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Ungleichbehandlung auf Arbeit ansprechen?

M.uca7pumxe hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben,

ich habe morgen ein Mitarbeitergespräch bei meinem Chef (von mir initiiert) und möchte gerne folgende Ungleichbehandlung ansprechen.

Zu mir:

- 29 Jahre

- seit 3 1/2 Jahren bei meinem Arbeitgeber als Master of Science angestellt

- 40 Stunden/Woche

- 26 Tage Urlaub.

Es ist mein erster Job nach dem Studium. Kein Tarif.

Eine Kollegin:

- 23 Jahre

- seit einem Jahr bei uns als MFA angestellt

- 38.5 Stunden/Woche

- 30 Urlaubstage.

Direkt nach Ausbildung zu uns gekommen. Kein Tarif.

Ich weiß, das man sich nicht mit anderen Mitarbeitern im Gespräch vergleichen soll, aber das stößt mir doch sauer auf. Ich möchte gerne morgen diese Ungleichbehandlung ansprechen. Warum sie mehr Urlaub bekommt und weniger arbeiten muss als ich, die aber schon länger im Unternehmen ist und zudem auch höher qualifiziert ist. Zudem bekomme ich auch 300-500€ weniger Gehalt als eigentlich üblich für meinen Ausbildungsstand, das werde ich im Gespräch aber so oder so ansprechen.

Ist es nun klug, das anzusprechen oder sollte ich es eher lassen. Ich möchte meinen Chefs ja keine Ungerechtikeit vorwerfen. Ich möchte es eher so verpacken, das ich das Gefühl habe, das meine Arbeit nicht wirklich wertgeschätzt wird und wie es zu so einer unterschiedlichen Behandlung kommt. Ob es dafür vielleicht sogar Gründe gibt!? Immerhin arbeiten wir ja im gleichen Unternehmen. Zudem wurde mir von meinen Chefs vor gut 2 Jahren gesagt "Alle die jetzt neu zu uns kommen, bekommen "Knebelverträge und müssen ab sofort 40 Stunden arbeiten". Bis jetzt bin ich die einzige "Doofe" die 40 Stunden arbeiten muss. :-/

Ich habe das alles eher "per Zufall" rausgefunden, das es bei uns im Büro an der Pinnwand hing. Ich würde niemanden vor den Chefs bloßstellen, wenn ich es anspreche.

Ich hoffe, das war alles verständlich und klingt allzu naiv ;-)

LG :-)

Antworten
Mpr. F*oreGskin


Ich würde die Ungleichbehandlung nicht ansprechen.

M|r. Fjore}s\kin


Es ist ja auch nicht wirkich eine Ungleichbehandlung. Sie ist höher Qualifiziert und hat wohl besser verhandelt.

A2ntig]o"ne


Wie viel Berufserfahrung hatte die Kollegin und wie viel hattest du zu Beginn?

Bei über drei Jahren inzwischen im Betrieb und mit 29 Jahren würde ich zumindest die Differenz bei den Urlaubstagen ansprechen. Auch über mehr Gehalt kann man nach dieser Zeit sprechen.

Einen Vergleich zu der Kollegin würde ich vermeiden, sondern gucken, was wo anders an Urlaubstagen in deinem Alter üblich ist. Wenn dein Chef sich dann querstellt, würde ich es allerdings ansprechen, warum eine 23jährige mehr Urlaubstage bei weniger Wochenarbeitszeit bekommt.

MFucaVpumxe


Stimmt nicht so ganz- meiner Meinung nach. Höher qualifiziert und mehr Berufserfahrung habe ich. Besser verhandelt hat sie sicher, aber sie hat bessere Konditionen als alle! die bei uns arbeiten. Abgesehen vom Gehalt, das weiß ich nicht. Sie hatte einfach das Glück mit unserer Chefin verhandelt zu haben. Ich, und einige andere auch mussten mit dem Chef verhandeln. Hin oder her, ich werde es nicht ansprechen und im Zweifelsfall mir einen neuen Job suchen.

AVntiqgoxne


Es ist ja auch nicht wirkich eine Ungleichbehandlung. Sie ist höher Qualifiziert und hat wohl besser verhandelt.

(Mr. Foreskin)

Eine MFA (früher: Arzthelferin) ist höher qualifiziert als jemand mit einem Master of Science? ???

ktleineUr#_(dracGhIenstexrn


Ich würde mit dem Chef über mehr Urlaub und Bezahlung verhandeln, aber die Kollegin nicht ansprechen, vor allem wenn du nicht mal weißt, was sie verdient.

Evtl. muss sie ja weniger arbeiten und hat mehr Urlaub, dafür aber auch viel weniger Geld? Wenn ich sowas nicht weiß, würde ich es tunlichst vermeiden das Thema anzusprechen.

CLomraxn


Kein Tarif, also freie Vertragsgestaltung. Gründe kann es viele geben, z.B. könnte sie besser verhandelt haben ((oder schönere Augen gemacht).).

Du kannst natürlich nach mehr Lohn und Urlaub fragen, das steht dir frei. Warte ab, wie das Mitarbeitergespräch verläuft und wie gut deine Leistungen beurteilt werden. Wenn deine Beurteilung gut ausfällt, dann frage anschließend nach, inwieweit sich dein Vertrag verbessern ließe.

Auf keinen Fall Vergleiche anstellen! Diskussionen wie "die hat aber auch/nicht" finden Vorgesetzte fürchterlich (ich mache selbst Mitarbeiterbeurteilungen), denn es ist nicht deine Aufgabe, die jüngere Kollegin zu bewerten. Denn das musst du, um vergleichen zu können.

Kannst ja mal schreiben, wie es gelaufen ist. *:)

g_at=o


Ich habe das alles eher "per Zufall" rausgefunden, das es bei uns im Büro an der Pinnwand hing.

An der Pinnwand hing ihr Vertrag? Bist du dir sicher, was ihre Vertragsbedingungen betrifft? Ansonsten wirst du doch sicher andere Aufgaben haben als sie. Alleine deswegen lässt sich da schon gar nichts vergleichen.

Ich würde mit dem Chef über mehr Urlaub und Bezahlung verhandeln, aber die Kollegin nicht ansprechen, vor allem wenn du nicht mal weißt, was sie verdient.

Genau so. Eine Forderung nach besseren Bedingungen ist legitim, dann solltest du aber mit deiner Leistung argumentieren und nicht mit den Vertragsbedingungen anderer Kollegen.

M"r. ForOesk/ixn


Warum sie mehr Urlaub bekommt und weniger arbeiten muss als ich, die aber schon länger im Unternehmen ist und zudem auch höher qualifiziert ist.

Ist sie jetzt höher qualifiziert oder nich?

MSuchaHpumxe


Danke für eure Antworten :-)

Ich habe nochmal mit ein paar Freunden bzw. Familienmitgliedern gesprochen und werde es nicht ansprechen. Bei ihren Vertragsbedingungen bin ich mir zwar sicher, aber wie ihr auch schreibt ist es wohl besser mit der eigenen Leistung aus dem Jahr zu argumentieren.

Ich werde mir jetzt nochmal weiter konkret Gedanken machen und mit meiner eigenen Leistung versuchen punkten.

Danke :-)

P.S. Ich berichte morgen mal.

gfatWo


Das bezieht sich auf sie selbst.

M3ucapJumxe


Ich habe den Master of Science, sie ist MFA.

mzirix80


Ich würde es nicht ansprechen, aber trotzdem ein paar Forderungen stellen. Man sollte sowieso regelmässig Gehaltsverhandlungen haben.

Du kannst ja vorher ein paar Punkte bringen wie z.B. immer zuverlässig, selten krank, mehr als 5 Jahre Betriebszugehörigkeit, Projekt läuft spitze etc. und dann forderst du noch 5-10% mehr Gehalt und 30 Tage Urlaub. Dann kannst du ja sehen was passiert. Da würde ich dann davon ausgehen das du auf vielleicht 7,5% und die 30 Tage bekommst.

m}ir}i80


Ausserdem würde ich noch im Internet noch nach dem passenden Durchschnittsgehalt nach Berufserfahrung, Bundesland und Branche suchen. Da kann man seine Forderungen dann auch besser einordnen.

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