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Mütter, die direkt nach d. Geburt wieder Vollzeit arbeiten?

dTesapaDrecidxa


Hallo! Ich kann mich noch nicht ganz hier einreihen weil wir noch kein Baby haben. Wir möchten aber eines bekommen und der Plan ist dass ich nach dem Mutterschutz wieder vollzeit arbeite.

Gründe dafür sind

- dass ich wesentlich mehr verdiene als mein Mann und dass

- mein Mann außerdem selbständig ist. Er kann leichter wieder einsteigen und vielleicht irgendwann wieder nebenbei etwas machen. Das Kind könnte er dabei weiter betreuen.

- dass mein Mann es sich über alles wünscht, ein Kind großzuziehen.

Ich werde auf jeden Fall auch ein bisschen Elternzeit nehmen aber wohl eher wie "Urlaub" zwischendurch. Vielleicht 1x 2 Monate oder 2x 1 Monat oder so.

Ich werde ausserdem meine Arbeitszeit reduzieren. Das mache ich aber nur weil ich am Tag so zwischen 2 und 4 Überstunden machen muss das wird in meinem Betrieb leider erwartet. Das ist mir dann doch zuviel mit Kind. Ich wollte schauen dass ich so auf 7 oder 8 Stunden am Tag komme.

Ich glaube nicht dass das ein Problem für das Kind ist. Mein Mann ist unheimlich liebevoll und kann sehr gut mit Kindern umgehen.

Für mich wird es wahrscheinlich ein bisschen blöd. Ich könnte mir schon vorstellen dass ich ein bisschen Eifersucht fühle wenn das Kind dann lieber bei meinem Mann ist als bei mir, obwohl ich das natürlich begreifen kann, aber die Gefühle hat man ja trotzdem nicht immer im Griff.

Ich würde mir wünschen dass mein Mann mir das Kind zum Stillen bringt aber ich weiß noch nicht ob das hier in meinem Betrieb alles so klappt wie ich das möchte. Es gibt hier nicht so viele Frauen.

N^ae;ryaxn


Meine Mutter (3 Kinder) ist bei uns allen immer nach recht kurzer Zeit wieder arbeiten gegangen; aufgepasst haben hauptsächlich mein Papa, meine Oma und bei einer meiner Schwestern auch die Tagesmutter. Da meine Mutter mehr verdient und mein Vater sowieso der kinderaffinere Mensch ist, hat das für alle super gepasst. Entwicklungsverzögerungen hatte keiner von uns, eher im Gegenteil ;-) Wir haben alle ein sehr gutes Verhältnis zueinander und ich bin froh, dass meine Eltern auf ihr Bauchgefühl gehört haben bei diesen Entscheidungen, das ermutigt mich, später mal auch für mich ein passendes Modell finden zu können und die Meinung von Leuten, die nicht in meiner Haut stecken, nicht allzu ernst zu nehmen.

Für mich bedeutet Familie sehr viel mehr als die intensive Betreuungszeit des Baby- und Kleinkindalters. Aufs ganze Leben gesehen ist diese Zeit ohnehin recht kurz und das Gefüge verändert sich eh dauernd, je nach Lebensphasen, Alter und Konstellationen. Dass das Grundkonzept zu den Menschen passt, die hier ihren Beitrag leisten, halte ich für wichtiger als irgendwelche aufgestellte Ideologien.

uqnabhqängige_'Varxiable


Technikerin89 :)^ :)^

aber wie man sieht, gehören zu solchen Modellen eben auch Männer, die diese Entscheidung mittragen und unterstützen...und eben ein Stück weit ihr Rollenvorbild als "Ernährer" auch flexibilisieren bzw. an die Umstände anpassen...

@ naeryan:

"Dass das Grundkonzept zu den Menschen passt, die hier ihren Beitrag leisten, halte ich für wichtiger als irgendwelche aufgestellte Ideologien." das stimmt wirklich....

was sollte frau eurer Meinung nach tun, wenn sie ein komplett anderes Grundkonzept hat als der Mann? z.b. diesen Kinderwunsch hat, selbst sehr gute berufliche Perspektiven aber eben einen traditionell eingestellten Mann, der sich eben gar nicht an Kindererziehung, Hausarbeit etc. beteiligen will?

Sgcho{kolaBdensücxhtige


Ich hatte mal eine Kollegin, die hat im Büro (Nebenraum/Ruheraum) abgepumpt und hatte einen kleinen mobilen Kühlschrank. Also nix Kind bringen, sondern abpumpen. Bei ihr war auch der Mann zu Hause.

Tpech$nikeNrind8x9


Was Frau tun soll bei so einem Mann? Man muss gemeinsam überlegen ob man einen Kompromiss finden kann, bei dem beide glücklich werden oder nicht. Wenn der (dein?) Mann da nicht mit sich reden lässt bleibt wohl nur das zu akzeptieren und versuchen trotzdem glücklich zu werden oder sich zu trennen.

Wir haben uns schon sehr früh darüber unterhalten. Es war klar, dass ich mehr verdiene und nicht ewig zuhause bleiben kann (ich würde verrückt werden). Für meinen Mann war das OK und er will gern länger zuhause bleiben.

Bvlau%eRSose12


Dass eine Mutter mind. 1-2 Jahre zu Hause beim Kind sein muss ist das alte deutsche Denken. In den 60igern war es ja noch so, dass die Mutter Vollhausfrau war, was anderes ging garnicht, wenn man Kinder hatte.

Aus keinem anderen Land kenne ich das so. In den USA gehen die Frauen nach 6 Wochen wieder voll arbeiten (und arbeiten auch bis zur Entbindung, mal so nebenbei). Dann wird das Kind in die Krippe gegeben. Da ist das völlig normal und ich sehe nicht, dass die Kinder dadurch geschädigt sind. In anderen europäischen Ländern ist min. zu Hause nur ein Jahr.

Ich selbst hatte auch eine vollzeit-arbeitende Mutter nach einem Jahr zu Hause.

Wenn die Frau gut verdient, warum sollte sie nicht sofort wieder arbeiten gehen? Eine Au-Pair fände ich super.

Das Stillen ist gesetzlich festgelegt und man kann mehrmals am Tag die Firma verlassen, um zu stillen, ich glaube für 20 min.

Lyol;aX5


Daumen hoch für diesen Faden! :)= Ich fände es auch sehr interessant, zu dem Thema konkrete Erfahrungsbericht zu lesen. :)D

In anderen Ländern, die nicht so umfangreiche Elternzeitmodelle haben, bekommen Menschen schließlich auch Nachwuchs, ohne dass danach die ganze Gesellschaft gestört wäre. ;-D

Mich nervt es, dass im deutschsprachigen Raum nach wie vor so ein Über-Mutter-Ideal propagiert wird und schnell mal in den Raum gestellt wird, dass man doch besser keine Kinder bekommen sollte, wenn man nach der Geburt nicht 24-7 um den Nachwuchs rotieren möchte.

%-|

Gab's ja auch hier schon (zwar als Aussage über die eigenen Ansichten, aber trotzdem schwingt da meist ja auch der Subtext mit, dass man es falsch findet, wenn andere es so machen. Siehe Wortwahl wie "abgeben".):

Trotzdem, für mich (und auch meine Freundin) ist es klar das man sich kein Kind "anschaffen" muss wenn man es praktisch sofort nach der Geburt "abgeben" und sein altes Leben weiterführen will.

Ein Elternteil sollte in unseren Augen einfach 1-2 Jahre Zuhause bleiben, logischerweise eher das Elternteil mit dem geringeren Gehalt.

In meinen Augen ist es wichtig, dass BEIDE Elternteile für das Kind aktive und verfügbare Eltern sind. Und ich finde es auch überhaupt nicht "logisch", dass automatisch der mit dem geringern Verdienst zuhause bleibt. Beide Elternteile sind wichtig, daher sollten m.E. im Idealfall auch beide die Arbeitszeit reduzieren. Selbst wenn der Mann doppelt oder dreimal soviel verdient wie die Frau, sehe ich das so. Man kann sich ja insgesamt einschränken. Aber so manchen ist es wichtiger, dass man sich Haus, Urlaub und massenweise Krempel für's Kind leisten kann, als dass der Vater ein aktiver Vater ist. ":/ Zumindest entsteht manchmal der Eindruck. (Denn die, bei denen es finanziell wirklich knapp ist, können es sich ohnehin nicht leisten, dass nur einer arbeitet!)

cFri<echarlxie


Ich habe seit Geburt des ersten Kindes immer so gearbeitet, dass ich mittags zu Hause war, die ersten 3 - 4 Jahre bei jedem Kind also nahezu gar nicht (hat sich teilweise überschnitten).

Ich finde das für die Entwicklung wichtig.

Nun sind die kids größer, ich arbeite mehr und ich merke, wie viel man verpasst, wenn man 8 stunden aus dem haus ist. es geht unglaublich viel an einem vorbei. man schaltet so in den oberflächlichkeitsmodus. der laden läuft zwar, aber alles ohne echte tiefe. man kennt die freunde teilweise nicht mehr, verpasst schulaufgaben oder wichtige noten.... weiß nicht, wie das kind den nachmittag so verbracht hat.....

beide eltern vollzeit mit minderjährigen kindern im haus?

von mir ein klares no-go, etagl, in welchem alter der kinder.

Lro,laXx5


was sollte frau eurer Meinung nach tun, wenn sie ein komplett anderes Grundkonzept hat als der Mann? z.b. diesen Kinderwunsch hat, selbst sehr gute berufliche Perspektiven aber eben einen traditionell eingestellten Mann, der sich eben gar nicht an Kindererziehung, Hausarbeit etc. beteiligen will?

Ich würde über einige Zeit hinweg Gespräche über das Thema führen, und meine Argumente darlegen, warum ich glaube, dass der Vater für das Kind genauso wichtig ist, wie die Mutter und warum ich daher eine moderne Teilung der Aufgaben für erstrebenswerter halte. Wenn der Mann diese Überlegungen nicht einleuchtend findet, und sich weiterhin eine klassische Rollenteilung wünscht, dann müsste er sich dafür eine andere Frau suchen. Ich würde unter diesen Voraussetzungen nicht (geplant) schwanger werden.

Und mehr als meinen Teil der Hausarbeit, bin ich auch nicht bereit zu machen. (Wenn der Mann solo ist, muss er sich schließlich auch um seinen Haushalt kümmern...)

SJon}niGborx86


Ich bin bei beiden wieder direkt Vollzeit gegangen. Bei meinem Sohn war ich mitten im Studium und er kam mit 10 Tagen zur Tagesmutter. Mit 9 Monaten ist er in eine Krippe gewechselt. Er wurde 6 Monate voll gestillt (Hab für bei der Tagesmutter abgepumpt ). Ich hab es sehr genossen nicht zu Hause zu sein. So war ich viel entspannter. Mein Mann hat auch Vollzeit gearbeitet. Bei meiner Tochter war von Anfang an klar, dass auch keiner Elternzeit nimmt. Wir sehen schlichtweg keine Notwendigkeit. Ich würde es nicht wollen. Ich weiß, dass ich nicht glücklich damit wäre und nur eine Glückliche Mutter ist eine gute Mutter. Mein Mann könnte sich vorstellen Elternzeit zu nehmen, allerdings kann er es beruflich nicht. Er käm sozusagen nicht mehr rein in den Job. Meine Tochter ging allerdings mit 8 Wochen gleich im die Krippe. Heute isr mein Sohn fast 8,meine Tochter wird im April 2. Beide Kinder sind glücklich und gut entwickelt

H+oney915_mit_Mixni13


Ich glaube nicht dass ein Kind dadurch massiven Schaden nimmt, ich als Mutter würde mich aber in den arsch beißen so eine schöne Zeit zu verpassen. Grade die ersten Wochen und Monate, das erste Lächeln, das erste "Mama", der erste Schritt... All das macht doch das Kinder kriegen aus.

Ich könnte es mir nicht vorstellen. Ich bin nach 12 Monaten wieder arbeiten gegangen, mein Mann war dann noch 2 Monate zuhause für die Eingewöhnung bei der tagesmama.

Die Zeit mit den Kindern verfliegt eh schon so schnell, ich würde mir das also 10 mal überlegen. :)D

d{anaex87


Beide Elternteile sind wichtig, daher sollten m.E. im Idealfall auch beide die Arbeitszeit reduzieren. Selbst wenn der Mann doppelt oder dreimal soviel verdient wie die Frau, sehe ich das so. Man kann sich ja insgesamt einschränken. Aber so manchen ist es wichtiger, dass man sich Haus, Urlaub und massenweise Krempel für's Kind leisten kann, als dass der Vater ein aktiver Vater ist. ":/

Meine Meinung. Und wenn beide ein wenig reduzieren dann steht am Ende auch niemand bei Rente, Trennung oder Todesfall dumm da.

LxolaxX5


Mutter würde mich aber in den arsch beißen so eine schöne Zeit zu verpassen. Grade die ersten Wochen und Monate, das erste Lächeln, das erste "Mama", der erste Schritt... All das macht doch das Kinder kriegen aus.

Finde ich nicht. Wenn man Kinder bekommt, dann ist man für den Rest seinens Lebens Eltern. DAS macht für mich das Kinderkriegen aus. Manche sind ganz verrückt nach Babys, aber das ist doch nur eine kurze Zeit. Wenn es darum ginge, fände ich es - überspitzt ausgedrückt - fast schon irgendwie traurig. ":/ Ich stelle mir die Jahre und Jahrzehnte NACH der Babyzeit jedenfalls wesentlich interessanter vor, als die erste Zeit, in der sie ganz klein sind...

dManaex87


Och, jede Zeit hat so seines. Ich bin auch nicht so der Baby-Fan, aber es ist schon sehr spannend zu beobachten wie Facette um Facette aus diesem Büdel zum Vorschein kommt. Eher ein Chameur oder eher Kampfschweinchen? Kommunikativ oder eher der Typ der was mit sich ausmacht? Sozial oder eher für sich? Da kann man schon im ersten Jahr viel erleben und so Stück für Stück. Als ob Schicht für Schicht auftaucht. Das kann man sonst nie wieder so miterleben.

ROajuMerch:ant


Ist es denn schädlich für ein so junges Kind nicht ausschließlich von der Mutter betreut zu werden?

Total. Wenn die Bezugsperson keine Titten hat, kann das drastische Unterernährung und daraus resultierend schwerste Hirnschädigungen hervorrufen. In Extremfällen kann das tödlich enden. Steht irgendwo im CSU-Programm, glaub ich. Eventuell kann man das aber abmildern, indem der betreuende Vater eine Langhaarfrisur trägt, das ist dann ja fast schon Frau. (Steht nicht im CSU-Programm, solche Tricks muß man sich selbst ausfuchsen.)

(Fehlt irgendwem /ironie:off?)

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