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Urlaubsanspruch volljähriger Azubi in diesem Jahr

Z@wPer1gelfx2 hat die Diskussion gestartet


Hallo Gemeinde,

vielleicht habt Ihr ja Antworten für mich. Ich habe gelesen, dass man als volljähriger Azubi Anspruch auf 24 Tage (Werktage) bzw. 4 Wochen Urlaub im Kalenderjahr hat. Nun zu meiner Frage: mein Sohn hatte 2 Wochen Urlaub, ursprünglich. Dann wurden aber noch 1,5 Wochen drangehangen, weil er unglaublich viele Überstunden geleistet hat. Zudem hat er den Urlaub während der Berufsschulzeit gemacht, weil noch keine Weihnachtsferien sind waren. Seit 2 Tagen arbeitet er wieder und hat direkt schon wieder 2 Überstunden gemacht. So:wenn man von den 2 Wochen Urlaub noch die 2 Berufsschultage abzieht, ist es ja noch weniger. Weiß jemand, wie das aussieht? Er arbeitet in der Gastronomie, aber er ist Auszubildender. Meine Frage dazu ist: er hat ja noch jede Menge Urlaub übrig in diesem Jahr, weil sein Anspruch noch nicht erfüllt ist. Das hat sein Betrieb ja echt geschickt eingefädelt, das muss man denen lassen. Er soll nun alle 3 Tage an Weihnachten und Silvester arbeiten. Sie haben ihm aber nicht den vollen Urlaubsanspruch gewährt. Ist es möglich, dass er über Weihnachten noch Urlaub nehmen kann? Besonders einer der beiden Weihnachtstage ist wichtig. Und wenn er Heilig Abend zB nur nen halben Tag arbeiten müsste, wäre auch schon toll. Dass er um 17, 18 Uhr dann daheim bei uns sein und mit uns feiern kann...

Ich hoffe, hier jat jemand gute Tipps für uns.

Antworten
Zowerg0elf2


Das Problem hat sich zumindest zum Teil erledigt. An Heilig Abend wird er gegen 18 Uhr zuhause sein, am ersten Weihnachtstag ist frei und am 2. wieder arbeiten. Das finde ich in Ordnung.

a-ug2x33


":/ ist die Welt für Mama wirklich in Ordnung? Wer in die Gastronomie einsteigt erfährt in der Regel vorher was dort Usus ist; wie das mit Feiertagen und anderen Festlichkeiten ist.

ZrwerWgelfx2


Fakt ist, dass die Gastro es mit dem gesetzlichen Rahmen nicht so genau nimmt. Was man allein schon an den unzähligen Überstunden meines Sohnes erkennt. Zumindest hat er jetzt am Tag vor der Berufsschule früher Feierabend.

Er war immer total müde und deshalb unkonzentriert im Unterricht. Den Unterschied dazu hat er jetzt im Urlaub absolut gespürt. Und davon abgesehen hatte er die Erholung auch bitter nötig. Der war echt fertig, hat total abgenommen...

W!alk]ingGh6oxst


Hallo Zwergelf2,

seit wann ist dein Sohn in dieser Berufsausbildung?

nUe2mue


ich war in der gastronomie.....ich hab mich vorher schlau gemacht und wußte, was auf mich zukommt

Z[we,rgexlf2


Kochen ist seine Leidenschaft. Ansonsten wäre er da schon längst weg. Er arbeitet in einem Hotel, da laufen die Uhren naturgemäß schon anders als in normalen Restaurants. Es gibt keine Ruhetage, kaum feste Zeiten etc.

Und wenn man sich vorher noch so schlau macht, richtig erleben kann man es erst, wenn man in der Ausbildung ist.

Beschäftigt ist er dort seit Februar.

n1emuxe


ich war auch in einem hotel.....gerade um diese zeit (weihnachten usw....) freizeit....fast gar nicht.....die auszubildenden dort......kochen oder auch service....ist ihr leben.....die ziehen das einfach durch....ansonsten würd ich einfach was anderes versuchen, wenn es denn nun gar nix ist......weil daran wird sich auch nach der ausbildung nix ändern :(v

WLalk\i.n\gGhosxt


Beschäftigt ist er dort seit Februar.

Der volle Urlaubsanspruch wird erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses erworben (§ 4 BUrlG).

Er war aber zu Beginn des Kalenderjahres schon 18, oder?

Z+wergnelTf2


Ja, er wird diesen Monat noch 20. Es geht ja nicht um die Zeit nach der Ausbildung. Er weiß sehr wohl, wie hart dieses Geschäft ist. Es geht um jetzt, um die Vorkommnisse während der Ausbildung. Die Zustände sind teilweise untragbar. Keine Pausen, aber dafür Überstunden etc. Er hat eine 45 Stunden Woche laut Vertrag. Aber er kommt grundsätzlich jede Woche über 50 Stunden. Am Anfang hat mich das echt fertig gemacht, weil ich alles live mitbekomme. Als er dann an einem freien Tag zum wiederholten Male reingeholt wurde, war das Maß voll und ich habe da angerufen. Er selbst war noch nicht bereit, seinen Mund aufzumachen. Sie haben ihm schon so viel kaputt gemacht freizeittechnisch, das geht garnicht. Es ist ganz egal, wie alt mein Kind ist, ich mache mir Sorgen. Das hört ja nicht auf, nur weil es volljährig geworden ist. Ich habe dann mit seiner Chefin geredet, ganz vernünfitg, ruhig und vorwurfsfrei. Ich habe ihr erklärt, dass ich mir Sorgen um die Gesundheit meines Sohnes mache. Keine Pause bedeutet kein Essen und keine Erholung für 10 bis 13 Stunden. :|N er ist sehr schmal geworden und war dauermüde...nach diesem Telefonat ist es besser geworden. Und er hat auch endlich damit angefangen, teilweise seinen Mund selbst aufzumachen und sich nicht mehr alles gefallen zu lassen.

nmem"ue


bei uns war ein 12-14 stundentag normal zu extremzeiten....auch oft kaum pausen, auch die lehrlinge nicht.....wer nicht so wollte, konnte ja gehen

dranaex87


Aber man muss sich ja nicht alles gefallen lassen. Es wird ja nicht besser wenn sich alle immer wieder ausbeuten lassen. Ob Gastro, Pflge, Assistenzärzte... die Leute müssen sich wehren! Bei meinem Ex war es im Betrieb so schlimm das alle Drogen genommen haben um das Pensum halten zu können. Nur weil das nicht so selten ist in dem Bereich heißt es ja nicht das man es deswegen mitmachen muss.

Z~weIrlgeslxf2


eben. Ich sehe das wie danae87. Irgendwo muss es eine Grenze geben. Nur weil etwas normal ist, muss es nicht kommentarlos hingenommen werden. Zumal Azubis mehr Recht haben als die Betriebe glauben.

KZadhixdya


Fakt ist, dass die Gastro es mit dem gesetzlichen Rahmen nicht so genau nimmt. Was man allein schon an den unzähligen Überstunden meines Sohnes erkennt.

Das Bashing finde ich nicht angebracht, er bekommt die Überstunden doch "zurück". Das ist in den meisten Betrieben nicht der Fall.

Falls er immer 13 Stunden durcharbeitet und so weiter, könnte er den Betrieb wechseln (das geht auch nach der Probezeit - an den Ausbildungsberater der IHK wenden).

Bei einem so hohen Arbeitsaufkommen gibt es in der Gastronomie üblicherweise Teildienst, das bedeutet, die Mitarbeiter und Azubis gehen zeitversetzt 2-3 Stunden in Pause.

ZPwerBge`lf2


Bei einem so hohen Arbeitsaufkommen gibt es in der Gastronomie üblicherweise Teildienst, das bedeutet, die Mitarbeiter und Azubis gehen zeitversetzt 2-3 Stunden in Pause.

Ich weiß. Den hat er oft an Sonntagen, wie heute. Laut Gesetz stehen ihm übrigens 15 freie Sonntage im Jahr zu. Dieses Jahr hatte er - wenn es hoch kommt - 5 Sonntage frei.

Er hat 4 Tage frei bekommen, um seine "Plustage" abzufeiern. Das reicht imho nicht aus, um alle Überstunden auszugleichen. Dennoch hat er sich natürlich über die Verlängerung seines Urlaubes gefreut. Ansonsten hätten sie ihn ja auch um etliche Tage beschissen...

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