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Arbeit gut bezahlt, aber sinnlos

pdrxim hat die Diskussion gestartet


Ich muss den Tatsache ins Auge sehen: Meine Arbeit wird sinnlos.

Noch ist sie es nicht ganz, aber spätestens im Sommer ist wohl endgültig Schluss, ich werde nichts sinnvolles mehr bewirken können.

Trotzdem wird man mich weiter bezahlen, Monat für Monat, Jahr für Jahr, genug Geld, mit dem Geld bin ich zufrieden. Es wird auch anstrengende Arbeit bleiben, naja, etwas weniger als bisher wohl, weil ich bisher immer das beste rausholen wollte und da viel Energie reingesteckt habe, aber den Ehrgeiz in werde ich jetzt niederkämpfen. Denn egal, wie ich mich anstrenge, es ist zwecklos. (Oder besser: wird völlig zwecklos werden.)

Andere Arbeit, die vergleichbar gut bezahlt wäre, kann ich wohl realistisch nicht erreichen.

Kann man das überleben, noch 18 Jahre völlig sinnfreie Arbeit?

Würde das vielleicht erträglicher, wenn ich Teilzeit machte?

Antworten
G!alxaxi


Was arbeitest du denn? du bist doch nicht der Nikolaus, oder? ;-)

wie kommst du darauf das du sinnlos arbeitest? macht dir dein Beruf keine Freude mehr? woran liegt es?

Und warum meinst du, dass du mit einer Teilzeitstelle besser dran bist? @:)

porDim


Nein, ich bin nicht der Nikolaus :-)

Meinen Beruf werde ich vielleicht noch nennen, aber ich würde das lieber erstmal allgemein diskutieren.

Freude? Ja, die macht es nicht mehr... genaugenommen macht mir so etwa ein Viertel meiner Arbeit derzeit sogar viel Freude, aber das wird wegfallen. Und der Rest ist ziemlich komplett Mumpitz. Ich werde eigentlich dafür bezahlt, ein gewisses Ziel zu erreichen. Zumindest habe ich meine Arbeit immer so verstanden. Nur dieses Ziel ist einfach in keiner Weise mehr erreichbar.

Ich kann da nichts für, wenn ich noch irgendwas machen könnte, würde ich ja dafür kämpfen, ich habe auch immer drum gekämpft, aber es bringt einfach nichts mehr. Es sind einfach Umstände, die ich nicht ändern kann.

Was ich eigentlich hätte erreichen sollen (nach meinem Dafürhalten), das habe ich noch nie erreichen können, aber solang ich wenigstens meinen Teil dazu beitragen konnte, den schlechten Zustand ein bisschen zu verbessern, fand ich meine Arbeit nicht sinnlos.

Aber inzwischen ist die Situation so bodenlos geworden, da kann ich dran arbeiten, so viel ich will, da erreiche ich gar nichts mehr. Das ist völlig witzlos. Es ändert eigentlich nichts mehr, ob ich mich anstrenge oder nicht - ich könnte auch wegbleiben von der Arbeit, das würde realistisch betrachtet nichts ändern. (Wegbleiben darf ich natürlich nicht, sonst gibts kein Geld mehr.)

Teilzeit? Naja, ich brauche nicht so viel Geld, wie ich bekomme. Vielleicht wäre die Sinnlosigkeit besser zu ertragen, wenn ich sie reduziere?

G6alxaxi


Möchtest du deinen Beruf ganz wechseln?

dann sag mir mal bitte deinen Arbeitgeber...möchte gutes Geld verdienen ... können ja mal tauschen :-D

aber ganz versteh ich deinen Beitag nicht, jeder würde doch gerne viel Geld verdienen können, egal ob es Sinn macht oder nicht... man muss nur ein Ausgleich finden, interessante Hobbys :)*

YNtonxg11


Reduzierte Sinnlosigkeit ist immer besser als maximierte Sinnlosigkeit zu ertragen ;-D Allerdings reduziert sich dann auch das meist nicht gar zu sinnlose Gehalt :°(

pXrxim


Beruf ganz wechseln?

Wenn ich eine attraktive Alternative hätte, ja. Aber die habe ich nicht wirklich. Wäre auf jeden Fall mit erheblichen Nachteilen verbunden. Das attraktivste scheint tatsächlich, den sinnlosen Job fortzusetzen. Aber erträgt man das, wenn man selbst zur Ansicht gelangt, dass man nur noch Blödsinn fabriziert, aber nichts sinnvolles?

Kann man es ertragen, und wenn ja, wie? Was kann einem dabei helfen?

Tauschen? Was hast du denn anzubieten? :-)

Aber die Frage wäre ja, ob du meine Qualifikation hast und ich deine.

Also nicht, dass das eine große Rolle spielen würde - wenn ich eh nichts mehr erreichen kann, kannst du auch nicht weniger erreichen. Wenn du die nötige Qualifikation nicht hast, könnte das allerdings unangenehm auffallen.

Hobbys: Ja, dahin will ich mich verlagern, da meinen Ehrgeiz reinsetzen. Aber kann man ignorieren, dass man im Job eigentlich nur noch Mist produziert?

L4ich_tAm0HorGizonxt


Ich kann mir so einen Job, in dem man "nur noch Mist" produziert, gerade gar nicht vorstellen. Und ich kann mir auch keinen Arbeitgeber vorstellen, der einen dafür bezahlt, "nur noch Mist" zu produzieren. Eigentlich kann es sich nur um öffentlichen Dienst handeln…

Ansonsten würde ich mich - sofern vorhanden - einfach über nette Kollegen, gutes Essen in der Kantine etc. freuen... Es zumindest versuchen...

CYhancxe007


Aber erträgt man das, wenn man selbst zur Ansicht gelangt, dass man nur noch Blödsinn fabriziert, aber nichts sinnvolles?

Keine Ahnung, ob andere das ertragen. Ich könnte es nicht, denn mir ist es wichtig, mich mit meiner Arbeit zu identifizieren und natürlich auch Erfolge zu verzeichnen.

All das nicht zu haben, nein, das könnte ich nicht jahrelang oder jahrzehntelang aushalten.

Nur bin ich gar nicht so sicher, dass es bei Dir so hoffnungslos ist. Vielleicht eher eine Wahrnehmungssache? Welcher Arbeitgeber zahlt denn guten Lohn für kein Ergebnis?

Verrate uns doch Deinen Job, damit man wenigstens eine Richtung hat.

fqragnuxrso


Was machst Du denn? Vielleicht ist Deine Arbeit nicht sinnstiftend, aber sinnlos? Man sollte meinen, Deinem Arbeitgeber ist daran gelegen, dass diese Arbeit erledigt wird, oder nicht?

SKtuh9lbexin


Aber kann man ignorieren, dass man im Job eigentlich nur noch Mist produziert?

Theoretisch kann "man" das, du aber offensichtlich nicht. Da du auf das Geld nicht unbedingt angewiesen bist, ist eine Arbeitszeitreduzierung, falls möglich, natürlich sinnvoll. Die gewonnene Zeit könntest du dann mit Sinn erfüllen, z.B. Hobbys oder einer ehrenamtlichen Tätigkeit.

G2alaxxi


Aber die Frage wäre ja, ob du meine Qualifikation hast und ich deine.

bin im sozialen Dienst,.... ja und du, was machst du beruflich ???

P4lüsechbxiest


Bist du bei der Bundeswehr?

kFle{inKer_draMchenxstern


Wenn du nur noch Teilzeit arbeitest verdienst du doch auch viel weniger, dann kannst du dir doch auch einen neuen Job suchen, den du als sinnvoll empfindest.

Und wie viele andere kann ich mir auch nicht vorstellen, warum dein AG dich für ertwas bezahlen sollte, dass sinnlos ist, außer du bist z.B. im ÖD und damit nicht kündbar, wirst aber nun irgendwo geparkt...

Warum glaubst du, dass der Sinn, das Ziel deines Jobs nicht mehr erreicht werden kann? Was ist passiert?

Ich könnte mir z.B. vorstellen, dass man verzweifelt, wenn man bei Greenpeace arbeitet und seit Jahren z.B. gegen Fracking kämpft und dann aber wieder ein Gesetz durchgewunken wird, das es erlaubt, wo auch immer. Also das was idealistisches dahinter steht.

pErixm


@ LichtamHorizont:

Ich kann mir so einen Job, in dem man "nur noch Mist" produziert, gerade gar nicht vorstellen. Und ich kann mir auch keinen Arbeitgeber vorstellen, der einen dafür bezahlt, "nur noch Mist" zu produzieren. Eigentlich kann es sich nur um öffentlichen Dienst handeln…

In den Sternchen steht die Lösung :-)

Ja natürlich, ein privater Arbeitgeber wäre, wenn er so einen abgrundtiefen Mist produzieren würde, ja längst pleite.

Ansonsten würde ich mich - sofern vorhanden - einfach über nette Kollegen, gutes Essen in der Kantine etc. freuen... Es zumindest versuchen...

Die Kollegen sind sehr nett ja. Das freut auch noch.

@ Chance007:

Keine Ahnung, ob andere das ertragen. Ich könnte es nicht, denn mir ist es wichtig, mich mit meiner Arbeit zu identifizieren und natürlich auch Erfolge zu verzeichnen.

All das nicht zu haben, nein, das könnte ich nicht jahrelang oder jahrzehntelang aushalten.

Und ich frage mich noch, ob ich das aushalte. Ein bisschen hoffe ich es. Aber es k... mich an.

Nur bin ich gar nicht so sicher, dass es bei Dir so hoffnungslos ist. Vielleicht eher eine Wahrnehmungssache? Welcher Arbeitgeber zahlt denn guten Lohn für kein Ergebnis?

Wie ich schon schrieb: Vater Staat. Er muss das Ergebnis ja auch ganz toll finden. Welcher Minister gäbe zu, dass es sich in Wahrheit um eine abgrundtiefe Katastrophe, nur noch um gequirlte Sch... handel?

Natürlich keiner, also ist mein Job bombensicher. Auch wenn man mich für das miserable Ergebnis (wenn ich es denn beeinflussen könnte / verschuldet hätte) umgehend erschießen sollte.

@ Stuhlbein:

Danke für deine Meinung. Vielleicht ist Reduktion der Arbeitszeit wirklich ein Schritt in die richtige Richtung.

@ Plüschbiest:

Bist du bei der Bundeswehr?

lol... wenn ich mir so ansehe, was man über die teils nahezu völlige Nicht-Einsatzfähigkeit der Bundeswehr so hört, habe ich wirklich genau dasselbe Problem. (Auch genauso verschuldet, durch Politiker, die Probleme nur unter den Teppich kehren statt sie auf sinnvolle Weise anzupacken.) Aber nein, ich bin nicht bei der Bundeswehr.

Wäre ich aber bei der Bundeswehr, vielleicht Huschrauberpilot für einen Hubschrauber, von dem ich weiß, dass er nicht mal in Friedenszeiten 400 km ohne Panne fliegen kann, dann hätte ich wirklich dasselbe Problem: Mein Job wäre völlig sinnlos, und die Nichteinsatzfähigkeit würde von der Politik nur vertuscht.

LTizchvtAvmHorAizoxnt


Welcher Minister gäbe zu, dass es sich in Wahrheit um eine abgrundtiefe Katastrophe, nur noch um gequirlte Sch... handel?

Meine Neugier, um was für einen Job es sich genau handelt, wächst ins Unermessliche...

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