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Umzug nach Sachsen oder Schleswig Holstein "als Reingschmackter"

D0iscedberxe


Sachsen und besonders das Erzgebirge sind wunderschön.

Und - Aue liegt auch mal über 100km von Dresden weg...

Fremdenfeindlichkeit besonders im Osten? Ich hab eher das Gefühl, sobald im Osten was passiert, wird aufgebauscht ohne Ende, wenn in BaWü oder woanders im Westen was gebrannt hat, war das den Nachrichten gerade mal einen Nebensatz wert. %-|

S}andyEJrgo


@ Discedere

:)^ Da hast du recht.

hxeuteb_hier


Also meine kleine Erfahrung mit Dresden wahr positiv.

Aber es war vor einem Jahr, da gab es Pegida noch nicht.

Mal ein ausführlicher Bericht:

[[http://www.welt.de/politik/deutschland/article148020501/Dresden-zahlt-hohen-Preis-fuer-sein-Pegida-Problem.html]Welt.de]

Habt ihr nicht Zeit, bis in Franken oder BW sich eine Jobmöglichkeit ergibt? Dort hast du auch so eine Art Heimat/Zuhause-Gefühl

M<udf laxp


Discedere - wahrscheinlich hast Du recht, wird z. T. doch viel unverhaeltnismaessig aufgebauscht (oh und wegen den 100 km "Naehe" zu Dresden - wie schon gesagt, ich bin da inzwischen abgehaertet - fuer meine naehsten Baumarkt sitze ich hier 45 min im Auto, in D haette ich mir bei sowas nen Vogel gezeigt ;-) aber Du hast recht, Aue faellt wirklich nicht mehr unter "bei Dresden")

Bzgl. Fremdenfeindlichkeit habe ich mir bisher keine wirklichen Sorgen gemacht, als Ami faellt er (denke ich) sowieso weniger ins Raster von solchen Hetzveranstaltungen (oder ist die Stimmung in D inzwischen wirklich so aufgeheizt? Ich kann das hier wirklich schlecht einschaetzen, meine Familie zu Hause klingt noch ganz entspannt).

Ich hatte eine Kollegin aus Sachsen, die hat sich schwer getan mit ihrem Leben hier und ist auch wieder zurueckgezogen. Anderweitig habe auch schon gehoert, dass Nordlichter angeblich kuehler sind, wenn man als Aussenstehender zuzieht.

Danke sandy, stimmt - Bayern ist wirklich nicht weit! Bist Du eigentlich gebuertige Sachsin?

M:udfl@ap


heute_hier: lach nicht,mein Mann hat sich inzwischen an beiden Zielen "festgebissen" und da man in eine Binationalen Beziehung Standorttechnisch doch offen sein muss, habe ich ihm versprochen, es mir zumindestens zu ueberlegen. Er hat sich auch schon einige Haeuser ausgesucht, die er anschauen moechte ;-D

Aber wir haben tatsaechlich keine Eile, mal sehen, vielleicht aendert sich noch was ... Danke auch fuer den Artikel!

SNandyEGrgxo


:-) .

War zwischendurch mal 10 Jahre in NRW. Wurde dort aber nie richtig heimisch und bin vor jetzt auch schon 5 Jahren wieder zurück gezogen.

_sParWvatix_


@ sandy

Denke aber mal, dass die Kriminalität in dieser Region nicht so hoch ist, wie z.B. in Richtung der polnischen Grenze.

Na ja, an der Tschechischen Grenze ist es nicht viel anders meines Wissens nach.

@ Mudflap

Meinst Du mit hoeherer Kriminalitaet in Grenznaehe EInbrueche, Autoklau und solche Sachen?

Ja, Einbrüche und besonders Autoklau. Ich würde hier nicht mit einem VW, BMW, Mercedes oder Lexus rumfahren. Die sind sehr beliebt - egal wie alt die Karre ist.

Aber Erzgebirge ist schon schön :) Das ist dann wirklich sehr ländlich. Die Städte in der Nähe, also Chemnitz, Plauen, Zwickau, aber nicht besonders... schön um es nett auszudrücken. Aber wenn ihr das Gebirge mögt wäre auch die Gegend Oberlausitzer Bergland oder Zittauer Gebirge zu empfehlen. Nicht umsonst bei manchen Malern der Romantik beliebt gewesen :) Wenn ihr lieber mehr kulturell interessiert seid, dann würde ich eher was im Umkreis von Leipzig, Dresden, Bautzen oder Görlitz suchen. Aber wenn ihr die großen Entfernungen aus den USA gewohnt seid, dann ist das wahrscheinlich eh egal ;-D

w1hatat8rageWdy


Schleswig-Holstein ist in vielerlei Hinsicht besonders.

Die meisten Menschen kümmern sich hier kaum um die Belange anderer. Man könnte es positiv mit sehr tolerant und locker umschreiben, oder negativ mit sehr desinteressiert und kühl.

Das wirkt sich auch stark auf das alltägliche Kommunikationsverhalten aus - im Norden wird kaum jemand jemals von sich aus ein Gespräch beginnen und selbst Smalltalk wird äußerst kurz gehalten.

Wenn man gerne sein eigenes Leben lebt und oberflächliche Beziehungen nicht braucht bzw. kein Fan der Bussybussysociety ist, kann im Norden sehr viel Spaß haben.

B[ambGilene


Anderweitig habe auch schon gehoert, dass Nordlichter angeblich kuehler sind, wenn man als Aussenstehender zuzieht.

Lach ... und stur und veschlossen und, und, und

genauso habe ich vor fast 30 Jahren auch gedacht als ich berufsbedingt in die Nähe von Kiel (ca 15 Min bis Kiel City) gezogen bin. Die Stadt war mir bis dahin gar kein Begriff. Ich wurde von den Menschen dort sehr angenehm überrascht.

Ich finde die Nordlichter cool, eigener Humor, verbindlich und tolerant.

Kiel ist eine moderne Unistadt. Weltoffen. Die Freizeitmöglichkeiten in und vor allem um Kiel herum habe ich sehr geschätzt. Und die Nähe zu Skandinavien.

S5t9uhlbZein


Fremdenfeindlichkeit besonders im Osten? Ich hab eher das Gefühl, sobald im Osten was passiert, wird aufgebauscht ohne Ende, wenn in BaWü oder woanders im Westen was gebrannt hat, war das den Nachrichten gerade mal einen Nebensatz wert. %-|

Da braucht man sich nicht auf sein Gefühl zu verlassen, dazu gibt es Zahlen, die man nachlesen kann.

B~ambiexne


im Norden wird kaum jemand jemals von sich aus ein Gespräch beginnen und selbst Smalltalk wird äußerst kurz gehalten...

Stimmt. Oberflächlicher Smaltalk wie in einem Süddeutschen Biergarten, ist wirklich nicht typisch norddeutsch! ;-D

Man sollte schon einen Grund für ein Gespräch, ein Thema haben, dann wird auch ein Nordlicht gesprächig.

aYpr^il4x5


@ Discedere

Ich kann dir nur beipflichten beim Thema Fremdenfeindlichkeit das man das es aufgebauscht wird und wenn es im Westen passiert ist kurz erwähnt wird und fertig. Oft ist es aber auch so das Redelsführer aus dem Westen kommen und mitunter in ganzen Gruppen einfliegen.

Aber es ist nun mal so das man dieses Thema nicht pauschal auf Ost und/oder West beschränken

kann. Leider wird es immer wieder solche Idioten geben. Schade ist nur das sie durch die ganzen Medien wo es hochgepuscht wird da noch die geeignete Plattform bekommen um sich zu präsentieren und so vlt. noch mehr Zulauf bekommen.

In Sachsen kann man sehr gut leben, die Leute sind freundich und aufgeschlossen. Kinderfreundlichkeit findet man hier viel Kita's, Schule und Hort sind hier sehr gut. Die Gegend um Dresden ist sehr schön, ebenso Leipzig. Aue ist eine sehr schöne Stadt und die Gegend im Erzgebirge überhaupt sehr schön.

l&ercKhenzuUnge


Hallo

ich denke, hier kann ich ein wenig mitreden, habe ich doch einige Jahre meiner Kindheit in der Stadt Schleswig verbracht und lebe derzeit im Osten (allerdings in Anhalt) und habe zwischendurch im Rahmen von Studium und diversen Jobs auch noch in Niedersachsen, NRW sowie im europäischen und aussereuropäischen Ausland gelebt.

Meine Gedanken dazu:

1) Ich habe als Kind in Schleswig gewohnt, es war nicht schlecht, ich habe auch noch Bindungen (Verwandte, Freunde) dorthin, aber ich bin doch sehr froh, dort weg zu sein... Als ich noch Kind war (80er Jahre), war in Schleswig noch "was los", die umliegenden Standorte der Bundeswehr sorgten für stetigen Zustrom von Wehrpflichtigen und Zeitsoldaten, also für viele junge Menschen und junge Familien. Nach der Wende wurden einige Standorte geschlossen, andere wesentlich reduziert. Schleswig hat dabei kräftig Federn gelassen... Auch Industrie und Gewerbe wurde signifikant abgebaut.

Geblieben oder sogar noch ausgebaut hingegen wurde der öffentliche Dienst. Mit Amtsgericht, Landessozialgericht, Landesverfassungsgericht, Oberlandesgericht, Verwaltungsgericht, Oberverwaltungsgericht, Kreis- und Landesarchiv, Kreisverwaltung ist Schleswig voll von Juristen und anderen Mitarbeitern der öffentlichen Verwaltung, dazu kommt, dass Schleswig zentraler Schulstandort ist. Dieser große Anteil von Beamten und (meist älteren) Mitarbeitern des ÖD führt meiner Ansicht nach in Schleswig zu einem recht "miefigen", "engen" Klima des Zusammenlebens...

Gelungen ist hingegen der Aufbau von Tourismus in den vergangenen Jahren, die Neugestaltung des Areals hinter dem alten Kreisbahnhof, ehemals ein rechter Schandfleck, im Rahmen der Landesgartenschau. Leider jedoch belebt der in der Tat blühende Tourismus nur eine recht kurze Zeit im Sommer die Stadt, den Rest des Jahres ist es dann wieder piefig-spießig wie gehabt...

Entsprechend gibt es auch einen relevanten Leerstand in der Innenstadt, Karstadt hat vor einigen Jahren dichtgemacht, im mit viel Tamtam gestarteten Schleicenter steht viel leer.

Ob dies für Dich relevant ist, weiss ich nicht, aber ich habe schon damals als sehr negativ in Schleswig den sehr schlechten, quasi nicht-existenten ÖPNV empfunden (der fast nur auf Schülerverkehr abgestimmt ist). Und der wurde inzwischen noch weiter eingeschränkt... Zudem liegt der Bahnhof am äussersten Rande der Stadt, von der Kreisbahn, die früher den Hauptbahnhof mit Innenstadt und Angeln verband, ist nur noch ein Wander- und Radweg geblieben...

Jedenfalls habe ich es insbesondere in den späteren Jahren meines Lebens dort (als einerseits ich älter wurde und mehr Ansprüche an das Angebot der Stadt stellt und andererseits Schleswig in den 90ern "abbaute") sehr bevorzugt, Wochenenden und Ferien nicht in Schleswig, sondern bei Verwandten in Kiel zu verbringen...

Das beste meiner Meinung nach ist an Schleswig, das sowohl Nordsee und Ostsee zumindest mit Auto schnell zu erreichen sind.

2) Ich lebe jetzt seit drei Jahren mit Frau und Kind im Osten, in Anhalt, bin berufsbedingt hergekommen, und fühle mich wohl hier. Was Ausländerfeindlichkeit angeht, so denke ich, etwas dazu sagen zu können, ist doch meine Frau Nicht-Deutsche (Nordostasien), unser Kind deutlich als "mixed" erkennbar und auch habe ich Arbeitskollegen aus unterschiedlichen Regionen der Welt. Eine "allgemeine Ausländerfeindlichkeit", wie in den Medien öfter behauptet, gibt es hier meiner Ansicht nach nicht. Im Einzelnen scheint es mir jedoch sehr auf die Herkunft anzukommen. Menschen aus Asien, aus Russland etc. haben meiner Erfahrung nach keine Probleme, gerade bezüglich dieser Gruppen habe ich hingegen NRW beispielsweise eher als abweisend empfunden. Hingegen eher Probleme könnten hier und da Araber haben (aber eigentlich auch erst seit Beginn des Flüchtlingsstroms), und in der Tat spürbar negativ ist die Haltung in der Bevölkerung gegenüber Schwarzafrikanern...

Du schreibst nur, dass Dein Mann Amerikaner ist, das dürfte per se kein Problem sein, jedoch wäre zu fragen, welche Hautfarbe hat er?

3) Allerdings könnte auch alles, was ich bis hier geschrieben habe, total verkehrt sein für Deine Bedürnisse: ich habe auch mal berufsbedingt einige Zeit in BaWü verbracht (etwas südlich von Stuttgart) und so nett die Kollegen dort auch waren, freiwillig würde ich dort nie hinziehen wollen... Wenn Du also gerne in Tübingen gelebt hast und sogar dorthin zurückkehren willst, dann sind Deine Erwartungen und Bedürfnisse ganz klar anders als meine und damit meine Ratschläge wahrscheinlich nicht sehr wertvoll für Dich!

awuflauf-form


Ich habe "im Osten" oft so eine Art "vermeintliche Wärme, Kommunikativität und Emotionalität" erlebt, die sich auf den ersten Blick freundlich und gut anfühlt, aber in Wirklichkeit, hinter der Fassade, sehr engstirnig und intolerant ist. Nordlichter sind kühler, aber auch differenzierter und wenn sie freundlich sind, ist das substanzieller. Wenn mans mal ganz platt pauschal ausdrücken will.

wmintershonne x01


Sachsen gelten auch als gemütlich....

die guten Betreuungsmöglickeiten für deine Kinder ,wären für mich ein entscheidener Faktor. Es gibt Kindegärten un Schulhot und es ist normal dass viele Kinder aller Bevölkerungsschichten da hin gehen. (in manchen Gegenden in Süddeutschlan sind es meist nur Kinder aus sozialschwachen Familien und man wird schnell als Rabenmutter gesehen)

Wenn du auch berufstätig sein möchtest ist das ein wichtiger Punkt.

Die paar Idioten, die bei Pegida mitlaufen beeinflussen aber nicht den Alltag in dieser Gegend. Da merkt man davon nichts.

Obwohl natürlich in jeder deutschen Großstadt nachts schon mal ein Bürger mit erkennbarem Akzent (obwohl hellhäutig) in der Strassenbahn verprügelt wurde.... man muss eben, wie als Frau auch ein bisschen aufpassen wo man sich wann alleine aufhält.

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