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Arrbeitszeit zulässig?

C*hocl{a9te hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ich weiß nicht, ob das hier rein passt. Ich weiß, daß Rechtsberatung in dem Sinn nicht erlaubt ist, mich würde nur eure Meinung zu dem Thema interessieren.

Mein Mann arbeitet auf dem Bau. Da sie dieses Jahr ein Gebäude fertig stellen müssen stehen sie ziemlich unter Zeitdruck. Er hat eine vertraglich vereinbarte Arbeitszeit on 40h. Die momentane Arbeitszeit beträgt Mo- Fr von 07:30- 18:00 (offiziell 08:17:00) und Samstags von 08:00- 14.00. In beiden Fällen ist es aber oft mal 0,5 oder 1h mehr. Das ist meiner Meinung nach nicht zulässig zumal keine Überstunden ausgezahlt werden und er aber auch kein frei bekommt. Er muss z. T. "betteln", dass er mal einen freien Tag bekommt. Urlaub für 2 Tage wurde auch schon verweigert.

Wenn ich es richtig weiß, darf man doch die Arbeitszeit von 10h am Tag auch nicht überschreiten.

Was würdet ihr tun außer kündigen? Anwalt?

Antworten
smensiTbel^maxn


Was würdet ihr tun

Den Betriebsrat fragen.

C hoc7laxte


Den gibt es leider nicht

g*ato


Was steht im Vertrag zu Überstunden?

Cphocrlate


Das muss ich heute abend genau nachlesen, bin jetzt leider nicht zu Hause.

DYife}Kruexmi


Ich gehe mal davon aus, dass er Mittagspause, ggf auch Frühstückspause hat. Die 10-Std-pro Tag Regelung gilt ohne Pause, d.h. 7:30-18:00 Uhr wäre ok, wenn er insges. pro Tag 45 Min Pause hätte.

C}hoPc*late


Ah ok, er hat 1 Stunde Pause. Mich stört, daß die offiziell nur 08:00- 17:00 eintragen dürfen. Der Rest muss extra aufgeschrieben werden, so dass es in keiner Akte erscheint.

Das läuft irgendwie alles daneben ab.

GZeisutlufWt


Die Breufsgenossenschaft, die Gewerbeaufsicht und der Zoll dürften helfen können. Schließlich gibt es ein Arbeitszeitgesetz.

CWhoSclxate


Im Vertrag steht, daß der MA auf Ordnung Überstunden bis zur gesetzlichen Höchstgrenze leisten muiss. Überstunden werden abhängig von der Höhe her ausgezahlt oder auf einem Zeitkonto gutgeschrieben und als Freizeit abgegolten. Das große Problem ist, daß für die MA keine vernünftige Zeitdokumentation besteht. Ist das gültig, wenn man seine Zeiten selbst aufschreibt?

cnali-qtxoni


Hi

Da ich gerade mit ähnlichen Problemen zu tun habe , gebe ich das weiter was mein Rechtsberater gesagt hat .

Überstunden bis 10 Stunden am Tag sind zulässig , natürlich gegen Bezahlung. Je nach Vertrag ist bis zur 10 Std auch kein Überstundenzuschlag zu zahlen

Ein Arbeitsvertrag der 42 Arbeitsstunden / Woche vorsieht ist auch zulässig

12 Std Arbeitstag ist in gesonderten zu begründeten Ausnahmefällen auch zulässig , beispielweise bei einem Wasserrohrbruch , wenn zusätzlicher weiterer Schaden dadurch abgewendet werden kann

2 Arbeitstage hintereinander mit 12 Arbeitsstunden ist unzulässig , wenn 2 Arbeitstage innerhalb einer Woche 12 Std gearbeitet wurde , muss zeitnah ein freier Tag gegeben werden ( darf der Arbeitgeber festlegen )

Bei Betrieben unter 100 Arbeitnehmern ist inzwischen verpflichtend vorgeschrieben , das eine Zeitstechuhr angeschafft wird und diese Minutengenau abgerechnet wird , der Arbeitnehmer kann jederzeit einen Ausdruck seiner geleisteten Arbeitsstunden anfordern , der spätestens 1 Woche nach Anforderung ausgehändigt werden muss ( stand 01.04.2015 )

die Arbeitsstunden müssen entweder vergütet werden oder gehen auf ein Überstundenkonto sozusagen zusätzliche Urlaubstage

Die Vergütung kann auch mit einer Materiellen Leistung abgegolten werden , beispielweise 2 Kisten Bier für eine Überstunde , es muss aber Buch geführt werden und laut dem neusten

Gesetz mit inkraft tretung des obigen Datums Minuten genau

Mein Chef geht gelegentlich hin gibt mir eine Tankkarte und sagt : tanke mal für 50,- Euro dein Privatauto , das verrechnen wir mit Überstunden.

Ist auch zulässig , sofern er das Steuerrechtlich in seiner Jahresbilanz irgendwie ordentlich bucht , das soll aber nicht mein Problem sein .

Cyhocl\a[txe


Weißt du auch wie das pro Woche zu betrachten ist? Es werden im Schnitt 15 Überstunden / Woche gemacht, was auf den Monat gerechnet 1,5 Wochen mehr Arbeit bedeutet. Das wird nirgends gut geschrieben.

ccali-t^onxi


Ob diese Überstunden innerhalb einer Woche oder auf einen längeren Zeitraum zu stande kamen , tut nur zweitrangig was zur Sache .

Das Problem , so wie ich das erkenne , liegt an der Zeiterfassung

Wir hatten auch schon mal eine Baustelle die Terminlich eng gesteckt war und auch noch ein Mann krank wurde , da haben wir auch anstelle von 8 bis 17 von 8 bis 19.30 - 20 Uhr gearbeitet .

Wo kein Kläger da kein Richter , aber dank der Stechuhr wurde das Minutengenau festgehalten

Ich sehe Ihr Problem ganz einfach darin , das es strafbarer weise keine Zeiterfassung gibt

Ein Schreiben an die BG , das die Firma keine Stechuhr in irgendeiner Form hat und die haben Ihren Spass

gfaXto


Mich stört, daß die offiziell nur 08:00- 17:00 eintragen dürfen.

Was heisst das? Wird das abgezeichnet? Und Überstunden werden nicht erfasst? Wenn nur Arbeitszeit erfasst und die Pausenzeit abgezogen wird, ist das doch richtig? Umziehzeiten zählen übrigens nicht zur Arbeitszeit.

Der Rest muss extra aufgeschrieben werden, so dass es in keiner Akte erscheint.

Aber sie werden aufgeschrieben?

cOali-to,ni


@ Gato

Umziehzeiten zählen übrigens nicht zur Arbeitszeit.

Im Handwerk schon

Je nach Beruf , wie hier im Beispiel Bauhandwerker , zählt zumindest das Umziehen der Lehmverschmutzen Gummistiefel und eine Strassentaugliche Hose zur Arbeitszeit .

Bei Montagearbeitern zählt die Arbeitszeit ab Beginn in der Firma/ Firmensitz bis zur Ankunft nach Feierabend am Firmensitz , Anfahrt und Abfahrt zum Arbeitsort / Baustelle zählt zur Arbeitszeit , es sei denn es ist Dauermontage mit Übernachtung im Hotel , dann muss ein Mobiler Scanner angeschafft werden und es zählt ab Ankunft an der Baustelle .

in meinem Job habe ich das auch , ich wechsele je nach Baustelle und Kunden am Tag bestimmt 3 - 4 mal die Schuhe , das gehört zum Berufsbild und zählt als Arbeitszeit .

D\ieKXruxemi


Mein Chef geht gelegentlich hin gibt mir eine Tankkarte und sagt : tanke mal für 50,- Euro dein Privatauto , das verrechnen wir mit Überstunden.

Ist auch zulässig , sofern er das Steuerrechtlich in seiner Jahresbilanz irgendwie ordentlich bucht , das soll aber nicht mein Problem sein .

Und wenn du es als geldwerten Vorteil in deiner Steuererklärung angibst, aber das wird dir die Rechtsberatung ja sicherlich gesagt haben.

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