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Aaargh: Brief von meiner Krankenversicherung

Tjia/Mar ixa hat die Diskussion gestartet


Hallo,

vielleicht kann mir jemand weiterhelfen. Es geht um Folgendes:

Ich absolviere berufsbegleitend ein Fernstudium in Hagen. Im letzten Sommer wollte ich meine Bachelorarbeit schreiben und habe dafür meine Arbeitszeit für drei Monate auf 25% reduzieren können. Gleichzeitig hat mir mein Arbeitgeber einen Werksstudentenstatus für diese Zeit eingeräumt, damit war ich von der Krankenversicherung und der Pflegeversicherung befreit - faktisch sind mir trotzdem 70 Euro monatlich für KV und PF abgezogen worden, was mir ehrlich gesagt bis heute nicht aufgefallen war.

Jetzt meldet sich meine Krankenversicherung bei mir und möchte, dass ich pro Monat 164 Euro Krankenversicherungsbeiträge nachzahle, als Studentin sei ich verpflichtet, mich selbst zu versichern. In einem Telefonat sagte mir die Mitarbeiterin der Krankenkasse, dass ich als 40jährige Studentin keinen Anspruch auf den Werksstudentenstatus hätte. Mein Sachbearbeiter von der Personalabteilung sagte mir, er kenne sich da nicht aus, ich solle die Sache selbst mit meiner Krankenkasse klären.

Jetzt bin ich überfragt, ich finde nichts über die von der KK angegebenen Höchstaltersgrenze von 30 Jahren für Werksstudenten und selbst, wenn es diese gäbe, wäre doch mein Arbeitgeber in der Pflicht, oder? Schließlich kam der Vorschlag ja von ihm.

An wen kann ich mich wenden, um Licht ins Dunkle zu bringen?

Ich bin gerade ziemlich verzweifelt.

Grüße!

Tia Maria

Antworten
R+al@ph_HxH


Ruf noch mal bei der KK an. Anderer Sachbearbeiter, andere Meinung.

Wenn das mit den 40 Jahren noch mal kommt, behaupte einfach das Gegenteil. Und wenn die KK darauf beharrt, sollen sie das belegen. Sozialgesetzbuch?

RmalphO_HxH


Was zum nachlesen

[[http://www.erwin-denzler.de/400/stud.html]]

TaiGa9Marixa


Hallo Ralph, danke für Deinen Beitrag und den Link. Dort klingt es allerding so, als hätte die Kasse recht:

Die Versicherungsfreiheit bezieht sich nur auf die Beschäftigung. Der Student muß dennoch krankenversichert sein. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten:

1. Er kann bei seinen Eltern familienversichert sein bis zum 25. Lebensjahr, bei Wehr- oder Zivildienst entsprechend länger. Ausnahmen sind möglich, wenn ein Elternteil nicht gesetzlich versichert ist.

2. Der Student kann über seine Ehefrau familienversichert sein (ohne Altersgrenze). Das geht natürlich auch umgekehrt, und es kann auch eine "Homo-Ehe" sein. Eine bloße Partnerschaft ohne Trauschein ist nicht ausreichend.

3. Er kann in der studentischen Krankenversicherung pflichtversichert sein. Das gilt v.a. für Studenten mit Nebeneinkommen und über 25. Der Beitrag liegt derzeit einschließlich Pflegeversicherung bei 55,45 Euro monatlich (für Studenten ab 23 Jahren, die keine Kinder haben, bei 56,62 Euro). Diese Versicherung ist nur bis zum 30. Lebensjahr oder 14. Fachsemester möglich (mit Ausnahmen).

4. Er hat sich innerhalb von 3 Monaten ab Beginn der Versicherungspflicht nach Nr. 3 befreien lassen (nur sinnvoll bei privater Krankenversicherung).

5. Er ist freiwillig gesetzlich versichert. Das betrifft v.a. Studenten, die die Alters- und Semestergrenzen nach Nr. 3 überschritten haben und kostet mindestens etwa 120 Euro monatlich.

Das sieht nicht gut für mich aus, oder? :°(

gRaJtxo


hat mir mein Arbeitgeber einen Werksstudentenstatus für diese Zeit eingeräumt, damit war ich von der Krankenversicherung und der Pflegeversicherung befreit

Das heisst nur, dass dein AG keine Beträge abzieht, Versicherungspflicht besteht trotzdem für dich.

faktisch sind mir trotzdem 70 Euro monatlich für KV und PF abgezogen worden, was mir ehrlich gesagt bis heute nicht aufgefallen war.

Wenn die auch an die KK abgeführt wurden, lässt sich das belegen und senkt die Gesamtforderung.

Jetzt meldet sich meine Krankenversicherung bei mir und möchte, dass ich pro Monat 164 Euro Krankenversicherungsbeiträge nachzahle, als Studentin sei ich verpflichtet, mich selbst zu versichern.

Das ist richtig.

dass ich als 40jährige Studentin keinen Anspruch auf den Werksstudentenstatus hätte.

Ich weiss nicht genau, ob das mit dem Status zusammenhängt, aber es gibt zumindest einen Altersgrenze von 30, ab der man nicht mehr den vergünstigte Studententarif der KK bekommt.

Jetzt bin ich überfragt, ich finde nichts über die von der KK angegebenen Höchstaltersgrenze von 30 Jahren für Werksstudenten und selbst, wenn es diese gäbe, wäre doch mein Arbeitgeber in der Pflicht, oder? Schließlich kam der Vorschlag ja von ihm.

Nein, du bist in der Pflicht dich um deine Versicherung zu kümmern. Dein AG ist durch deinen Status als Werkstudent eben nicht mehr verantwortlich.

Kläre das mit den 70 Euro nochmal, aber grundsätzlich musst du für jeden Monat einen Beitrag abführen, solange du nicht z.B. über eine Familienversicherung durch einen Ehepartner versichert bist.

T2iaMarxia


Hallo Gato,

vielen Dank für Deine Zeit und Mühe @:) !

Ja, ich sehe immer mehr, dass ich einem ordentlichen Missverständnis aufgesessen bin; ich dachte, dass ich über besagten Werksstudentenstatus weiterhin versichert ohne dafür Beiträge abführen zu müssen.

Die gezahlten 70 Euro pro Monat lassen sich sich mit meinen Gehaltsabrechnungen nachweisen, sollte ich hier noch einmal mit meinem Personalsachbearbeiter reden? Nicht, dass die Beiträge wirklich nicht bei der KK gelandet sind und mein AG noch Ärger bekommt...

g'axto


Ja, ich sehe immer mehr, dass ich einem ordentlichen Missverständnis aufgesessen bin; ich dachte, dass ich über besagten Werksstudentenstatus weiterhin versichert ohne dafür Beiträge abführen zu müssen.

Das ist natürlich doof, gerade weil jetzt eine hohe Forderung fällig ist. Da in Deutschland Versicherungspflicht besteht, gibt es leider nur sehr wenige Ausnahmen, wo man keine Beträge zahlen muss.

Die gezahlten 70 Euro pro Monat lassen sich sich mit meinen Gehaltsabrechnungen nachweisen, sollte ich hier noch einmal mit meinem Personalsachbearbeiter reden? Nicht, dass die Beiträge wirklich nicht bei der KK gelandet sind und mein AG noch Ärger bekommt...

Dein AG hat sie zwar abgezogen, die Frage ist eben, ob er sie auch an die KK abgeführt hat. Frage daher ruhig mal nach, ist dein gutes Recht. @:)

T!iaMqaria


Vielen Dank!

M[r. Fo$reskxin


Die gezahlten 70 Euro pro Monat lassen sich sich mit meinen Gehaltsabrechnungen nachweisen, sollte ich hier noch einmal mit meinem Personalsachbearbeiter reden?

Du könntest bei der Krankenkasse fragen, ob Dein Arbeitgeber Beiträge abgeführt hat.

N@ullacdhtfu=enfzehxn


Ich habe auch an einer Fern-FH studiert (einer anderen) und war auch erst als Werksstudentin eingestellt. Bis meine Firma dann herausfand, dass man bei einem berufsbegleitendem Studium keinen Studentenstatus hat lt. Krankenkasse, weil man die meiste Zeit mit der Arbeit verbringt und nicht mit dem Studium. Musste die Sozialabgaben der vergangenen Monate nachzahlen, aber ich habe mehrfach mit Personalabteilung und Krankenkasse telefoniert und recherchiert...

T%iaMa-ria


Hallo Nullachtfünfzehn,

das war bei mir anders, weil ich ja für den betreffenden Zeitraum meine Arbeitszeit auf 25% reduziert hatte und als Vollzeitstudentin eingeschrieben war (es ging nur um drei Monate, in denen ich meine Bachelorarbeit geschrieben habe).

Du Arme, welchen Betrag musstest Du denn nachzahlen, wenn ich fragen darf?

K.affe^epaxuse28


Hallo TiaMaria,

bei solchen komplizierten Fragen würde ich das Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums anrufen: [[http://www.bmg.bund.de/service/kontakt-und-service/buergertelefon.html]]. Die kennen sich mit dem SGB aus bzw. können sich schlau machen.

Lieben Gruß!

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