» »

Eure Meinungen zu Langzeit Arbeitslose, Hartz 4 empfänger

a;ufZlaufIform


ich glaub, die wenigsten Leute wollen wirklich so leben. Jeder will doch was aus sich und seinem Leben und seinen Fähigkeiten machen. Ich halte die Anzahl schwarze Schafe für relativ gering, abgesehen davon ist es im Rahmen der freien Lebensgestaltung auch erlaubt, nicht arbeiten zu wollen. Es herrscht ja nun kein Arbeitszwang in unserem land. Insofern alles ok.

Schlimm finde ich eher Hartz 4 und nebenbei schwarz arbeiten, andererseits kann ich auch verstehen dass der Frust mit Ämtern und dem Steuersystem so groß wird dass man da alle Hemmungen verliert.

ajn$_wre


Du findest es OK, wenn jemand seinen Lebensunterhalt nicht selber bestreiten will?

Von nicht können ist jetzt nicht die Rede.

D4ieLesnny


Ist ganz unterschiedlich. Ich komme regelmäßig beim Jobcenter und der Tafel vorbei und wenn ich sehe, was da teils für ungepflegte unkultivierte Leute rumlaufen, dann wundert es mich nicht, dass diese keinen Job finden. Ich glaube aber, dass das Menschen sind, wo schon von Kindheit an alles schief gelaufen ist. Anders kann ich es mir nicht erklären wie man so tief sinken kann.

Ich kenne aber auch Langzeitarbeitslose die ein ganz normales Leben führen und sogar mehr Geld haben als so manch einer der arbeiten geht.

Ich kenne persönlich Leute, die von HartzIV leben. Die wissen ganz genau, wo sie Geld herbekommen und wie sie damit im begrenzten Rahmen ein normales Leben leben können. Der Arbeitswille ist insofern vorhanden, daß bei einer eventuellen Festanstellung ein ziemlich hoher Stundenlohn bezahlt werden müßte, sonst könne man auch zuhause bleiben.

So ging es mir bis vor Kurzem auch. Ich hatte neben Hartz IV noch kleine Nebenverdienste und Schlupflöcher, sodass es keinen Anreiz gab für 10 Euro die Stunde arbeiten zu gehen. Mein Arbeitswille war auch nur in so fern vorhanden, dass ich gesagt habe, dass es ganz ganz wenige Stellen gibt, die ich als akzeptabel empfinde. Dementsprechend hat es natürlich länger gedauert bis ich wieder in Lohn und Brot stand.

PMocmketMpouxse


08.12.15 13:33

Du findest es OK, wenn jemand seinen Lebensunterhalt nicht selber bestreiten will?

Von nicht können ist jetzt nicht die Rede.

Jap.

aeuwfla9uffEoRrm


Die Berufswelt scheint mir auch oft "120% geben oder gar nix" zu sein. Entweder Verausgabung und aufopferung für den Job bis zur Erschöpfung, oder Arbeitslosigkeit. Da kann mans nicht verübeln wenn man Hartz4 wählt oder entspanntere schwarzarbeit. Ich kenne genug Leute die mehr oder weniger ausgebrannt sind und auf Teilzeit-Niveau arbeiten könnten und wollen aber keine entsprechende Stelle finden, und das Geschufte im sonstigen Laufrad geht halt nicht. Was bleibt dann noch?

SHunfl`owNer_73


Ich habe keine pauschale Meinung. Es gibt faule Säcke, die nebenbei fleißig schwarz arbeiten und die mich wütend machen. Resignerte Menschen, die sich nicht mehr zutrauen, da rauszukommen. Menschen, die sich zu fein sind, für nur minimal mehr Geld arbeiten zu gehen, um einen Wiedereinstieg zu schaffen.

Und eine Menge Leute nach Schicksalsschlägen, Krankheit etc. die einfach Riesenpech hatten. Die real keine Perspektive mehr haben außer halt Rente (falls mal ein wenig eingezahlt) oder Grundsicherung. Oder die an einfachsten Dingen wie fehlendem Auto, keiner Umzugsmöglichkeit oder schlichtweg fehlender Kinderbetreuung scheitern und nicht arbeiten können. Weil immer mehr Flexibilität etc. vorausgesetzt wird. Oder Menschen, die vom Amt vor die Entscheidung gestellt werden "voll krank oder voll dem Arbeitsmarkt zur Verfügung". Jeder kranke Mensch mit JOb hat die chance auf eine stufenweise Wiedereingliederung. Arbeitslose müssen gleich voll können.

Ich habe selber schon Hartz IV bezogen, weil ich den ersten Job nach dem Studium wg. Krankheit in Probezeit verloren habe. Nur zwei Monate, aber es ist halt passiert.

Daher und auch aus meinem Job heraus weiß ich, welches Spektrum es bei Hartz IV-Empfängern gibt. Ärgern tun mich nur die, die mit zu hohen Ansprüchen an Job & Gehalt auf Hartz IV sitzen oder die halt fein schwarzarbeiten nebenher. In der Branche meines Freundes gibt es das gehäuft. Hartz IV, 450€-Job auf dem sie nebenbei um die 1500€ mitnehmen. Sowas macht mich wütend, weil es auch ein Schlag ins Gesicht anderer Hartz IV-Empfänger ist. Ebenso wütend macht mich aber auch, dass junge Menschen mit wenig Berufserfahrung und Studenten durch Krankheit dauerhaft in Hartz IV rutschen ohne Chance auf faire Rente (und erträgliche Perspektive) bei wirklicher Arbeitsunfähigkeit.

d4emspexntes


Du findest es OK, wenn jemand seinen Lebensunterhalt nicht selber bestreiten will?

Von nicht können ist jetzt nicht die Rede.

Jap.

Ich übrigens auch!

TUhis T&wilieght$ Garxden


Ich vermute mal, dass die User, die das so entspannt sehen wie PocketMouse, auflaufform und despentes, selber Jobs machen, die sie seeehr zufrieden machen. Denn diejenigen die sich aufregen sind oft die gleichen, die ihren Job eher hassen, aber daran festhalten weil H4 ja so böse ist. Ist das so?

P6ock,etMGousxe


Ich vermute mal, dass die User, die das so entspannt sehen wie PocketMouse, auflaufform und despentes, selber Jobs machen, die sie seeehr zufrieden machen.

Mein Job ist eine Vernunftentscheidung. Ich liebe ihn nicht. Ich hasse ihn auch nicht.

dsesapeXntexs


Ist das so?

Bei mir ist das nicht so. Mein Job ist ok, aber finanziell stünde ich mit Hartz IV auch nicht so viel schlechter da als so. Mein Auto könnte ich abmelden und dann hätte ich mit Hartz IV ca. 100 € weniger im Monat als im Moment.

Ich weiß nur nicht, wo die vielen Jobs herkommen sollen, die die Hartz IV-ler nicht annehmen wollen. Es gibt einfach nicht genügend Jobs und dann ist es mir Recht, wenn jemand anders als ich zu Hause bleibt. Ich bin froh (nicht mehr) auf Hartz IV angewiesen zu sein, das ist nämlich ein scheiß Leben und auf Gängeleien vom Jobcenter habe ich keine Lust!

aWn_r1e


Es geht doch hier um Langzeitarbeitslose die ohne Probleme arbeiten könnten. Das einige es Okay finden, dass diese dem Staat und somit der Allgemeinheit auf der Tasche liegen, finde ich etwas befremdlich. (ausgenommen, die wirklich aus was für Gründe auch immer nicht mehr können.)

E6hem#alige5r 9Nutzer (#)528611)


@ an-re:

Warum verstehst du das nicht?

Ich bin dafür, dass die Leute die Jobs bekommen, die Bock haben zu arbeiten.

Nichts ist unproduktiver als ein Ex Hartzie der den Job den er hat nicht machen will...

oEld0ie4x8


Es geht doch hier um Langzeitarbeitslose die ohne Probleme arbeiten könnten.

an_re

Nöö, diese Eingrenzung geht aus dem Titel nicht hervor.

Das einige es Okay finden, dass diese dem Staat und somit der Allgemeinheit auf der Tasche liegen, finde ich etwas befremdlich.

Ich sehe das als Abpufferung sozialer Unruhen. Damit die "Fleissigen" ungestört für die "Reichen" schaffen können. Was nutzt es der Elite, wenn die Menschen um Brot und Wasser kämpfen? Ganz soweit sind wir hier in D ja noch nicht.

Gut, könnte man beschleunigen, wenn man den Geldhahn für die "Taschenlieger" abdreht.

aVn_rxe


Gut, könnte man beschleunigen, wenn man den Geldhahn für die "Taschenlieger" abdreht.

So wird es kommen

Scta lHfyr


Ist mir doch völlig wurst, ob einer arbeiten geht oder nicht und warum.

Ich zitiere mich mal selbst (aus einem anderen, ähnlich gelagerten Faden):

Mein Job ist ganz geschmeidig, aber dennoch arbeite ich sicher nicht für das "Ideal Erwerbsarbeit", sondern in erster Linie um Geld zu verdienen. Ich bin halt auch ein leidenschaftlicher Konsument, H4 würde mir da nicht reichen

Aber wem es reicht, nun gut. Davon werden die Welt und der Sozialstaat schon nicht untergehen.

Es geht doch hier um Langzeitarbeitslose die ohne Probleme arbeiten könnten. Das einige es Okay finden, dass diese dem Staat und somit der Allgemeinheit auf der Tasche liegen, finde ich etwas befremdlich.

Ja, das ist wieder das übliche "Auf unsere Kosten"-Argument. Stimmt doch gar nicht. Du und deine Kosten und Abgaben stehen in keinerlei Abhängigkeit zu Arbeitslosen. Und ob es 2 Millionen oder 4 Millionen oder 8 Millionen "Hartzer" gäbe würde für uns keinen Unterschied machen - wir würden trotzdem Steuern zahlen. Und der Staat würde diese Steuern auch weiterhin verbraten (siehe Schwarzbuch Steuerverschwendung etc., aber aufgeregt wird sich komischerweise immer nur über die "Hartzer"). Du hättest keinen Cent mehr in der Tasche ohne "arbeitsunwillige Langzeitarbeitslose". Nix, nada, Pusteblume. Versteht das doch endlich mal.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beruf, Alltag und Umwelt oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Allergien · Zahnmedizin


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH