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Berufswahl... Wenn die Berufung fehlt

i1stdPo$chMipstsRowraxs


@ This Twilight Garden

angemessene Bezahlung

Das kann immer viel bedeuten. Egal wo ich hingehe und wieviel die Leute da verdienen, selbst der faulste Nichtskönner fühlt sich "unangemessen"bezahlt, wobei unangemessen nie weniger bedeutet. Bei Ingenieuren wird genauso gejammert wie bei Handwerkern.

iOstdochhMistLsowaxs


japp, kann man so sagen! ich finde deine Meinung so geerdet und realistisch. :-)

Das spart Enttäuschungen.

P2ocket7Moxuse


du hast bau-ing. studiert, und hast nun eigentlich einen Traumjob in dem Gewerbe (sesselfurzerin in nem amt). etwas völlig anderes nun anzufangen halte ich bei der hochständigen Ausbildung irgendwie für quatsch, also zumindest mal finanziell. wenn man sich im bau-hauptgewerbe umsieht, kannst du doch nicht meckern: gute Bezahlung, wenig stress -- das gibt es da doch nicht so oft? Bauleitung kannst du rumjetten, viel spaß ]:D oder du gehst in so ein schaffer-büro, dann kannst du dort gleich noch ein Feldbett aufstellen ]:D

kannst du denn nicht bei dir deine Zuständigkeiten erweitern? dann steigt der gesuchte stresslevel doch auch an.

Ja stimmt schon. Bin ja auch nicht aus Versehen dort gelandet. Aber naja... Was ich mir vorstellen könnte? Statik und Entwicklung von Spezialbauten... Das habe ich im Studium nebenbei gemacht, bräuchte ich aber einen Master für.

Oder insgesamt eher etwas im Sonderbau... Hafen, Schleusen...

mmmh, alle Bürojobs sind doch irgendwie langweilig ...

Ja, habe jetzt immerhin nur 50% Bürozeit. Aber ja, ich überlege wirklich ob es überhaupt Büro sein muss.

Das kann immer viel bedeuten. Egal wo ich hingehe und wieviel die Leute da verdienen, selbst der faulste Nichtskönner fühlt sich "unangemessen"bezahlt, wobei unangemessen nie weniger bedeutet. Bei Ingenieuren wird genauso gejammert wie bei Handwerkern.

Ich finde mich angemessen bezahlt. ;-D

PLocket,Moxuse


Ich hole das mal wieder hoch.

Also. Mittlerweile mag ich meinen Job ganz gerne. Die Vorteile sind:

- Absolut sicher

- Entspannt

- Abwechlungsreich

- Nette direkte Kollegen

- Ausreichende Bezahlung

Nachteile sind:

- Eher langweilig

- Wenig Ansehen

- Wenig Entwicklungsmöglichkeiten

- Viel Formalismus

- Schlechte Stimmung im Bereich

Gewählt habe ich den Job hauptsächlich, weil ich es in Hinblick auf unsere Kinderplanung sehr sinnvoll fand.

Nun ist der Mann aber weg. Und ich habe ein Jobangebot.

Vorteile:

- Spannender

- Entwicklungsmöglichkeiten

- Mehr Ansehen

- Gute Kollegen

- Mehr Geld

Nachteile:

- Sehr viel mehr Arbeit

- Weniger Sicherheit

Derzeit schreckt mich die Mehrarbeit nicht. Ich bin Single und habe Spaß an der Arbeit. Auch die Sicherheit ist mir momentan egal. Ich wohne in einem fast abbezahltem Haus. Derzeit sind Ingenieure sehr gesucht und die Auftragslage ist super.

Es reizt mich also total und die Nachteile sind aktuell gar keine.

Allerdings habe ich noch immer einen Kinderwunsch und hoffe schon, dass ich in den nächsten Jahren einen Mann finde. Und mit Kindern wäre der derzeitige Job perfekt perfekt perfekt.

Der andere Job wäre dann problematisch. Wenn ich nicht eh gekündigt würde (kleines Unternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitern), wäre es definitiv von der Vereinbarkeit schwierig.

Nun schwanke ich ständig hin und her. Will ich ernsthaft in der Behörde versauern, weil ich vielleicht irgendwann mal Kinder kriege? Begebe ich mich damit nicht in eine ungünstige Warteposition? Sollte ich nicht das machen, was mich jetzt reizt und dann weitersehen?

Anderseits sehe ich meine Freundinnen die völlig fertig zwischen Kindern und Job jonglieren und mich um meinen entspannten und flexiblen Job stark beneiden. Ich sehe, wie anstrengend und unbefriedigend das ist. Wenn ich jetzt schon mit hoher Wahrscheinlichkeit sagen kann, dass ich mir in ein paar Jahren tierisch in Ar*** beißen werde... Warum dann den Schritt wagen? Nur für ein paar Streicheleinheiten des Egos? Für ein bisschen mehr Anerkennung und das Gefühl "was zu reißen"?

T|his Ttwiligh@t Gardxen


Aktuell hast du weder Mann noch Kind.

Wer weiß ob und wann du den passenden Mann kenenlernst und der dann auch Kinder will und es dann auch mit dem Schwangerwerden klappt... das sind so viele Eventualitäten und deswegen auf ein tolles Job verzichten? Ne. :|N .

Mach es Und wenn du dann in 4 Jahren einen Mann an deiner Seite hast und ihr soweit seid das ihr Nachwuchs wollt, hast du immerhin 4 tolle Jobjahre gehabt :)^

PIocke;tMouxse


Ich hoffe ja, dass es keine 4 Jahre dauert.

Tatsächlich habe ich schon immer schnelle Wechsel gehabt. Ich war bisher nie richtig zufrieden und habe mehrfach das Unternehmen gewechselt. Gab unterschiedliche Gründe. Ist auch undramatisch und lässt sich gut begründen.

Aber nun ist der Job wirklich ok. Ist es wirklich sinnvoll den für eine ungewisse Karriere zu opfern, nur damit mein Ego sich gepusht fühlt? Oder sollte ich lieber mal mein Ego überarbeiten?

T=his TOwilEight Gardxen


Hat es denn wirklich so viel mit deinem Ego zu tun?

Ich meine, wenn ich einen sicheren aber dafür laaangweiligen Job hätte und die Wahl nach eine spannendem aber unsicheren Job hätte... das ist auch einfach ne Typfrage.

Wenn ich ungebunden, kinderlos bin, würde ich eher die 2te Variante wählen.

Hätte ich bereits Familie, dann die Erste.


Wenn ich mich nicht entscheiden kann, werfe ich immer ne Münze. Wenn dann Kopf für Variante 1 und Zahl für Variante 2 steht und die Zahl gewinnt, merke ich just in diesem Moment ob ich enttäuscht oder erleichtert bin. Und voila, ich hab meine Antwort.


Bei dir lese ich zwischen den Zeilen, dass du eigentlich bei deinem jetzigen Job bleiben willst. Dann steh dazu :)z

T3his Tw/ilightu Gardmen


Aber nun ist der Job wirklich ok. Ist es wirklich sinnvoll den für eine ungewisse Karriere zu opfern, nur damit mein Ego sich gepusht fühlt? Oder sollte ich lieber mal mein Ego überarbeiten?

So gesehen würde ich meinen guten, sicheren Job nicht dafür aufgeben.

Hast du das Gefühl, das du ungenügend bist? Jemandem (Familie/Freunden) etwas beweisen musst?

P6ockleLtKMousxe


Hmm, nein. Ich habe mich nicht entschieden. Vielleicht sind beide Varianten nicht so gut. Ich denke daher nun über Variante drei nach. Eine Bewerbung in einem anderen Bereich. Beim Auftragnehmer. Aber das traue ich mich gerade noch nicht. |-o

T(his TwHilight xGarden


Finde ich ne gute Idee: wenn man sich zwischen 2 Varianten nicht etscheiden kann, einfach ne dritte suchen/wählen :-D ... denn du hast schon recht: dir gefallen beide Alternativen nicht wirklich, sonst könntest du dich ja entscheiden :)z

P!ocketxMouse


Erstmal Danke, dass du hier antwortest Twilight Garden!!

So gesehen würde ich meinen guten, sicheren Job nicht dafür aufgeben.

Hast du das Gefühl, das du ungenügend bist? Jemandem (Familie/Freunden) etwas beweisen musst?

Freunden und Familie muss ich nichts beweisen. Da habe ich kein Problem. Es ginge eher darum mir etwas zu beweisen.

Konkret ist es so, dass ich schon immer nur das mache, was sein muss. Meine Uninoten sind ganz gut (Abschluss 2,1) aber deutlich unter meinen Möglichkeiten. Die Jobs die ich bisher hatte waren immer eher nicht gut bezahlt. Ich habe lieber etwas über Bekannte gemacht oder mich unter Wert verkauft, weil das der einfachere weg war.

Nun bin ich bei der Behörde. Ich bin somit hauptsächlich eine Kontrollinstanz. Der Job ist abwechslungsreich. Ich bin viel auf Baustellen. Ich bin da aber eigentlich nur der doppelte Boden. Die Arbeit wird von der Baufirma ausgeführt und von einem externen Ingenieur überwacht. Die machen das alle ziemlich gut, so dass ich im Grunde irgendwie überflüssig bin. Tatsächlich ist es natürlich wichtig, dass es uns gibt sonst würde das natürlich nicht so laufen. Aber gefühlt reicht die reine Anwesenheit schon fast aus.

Ich treffe zwar alle wichtigen Entscheidungen aber irgendwie fehlt mir trotzdem das Gefühl etwas zu schaffen.

Mich reizt Bauleitung sehr. Aber das ist eben auch wirklich anstrengend und viel. Ich weiß nicht, ob ich da strukturiert genug bin. Aber ich würde gerne mal wissen, ob ich das schaffe auch höheren Anforderungen gerecht zu werden.

Aktuell bin ich außerdem vom Formalismus der Behörde sehr genervt. Alles muss in ein bestimmtes Formblatt. Man hält sich ewig mit Formalien auf. Ich kann auch nicht einfach mal abends zur Baustelle, wenn es dort ein Problem gibt sondern muss dafür vorher einen Antrag stellen und begründen, warum ich das unbedingt selber machen muss.

T`his TcwiligXht Gaerdexn


Und wenn du deinen sicheren Job behälst und dir ein erfüllendes Hobby suchst? Irgendwas handwerkliches, wo du was erschaffen kannst?

gpat"o


Nur für ein paar Streicheleinheiten des Egos?

Wieso siehst du das so? Ist ein Job für dich etwas fürs Ego?

Was erwartest du denn von einem ("perfekten") Job? Warum gehtst du arbeiten?

Konkret ist es so, dass ich schon immer nur das mache, was sein muss.

Ich habe den Eindruck, dass arbeiten für dich nur Mittel zum Zweck ist. Irgendwas zwischen Zeitvertreib und Notwendigkeit bis zu dem Zeitpunkt, wo du Mutter wirst. Du bist jung und ungebunden, warum machst du nicht jetzt Erfahrungen, die man gebunden und mit Kindern nicht mehr machen kann? Wenn du nur noch wenig Spielraum hast und du nur das machen kannst

was sein muss

?

PoocketxMouse


Und wenn du deinen sicheren Job behälst und dir ein erfüllendes Hobby suchst? Irgendwas handwerkliches, wo du was erschaffen kannst?

Hab ich alles.

Wieso siehst du das so? Ist ein Job für dich etwas fürs Ego?

Was erwartest du denn von einem ("perfekten") Job? Warum gehtst du arbeiten?

Hmm... Also ich würde gerne etwas machen, was mir Spaß macht, mich herausfordert, mich dabei nicht zu sehr stresst, etwas wo ich nachher stolz drauf sein kann, etwas wo andere (im Job vor allem) gut finden was ich mache.

Ich gehe arbeiten, weil ich es ganz nett finde nicht nur zuhause zu sitzen. ;-D

Ne im Ernst, ich mag die Struktur, das Gefühl nützlich und produktiv zu sein. Ich mag die Bestätigung die man bekommt, wenn etwas gut gelaufen ist.

Ich habe den Eindruck, dass arbeiten für dich nur Mittel zum Zweck ist. Irgendwas zwischen Zeitvertreib und Notwendigkeit bis zu dem Zeitpunkt, wo du Mutter wirst.

Ja, so hatte ich das in der Zeit der konkreten Babyplanung schon erstmal gesehen.

Du bist jung und ungebunden, warum machst du nicht jetzt Erfahrungen, die man gebunden und mit Kindern nicht mehr machen kann?

Ja, soweit der Plan. Ich versuche ja gerade heraus zu finden, was das sein könnte.

g ato


ich würde gerne etwas machen, was mir Spaß macht, mich herausfordert, mich dabei nicht zu sehr stresst, etwas wo ich nachher stolz drauf sein kann, etwas wo andere (im Job vor allem) gut finden was ich mache.

So richtig findest du das aber in deinem jetzigen Job nicht, oder? Wenn du jetzt unzufrieden bist, solltest du wechseln. Du weißt nicht, wann der nächste Mann kommt, wann es mit Kindern soweit ist, deswegen solltest du nicht in einer Situation verharren, die dir keinen Spaß macht. Dafür ist das Leben zu kurz und die Zeit, die du mit arbeiten verbringst zu lange. Du musst natürlich Lust auf die Veränderung haben. Aber vielleicht ist es gerade das, was du in deinem Leben jetzt brauchst.

Sollte ich nicht das machen, was mich jetzt reizt und dann weitersehen?

Ich denke ja, denn es kann noch so viel in deinem Leben passieren. Du musst dich fragen: würdest du es bereuen, es nicht probiert zu haben?

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