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Von Hölzken auf Stöcksken

TVaps


Also so ganz verstehe ich das jetzt nicht. Wer möchte benutzt private Bettwäsche und die anderen die aus dem Heim? Ich vermute mal, die die private benutzen wechseln die selbst?

Meine Mutter (wie fast alle anderen Bewohner) bekommt nur noch kochfeste (aber nicht unbedingt weiße) aus dem Heim – ohne Knöpfe. Die private habe ich übrigens zur allgemeinen Verwendung ans Heim gegeben. An schlechten Tagen muss Bettwäsche und Kleidung mehrmals täglich gewechselt werden. einnässen, trotz Windeln oder Katheder, Kotschmieren Pflegebedürftige Menschen haben ein ganz anderes Wäscheaufkommen. Da muss das Wechseln auch fix gehen. Da wird schnell Bettwäsche aus dem Wäschewagen gegriffen und nicht erst in den Privatsachen gesucht. Heimwäsche muss auch nach dem Waschen nicht erst mühsam in die Schränke der Bewohner einsortiert werden. Meine Mutter besitzt private Handtücher. Die wurden noch nie (außer bei ihren Krankenhausaufenthalten) benutzt. Ist alles viel zu umständlich und zeitaufwendig. Wer vom Personal kann das leisten? Dass so häufig benutzte, gewaschene und sonstwie strapazierte Wäsche schneller verschleißt, ist doch verständlich.

Nein , mit dementen Menschen könnte ich auch nicht arbeiten . Dazu muß man sicher speziell ausgebildet sein .

Jeder demente Mensch ist völlig anders. Eigentlich kann man das nicht lernen. Als Angehöriger wird man ja auch in die Situation hineinkatapultiert. Man muss sich in die Situation hineinversetzen können, sich bis zu einem gewissen Grad auf sein Level begeben. Man muss erkennen, welche Hilfe er in ganz konkreten Fällen benötigt.

Meine Mutter steht nicht auf, wenn man es ihr sagt, weil sie die Aufforderung nicht versteht- aber wenn man sie an die Hand nimmt, kann sie sehr wohl spazieren gehen. Sie wird erst essen, wenn man ihr einen Löffel in die Hand gibt…

Gerade demente oder anderweitig behinderte Menschen brauchen doch Begleitung im Alltag: Begleitung bei Arztbesuchen, zum Friseur, Hilfe beim Briefeschreiben, Vorlesen und erklären der erhaltenen Post. ..

T/a>ps


@ Doris

Das sollte jetzt wirklich nicht als Belehrung rüberkommen. Es ist völlig klar, dass Du das Ganze noch aus Sicht eines "Normalbürgers" siehst. Ich wollte dir nur mal die andere Seite zeigen.

Nicht umsonst hat man dir ja erst mal dieses Ehrenamt empfohlen.

D`.,oris xL.


Es wird die eigene mitgebrachte Wäsche benutzt . Überall sind Namens Schildchen dran . Wie das funktioniert weiß ich nicht . Das Heim ist kurz nach dem Krieg gebaut worden durch Eigeninitiative von Frauengruppen . Inzwischen natürlich modernisiert und erweitert .

Überall stehen alte Wohnzimmerschränke auf den Fluren und in den Nischen . Dazu Sitzgruppen wie Zuhause . Ich finde das sehr gemütlich .

Nach dem Bingo heute war ich noch mit nach oben zum Mittagessen . Die Helferin hat mich dazu aufgefordert damit ich alles sehe . Ein klein bisschen habe ich mitgeholfen . Ich finde die jungen Mädchen bewundernswert , echt . Ich weiß nicht ob ich in dem Alter so liebevoll mit fremden Menschen hätte umgehen können . Meine Mutter war immer auf Distanz , hat einen nie in die Arme genommen oder auch nur mal liebevoll übers Haar gestrichen .Ich habe das deshalb nie gelernt , ich fand das normal . Nein , niemals und das nehme ich ihr schwer übel . Zum Glück kann ich heute besser mitfühlen .

Gerade demente oder anderweitig behinderte Menschen brauchen doch Begleitung im Alltag: Begleitung bei Arztbesuchen, zum Friseur, Hilfe beim Briefeschreiben, Vorlesen und erklären der erhaltenen Post. ..

Ein Arzt kommt regelmäßig ins Heim , Friseur auch . Die meisten Bewohner sind ja nicht dement , sondern einfach nur gebrechlich .

Vielleicht sollte ich auch mal in ein größeres Heim . Vorerst habe ich keine Zeit , ich habe einen Auftrag bekommen ;-D

DF.orFisx L.


Na, heute lag eine Überaschung für mich im Flur . Meine Bewerbung ist zurück geschickt worden und ein Brief dabei . Sie bedauern im Moment, aber wenn Engpässe wären würde man mich gerne ansprechen . Finde ich gut , das war ja die erste Bewerbung die ich jemals geschrieben habe und dafür finde ich es schonmal gut .

Jetzt mache ich etwas anderes . Nesteldecken für Demenzkranke . Darum bin ich gebeten worden . Das finde ich auch schön und ich kann mich richtig austoben . Bei Pinterest findet man schöne Ideen . [[http://reginasquiltblog.blogspot.de/p/nesteldecken.html]] hier, wer sich nichts unter Nesteldecken vorstellen kann . Bei Pinterest sind allerdings noch schönere Sachen zum nähen .

Pjlüs!chbxiest


Kriegst du denn wenigstens die Unkosten ersetzt?

Solche Decken näht eine Verwandte von mir auch, aber ohne Nestelbezug.

D~.oriKsi Lx.


Danach habe ich nicht gefragt ;-D . Man hat mir angeboten liegen gebliebene Kleidungsstücke könnte man mir geben . Noch brauche ich die nicht . Ich habe wirklich viele Stoffreste , Stoffe die ich nicht brauchen kann . Was ich brauche sind Kleinigkeiten , Reißverschlüsse, Bänder und Knöpfe . Knöpfe habe ich zwar , aber die brauche ich selbst . Schwierig für mich welche zu kaufen weil ich grün oder blau brauche , gar nicht so einfach . Aber es wurden ja Knöpfe für die Bettwäsche gekauft , die werde ich einfordern .. Und es macht nichts wenn ich das Material aus meinem Fundus nehme .

Aus 60er Jahre Vorhänge werde ich eine Schürze nähen und mit allerhand Zeug bestücken ;-) Taschen , Knopfleiste und Reißverschlüsse . Schürze kann man umbinden und rutscht nicht runter . Dann sah ich noch einen tollen Muff aus Plüsch genäht , grob wie eine Katze , fand ich auch schön . Wie man den Muff macht muß ich noch austüffteln . Dann noch so eine Art Handstulpen aus Gestricktem mit Bändern und Knöpfen . Mir macht sowas Spaß . Die Decke die ich gestern angefangen habe , habe ich gerade eben fertig gekriegt , warscheinlich ist da schon zu viel dran, aber ich konnte nicht aufhören .

Dann habe ich auch noch alte Bettwäsche wie man die früher hatte , blau/weiß Bauernbettwäsche heißt die ,davon kann ich etwas entbehren . Damastbettwäsche mit eingewebten Mustern habe ich auch , auch farbige .

Ich glaub ich bin krank {:( .

;-)

De.ori8s xL.


Ein Foto von der Decke [[https://www.flickr.com/photos/brenhexe/25723566876/in/dateposted-public/]] Da habe ich Bänder an den Seiten angenäht damit sie nicht wegrutscht . Außerdem ist mir klar geworden das kleinere Formate besser sind . Man lernt nie aus .

Verwendet habe ich außer Knöpfe und Reißverschluß noch Klettband , Yoyos , leere Garnrolle, ein Täschchen zum zusammenziehen innen ist ein Knopf ,etwas Plüsch , abgeschnittene Fransen ,Holzperle , Holzknopf , Glöckchen, wobei ich mir da nicht sicher bin ob die nicht nerven , dieses Faltendings , da streiche ich selbst gerne drüber ;-D und eine Schnalle .

M!a^ratVhonlxeser


Hallo Doris,

wenn ich mir Deine ersten Beiträge in diesem Faden und dann Deine letzten ansehe, habe ich den Eindruck, das Du selbstsicherer und zuversichtlicher wirkst :)^

Die Decke ist klasse :)= Meine Mutter hat auch mal so eine für die blinde, demente Oma einer Freundin gemacht - das ist sehr viel Arbeit - aber eine, die sich lohnt. Die Oma hatte sehr viel Spaß an der Decke und die Personen, die Deine Decken bekommen werden es auch haben.

Ich finde es toll, wie Du Dich engagierst und wünsche Dir weiterhin viel Spaß und viel Erfolg für Deine Zukunft @:)

Gruß

Dani

D].ori$s xL.


Danke Dani .Ja, mir geht es auch besser , ich habe ein Ziel .

Heute habe ich die Schürze fertig bekommen sieht sehr gut aus und fast eine kleine Decke . Ich würde am liebsten hunderte Decken oder Schürzen nähen , aber das geht nicht . Morgen rufe ich im Arbeitsamt an wie es steht .

Und morgen muß ich für mich was tun . Dienstag ist eine Art Frühschoppen im Heim , da will ich dabei sein . Zuhören und Knöpfe annähen ;-D

T@aps


Ein Arzt kommt regelmäßig ins Heim , Friseur auch

Ja schon, aber viele Leute müssen trotzdem von Raum A nach Raum B begleitet werden, weil sie es von sich aus nicht tun würden.

Da hast Du ja jetzt eine Aufgabe gefunden, wo Du dich wirklich "austoben" kannst.

Viel Spaß dabei!

AzmbivOalenAt70


Eine Frage habe ich an Dich - machst Du das alles alleine während Du irgendwo im Beschäftigungsraum sitzt oder machst Du diese Arbeiten gemeinsam mit den Bewohnern? Alltagsbegleitung heißt, dass Du Bewohnern dabei hilfst möglichst selbständig noch etwas zu erledigen. Oder mit den Bewohnern gemeinsam auch mal etwas spielst oder spazierengehst. Also immer im Zusammenhang mit den Bewohnern, nicht alleine (auch wenn Deine Arbeit super ist - aber halt nicht als Alltagsbegleiter). Arbeitest du gerne alleine vor dich hin oder auch gerne gemeinsam mit den Bewohnern, auch wenn es dann nicht perfekt wird oder vllt nicht einmal das, was Du Dir vorstellst? Kannst Du Dich auf die Bewohner einlassen und einfach nur Hilfe und Stütze sein?

Versteh mich nicht falsch, ich möchte Dir nichts madig machen - aber das sind m. M. n. Überlegungen die Du Dir stellen solltest um danach vom Job nicht enttäuscht zu sein. @:)

D..ofris xL.


Darüber denke ich nach , ja ,ich bin immer schon Einzelgängerin gewesen . Um auf andere zuzugehen muß ich mir einen Ruck geben . Aber früher war das viel schlimmer , habe den Mund nicht aufgekriegt .

Die Bearbeiterin im Arbeitsamt meint ich kann die Arbeit mit alten Menschen , bei ihr rede ich recht viel . . Es liegt also auch viel daran wie der andere gegenüber sich gibt . Im Arbeitsamt bin ich ganz locker .

Im Heim hole ich die Leute einzeln ab zum Cafe und bringe sie zurück , ich hau auch nicht sofort wieder ab sondern warte bis sie an ihrem Platz sind . Dabei bin ich NICHT stumm ;-) .

Es sind immer gemeinsame Aktivitäten zu denen ich zum Heim komme . Jeden Tag ist etwas anderes los . Basteln , singen , handarbeiten, die alten Leute handarbeiten eher nicht , sie reden nur darüber was sie früher alles an Tischdecken und Strümpfe gemacht haben , einkaufen und Bingo .

Eine schon etwas ältere Praktikantin hat ab diese Woche Urlaub , vielleicht muß ich einiges übernehmen ;-) .

Morgen ist die wöchentliche Besprechung der Heimbewohner . Da möchte ich dabei sein weil über Mängel und Vorzüge des Heims gesprochen wird . Dabei sein und zuhören .

Beim Essen war ich erst einmal , habe Reibekuchen für jemanden kleingeschnitten ,gefüllte Teller gereicht . Mmh , ich glaube , man DARF nicht ohne Gesundheitszeugnis bei Nahrungsmitteln mithelfen . Kann das sein ?

Diese Sachen , Taschen und Decken kann ich nur Zuhause nähen , dabei muß ich denken und all die Zutaten von denen ich nicht vorher weiß das ich die brauche , die kann ich nicht alle mitschleppen . Unmöglich .

Was mir Kopfzerbrechen verursacht ist , wie soll ich ohne Auto zu den Alten hinkommen , laufen bei weiten Wegen geht wohl kaum . Bleibt nur ein festes Heim , die werden mich wohl kaum brauchen , alle sehen zu das sie sparen :-/ . Wenn ich eine vom Arbeitsamt bezahlte Schulung mitmache , denke ich das man mir mehr Druck macht Arbeit zu finden , das ist mir klar .

Was ich auch überlege , ob man mir eine Bescheinigung gibt das ich ehrenamtlich gearbeitet habe , kein Zeugnis natürlich , nur eine Bescheinigung . Macht sich sicher ganz gut .

A+mkbivalednt570


Mit einer Arbeitsstelle kann ich Dich in sofern beruhigen, als dass Alltagsbegleiter noch sehr gesucht sind. Die Heime sollen Alltagsbegleiter einstellen und tun das auch. Noch hast Du in diesem Beruf sehr gute Möglichkeiten fest in einem Heim angestellt zu werden.

Die Schulung selber ist auch nicht zu lange und man lernt sehr vieles an Hintergrundwissen zu Erkrankungen und wie man damit umgehen soll.

So wie Du es momentan beschreibst, kann ich mir die Tätigkeit für Dich auch sehr gut vorstellen. Als Alltagsbegleiter kann man übrigens nicht nur mit Senioren (egal ob dement oder geistig fit) arbeiten, sondern mit allen Menschen (jung und alt) die eine Pflegestufe haben, also in irgendeiner Form Pflegebedarf haben (körperbehindert oder geistig behindert etc). Also ein sehr spannendes und weites Berufsfeld. Allerdings muss ich auch dazu sagen, dass es nicht sonderlich gut bezahlt wird. Dafür ist der Beruf ein Traum (finde ich jedenfalls) ;-)

D{.or%is xL.


Heute habe ich 2mal versucht meine Betreuerin im Arbeitsamt zu erreichen , aber offenbar ist sie nicht da .Ich wollte nach einem Termin fragen . Also , falls ich in diese Richtung Arbeit bekommen kann und die macht mir Spass ,möchte ich auch als Renterin so arbeiten . Viel verdient habe ich vorher auch nicht viel .

Morgen ist ein langer Tag , erst die Besprechung im Heim und dann singen, was ich beides nicht verpassen möchte .

3 Decken/Schürze habe ich fertig und nehme ich mit . Freue mich schon darauf . Die Näherei macht mir Spass , obwohl meine Wohnung wieder aussieht wie ein Schlachtfeld . Alles was vorhanden ist wird hervorgeholt .

DZ.orisx L.


Ich brauche Hilfe . Gestern war ich also im Heim und erfuhr das diejenige die alle diese Aktivitäten als Leiterin macht krank ist und ob ich für morgen einspringen kann zum basteln . Basteln ist nicht so meins , aber natürlich möchte ich das machen . Es fiel noch das Stichwort Marienkäfer .

So , Marienkäfer Anleitung habe ich . Ich habe 2 verschiedene Modelle vorbereitet . Jetzt weiß ich aber nicht ob rotes und schwarzes Papier vorhanden ist . Deshalb überlege ich noch Schmetterlinge vorzubereiten . Ich finde nichts , das heißt , eigentlich kann man reichlich Schmetterlinge finden , ich fürchte nur die sind zu schwierig .

Die alten Leute können ihre Hände und Finger nicht mehr gut gebrauchen . Filigranes fällt weg . Sehen können die auch nicht mehr gut , besonders wenn keine Brille mitgenommen wird ;-) .

Die fertigen Teile werden an den Fenstern aufgehängt .

Hilfe , ich weiß auch nicht womit man die Teile aufhängt , wo Klebstoff ist und Buntstifte .

Ich glaub , zuerst gibt es Kaffee .

Nachdem ich gestern die Nesteldecken abgeliefert habe traut man mir wohl alles zu .

Hat jemand eine nette Bastelseite @:) ?

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