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Von Hölzken auf Stöcksken

Dk.oJriisx L.


Ich kann wirklich dankbar sein für mein finanzielles Polster das ich habe . Falls ich gleich im Mai arbeiten könnte wird nicht Ende Mai , sondern Ende Juni der Lohn abgerechnet . Es ist übrigends eine 450 € Stelle bei 50 Stunden, kann aber später mehr werden . Damit wäre ich zufrieden , Hauptsache ich habe was . Es sind morgens und nachmittags Schichten . Viel besser als die Stellen in Pusemuckel mit 2mal umsteigen wo man schon um 6 Uhr da sein muß , auch an Wochenenden und Feiertagen . An Feiertagen kommt man doch nicht weg .

Heute muß ich zum Arbeitsamt , hab auch schon eine Mail geschickt wegen der Vorstellung :)z .

D/.ortis xL.


Ich habe die Arbeit ;-D ;-D

Aber enorm anstrengend ist die . Ich habe Schiss vor mir selbst weil ich die Arbeit habe.

Das größte Problem ist für mich vermutlich das Frühstück, jeder bekommt etwas anderes und ich kann mir von den meisten den Namen nicht merken.

Zu Essen gab es heute Beefsteakhack mit Erbsen (beides war eingefroren) und Kartoffelbrei ,zum Nachtisch Apfelschnee. Letzteres kannte ich nicht. Geschlagene Sahne mit Apfelkompott aus dem Glas . Hat kaum jemand gegessen , dabei war das lecker.

Während man kocht muß man jemanden ständig im Auge behalten und nein das nicht, nein jenes nicht sagen . Diese Frau hat schon einiges zerdeppert.

Jetzt brauche ich ein Polizeiliches Führungszeugnis (hab ich schon erledigt) und zum Gesundheitsamt muß ich .

Ich muß mich entscheiden ob ich von den 450 € Rente bezahlen möchte . Ich weiß nicht ob das Arbeitsamt das übernimmt .Daran Interesse habe ich .

Ja, Formulare muß ich noch einige ausfüllen {:(

Dg.orijs WL.


Ich weiß nicht ob das die richtige Entscheidung ist , habe richtige Bedenken .

Jetzt mach ich mich ins Bett , bin seit 4.45 Uhr auf den Beinen zzz

D{.o;risx L.


Heute war ich im anderen Heim , dachte, jetzt näh ich die Knöpfe an , aber heute wurde der Mai gefeiert. Zuerst mal habe ich der Chefin vom sozialen Dienst gesagt das ich seltener kommen kein weil ich eine Arbeit habe. die war ganz geknickt, warum habe ich nichts gesagt , mich hätte man bestimmt irgendwo unterbringen können . Die Leute mögen mich doch so . Na, das ging runter wie Öl ;-D . Dabei habe ich schon am Anfang gesagt das ich arbeitssuchend bin . Tja, so ist das.

Die Heime sind total verschieden . Das eine ist altmodisch und mit Sicherheit nicht auf dem neuesten Stand . Mir hat von Anfang an gefallen wie man mit den alten Leuten umging . Da wird geherzt und geknuddelt . Von Zuhause aus kenne ich das nicht , niemals wurde man in den Arm genommen .

Das andere Heim ist sehr sehr modern, alles Ecken und Kanten und Chrom. Gemütlich ist was anderes. Freundich und lieb sind die Angestellten auch , aber geknuddelt wird nicht.

Da war ich also im Cafe vom Heim und mußte der einen Frau der ich bereits mehrmals Kleidung geändert und repariert habe verklickern das ich die nächsten Hosen die sie schon wieder neu mitgebracht hatte, nicht machen könnte. Das hat sie nur schwer begriffen . Ich muß mir übers Wochenende noch eine Hose nähen für die Arbeit weil nur Hosen die man mit 60° Grad waschen kann akzeptiert werden. Sie wollte mir eine Hose geben die hat nur 10€ gekostet, dafür könnte ich nicht selbst nähen . Stimmt ! Ich zieh aber nur selbstgemachtes an und Plastikstoff finde ich sowieso ätzend Sie war ziemlich geknickt . Das kann ich aber nicht ändern , an diese Arbeit muß ich mich erst noch gewöhnen.

P!lüslchbiesxt


Tja, die vom Heim dachten wohl, so schnell findest du keine Arbeit.

In deinem Alter noch Arbeit zu finden ist alles andere als einfach.

D<.or)is JL.


Ich habe auch gedacht ich finde nichts mehr . Insgesamt habe ich 14 Bewerbungen geschickt ,was nicht gerade viel ist. Meine Betreuerin hat mir bei den Bewerbungen sehr gut geholfen , überhaupt eine nette Person . Vielleicht muß man über 60 sein , ich war immer eine Stunde bei ihr und wir haben nicht nur über Arbeit geredet .

Das andere Heim werde ich mir noch warmhalten . Wenn ich passend Zeit habe gehe ich hin . Man weiß ja nie ob mans braucht. Ich habe denen versprochen das ich wenigstens noch alle Knöpfe annähen werde. Dabei hasse ich Knöpfe annähen ;-D .Dort ist es im Moment so das eine wichtige Altenbetreuerin seit Februar krank ist . Die fehlt sehr.


Seit Jahren habe ich unter einem Auge einen kleinen Knubbel unter der Haut . Bei Ärzten war ich schon . Dieser Knubbel ist mal weg , dann wieder da. Seit ein paar Monaten ist der fast nie da, heute auch nichts zu spüren. Ich vermute mal das das mit meinem Befinden zu tun hat . Mir geht es sehr gut , bin wieder soweit das ich scherzen und lustig sein kann. In den letzten Jahren war ich nur noch zynisch.

eOxpec|tatixon


Das freut mich sehr, dass du Arbeit gefunden hast. Ich glaube ja, dass ältere Arbeitnehmer durchaus in einigen Bereichen den Jungen voraus sind. Und wie du siehst, hast du die Leute im anderen Heim schon von dir und deinem Können überzeugt und für dich eingenommen. :)^

Ich wünsche dir für den "Hauptjob" alles Gute und viel Freude daran. Aber lass dich bitte nicht unterbuttern, das Pensum hast du bereits beim Ex-Chef erfüllt.

MZarr)yPoLpxpins


Hallo Doris, auch ich freue mich sehr, dass du eine neue Arbeit gefunden hast.

DD.owrHis/ Lx.


Oh ja, Danke.

Ich war diese Woche 2 Mal vormittags und heute Nachmittag . Vormittags ist anstrengender. Da wird nicht nur gekocht , sondern manchmal auch für Nachmittags gebacken , geputzt wird auch mehr .Ich muß noch Schlüssel bekommen die aber nächste Woche bereit sind und dann bin ich nächste Woche Samstag Nachmittag das erste Mal alleine. Alles was wichtig ist habe ich aufgeschrieben.

Ihr wißt ja, ich bin ein lieber Mensch , hier habe ich auch angeboten eine Schürze für eine Demenzkranke zu nähen . Wir haben die Hoffnung das sie damit beschäftigt ist . Die Schürze finden alle, alle ganz toll und natürlich wird gehofft das ich mehr mache. Heute habe ich schon Probeweise was genähtes mitgebracht . Habe ich der ,ich glaube Chefin, gezeigt und sie meint, ich könnte doch prima Stunden mit nähen im Haus verbringen . Mit mehr Stunden machen oder so , genau habe ich das nicht verstanden . Die Idee ist wohl noch unausgegoren. Ich nehme an für Basar und für die Bewohner . Na ja, mal sehen.

Meine nächsten Kolleginnen sind nett . Von jeder der drei habe ich Tipps erhalten.

D$.[oriBs HL.


Heute habe ich knapp überlebt :=o

Heute war ich zum ersten Mal alleine in der Hausgemeinschaft. Es war nicht gerade einfach . Eine hatte ständig den Drang abzuhauen , eine andere fetzte sich mit ihr weil sie ins Zimmer kam und Sachen mitgenommen hat , diese haute dann auch noch ab. Ich weiß nicht ob ich dem auf Dauer gewachsen bin. Vielleicht lags nur an der Schwüle heute. Dabei hatte ich gar nicht viel zuzubereiten . Nur Tisch decken und das Essen hin stellen.

Bin erst sehr spät mit allem fertig geworden .


Diese Woche war ich bei meiner Ärztin zum EKG . Mein Herz ist leicht angegriffen , sie meint von meinem hohen Blutdruck. Ich meine fast von dem ganzen Ärger in den letzten Jahren . Im übrigen findet sie das ich noch sehr jung aussehe . Das stimmt, ist wohl Veranlagung . Manchmal ist mir das schon peinlich wie man mich dann immer prüfend anschaut .

C:hanc^e007


Doris, was heißt, Du warst alleine dort? Sind dort keine Betreuer, die immer vor Ort sind?

D(.o9ris xL.


Man ist alleine dort , ja. Man ist Betreuerin, Köchin ( naja, der größte Teil des Essens ist tiefgefroren ) und Hauswirtschafterin ..Falls eine Pflegerin kommen muß kann man anrufen . In den ersten 3 Tagen als ich dort war , kamen noch eine Reinigungskraft und eine die sich mit den Senioren beschäftigt hat. Da weiß ich aber nicht genau welche Funktion diese Frau hat . Ich glaube fast sie ist auch eine Reinigungskraft .

Zwischendurch und abends zur Feierabendzeit kam eine der Kolleginnen und hat mir beim Rest geholfen . Besonders das aufschreiben machte mir zu schaffen , aber ich war auch fix und alle. Während ich zum Schluß über alle Flächen mit Desinfektionsmittel wischte ,kam eine immer wieder aus ihrem Zimmer und hatte irgend was mit dem Licht , ich wußte nicht was sie meinte . Rolladen rauf und runter , keine Ahnung . Bestimmt 5 Mal kam sie und dann auf Socken :-o ( Rutschgefahr) und ich natürlich immer hingegangen . . Bis dann zufällig eine Pflegerin dazu kam . Es mußte ein bestimmtes Licht eingeschaltet werden ....... Womöglich habe ich beim wischen noch irgendwas übersehen ":/

Diese eine Demente, die kann sich nicht beschäftigen , sie weiß nicht was das ist. Sie weiß nichts mehr .

Diese Woche habe ich einen Nachmittag zu arbeiten, morgens muß ich aber auch zum Gesundheitsamt und hinterher noch in ein Stoffgeschäft weil ich dringend etwas brauche und dem anderem Heim hatte ich versprochen 6 Matrosenkragen zu nähen wofür ich im Laden noch Band kaufen muß . Da habe ich dann also auch einiges zu laufen .

Cohanc4e00x7


Puh. Das klingt für mich befremdlich, dass da viele hilfebedürftige Menschen zusammen wohnen, aber oft genug am Tag dann niemand da ist. Oder habe ich es falsch verstanden und Du löst Dich mit anderen Betreuern ab, so dass immer jemand vor Ort ist?

Aber selbst wenn jemand da ist, dann finde ich eine Person zu wenig.

Eine demente Person (oder mehrere?) inmitten von ebenfalls stark eingeschränkten Menschen stelle ich mir schwierig vor. Bei all der Arbeit, die sonst noch so anfällt, bleibt doch kaum Zeit, sich mit den Menschen und all ihren Bedürfnissen (vor allem auch emotionaler Art) zu befassen.

Wie viele Leute wohnen denn dort? Sorry, falls ich es irgendwo überlesen habe.

DL.oriEs L3.


Es sind 11 Menschen die dort leben . Davon sind 5 mehr oder weniger dement. Einige in der Gruppe sind im Rollstuhl. 2 sind noch sehr jung , unter 40 Jahre. Ich weiß nicht , meiner Meinung nach gehören die unter andere jungen Menschen , aber die näheren Umstände kenne ich natürlich nicht. Einer von denen ist bettlägerig und ihm muß das Essen gereicht werden .

Mittags und Nachts sind sie ganz alleine.

Was ich auch schade finde , nach dem Essen sind alle, bis auf die Unruhige, in ihren Zimmern verschwunden . Das ist aber im anderem Heim auch so , es gibt keinerlei Unterhaltungen miteinander oder geselliges Beisammensein. Außer bei den täglichen Veranstaltungen kommt auch niemand mit den anderen Hausgemeinschaften zusammen.

Es gibt einen schönen Balkon für die Bewohner , aber die bleiben lieber in den Zimmern . Ich weiß das ich selbst zu allen Leuten auf Abstand gehe , andere finden das merkwürdig , aber ich weiß auch das es nicht gut ist für die Seele wenn man nur alleine ist . Also so sehr stell ich mich nicht ins Abseits. Ich weiß auch das Licht und Sonne gut für den Körper ist. Die alten Leute scheinen das Wissen nicht mehr zu haben .

C{hanlceA007


aber ich weiß auch das es nicht gut ist für die Seele wenn man nur alleine ist

Da sagst Du was. Das meine ich mit der emotionalen Zuwendung. Die könnten sich die Bewohner sicher auch teilweise untereinander zukommen lassen. Aber wahrscheinlich nur, indem man sie dazu motiviert und anleitet bzw. begleitend dabei ist.

Ach Mensch, in dem Punkt klingt das wirklich traurig. Als hätten sich alle dort schon aufgegeben. :-|

Aber ich freue mich trotzdem für Dich, dass Du Arbeit gefunden hast. Hoffentlich kommst Du dauerhaft zurecht und vielleicht gelingt es Dir ja auch, wenn Du dann eine Weile da bist und die Abläufe mehr Routine (und somit schneller) werden, hier und da ein wenig zu motivieren.

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