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Angst bekämpfen durch extreme Konfrontation?

TyasJha09e09 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

meint ihr man kann eine Angst damit bekämpfen indem man sich in eine extreme Konfrontation begibt?

Mir steht es ggf. bevor und noch bin ich verzweifelt am Versuchen dem zu entkommen weil ich natürlich wahnsinnige Angst vor dieser Konfrontation habe.

Andererseits sehe ich da auch die Chance meine Angst zu besiegen.

Die Angst ist im moment aber halt noch stärker ausgeprägt als der Wunsch eben diese loszuwerden.

Theoretisch würde ich 210euro verlieren wenn ich das ganze jetzt absage (stornogebühr). Aber ich bin ernsthaft am überlegen ob es mir das nicht wert wäre....

Was meint ihr. Wie hoch sind die Chancen das ich nicht in Panik verfalle sondern meine Angst besiege?

Danke schonmal!

Antworten
h,opxe00


Geht's um einen Urlaub? Ich kann nur sagen dass ich auch oft tierisch Angst hatte, aber dann durchgebissen hab und ich es nicht bereut hab! am besten nicht die angst siegen lassen ;-)

Teasohas090x9


Im Gewissen sinne ja.

Aber eigentlich mehr ums Auto fahren. Ich bekomme während der Fahrt Panikattacken, aber nur in bestimmten Situationen.

Hier kann ich die umgehen. Dort werde ich aber mehrfach damit Konfrontiert.

Grade in einer Fremden umgebung ist es nochmal so schlimm weil ich die Straßen ja nicht kenne und nicht weiss wo ich schnell rechts ran kann weil ich oft dann auch hyperventiliere.

Lruci?32


Mit Fahrlehrer?

Eine Freundin von mir hatte panische Angst beim Autofahren. Hat es mit fahrstunden weggekriegt, da jemand immer eingreifen kann. War aber gar nicht nötig. Aber ein paar mal diese Sicherheit zu haben, hat ihr wahnsinnig geholfen.

T.asha0x909


Habe ich schon hinter mir. Sogar mit verschiedenen Lehrern.

War bei 3 verschiedenen und habe da jeweils 5 Stunden gebucht. Hat leider nichts gebracht.

Ich war deswegen auch schon in Therapie, ein halbes Jahr. Dann habe ich aufgegeben. Es wurde schlimmer anstatt besser.

Am Anfang war da nur die Unsicherheit, dann kam die Angst und letztendlich die Panikattacken und manchmal eben das Hyperventilieren.

Ich dachte ich schaffe das, deshalb habe ich den Urlaub gebucht. Aber dann kam ich Notgedrungen am 31.ten in so eine Situation und bin wieder total in Panik verfallen. Wenn ich dann dran denke am Urlaubsort gleich mehrfach in die Sitauion zu kommen und dann auch noch viel extremer, da bekomme ich grade schon nur beim Gedanken richtig Magenschmerzen und Herzrasen.

CnhaWnce0x07


meint ihr man kann eine Angst damit bekämpfen indem man sich in eine extreme Konfrontation begibt?

Ist jemand dabei, der sich damit auskennt? Kennst Du Atemtechniken, die Du anwenden kannst?

Wenn nicht, dann würde ich mich dem keinesfalls aussetzen. Denn wenn man nicht weiß, wie man das tut und was zu tun ist, sobald Du panisch wirst, wird es ggf. schlimmer als zuvor.

Soweit ich weiß - aber da bin ich jetzt nicht komplett im Thema drin - wird bei einer Therapie gegen Angst der Auslöser Stück für Stück angegangen und nicht per Schocktherapie.

FVlying EwWithougt wrinxgs


Naja – diese extreme Konfrontation, wie Du sie nennst, führt man ja in der Verhaltenstherapie tatsächlich durch. Ich glaube das nennt man dann flooding oder so.

Aber da wird man natürlich drauf vorbereitet und dann ist ja noch der Therapeut da, der schon noch eingreifen kann.

Ich weiß ja nicht, wie stark ausgeprägt Deine Angst ist – aber ob ich das ohne professionelle Hilfe machen würde, weiß ich nicht.

Und selbst, wenn Du es mit einer Freundin oder so machst: Mh… ob sie die Situation im spannenden Moment im Griff hat?

Also verstehe mich nicht falsch: Prinzipiell ist das natürlich richtig an der Angst zu arbeiten und ich finde es wirklich toll, dass Du das machen willst.

Ich bin mir einfach nur nicht sicher, ob der Rahmen so geeignet ist.

TmashaO090x9


Nicht wirklich, mein Mann ist zwar dabei. Hat selber aber keinen führerschein. Er gibt mir zwar Tips und Hilft was ich zu tun habe, aber ist halt auch oft überfordert weil ich eben in meiner Panik auch schonmal anfange zu schreien weil ich so überfordert bin.

Atemtechniken kenne ich zwar, aber nur in der Theorie, in dem Moment denke ich an alles andere, aber nicht ans Atmen.

Bei der Therapie wollte sie das ich klein anfange. Erstmal mit einem Freund/Verwandten durch solche Situationen durchfahren. Dann mal den Freund/Verwandten anleiten was er tun soll. Dann mal selber fahren wenn die Strecke weitgehend leer ist, also Nachts zb. und dann Tagsüber wenn was los ist. Das sollte ich nach und nach machen, jeden Schritt zur Not auch 3 oder 4 mal wiederholen, solange bis ich mich zum nächsten Schritt traue.

Ging auch alles, bis ich selber bei normalem Verkehr dort hin bin mit Fahrlehrer an der Seite.

Da wars wieder vorbei und ich wieder ganz am Anfang.

Hatte dann nochmal von vorne angefangen, 2 mal. Dann habe ich das ganze aufgegeben.

T|ashza090x9


Ich bin mir da auch nicht mehr so sicher. Als ich vor 2 Monaten gebucht habe war ich noch ganz locker. "Das klappt schon, ist ja noch viel Zeit" etc. pp.

Naja, aber nach dem 31ten sehe ich es anders. Da habe ich gemerkt das ich doch nicht kann auch wenn ich eigentlich irgendwie vielleicht will.

LSuWcil3x2


Hast du einen Unfall gebaut oder woher kommt diese Angst?

Lhucix32


Eigentlich fällt Autofahren unter prozedurales Gedächtnis. D.h. man reagiert instinktiv richtig. (Außer Vollidioten die drängeln). Ich dürfte aus gesundheitlichen Gründe jahrelang nicht fahren. War am Anfang auch nervös. 1. fährt war Auto von Berlin nach Grenoble fahren. Freundin hat der Führerschein verloren. 0 Schlaf wegen fehlenden Pass meines Sohnes. War in 5 Stunden in Süddeutschland. Angst war danach weg. Kann mir inzwischen das Leben ohne Auto nicht mehr vorstellen.

HRasen.reicxh


Hier kann ich die umgehen. Dort werde ich aber mehrfach damit Konfrontiert.

Grade in einer Fremden umgebung ist es nochmal so schlimm weil ich die Straßen ja nicht kenne und nicht weiss wo ich schnell rechts ran kann weil ich oft dann auch hyperventiliere.

Ging auch alles, bis ich selber bei normalem Verkehr dort hin bin mit Fahrlehrer an der Seite.

Da wars wieder vorbei und ich wieder ganz am Anfang.

Hatte dann nochmal von vorne angefangen, 2 mal. Dann habe ich das ganze aufgegeben.

Aber Deinen Führerschein hast Du inzwischen?

gla@ul(oise


Ich bin absoluter Laie, was Konfrontationstherapien anbelangt, aber ganz spontan würde ich sagen, lass es. Dein Mann sollte da nicht den Therapeuten spielen müssen, oder?

Und im Auto Panik zu bekommen ist auch noch was anderes, als, wasweißich, eine Vogelspinne auf die Hand gesetzt zu bekommen. Im letzeren Fall fängst du schlimmstenfalls an, panisch zu kreischen und machst dir in die Hose, weiter passiert nichts. Aber am Steuer eines Autos? Da kann schon ein bisschen mehr passieren.

Wenn du die Reise nicht mehr stornieren kannst und eigentlich auch selber antreten möchtest, solltest du dir zumindest eine sehr gemütliche, ruhige Nebenstrecke suchen, wenn das möglich ist.

W8alki4ngGhoxst


@ Tasha0909

Ich halte extreme Konfrontation für den optimalen Weg. In spätestens 70 Jahren liegst du sowieso unter der Erde und verrottest :)-

Du hast also überhaupt nichts zu verlieren und kannst dich ganz entspannt auf das Jetzt konzentrieren - mehr als irgendeine Form von Gestaltung deiner vorübergehenden Existenz wird sowieso nicht bei herumkommen. Viele Erfolg.

lqlong


In einem anderen Faden schreibst Du, dass Du Berufskraftfahrerin bist und LKW fährst. Wie um Himmels Willen passt das zusammen?

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