihre verkaufsoffenen Sonntage vor Weihnachten. Ich bin sicher, dass denen die Bude eingerannt wurde dieses WE. ;-D

-Vviet|namexsin-


Bei uns haben sie die Öffnungszeiten sogar runtergeschraubt, wo sonst bis 22 Uhr auf war, ist jetzt bis 20 oder 21 Uhr geöffnet. WEIL es sich NICHT lohnt. Und du redest davon das man länger öffnen sollte. Es lohnt sich für die Läden nicht, wenn sie Personal, Strom und sonstige Kosten haben, aber nur wenige Kunden kommen, die dann auch nur eine Tüte Milch kaufen, weil sie es vergessen haben.

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