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Bin nie stolz auf meine Leistungen- Wie selbstbewusster werden?

v*iol!ettax942 hat die Diskussion gestartet


Ich arbeite und studiere. Ein ziemliches Mammutprojekt.

Ich weiß nicht, was und wann das über die Jahre mit mir passiert ist, aber mir wird langsam wieder bewusst, dass ich verlernt habe, mich über Leistungen zu freuen.

Ich habe heute eine 1,0 im Referat bekommen, was eigentlich ziemlich gut ist. Irgendwie hält sich aber meine Freude in Grenzen.

Ich kann mich seit Jahren nicht über Erfolge freuen. Schon in der Oberstufe ist das meiner Lehrerin aufgefallen, die mal beim Elternabend meinte: Frau sowieso, Ihre Tochter kann sich gar nicht freuen und stellt selbst dann noch ihre Leistungen in Frage. Das hat es genau getroffen.

Irgendwie wird mein Selbstwert von Jahr zu Jahr geringer, statt höher. Beispielsweise merke ich, dass ich bei meinen Kommilitonen ziemlich den Anschluss verloren habe, weil ich eben nebenher noch viel arbeite, um meinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Hab mich gefühlt wie eine graue Maus heute. Bin fast im Boden versunken, als ich referiert habe. Dachte zwischenzeitlich: Was erzählst du für einen Mist gerade, obwohl es der Prof wohl nicht so empfunden hat.

Ich habe irgendwie Selbstwertprobleme. Ich weiß aber auch nicht, wie ich das noch ändern soll. Bin ja nun auch nicht mehr 12, dass man das Selbstbewusstsein aufmöbeln kann, sondern gehe auf die 30 zu. Ich bringe das damit in Zusammenhang, dass ich in einer fragilen Phase meines Lebens stark gemobbt wurde und das bis heute nachhängt.

Wie kann man selbstbewusster werden und wie kann ich lernen mich wieder zu freuen?

Antworten
LuoblaxX5


Ist vielleicht nicht die Antwort, die du erwartest, aber ich schreibe trotzdem mal was mir dazu einfällt:

1.

Wer sagt, denn dass man sich über Leistung und gute Noten freuen muss? ;-) Du kannst schon stolz darauf sein, dass du Job und Studium packst, aber Freude? Ich weiß nicht. ":/ Man liefert eben das an "Output" ab, was man so drauf hat, ich finde nicht, dass man sich darüber zwangsläufig freuen sollte/muss.

Für mich war und ist es meistens auch eher eine Art Erleichterung, wenn etwas gut erledigt. Aber ich bin zugegebenermaßen generell nicht so ein überschwänglicher Mensch, das muss man vielleicht dazu sagen.

2.

Was ich mir auch noch vorstellen könnte, ist das Ausbleiben der Freunde weniger am Selbstbewusstsein liegt, sondern eher am Stress. Vielleicht ist es eine Art Warnzeichen, dass du dir vielleicht doch zuviel auflädst? Das Sozialleben zu sehr zu vernachlässigen kann sich rächen. Vielleicht signalisieren dir Teile von Dir durch das Ausbleiben der Freude, dass du Dinge vernachlässigst, die du nicht vernachlässigen solltest, wenn du glücklich sein willst. Wenn eigentlich etwas wichtigeres fehlt, dann sind gute Noten eben ein denkbar schwacher Trost. ;-) Vielleicht kannst du bei Job und/oder Studium die Stunden reduzieren, um etwas mehr Freiraum zu gewinnen?

Wenn du dir Freude in deinem Leben wünschst, dann wirst du dir vermutlich eine andere Quelle dafür erschließen müssen als Noten und Leistung. :)*

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