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Kann man nicht selbstverschuldet fettleibig werden?

aLgDnexs


wie es genau zur Fettleibigkeit

Steroide regen den Appetit an und beeinflussen die Fettverteilung.

Übergewicht ist immer ein Balanceproblem, es wird mehr Energie zugeführt als "verbrannt" wird. Daran ändern auch Krankheiten nichts. Der Mensch wird nicht zum perpetuum mobile, wenn er eine Hormonstörung hat.

Hypothyreose reduziert den Energieverbrauch. Prader-Willi, diverse Medikamente und körpereigene Hormone (auch im Streß) regen den Appetit an.

"Schuld" is eine andere Frage. Da geht es um Verantwortlichkeit für das, was wir tun (können) oder nicht.

Lipödemen etc. sieht man an, daß sie ein lokalisiertes Problem sind.

N8al+ax85


Ich habe gelernt, dass der Körper für eine Bewegung eine bestimmte Energie aufbringen muss. Diese kann auch nicht verändert werden, ähnlich wie bei einem Fahrrad. Wenn ich will, dass sich das Rad einmal dreht, muss ich auch einmal die Pedal treten.

Nach der Logik könnte doch jeder die Energiebilanz des Körpers positiv beeinflussen, oder nicht?

Natürlich kann man seine Bilanz beeinflussen, aber du gehst fälschlicherweise davon aus dass jeder Mensch die selben Vorraussetzungen hat Energie umzuwandeln. Du kannst es wie mit einer Glühbirne vergleichen - alte Glühbirne, neue Glühbirne oder LED - jedes braucht eine andere Wattzahl um die selbe Helligkeit zu erreichen. Genauso braucht auch nicht jeder Mensch die selbe Kalorienanzahl um einmal das Pedal zu bewegen.

hEerzWensgutxe69


Ja gibt es, ich habe eine Hormonkrankheit u habe so vor fast 27 Jahren innerhalb weniger Wochen etwas über 50 Kg zugenommen u konnte auch nichts abnehmen. Aber als Schwerbehinderung wegen der Körperfülle wurde das nict anerkannt, aber dafür dann das was noch dazu kam, Diabetes und Herzinfarkt mit schweren Wassereinlagerungen. Viele Medikamnente u dadurch weitere Krankheiten u große Schmerzen bei jeder kleinsten Bewegung.

Das machte mich zu einem schwerbehinderten Menschen.

Ich esse sehr wenig, aber eben das was ich wegen dem Diabetes zu mir nehmen muss. Mein Mann sagt immer, dass er verhungern würde bei dem was ich esse.

Ende Juli verschrieb mein Arzt mir eine neue Spritze u seit dem habe ich mit der gleichen Ernährung u jeden Tag etwas mehr Bewegung ca 11kg abgenommen. Darüber bin ich sehr froh, ich muss aber noch viel mehr abnehmen und es geht halt sehr langsam voran. Trotzdem bin ich froh und glücklich, dass es endlich geht.

Ich muss mich dafür richtig abstrampeln u habe auch immer wieder große Schmerzen, aber bin froh über jeden kleinsten Erfolg u gute Werte.

Der Leidensdruck in den ganzen Jahren war sehr groß, vor allem durch das dumme Gerede und beschimpfeungen von Leuten, die sich nicht vorstellen können, dass es auch dicke Menschen gibt, die nichts dafür können.

Jaqhrelang wußte ich selbst auch nichts von meiner Krankheit u das war schlimm. Heute bin ich zwar noch dick, aber es gibt in meinem Umfeld einige, die mich unterstützen u es gibt sogar die, denen es auffällt, dass ich abgenommen habe und nun auch wieder öfter draußen zu sehen bin.

E)hemali?gePr Nutzger (b#4C69485x)


elektroboi

sorry, aber ohne ein Gewisses Wissen in Anatomie und Physiologie, Hormonhaushalt und dessen Stoffwechsel etc kann man das Cuhing nicht so erklären, dass Dir als Laie die Gewichtszunahme plausibel erscheint.

Dein Denken passt auf jeden Fall nicht zu so einer Erkrankung.

Echemaliger3 Nutzer (#)43x8245)


ohne ein Gewisses Wissen in Anatomie und Physiologie, Hormonhaushalt und dessen Stoffwechsel etc...

Ich ergänze: Gehirnfunktion... und letztendlich die Vorstellung darüber, wie ein Mensch funktioniert.

DAS ist hier die Frage... und Antwort für die ein oder andere Störung zugleich.

e*lek9troboxi


Ok Joker, dann muss ich leider dumm sterben.

Danke an Simone und herzensgute für zwei Fallbeispiele aus erster Hand. Weiß zwar noch immer nicht genau, wie es jetzt funktioniert, aber habe nun zumindest zwei konkrete Fälle.

EHhema}ligxer :NuKtzer Z(#438x245)


Weiß zwar noch immer nicht genau, wie es jetzt funktioniert, aber habe nun zumindest zwei konkrete Fälle.

Hast du schon mal an den Postboten gedacht, bei dem sich die nicht zugestellten Briefe im Keller stapeln?

Irgendwann platzt sein Keller aus allen Nähten, nur die Briefkästen bleiben schlank.

Wer ist daran schuld?

Das Gehirn von dem Postboten.

Wer ist für falsche Nahrungszufuhr und Verdauungsarbeit verantwortlich?

...

culaisrext


Wen es interessiert, das hier ist der konkrete Fall:

[[http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/zu-dick-kuendigung-was-darf-der-chef-a-1068549.html]]

[[http://www.express.de/duesseldorf/nach-30-jahren-gaertner--205-kilo--gekuendigt--zu-dick---23238812-seite2]]

Ich halte die Argumentation vor allem des EuGh (sinngemäß und in einem anderen Fall), fettleibige Menschen wären Behinderte und hätten deshalb einen besonderen Kündigungsschutz, für sehr fragwürdig.

Ich finde es zweischneidig. Einerseits ist ein Mensch ab einem gewissen Gewicht effektiv körperlich behindert, egal ob durch übermäßiges Essen oder Krankheit herbeigeführt. Andererseits wird das natürlich Arbeitgeber noch mehr wie bisher davon abhalten übergewichtige MA einzustellen.

Überspitzt könnte man ja nun sagen: "Ok, ich muss mich nur "fettfressen", und kann dann meinen Job nicht mehr ausüben, aber gekündigt werden kann ich auch nicht mehr, da ich nun den Quasi-Status eines Behinderten habe. Pech für den Arbeitgeber und die Kollegen."

Das nun nicht. Der Mann hat den Job nur befristet auf 2 Jahre zurück und soll 20kg abnehmen. So der Vorschlag des Richters oder der Prozess geht weiter.

Es gibt keinen Anspruch auf Weiterbeschäftigung, wenn jemand den Job aufgrund einer Behinderung wirklich gar nicht mehr ausüben kann. Aber es gibt einen Anspruch auf Versetzung zu möglichen Jobs oder auf Bereitstellung von Hilfsmitteln am Arbeitsplatz. Im konkreten Fall bei dem Gärtnerbetrieb wäre das eine neue Leiter, die sein Gewicht aushält, neues Transportfahrzeug, spezielle Arbeitskleidung. Nur ist sowas halt teuer und gerade für kleine Betriebe ein echtes Problem.

hVerzenEsguxte69


Danke an Simone und herzensgute für zwei Fallbeispiele aus erster Hand. Weiß zwar noch immer nicht genau, wie es jetzt funktioniert, aber habe nun zumindest zwei konkrete Fälle.

Mir konnten die Ärzte das zunächst auch nicht erklären, ich habe nach der Geburt meiner ersten Tochter aufeinmal genau so viele männliche Hormone gehabt wie ein Mann ( habe sogar einen Vollbart, den ich täglich 2x abrasieren muss).

Damals mußte ich ins Krankenhaus, denn man vermutete einen Tumor, aber sie fanden zum Glück nichts.

Bis heuite weiß ich nicht woher die vielen männlichen Hormone kommen.

Allerdings wure die Krankheit erst ca 8 Jahre später erkannt und untersucht, da war ich gerade schwanger mit dem 2. Kind.

Dass ich Kinder bekommen konnte passte allerdings nicht ins Krankheitsbild.

L\aco:sa


Überspitzt könnte man ja nun sagen: "Ok, ich muss mich nur "fettfressen", und kann dann meinen Job nicht mehr ausüben, aber gekündigt werden kann ich auch nicht mehr, da ich nun den Quasi-Status eines Behinderten habe. Pech für den Arbeitgeber und die Kollegen."

Du wärst also bereit dich fett zu fressen, damit du nicht gekündigt werden kannst? Ich behaupte mal du bist ein Einzelfall. Aber mir könntest du 10 Mio. geben, ich würde es nicht machen.

Aber ja es gibt Krankheiten/Umstände durch die man ungewollt dick wird:

Elephantitis

Schilddrüsenprobleme

Diabetes

Übergewicht, dass im Kindesalter entstand

Medikamente

Mal ganz Naiv gesprochen: Was dem Körper nicht zugeführt wird, kann er ja auch nicht verarbeiten. Krankheit hin oder her. Oder?

Richtig. Aber willst du von einem Kranken verlangen, dass er nur noch 500kcal am Tag zu sich nimmt, damit er nicht dick wird?

SjpringechUi-ld


Für einen besonderen Kündigungsschutz benötigt man soweit ich weiß auch einen anerkannten Grad an Behinderung.

Das, und ich glaube man muss den Arbeitgeber über die Schwerbehinderung sogar informiert haben. Also einfach den Ausweis in der Tasche stecken haben bis zum Tag der Kündigung geht auch nicht. Wie soll man jemanden auch wegen etwas diskriminieren, von dem man gar nichts weiß.

LKiain-J4il_l


Übergewicht ist immer ein Balanceproblem, es wird mehr Energie zugeführt als "verbrannt" wird. Daran ändern auch Krankheiten nichts. Der Mensch wird nicht zum perpetuum mobile, wenn er eine Hormonstörung hat.

Grundsätzlich ist das natürlich richtig, aber trotzdem beobachte ich, dass es Menschen gibt, die sich mit einer angestrebten Gewichtszunahme wirklich schwer tun (schlechter Kalorienverwerter, mein Schwiegersohn) und andererseits Menschen, die durch mehrmalige zu rasche Gewichtsreduktion dauerhaft mit weniger Kalorienzufuhr auskommen und entsprechend immer Gefahr laufen, bei gleicher Essensmenge, die man früher gefahrlos zu ich nehmen konnte, zuzunehmen (trifft leider auf mich zu).

Tqasha0x909


Vor 2 Jahren hätte ich noch gesagt Nein, gibts nicht. Wer dick ist, der isst einfach zu viel bzw. falsch!

Bei mir selber dachte ich immer liegt es an dem unregelmäßigem essen. Tagsüber nichts und abends dann ne Portion mehr. Ich stand dazu und gut war.

Meine Eltern sagten immer es liege an meiner Schilddrüse, ich wollte das aber nicht. Ich wollte diese Ausrede nie und habe es auch nie behandeln lassen weil ich nie sagen wollte das ich dick bin weil ich Krank bin. Ich stand dazu das es am essen liegt.

Vor 2 Jahren bin ich dann doch zum Arzt um mir Medis geben zu lassen weil zuviele Symptome mir zu schaffen machten.

Nun sage ich: Ja, man kann durch eine Krankheit dick werden ohne selber etwas dazu beigetragen zu haben.

Seit 2 Jahren nehme ich die Medis und bin von 109kg oder waren es sogar 110 oder 112? ich weiss es nicht mehr genau auf mittlerweile 76kg runter und das ohne etwas an meiner Ernährung oder der Bewegung geändert zu haben. Bei mir lag es also tatsächlich einzig an der Schilddrüse.

Sage ich heute offiziell immer noch keinem weil das ne blöde Ausrede ist, aber (leider) ist es tatsächlich so.

ExhemalPiger NNutzer\ (#52I861x1)


Also ich bin dick. Ich wiege mittlerweile 112kg auf 1,75m.

Hab durch Fressattacken in der Schwangerschaft jetzt noch mal etwas zugelegt.

Ich wurde dick, als ich das erste Mal arbeitslos wurde. Damals wog ich 72kg. Innerhalb eines Jahres kamen 2 kg drauf, da ich plötzlich nicht nehr körperliche Arbeit verrichtet habe...

Seitdem nehme ich in regelmäßigen Abständen (immer in 3 oder 4 Jahres Rhythmus) wenn der Intervall ansteht 10 kg zu. Keine Ahnung warum.

Ich könnte, rein rechnerisch, 2200 Kalorien zu mir nehmen.

Schaffe ich aber garnicht. Ich esse seit Jahren unterkalorisch (habe das mal über Monate beobachtet und berechnet) und auch mit mehr Bewegung und 300 bis 500 Kalorien zu wenig pro Tag, nehme ich kein Gramm ab...

Woran es liegt, weiß ich nicht.

EZhemaJliger GNutzeqr (#5286x11)


Innerhalb eine Jahres kamen 20 kg drauf, nicht 2...

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