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Berufswahl... Wenn die Berufung fehlt

mQcSfundaxe


Ich find deine Einstellung super, istdochMistsowas!

N;ordmi8x4


Ich würde es eher anders rum ausdrücken: Arbeit darf nicht unglücklich machen.

Ich darf keine Bauchschmerzen haben wenn ich daran denke und ich darf dort nicht psychisch oder physisch krank werden, egal aus welchen Gründen (Burnout, Boreout oder was auch immer). Wenn das gegeben ist reicht es in meinen Augen. Ich muss nicht laut jubelnd in die Firma gehen und meinen Selbstwert aus dem ziehen was ich da mache, ich darf nur nicht völlig gestresst, genervt und fertig Heim kommen.

Im Übrigen halte ich auch garnichts davon sein Hobby zum Beruf zu machen. So nebenher für ein paar Euro ok, aber hauptberuflich ? Dann ist es kein Hobby mehr sondern "Zwang" und dann verliert man mit Sicherheit früher oder später den Spaß daran.

PEockQetMxouse


Hmm, mir macht das keine Bauchschmerzen dort hin zu gehen. Aber eben auch keine Freude. Nen Kaffee mit den Kollegen trinken macht Spaß, es ist sehr nett dort. Ich mag alle. Aber die Arbeit macht mir wenig Freude. Ich mache das vernünftig, diszipliniert und ordentlich. Das Ergebnis passt. Aber es interessiert mich nicht. Eigentlich ist es mir recht egal, ob das Bauwerk nachher super geworden ist oder nicht so.

Und Anerkennung kriegt man eben auch nicht so richtig.

i3st;docFhMiists'owxas


Dann ist doch alles bestens. Jeder würde gerne hoch hinaus und man hört und ließt häufig die tollen Geschichten von denen die es "geschafft haben", was immer auch letzteres bedeuten mag, aber das ist nicht die Regel. Ein ehemaliger Dozent von mir hat es mal sehr schön ausgedrückt: "Sie sollten sich klar machen, die allermeisten von uns (also Dozent + Studenten), werden nie was großes entdecken oder erfinden. Eines sollten wir aber versuchen zu sein: nützlich." Und ich denke genau das ist der Punkt, wir sollten vorallem nützlich sein, dass ist das einzige was unserem handeln in irgendeiner Art und Weise Sinn geben kann. Du erfüllst eine nützliche Aufgabe und hast damit deine Schuldigkeit in gewisser Weise getan. Sicher könnte man potentiell noch mehr machen und höher hinaus, dass sind aber Sachen die im Leben nicht planbar sind und sich auch nicht erzwingen lassen.

Vor dem ersten funktionierenden Flug sind hunderte, tausende abgestürzt. Auf eine richtig erfolgreiche Firmengründung, gab es zehntausende Fehlschläge und für jeden der es aus dem Slum geschafft hat, sind eine Million drin geblieben. Man sollte nicht nur auf die Sieger schauen, sondern vorallem auf die Verlierer um zu sehen, welche reellen Chancen man überhaupt hat.

Mich hat es immer gestört, wenn mein Vater immer auf mich einredet: "Du wirst doch Physiker, Astronaut werden, wäre das nichts." oder "So dies und das erfinden wäre das nichts." Das war für mich kein tragfähiges Lebenskonzept sondern naive Träumerei (so ein Ausnahmekönner war und bin ich nicht). Ich will nicht hoch fliegen, nur weit und bin dabei mit Sicherheit niemand der nur in den Tag hineinlebt.

Ob dir deine Arbeit gefällt oder nicht, hängt denke ich in erster Linie von deiner eigenen Einstellung ab. Du willst eigentlich höher fliegen und bist daher enttäuscht von dem was du machst. Blickst auf Freunde, die vermeintlich interessantere Jobs haben und fühlst dich auf der Strecke geblieben. Versuche deine Arbeit positiver zu sehen, ich könnte mir meine auch schlecht reden wenn ich wöllte, schließlich entwickel ich auch nicht mit an der Kernfusion. Ich könnte mir das ganze Leben schlecht reden weil, wenn ich es mal physikalisch reduziere, alles sinnlos ist. In 500mio bis 900mio Jahren ist hier auf der Erde mit höheren Leben schicht. Da frage ich mich warum ich überhaupt noch irgendwas mache. Wir sind nur Fische im Strom der Zeit. Frag nicht warum, schwimm einfach, sonst treibst dich davon.

R)io Glra0nde


Du hast keine Ziele, keine Not / Notwendigkeit, keine Verpflichtung, keine Ausbildung, keine Hobbys (bis auf das kreative Nebengewerbe)

Wechsele dein soziales Umfeld und frag die Menschen um dich, was Ihnen ihr Stärke im Alltag gibt.

P0ocfk{etM>ouse


Rio Grande, wie kommst du denn drauf, dass ich keine Ziele oder keine Ausbildung oder keine Hobbys habe.

Auch mit meinem sehr gemischten sozialem Umfeld bin ich sehr glücklich. :-p

mzcf undxae


Hach istdochMistsowas, sowas les ich gerne ;-D

i~t`s mUe: Qfranxk


Hallo Alle ;-)

ich funke hier einfach Mal ganz eigennützig dazwischen. Normalerweise würde ich einen eigenen threat für mein Anliegen eröffnen, aber hier gibt es schon eine tolle Gruppe von Menschen, die sehr gut miteinander kommunizieren und mich bestimmt verstehen :)^

Ich bin 46, männlich und habe ein ähnliches Problem wie PocketMouse. Bei mir sieht es so aus, dass ich 1990 sehr ernst krank wurde. Eine sehr lange, zu kompilzierte Geschichte. Kurz gesagt, ich wurde psychisch krank, hatte zudem schwere Anfallsleiden, war deshalb 8 Monate in der "Geschlossenen" und habe danach ca. 20 Jahre meines Lebens mit Therapie, Einsamkeit und großer Verzweiflung verbracht. Heute bin ich wieder gesund, habe Freundin, Freunde, Hobbys und fühle mich...naja, eben nicht zufrieden :-( Durch meine Erkrankung kam ich 2000 in den Bereich der beruflichen Rehabilitation für Menschen mit Schwerbehinderung. Ich habe wirklich mein Bestes gegeben und lange erst Mal den geschützten Rahmen des Integrationsbetriebes gebraucht. Mittlerweile habe ich meinen Bürokaufmann nachgeholt und eine Zusatzqualifizierung im Immobilienbereich gemacht. Hin und wieder schicke ich auch Mal eine Bewerbung raus, aber eigentlich nur auf Anzeigen, die mich auch wirklich ansprechen. Ich bin aber immer noch im Büro des Integrationsbetriebes tätig, weil die positive Resonanz ausbleibt. Eigentlich ein sicherer Arbeitsplatz, bei dem ich von Chefs und Kollegen geschätzt werde. Wie ihr Euch aber bestimmt vorstellen könnt, sehne auch ich mich nach Veränderung. Klar, wenn ich den Job (teilzeit) nicht hätte, ich glaube mein Leben wäre eine Katastrophe {:( Ich empfinde Abhängigkeit meinem Arbeitgeber gegenüber, weil ich sonst nirgends landen kann. Selbstständigkeit ist für mich genauso weit weg wie "einfach das Leben geniessen". Ich fühle mich oft leer, nutzlos und unterfordert. Die viele freie Zeit verbringe ich oft mit grübeln in meinen 4 Wänden, was mir meine Defizite noch mehr verdeutlicht.

Ich würde einfach gerne ein erfüllteres Leben haben und mehr daran teilhaben. Ich fahre Motorrad, Fahrad und lese gerne. Aber was mir zur Ausgeglichenheit fehlt, ist ein "Job", der mich ausfühlt, oder wie PocketMouse schon sagte: "Die Berufung fehlt...".

Lieben Dank für's Lesen bis hierher und vielleicht hat ja einer von Euch die "Zauberformel" %:| :=o ???

Gruß Frank

P]ockeAtM]ousxe


Hey,

ich habe grundsätzlich kein Problem damit, dass du dich hier in meinen Faden einklinkst. Aber die Themen sind ja doch völlig andere Zumal du dich ja auch bewirbst und eher das Problem hast nichts zu bekommen. Deswegen wäre es sicher besser, wenn du einen eigenen Faden eröffnest.

i<t`s Jme: f&rxank


Ok, bin dann Mal weg *:)

dDummscGhmagrurerx74


PocketMouse

Ich sehe meine Freunde gerade Karriere machen. In unterschiedlichen Bereichen. Eine fliegt im schicken Kostüm durch Europa (BWL), eine bastelt komplizierte Flugzeugtechnik.

dass das herumjetten wohl nicht nur Zuckerschlecken ist, wurde ja schon geschrieben. die flugzeugtechnik ist vielleicht mehr "rocket science" als bauing., aber im Prinzip ist die Tätigkeit ja ähnlich.


ich verstehe dein Problem mit dem derzeitigen Job noch nicht so ganz.

du hast bau-ing. studiert, und hast nun eigentlich einen Traumjob in dem Gewerbe (sesselfurzerin in nem amt). etwas völlig anderes nun anzufangen halte ich bei der hochständigen Ausbildung irgendwie für quatsch, also zumindest mal finanziell. wenn man sich im bau-hauptgewerbe umsieht, kannst du doch nicht meckern: gute Bezahlung, wenig stress -- das gibt es da doch nicht so oft? Bauleitung kannst du rumjetten, viel spaß ]:D oder du gehst in so ein schaffer-büro, dann kannst du dort gleich noch ein Feldbett aufstellen ]:D

kannst du denn nicht bei dir deine Zuständigkeiten erweitern? dann steigt der gesuchte stresslevel doch auch an.

Cwo.nto


Überhaupt, dieses Rumsitzen im Büro... Und die vielen langweiligen Dinge die man dort tun muss. Es ist eben doch ziemlich trocken und ich kann mich für die Euros anderer Leute auch gar nicht soooo sehr begeistern.

mmmh, alle Bürojobs sind doch irgendwie langweilig ...

aber es geht schlimmer... bei miesen Wetter, kalt, halb krank vielleicht irgendwo auf der Baustelle rumeiern... nee, da ist man mit 20 cool und stark... aber je älter man wird, desto schwerer wird das ganze...

Aber deine Frage ist recht gut und interessiert mich selber auch einmal.

Manchmal denke ich einfach, ich bin nicht geboren um zu arbeiten :-D irgendwie widdert mich dieser ganze Arbeitsmist an und dieses tägliche Rumgeheuchle vor und mit den Kollegen.

Aber eine wirkliche Alternative fehlt mir bzw. sehe ich keine Aussicht auf Veränderung. Ich habe aber auch keine Lust auf "karriere machen" und nur noch für den Job leben... Dazu ist mir die Familie, meine Kinder viel wichtiger, mit denen ich viel mehr Zeit verbringen möchte...

Aber ich lese jetzt erstmal die restlichen Postings hier :)

iZstdoch#MVistsow!as


@ mcfundae

Hach istdochMistsowas, sowas les ich gerne ;-D

Wieso? Fühlst du dich so bestätigt ;-)

mzcfunxdae


japp, kann man so sagen! ich finde deine Meinung so geerdet und realistisch. :-)

T>hfis Tw>ilight \Gardxen


Also, ich habe auch keine berufung und noch nie das Glück erfahren, einen Job zu machen, in dem ich mich wenigstens einigermaßen wohlfühle.

Und meine "Ansprüche" sind noch nicht mal hoch:

unbefristet, freundliche Kollegen, nicht zu viel Verantwortung und eben eine angemessene Bezahlung.

Meistens hapert es ja schon bei Punkt 1 und 4...

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