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Die böse Chefin kehrt zurück - Kollegen am Boden

SLtuhl:bein


Probier das mal mit dem Tagebuch und lass dir die dokumentierten Vorkommnisse von den Kollegen, die es mitbekommen haben, unterschreiben. Wenn sie sich weigern (und nach deinen Beiträgen vermute ich, dass sie das tun werden), weißt du, wo du stehst bzw. dass du im Zweifelsfall allein da stehst.

An der Stelle würde ich an deiner Stelle eine Versetzung beantragen.

omgus


geschlossen als Team vor der Rückkehr der Leiterin die Versetztung aus der Filialle beantragen zum 1. April.

gibt es in der Filialle Videoüberwachung?? ggf. mit Zustimmung des ganzen Teams eine Videoaufzeichnung in der Filialle beantragen um die Zustände zu dokumentieren......

falls gar nichts der o.a. Punkte möglich ist, Krankschreibung wegen .... und fertig und wenn dann das Team plötzlich vermehrt krank ist dann wir der Chef schon einsehehen, dass er Maßnahmen ergreifen muss ihr müsst als Team euch stark machen gegen die Leiterin und den Chef überzeugen, dass die Leiterin die Filiale zerstört bzw. das Arbeiten unmöglich macht

Eqhemapliger NCu~tzerH (#5T2861x1)


Für mich wäre das wie Aufgeben, was ich persönlich gar nicht mag, aber vielleicht steht hier der reine Selbstschutz wirklich im Vordergrund.

Es gibt viele Jobs, aber nur eine Gesundheit.

w_inters3onne x01


@ benutzerin005

vielleicht etwas zu pragmatisch gesehen ;-)

bevor man nach so vielen Jahren einfach aufgibt, würde ich erstmal alles andere versuchen

Alias 718886


Also ansprechen werde ich es. Immerhin sind ja einige Kollegen letztendlich doch aus sich heraus gekommen und haben den Schritt gewagt, sich der Geschäftsführung gegenüber zu äussern. Ich war wirklich überrascht, auch wenn nicht alle zu Wort kamen und es auch mehr Geschniefe und Gerotze war. In meinen Augen ein wichtiger Schritt mit einer Botschaft, die wohl gar keiner Worte bedurfte. Es ist ja auch von Bedeutung, dass es der Obrigkeit erstmal überhaupt in dieser Form bekannt ist und Weiteres dürfte dann ja nicht so ohne Weiteres über die Schulter geworfen werden. Vorrangig ist ja jetzt auch erstmal die Rückkehr und wie es dann wieder anläuft. Also das Tagebuch wird fest eingeplant.

Alias 718886


Benutzerin Du hast schon irgendwo Recht. Das wird den Meisten ja auch erst klar, wenn es zu spät ist. Dennoch erstmal abwägen, wie die Möglichkeiten sind.

Ich habe halt den Eindruck, als wenn nichts so wackelig ist, wie die Einigkeit eines Kollegiums gegenüber dem Vorgesetzten. Deswegen steht noch völlig in den Sternen, wie ihr Start läuft. Ihre Assistentin zB war immer distanziert uns gegenüber, unnahbar und wie versteinert. Als dann die Vertretung kam, war sie wie verwandelt, aufgeschlossen, ausgeglichen, eine liebe Kollegin. Das war schon erstaunlich zu sehen und ich sehe mit ungutem Gefühl, was sein wird, wenn die alte Ordnung wieder hergestellt wird. Also irgendwie alles offen.

SGoromxan


Wie können wir uns wappnen? Was können wir tun, um zu verhindern, dass es wieder so wird? Und wie kann man bewerkstelligen, dass die Kollegen zusammenhalten und nicht jeder für sich leiden muss? Das Wort leiden ist hier nicht überzubewerten. Sie leiden einfach.

-- Alias 718886

Ihr könnt euch nicht wappnen. Die Geschäftsführung hat ihre Entscheidung je getroffen und sich offenbar für diese Filiale für diese Chefin entschieden. Jeder Mitarbeiter kann dann für sich entscheiden, was er damit macht. Ich empfehle dir die intensive Stellensuche im Unternehmen in einer anderen Filiale/Arbeitsgruppe (z.B. auch durch Anfrage in der Personalabteilung), ganz sicher auch extern bei anderen Arbeitgebern (Stellensuche, Initiativbewerbungen aus ungekündigter Stellung) und sobald sich eine andere gute Jobgelegenheit bietet, einen Wechsel der Arbeitsstelle.

Sich für "leiden", "durchhalten" oder dauerhaft "Angst haben" zu entscheiden, egal in welchem Kontext (hier Arbeit), hat für mich etwas psychisch nicht Gesundes. Das kann jeder der Kollegen dann jeder mal für sich überlegen.

Euer ganzes Leiden und Weinen und zum Arzt gehen solltet ihr ersetzen durch mehr Rückgrat und die feste innere Überzeugung, wann ein kollegialer Umgang durch die sprachlich disqualifizierenden Aussagen der Chefin eben nicht mehr gegeben ist. Deine genannten Beispiele (so zutreffend und nicht übertrieben dargestellt), disqualifizieren die Chefin aus meiner Sicht für die Position. Und dann ist konsequentes Handeln doch einfach: wenn sie hier nicht wegkommt, gehe ich woanders hin.

Du und jeder einzelne Kollege ist nicht machtlos, die Arbeitskraft jedes einzelnen ist ja wichtig. Also arbeitet dort, wo es euch Freude macht. Auf ein Arbeitskollektiv würde ich dabei nicht setzen, sondern das der Einzelentscheidung jedes einzelnen Mitarbeiters sehen. Was eine enorme Chance ist.

Es gäbe andere Wege: Hinzuziehen des Betriebsrates (mit Verhaltensprotokoll der Chefin), Hinzuziehen der Personalabteilung oder Geschäftsführung. Aber einige Wege hatten da ja schon keinen Erfolg.

C ara9malax 2


Die Chefin ist definitiv ein Machtmensch und das nicht nur ab und zu, sondern es scheint ein Teil von ihr zu sein.

Ein Machtmensch glaubt ein Recht darauf zu haben, dass andere seine Bedürfnisse befriedigen sollen, ohne dass man deren Bedürfnisse berücksichtigen muss. Ein Machtmensch setzt sich durch, egal wie, es zählt einzig und alleine seine Befriedigung und das Ergebnis und nicht wie es anderen damit geht. Zwischenmenschliche Befindlichkeiten sind demjenigen fremd. Derjenige ist aber auch genauso zu sich selbst. Aus der Macht zieht derjenige seine Kraft und deshalb ist derjenige auch nicht gewillt, seine Position aufzugeben. Denn es funktioniert ja. Seine Bedürfnisse werden befriedigt.

Solche Menschen gibt es in mehreren Abstufungen. Im Grunde wäre die Chefin ein Fall für den Psychologen. Sie hat sich diese Strategie irgendwann im Leben einmal angeeignet, meist steckt dahinter sogar irgendeine Verletzung, die der-/oder diejenige so überbrücken kann, mit Erfolg, denn bevor diejenige eine Unsicherheit, Hilflosigkeit oder Angst verspüren kann, bringen sie andere über ihre übergriffige Macht dazu, dass diese dann Angst, Unsicherheit und Hilflosigkeit spüren dürfen. Das funktioniert gut.

Was kann man tun? Schwer zu sagen. Man kann anders auf diese Menschen reagieren, wenn man weiß, was sie umtreibt und dass sie sich im Grunde über ihre Macht nur selbst schützen. Aber letztendlich ist die Frage, kann sich die Person ändern?

Ich würde auch geschlossen vor die Geschäftsführung hintreten und darum bitten, dass man mit der Kollegin ein ernstes Wort spricht. Sie wird sich wahrscheinlich verteidigen, aber wenn man sachlich über alle Punkte spricht, ist es evt. möglich, dass man etwas ändern kann. Evt. wäre eine Schulung/Coaching in Sachen Teamfähigkeit ect. möglich. Es ist ja doch erstaunlich, dass trotz dieses Verhaltens niemand in der Firma in der Lage ist, dass man daran etwas ändern will. Was nützen einem kranke, kuschende Mitarbeiter? Das ist eher geschäftsschädigend. Und alleine das sollte Grund genug sein, durchzugreifen, erst im Guten und mit der Option, dass sich etwas ändert, ansonsten kündigen, denn ein solches Verhalten ist nicht tragbar.

Alias 718886


Danke für Eure Antworten.

Ich werde jetzt schlummern. Morgen ist Montag und noch klappt das mit dem Schlafen noch ganz gut. Ich schau morgen nochmal rein. Gute Nacht allerseits. zzz

vwio.letta$94x2


Ganz ehrlich: Man verbringt so viel Zeit auf Arbeit. Ich würde mir den Zickenterror nicht freiwillig antun. Das wäre es mir nicht wert. Arbeitskollegen hin oder her.

Ich hatte schon mal ein Burn out und weiß wie lange man braucht, um sich zu erholen.

Du musst vermutlich noch viele Jahre arbeiten. Ich würde mir überlegen, ob es mir den Ärger wert wäre.

Bei dir klingt es auch nicht danach, als würdet ihr als Gruppe geschlossen dahin gehen. Wenn da 8 Leute hin kämen kann ich mir nicht vorstellen, dass die Chefetage da anderer Meinung ist. Bei dir klingt es aber so, als würde der Rest der Kollegen kuschen.

IcnGgefauerna


Ist diese Person verbeamtet oder warum sind dem Chef die Hände gebunden?

U`rlaub%erin15


Ich glaube, man muss dich daran gewöhnen, dass unsere Arbeitswelt immer mehr zur Friss oder Stirb Mentalität mutiert.

Es ist wie eine Krankheit und ehrliche, gute Mitarbeiter werden nicht mehr wertgeschätzt.

Wieso können solche Reptilien immer mehr ihr Spiel treiben? Weil der kleine Mann immer allein da steht und wer eben nicht frisst was er vorgeworfen bekommt, tut es eben ein anderer von den 20ig, die hinter einem stehen und froh sind eine Arbeit zu finden.

Heute ist jeder froh, wenn er nicht dran ist. Und einigermaßen problemlos durch kommt.

Wer macht sich da schon fürs kleine Volk noch die Hände schmutzig?

Alias 718886


Die Geschäftsführung hat ihre Entscheidung je getroffen und sich offenbar für diese Filiale für diese Chefin entschieden.

Das ist richtig. Eventuell haben sie aber nun ein Auge darauf und man will ihr einfach die Möglichkeit geben, es besser zu machen. Gespräch mit ihr steht wohl noch an, es ist zu vermuten, dass da Einiges dahingehend gesagt wird. Zumindest ist das zu hoffen.

Ist diese Person verbeamtet oder warum sind dem Chef die Hände gebunden?

Nein, nicht verbeamtet. Es liegt wahrscheinlich daran, dass sie als Filialleiterin eingestellt ist und alle anderen Posten besetzt sind.

Bei dir klingt es aber so, als würde der Rest der Kollegen kuschen.

Das ist richtig, ja. Ich würde mal behaupten, dass etwa 5 Kollegen dazu bereit wären, aktiv etwas zu unternehmen, was ja kein schlechter Schnitt ist. Momentan ist es aber so, dass alle resigniert haben und eine Art LMAA-Stimmung sich breit macht. Es ist ja auch nicht jeder gleich. Ich bin eher ein Typ, der nach aussen hin stark wirkt, was mich besipielsweise seltener in den Fokus der Machenschaften rückt, als Kollegen, die eben offensichtlich etwas zarter besaitet sind.

Ich lasse mich nur ungerne anbrüllen und ganz besonders nicht auf eine Art und Weise, wie ich sie nicht gewohnt bin und wie ich es nie gelernt habe. Also ich kann auch mal "Scheissdreck!" fluchen, so ist das nicht. Aber eine Kommunikation zwischen Arbeitnehmern und Vorgesetzten hat einfach nicht so auszusehen. Von daher bin ich dann auch oftmals mit eingezogenem Kopf davongaloppiert, um bloss meine Ruhe zu haben.

Ich bin aber jemand, der für die Anderen immer ein offenes Ohr hat und dadurch werde ich auch oft von den Kollegen abgeschirmt und als Unruhestifter tituliert. Das weiss ich aber auch nur vom Hörensagen, da passt sie nämlich auf. Ich sage ja dann auch nur meine Meinung zu den Kollegen und ich für meinen Teil bin ja beim Chef gewesen und habe ihm gesagt, was Sache ist.

aber das sollte man definitiv mit einem Anwalt abklären.

Falls es noch nicht der Fall ist, würde ich empfehlen, der zuständigen Gewerkschaft beizutreten. Da kann man sich beraten lassen und bekommt auch Rechtsschutz.

Ich selbst bin Gewerkschaftsmitglied, dei den Anderen weiss ich es leider nicht. Ich kenne auch den einen Anwalt dort ganz gut, ist es denn sinnvoll, da einfach mal so vorzusprechen? Oder sollte man jetzt einfach abwarten, was kommt? Ich habe überlegt mal zur Betriebsratssprechstunde zu gehen und da mal zu fragen, was bekannt ist.

l`onDalxao


zum betriebsrat gehen und sich beraten lassen ist nie falsch. bei der gewerkschaft mitglied zu sein ist in so einem herannahenden fall auch gut, evtl. kannst du deine kollegen drauf aufmerksam machen.

Alias 718886


Ich werde heute nochmal mit den Kollegen sprechen. Ich werde das mit dem Tagebuch ansprechen und möchte dann auch von jedem hören ob ja oder nein. Machen wir es oder nicht.

Sie wird sich anfangs sehr zusammenreissen, das war immer so, wenn es eskaliert war. Aber sie kann das nicht lange durchhalten, das weiss ich mittlerweile. Und dann werden wir sehen, wie das Auskommen miteinander und auch untereinander ist.

Etwas Zeit haben wir noch, um uns darauf vorzubereiten und zu sehen, was wir tun können.

Ich weiss auch nicht. Ich habe noch niemals für jemanden so schlimme Gefühle gehabt und noch niemals so schlimme Gedanken gedacht, wie dieser Person gegenüber.

Manchmal befürchte ich, dass ich mittlerweile gar nicht mehr bereit bin, auf gut Wetter zu warten. :(v

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