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Angst bekämpfen durch extreme Konfrontation?

Cih4ancex007


In einem anderen Faden schreibst Du, dass Du Berufskraftfahrerin bist und LKW fährst. Wie um Himmels Willen passt das zusammen?

:-o :-X

Pllüs chbieVst


Eine LKW Fahrerin die Angst vorm Autofahren hat?? Nicht im Ernst, oder? :-o

Tqashar0909


Danke für eure Beiträge.

Ja ich habe meinen Führerschein seit November 2012. Einen Unfall gab es nie ausser mal den Reifen an ner Kante kaputt gefahren zu haben.

Und ja, ich bin Berufskraftfahrerin fahre den LKW aber nicht selber. Und wenn ich es doch mal tue ist das nicht vergleichbar. Ich liebe es Auto zu fahren, könnte ich den ganzen tag tun und bin dabei auch sehr locker und habe keine Nervösität oder Angst. Gar nicht, im gegenteil. Ich kann mir seitdem ich mein Auto habe nichts bessers vorstellen als zu fahren.

Ich vermeide diese bestimmte Situation halt eben, hier gibt es sowas weit und breit nicht. Wenn ich zu meinen Eltern zu besuch fahre dann kommt einmal so eine Situation. Dort ist es aber glücklicherweise so das sie noch relativ harmlos ausfällt sodass ich dort mit Herzrasen und Bauchschmerzen durchkomme und nicht direkt in einer Panikattacke stecke.

dzan ae8x7


Dann solltest du die Situation bei deinen Eltern zum Üben nehmen. Wieder und wieder fahren, wieder und wieder und immer tief atmen, danach Zeit nehmen sacken zu lassen das es geschafft ist, bewusst den Erfolg wahrnehmen. Und dann einen Schritt schwerer. Nicht so hart auf einmal, damit wird es vermutlich nur schlimmer weil du durch die Panik eine schlechte Erfahrung auf den Haufen packst, also die negative Lernerfahrung die dir Angst machst verstärkst.

Cwhancle007


Ich vermeide diese bestimmte Situation halt eben, hier gibt es sowas weit und breit nicht.

Um welche konkrete Situation geht es denn jetzt bei Deiner Angst?

P,lüsch$biexst


Geht es um fahren auf der Autobahn?

Oder Tunnel?

T*asYhaz0970x9


Bei meinen Eltern ist es nicht vergleichbar. Da habe ich diese Sitaution nur recht harmlos quasi.

Weiss nicht wie ich das beschreiben soll.... Wie als wenn jemand Angst vor Spinnen hat. Ne kleine Kellerspinne ist zwar schlimm, aber eine Tarantel ist der Supergau.

Zu meinen Eltern ist es also quasi die Kellerspinne, am Urlaubsort ein ganzer Haufen Taranteln!

@ Chance007

Darüber mag ich nicht reden, zu oft wurde ich dafür verurteilt und bloss gestellt. Ich stelle mich nur an. Meine Angst wäre lächerlich.

Ich habe mir das nicht ausgesucht und weiss sehrwohl wie dumm das ist. Doch ändern tut es nunmal nichts.

TIashaV090x9


@ Plüschbiest

Nein, Autobahn fahre ich täglich, Tunnel stören mich auch nicht.

lXerche<nzun^gxe


1) Kannst Du näher ausführen, um was für eine Situation es sich handelt? Vielleicht kann dann das Gefährdungspotential besser abgeschätzt werden, es könnten Dir Tipps zum Umgang mit dieser Situation gegeben werden...

2) Konfrontation ist sicher sinnvoll. Aber in kontrollierter Umgebung, mit Rückfallebene! Also mit Fahrlehrer oder auf Trainingsgelände! Erkundige Dich doch mal, ob es vielleicht in bestimmten Trainingskursen, wie sie zB. die Verkehrswacht oder der ADAC anbieten, auch speziell Training dieser Situation gibt. In "Schleuderkursen", aber auch spezialisierten Trainings werden ja eigentlich alle gefährlichen, kritischen Situationen abgedeckt...

3) Konfrontation ohne Rückfallebene hingegen wäre unverantwortlich, hochgefährlich und auch verboten! Wer sich bewusst in einen Zustand eingeschränkter oder mangelnder Fahrfähigkeit begibt, handelt grob fahrlässig. Das wäre etwa, als würdest Du Dich während der Fahrt mit Wodka auf Ex abschiessen. Wenn schon die Gefahr für Dein eigenes Leben und die möglichen finanziellen Folgen eines Unfalls Dich nicht abschrecken, so sollte mindestens die Gefahr fremder Leben Dich von solchen Experimenten abhalten...

4) Gibt es keine Möglichkeit, diese Situation zu umgehen? Es gibt ja keine Verpflichtung, im Verkehr alles zu können, man muss nur sich bewusst sein, wo die eigenen Grenzen sind und entsprechend planen. Kann die Situation durch einen Umweg umgangen werden? Könntest Du stattdessen einen Autoreisezug benutzen und so die Situation umfahren?

Es gibt oftmals recht unbekannte Alternativen, die man mit etwas Beschäftigung mit der Strecke und Planung findet. Ein Bekannter von mir beispielsweise hat Probleme mit langen Tunnelstrecken. Nach etwas Recherche hat er herausgefunden, dass auf der Strecke über die Alpen zu seinem Ferienort die alte Passstrasse, die durch den Tunnel ersetzt wurde, sehr wohl noch existiert, nur für den allgemeinen Verkehr gesperrt wurde. Ein Telefonat mit der zuständigen Behörde, wo er sein Problem geschildert hat, und schon hatte er eine Ausnahmegenehmigung für das Befahren der Passstrasse in der Post...

TMashha:090x9


Ich würde ungerne sagen was es genau für ein Problem ist. Grundsätzlich darf ich mir dann anhören wie lächerlich das doch ist.

Auf dem Trainingsgelände gibt es das leider nicht in dem Ausmaß in dem ich es benötige. Mit 3 Fahrlehrern und einer Therapie habe ich schon gearbeitet. Hat leider alles nichts gebracht.

Das ist wahr. Ich habe nicht bedenken wegen meines Autos, wenn ich das irgendwie schrott fahre ist das kein Weltuntergang, zumal mein Wägelchen 17Jahre alt ist und da nicht viel verloren geht. Aber mein 5Jähriger Sohn wird dabei sein und grade das ist es was mich jetzt eben wieder zurück wirft. WENN ich in Panik gerate und dann etwas tue was zu einem Unfall führt, dann ziehe ich meinen Sohn da mit rein. Und das mag ich nicht riskieren. Ich mag ihm die Chance auf seinem Traumurlaub aber auch nicht nehmen. Wir hatten so ein Glück ihm diesen Wunsch erfüllen zu können. Ich dachte ich schaffe das, es ist ja noch so viel Zeit bis dahin. Aber am 31. geriet ich in eine solche Situation, wesentlich harmloser als am Urlaubsort aber schlimmer als auf der Fahrt zu meinen Eltern. Ich war völlig fertig. Das bewies mir das ich mich geirrt habe. Ich kann das nicht schaffen. Im moment überlegen wir ob mein mann seinen Führerschein machen sollte und dann dort übernimmt und fährt. Aber dafür müssten wir uns extra Geld leihen, das muss für sowas nun wirklich nicht sein. Wäre aber neben dem Stornieren und ins Kalte Wasser werfen noch die einzige Möglichkeit.

Die Situation kann ich leider nicht umfahren. Es gibt von unserem Haus nur die eine Straße und die hat 3 dieser Strecken die ich nicht meistern kann. Ich muss also jeden Tag min. 6 mal in diese Situation.

TXas_ha0b909


Ich muss jetzt weg und antworte später auf weitere Beiträge!

Und danke nochmal für eure Antworten!

dgaFna+er8x7


Den Urlaub würde ich in jedem Fall sein lassen. Das wäre nicht gut.

Bei meinen Eltern ist es nicht vergleichbar. Da habe ich diese Sitaution nur recht harmlos quasi.

Weiss nicht wie ich das beschreiben soll.... Wie als wenn jemand Angst vor Spinnen hat. Ne kleine Kellerspinne ist zwar schlimm, aber eine Tarantel ist der Supergau.

Zu meinen Eltern ist es also quasi die Kellerspinne, am Urlaubsort ein ganzer Haufen Taranteln!

Das ist ja das Gute daran! In der Therapie gewöhnst du dich auch erst an die Kellerspinne bis du sie problemlos über deine Hand laufen lassen kannst. Dann gehst du die nächste Größe an und irgendwann bist du bei der Tarantel. Das bei deinen Eltern triggert es an, aber es ist schaffbar. Das ist genau das Maß das du zum Üben brauchst.

L@ia[n-QJilxl


Tunnelangst, stimmts?

Hab ich auch, leider.

l_erchyebnzzungxe


Den Urlaub würde ich in jedem Fall sein lassen. Das wäre nicht gut.

ich fürchte, solange wir hier nicht wissen, um welche Situation es sich handelt, wirst Du hier keine besseren Ratschläge als eben diesen hier erhalten können. :-(

Dass Dein Mann auch den Führerschein macht, erschiene mir dann doch die konstruktivste Lösung, das wäre ja nicht nur gut für diesen einen Urlaub, sondern würde Euch beiden langfristig immer helfen, nicht nur für solche Situationen, sondern auch zB. einem Jobwechsel...

vzorianW82


für mich wäre der entscheidende Punkt, ob Du bei Deinen Panikreaktionen andere Menschen gefährdest (Mitfahrer oder andere Verkehrsteilnehmer) und da Du diesbzgl. schon deinen Sohn erwähnst solltest Du es meiner Meinung nach bleiben lassen

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