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Überstunden in der Ausbildung - ab wann ist es zu viel?

S[tefan-F-loHrian hat die Diskussion gestartet


Guten Morgen,

ich habe im August eine Ausbildung zum Speditionskaufmann angefangen. Laut Vertrag habe ich eine wöchentliche Arbeitszeit von 39 Stunden.

In den ersten Monaten hatte ich auch noch geregelte Arbeitszeiten (8-17 Uhr) und hielt die 39 Stunden ein.

Seit Dezember bin ich nun aber in einer anderen Abteilung. Dort ist so viel zu tun, dass ich vor 19-20 Uhr nicht nachhause komme. Ist ja in Ordnung, dass ich in der Ausbildung mal Überstunden machen kann, aber jeden Tag 11-12 Stunden Schichten kann ja auch nicht so richtig sein. Überstunden werden natürlich nicht bezahlt.

Ich habe schon mal meinen Chef darauf angesprochen, dieser meinte jedoch, dass wäre in der Abteilung nun mal so.

Langsam reicht mir das mit den Überstunden. Das Leben besteht doch nicht nur aus arbeiten. Ich habe auch noch Hobbys. Soll ich denen um 3 Uhr nachts nachgehen?

Jedenfalls wollte ich mal hören, wie es bei euch in der Ausbildung mit Überstunden war / ist?

Danke :-)

Antworten
EThema=liger Nut{zerZ (#4382%45)


Dein Chef scheint nicht mit den geltenden Arbeitsgesetzen vertraut zu sein, bzw. ignoriert sie einfach.

Überstunden für Auszubildende sind klar geregelt. Unbezahlt und ohne Freizeitausgleich finde ich es eine Zumutung und Unverschämtheit. Dein Chef liegt gesetzlich völlig falsch. Wie du deine Rechte durchsetzen kannst, ohne in "Ungnade" zu fallen, steht allerdings auf einem anderen Blatt. ":/

Meistens werden überlastete Mitarbeiter irgendwann "krank"... :-X

RsighttNoxw


Ich bin in einem artverwandten Beruf in Ausbildung und bei mir gibt es keine Überstunden aber bei einigen aus meiner Berufsschule schon. Ich weiß aber dass gerade bei Spedition und Logistik gerne die Leute ausgenutzt werden um Personalkosten zu sparen. Sei es die Kaufleute als auch die Lagermitarbeiter.

Ich würde mich ja im BBiG informieren ob es rechtens ist, dass du als Azubi Überstunden machst soweit ich weiß nicht. Auch wenn dir hier einige bestimmt sagen werden, dass du das hinnehmen musst, sage ich dir: Musst du nicht. Azubis sollten sich viel eher wehren und über ihre Rechte und Pflichten Bescheid wissen. Frag einfach Mal unverbindlich in der Schule nach.

H5ol5g,ejr69


Es hängt von deinem Alter ab. Bist du schon 18, dann gilt die gesetzliche Höchstarbeitszeit von zurzeit (wenn ich nicht irre) 48 Wochenstunden, täglich maximal 10, in bestimmten Ausnahmefällen 11 Stunden. Unter 18 gelten die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes, lies bitte selber nach. Und Überstunden müssen bezahlt bzw. zeitnah durch Freizeit ausgeglichen werden, das kannst du jederzeit per Arbeitsgerichtbeschluss durchsetzen. Wie du das hinbekommst ohne in Ungnade zu fallen, kann dir der Betriebsrat (Jugendvertretung?) sagen, falls er wider Erwarten vorhanden und arbeitsfähig ist. Wenn nicht, wende dich an eine Gewerkschaft, die dich berät und dir ggf. gerne Rechtsschutz gewährt, wenn du Mitglied geworden bist. Ach so: Ohne Auseinandersetzungen wirst du nicht zu deinem Recht kommen.

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