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Arbeit gut bezahlt, aber sinnlos

phrim


@ kleiner_drachenstern:

Wenn du nur noch Teilzeit arbeitest verdienst du doch auch viel weniger, dann kannst du dir doch auch einen neuen Job suchen, den du als sinnvoll empfindest.

Mit weniger Geld für weniger Arbeit könnte ich ganz gut leben, aber deutlich weniger Geld für einen Vollzeitjob ist jetzt nicht so wirklich erstrebenswert. Ich kann hier auch nicht so einfach weg, sonst wäre ein Jobwechsel besser drin.

Und wie viele andere kann ich mir auch nicht vorstellen, warum dein AG dich für ertwas bezahlen sollte, dass sinnlos ist, außer du bist z.B. im ÖD und damit nicht kündbar,

ja genau.

wirst aber nun irgendwo geparkt...

Nein, geparkt werde ich nicht. Aber ich soll etwas tun, was nicht erfolgreich sein kann, und dann am Ende den Stempel "erfolgreich" draufhauen.

Warum glaubst du, dass der Sinn, das Ziel deines Jobs nicht mehr erreicht werden kann? Was ist passiert?

Wenn man, ich sag mal "das Arbeitsmaterial", völlig verrotten lässt, kann man damit nichts mehr bauen. Also baut man nur noch Potemkinsche Dörfer und macht tolle Fotos davon und rühmt sich seiner Arbeit. Darfst dich nur nicht an der Fassade anlehnen, dann merkst du, was der ganze Mist wert ist: nämlich nichts.

Also das was idealistisches dahinter steht.

Ja, ich bin wohl Idealist. Ich will Häuser bauen, nicht Potemkinsche Dörfer, mit denen man der Öffentlichkeit vorspiegelt, alles sei gut.

Das ist wohl mein Problem, dass ich ein bisschen Idealist bin. Dass mir nicht völlig egal ist, was bei meiner Arbeit rauskommt. Dass ich auch ein Problem mit meinem Gewissen habe, wenn ich auf so ein Potemkinsches Dorf den Stempel "geprüft und ok" draufhauen soll.

L'ichVtAm,Horizoxnt


Hast Du mal mit Deinem Vorgesetzten darüber geredet?

CthZanceM00x7


Ich finde es sogar sehr gut, dass es Dir nicht egal ist, was da passiert und dass nichts Sinnvolles dabei heraus kommt. Gibt genug Leute, denen ist das total Wurst. Hauptsache das Geld stimmt. Nur kannst Du Dir von diesem Zuspruch jetzt nicht wirklich was kaufen. :-|

Wenn Stundenreduktion und Ergänzung durch private sinnvolle Tätigkeiten für Dich denkbar wäre, dann ist das wenigstens ein Schritt in die richtige Richtung.

Eine Versetzung zu einem anderen Projekt bzw. Tätigkeitsfeld ist nicht denkbar?

dKie T^or'te


also wenn du nicht mal schreibst was du genau machst wird dir hier kaum einer helfen können :-/

Cshafnce00x7


Hat er doch. Noch genauer würde ich es auch nicht schreiben. Immerhin möchte er noch anonym bleiben. Und für die Beurteilung würde das auch keinen Unterschied machen. Das Problem bleibt dasselbe, egal welche Tätigkeit dort im Detail ausgeführt wird.

SftuhClbexin


Ich will Häuser bauen, nicht Potemkinsche Dörfer, mit denen man der Öffentlichkeit vorspiegelt, alles sei gut.

Ist das mit dem "Häuser bauen" als Metapher oder wörtlich gemeint?

Ich denke auch, dass wir hier ohne Konkretisierung deiner Tätigkeit nicht weiterkommen. Zur abstakten Frage hast du ja Meinungen bekommen.

G}alaaxi


Berufe raten geht weiter ;-D

vielleicht arbeitest du in der Politik .....? dann ist es wirklich sinnlos ]:D

LoichatAHmH\oriz-ont


Ist das mit dem "Häuser bauen" als Metapher oder wörtlich gemeint?

Habe ich mich auch gefragt... :=o ;-D

p{rxim


Nein, ich baue keine Häuser. Bitte nicht wörtlich nehmen.

Hast Du mal mit Deinem Vorgesetzten darüber geredet?

Oft genug. Aber der kann ja auch nichts machen.

Ich finde es sogar sehr gut, dass es Dir nicht egal ist, was da passiert und dass nichts Sinnvolles dabei heraus kommt. Gibt genug Leute, denen ist das total Wurst.

Den meisten Kollegen ist das Wurst bzw. sie haben sich damit abgefunden.

Hauptsache das Geld stimmt. Nur kannst Du Dir von diesem Zuspruch jetzt nicht wirklich was kaufen. :-|

naja kaufen kann ich mir ja genug. Nur keine Arbeitszufriedenheit :-)

Wenn Stundenreduktion und Ergänzung durch private sinnvolle Tätigkeiten für Dich denkbar wäre, dann ist das wenigstens ein Schritt in die richtige Richtung.

Ich will auf jeden Fall mehr privat tun, ja. Stundenreduktion denke ich mal drüber nach.

Eine Versetzung zu einem anderen Projekt bzw. Tätigkeitsfeld ist nicht denkbar?

Ich habe im Laufe der Jahre verschiedenes versucht, klappt aber nicht. Und nun siehts zappenduster aus.

Cpleo EdDwardsQ v. Davxonpoort


*Kicher* du bist also verantwortlich für den Berliner Flughafen.

Die Stundenreduktion klingt fürs erste ja nicht schlech, ob du dauerhaft damit kßar kommst, siehst schon @:)

dTie Torxte


er hat wohl spaß an unserem rätselraten :(v

SkapieYnt


guten abend,

ich kann das anliegen des TE sehr gut nachvollziehen - denn ich befand mich in einer vergleichbaren situation. ein unbefristeter job, überdurschnittlich gut bezahlt. ein toller chef und nette kollegen - aber das gefühl von sinnlosigkeit. nicht nur ich, sondern ebenfalls das kollegium. es hätte keinen unterschied gemacht, ob ich wirklich arbeite oder nicht. es war sozusagen egal. in diesen zustand der sinnlosigkeit ist mein job über ein paar jahre hinweg gerutscht. die firma duldete das. aber ich nicht. ich kann nicht täglich 8h mit einer tätigkeit verbringen, die keinen sinn hat. für alles geld der welt nicht. :|N manch ein kollege steckte das einfach weg, ihm war es schlichtweg egal. er sah bzw sieht das ganz pragmatisch: er bekommt geld für 8h arbeit am tag. was er dafür tut, ist ihm egal. aber diese einstellung habe bzw hatte ich (leider?) nicht. so habe ich gekündigt, den job gewechselt (zu besseren konditionen sogar - bei schlechteren konditionen hätte ich es nicht getan) und nun bin ich wieder in einer tätigkeit, die einen sinn hat! und damit geht es mir deutlich besser, auch wenn ich jetzt sehr viel mehr arbeiten muss und viel weniger freizeit habe. das ist mir egal. lieber so, als weiter im nirvana der sinnlosigkeit umher dümpeln. %:|

das muss jeder für sich selbst entscheiden. manch einen stört es nicht, sich mit sinnlosen dingen beschäftigen zu müssen, andere suchen auch in ihrer beruflichen tätigkeit einen sinn. ich für meinen teil habe richtig entschieden.

p.rixm


Sapient, du scheint meine Situation wirklich zu kennen.

Aber interessant finde ich, dass du zu schlechteren Konditionen auch nicht gewechselt hättest.

Cleo, den Flughafen baue ich nicht, aber das Desaster ist noch größer :-)

Bis BER endlich funktioniert, wird es vielleicht noch 5 Jahre dauern, aber das Desaster, an dem ich beteiligt bin, bei dem habe ich keine Hoffnung, dass sich da binnen 10 Jahren was zum besseren wendet.

Torte, sobald ich meinen Beruf verrate, wird nur noch darüber diskutiert, ob da ein Desaster ist und wie schlimm es ist. Ich vermute, dass ich ab dem Moment für mich persönlich nichts mehr aus diesem Thread ziehen kann. Die Öffentlichkeit hat das Desaster bisher kaum zur Kenntnis genommen. Wie ein Krebskranker fühlt sie sich wohler, wenn sie von dem Problem nichts weiß.

Wahrscheinlich müsste ich auch Beispiele bringen, damit man mir glaubt. Aber je konkreter ich das schreibe, desto gefährlicher wirds für mich, dass man mich erkennt.

SKap*iFexnt


Aber interessant finde ich, dass du zu schlechteren Konditionen auch nicht gewechselt hättest.

nunja, das hat ganz einfach den grund, dass ich durchaus an meinem lebensstandard hänge ;-) sicherlich würde ich auch mit weniger geld zurechtkommen. aber solange ich die möglichkeit habe, das nicht tun zu müssen.... ziehe ich es auch nicht unbedingt in erwägung ;-) keine ahnung, was passiert wäre wenn ich nicht so schnell meinen jetzigen job bekommen hätte. ob ich nach ein paar weiteren wochen der sinnlosigkeit dann doch für weniger geld gewechselt hätte. vielleicht schon.... aber so weit kam es (zum glück) dann nicht mehr.

L~ichtA3mHorixzont


Jetzt rattert es in meinem Gehirn ja erst richtig los.


Ich hoffe, dass es bei Deinem Desaster nur um Geldverschwendung oder etwas in der Art geht, und dass es sich nicht um etwas handelt, das Menschen schaden könnte. Im zweiten Fall würde ich sicherlich nicht lange überlegen, ob ich diese Arbeit weiter machen würde.

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