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Auflösung Lebenslanges Wohnrecht

k2ooky hat die Diskussion gestartet


Mein Brüder 53 (Frührentner Pflegestufe II) hat ein lebenslanges Wohnrecht ohne Miete vom Vermieter erhalten, weil er die Tochter vom Vermieter mir der er befreundet war, bis zum Tod der Tochter betreut hat. Es wurde nur mündlich vereinbart. Das Wohnrecht besteht seit 18 Jahre. Mein Brüder liegt jetzt wegen Lungenkrebs in einer Hospitz. Ich habe seit Dezember die Betreuung von Brüder übernommen. Die 88 jährige Vermieterin ist seit letzten Jahres in einem Pflegeheim. Der Sohn der Vermieterin hat jetzt das Haus übernommen. Er möchte das Haus renovieren und es dann seinen Sohn überlassen inkl. der Wohnung meines Bruders. Der Sohn der Vermieterin möchte mit mir einen Aufhebungsvertrag vereinbaren. Ich hatte ihn eine Aufhebungssumme von 5000,00€ für ca. 100m² Wohnfläche wenn ich die Wohnung zum 1.März räume. Denn mein Bruder kann aus beweglichen Gründen nicht mehr zurück in die Wohnung. Der Sohn der Vermieterin möchte aber kein Cent Abfindung zahlen, denn er hätte ja keine Miete gezahlt. Der Zustand meines Bruders hat sich verbessert und wird wenn das ärztliche Gutachten vorliegt aus der Hozpitz endlassen. Ich müsste dann für meinen Bruder eine behindertengerechte Wohnung oder eine Wohnung mit Betreuung suchen. Durch Umzug und Neuanschaffung unter anderen Küche, evtl. Einlagerungskosten denn so eine Wohnung findet man nicht so auf die schnelle, halte ich die Ablösesumme für angemessen. Auch sind von mir noch viele Wege zu den Ämtern nötig also kann ich den Auszugstermin zum 01.März nicht einhalten. Wurde ein Rechtstreit für meinen Bruder sinn machen. Der Sohn der Vermieterin setzt mich unter Druck und möchte die Wohnung schnellst möglich frei haben. Selbst bei einer normalen Vermietung wäre vom Vermieter eine Kündigungsfrist von 9 Monate einzuhalten. Bis jetzt ist auch noch keine Kündigung eingegangen.

Antworten
S=ilkPiearxl


Anwalt für ein Beratungsgespräch aufsuchen. Da sind zu viele rechtliche Fallstricke drin enthalten!

tBrekkxie


Hallo kooky,

wäre das Wohnrecht im Grundbuch eingetragen wie es sich gehört, dann könntest Du Dich ganz entspannt zurücklehnen. Solange Dein Bruder lebt könnte der Vermieter und dessen Nachkommen nämlich weder vermieten noch selbst nutzen.

Ein mündlich vereinbartes Wohnrecht ist zwar gültig aber rechtlich kaum einzufordern, da sehr schwer nachweisbar wenn der Vermieter sich "plötzlich" an nichts erinnert. Dass der Bruder dort seit 18 Jahren mietfrei wohnt ist kein Nachweis für ein lebenslanges Wohnrecht!

Leider sind wegen des fehlenden Grundbucheintrags die besseren Karten beim Vermieter und seinen Nachkommen.

Geh besser mal zum Anwalt, das wird nicht einfach.

c>riechwarlxie


Der rechtmäßige Eigentümer soll DIR 5000.- (aus der Luft gegriffene Euros) zahlen, damit Ihr seine Wohnung räumt? Wie kommt man denn auf so etwas? :-/

t]rekxkie


Die entscheidende Frage ist, ob es sich tatsächlich um ein lebenslanges Wohnrecht handelt oder nur um ein normales mietfreies Mietverhältnis. Bei einem lebenslangen Wohnrecht ist eine Ablösezahlung bei Aufgabe absolut üblich. Dazu wird das Wohnrecht monetär bewertet, z.B. mit 300 Euro pro Monat, und dann bis zum Ablauf der statistischen Lebenserwartung summiert. Das ist ein guter Startpunkt und der Rest natürlich Verhandlungssache. Bei der Sachlage in diesem Fall würde ich als Vermieter natürlich sagen, dass er dort mietfrei leben durfte aber es kein formaljuristisches lebenslanges Wohnrecht war, welches ja im Grundbuch eingetragen wäre. Damit hätte der Bruder jetzt überhaupt keine Ansprüche mehr.

Bei einem einfachen Mietverhältnis (auch mietfrei) würde ich als Vermieter einfach wegen Eigenbedarfs (ist ja der Enkel) kündigen mit der Frist von 9 Monaten. Da der Mieter sowieso nicht mehr zurück kann hat er auch mit Härtefallklage keine Chance vor Gericht. Im schlimmsten Fall muss der Vermieter halt 9 Monate warten.

Meiner Meinung nach steht die Chance des TE bei nahe null irgendwas zu bekommen. Er kann den Vermieter noch ein bißchen ärgern in den kommenden 9 Monaten, aber er hat keine Chance etwas einzuklagen bei dieser Sachlage. Außer es gibt einen Aspekt, den wir noch nicht kennen. Deshalb sollte ein Anwalt das Ding nochmal durchleuchten.

cjhtiefoxlatu


Die Duldung während 18 Jahren dürfte ein Gewohnheitsrecht begründet haben. Deshalb unbedingt anwaltlich klären lassen.


Die Frage ist zu spezifisch, als dass hier allgemeine Tipps gegeben werden bzw. weiterhelfen könnten. Da wir keine Rechtsberatung im Forum möchten, bitte ich dich, kooky, dich von Fachleuten beraten zu lassen, und schließe den Faden.

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