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Mütter, die direkt nach d. Geburt wieder Vollzeit arbeiten?

N7anvnia77


@ Lola

Doch,genau das hab ich mir immer gewünscht und wünsche ich mir manchmal heute noch.

L9olUaX5


Doch,genau das hab ich mir immer gewünscht und wünsche ich mir manchmal heute noch.

Ok, das ist dann ein extremer Fall. :-/

Hast du so wenig Freude am Leben, dass du es nicht als Glück empfindest, zu leben? ":/

cEosmholrighxt


Nanni77

Vergangenes kannst du nicht mehr rückgängig machen, du kannst höchstens aus negativ Vergangenem positiv lernen um es dann besser zu machen.

Und es hilft auch nicht, über Vergangenes zu grübeln, das macht nur mürbe und traurig.

Mir hat es beispielsweise immer geholfen, dass ich den Kontakt zu Menschen, bei denen ich spüre, dass sie mir und meiner Seele " nicht gut tun " rigoros abbreche.

Vielleicht solltest du auch versuchen so bestimmt zu leben, dann geht es dir vermutlich besser.

Nqannui77


In wenigen Phasen meines Lebens.da ich aber schon seit dem frühen Teenager Alter an Depressionen leide, die auch erst spät diagnostiziert wurden,ist das nicht so einfach.

Ich hasse mein Leben nicht jeden Tag und sicher empfinde ich auch oft Freude. Ich hab tolle Freunde,arbeit usw.Aber ich hänge nicht an meinem Leben. Ich hab keine Suizid Gedanken, aber wenn ich morgen sterben würde, es wäre mir egal.

N=an:ni7x7


Cosmolight,ich grübelda nicht mehr drüber und ich hab in der Therapie gelernt damit umzugehen das meine Mutter ist wie sie ist.Ich hätte auch einfach nicht diesen faden lesen sollen weil es einfach triggert.

cJosZmolixght


Schau mal, Nanni 77 ...

Du hast Pech gehabt im Leben, deine Mutter war nicht gut zu dir.

Ich hatte auch Pech im Leben, ich kenne kein richtiges Vater-Tochter-Verhältnis weil mein Vater sehr jung und dazu auch noch an einer wirklich schrecklichen Krankheit verstorben ist.

Ich könnte doch jetzt eigentlich auch denken, dass ich aufgrund der Krankheit meines Vaters gesundheitlich irgendwie erblich vorbelastet bin - mache ich aber nicht -.

Ich denke mir, mehr als gesundheutliche Vorsorgemaßnahmen kann ich nicht wahrnehmen - und was kommen soll wird kommen.

Und deshalb mein Wunsch für dich ... seh es ein wenig positiver - mach ich auch ... okay ? :)_

LholaXx5


@ Nanni77

Tut mir leid, dass du dich mit Depressionen herumschlagen musst. :-/

Von einer analytischen Perspektive stellt sich aber die Frage, ob deine Kindheit wirklich besser gewesen wäre, wenn deine Mutter gar nicht oder nur Teilzeit gearbeitet hätte. Das ist eine Hypothese, die nicht zu überprüfen ist.

Du vermutest, dass es besser gewesen sein könnte, wenn sie nicht gearbeitet hätte. Aber du kannst es nicht wissen. Niemand kann das. Du hättest dir gewünscht, dass sie mehr für dich da ist und auf dich eingeht, als sie es getan hat. Aber das hätte sie vielleicht (vermutlich ???) auch als Hausfrau und Vollzeit-Mutter nicht gekonnt. Du sagst selbst, dass sie ist, wie sie ist. Das macht es aus meiner Sicht eher unwahrscheinlich, dass ein und dieselbe Person minus Berufstätigkeit plötzlich eine supertolle (oder auch nur passable) Mutter gewesen wäre. ":/ So einen Tag-Nacht-Unterschied kann das Ausmaß der Berufstätigkeit der Mutter m.E. nicht ausmachen.

NWaMnni7x7


Naja einen Vater hatte ich auch nicht, meine Eltern haben sich früh scheiden lassen und dann war er weg. Kontakt gabs sporadisch. Er ist vor fünf Jahren an Krebs gestorben, was mich aber nicht belastet. Er war eh nie da.Alles was ich hatte waren meine Großeltern und die sind mittlerweile leider verstorben.

Aber das sollte hier jetzt nicht Thema sein, ich wollte den Faden nicht schreddern.

Eigentlich wollte ich nur sagen das es eben nicht immer gut ist wenn Kinder früh betreut werden wenn die Eltern arbeiten. So wie jedes Eltern Paar anders ist, sind es nunmal auch die Kinder und derem Bedürfnisse sollten nicht vergessen werden.

NwannRi77


Lola, doch sehr wahrscheinlich wäre es anders gewesen. Eine zeitlang war es nämlich schön. Es war nicht von Anfang an Scheisse. Die Probleme kamen je länger meine Mutter gearbeitet hat und sie nur noch gestresst und genervt war.

vYioTlett#a94E2


Ich bin zwiegespalten was das Thema angeht.

Mir ist einerseits bekannt, dass es zu DDR Zeiten damals Gang und Gebe war, die Kinder mit 6 Wochen für 8 Stunden pro Tag in die Kinderkrippe zu geben (also ab der 6. Lebenswoche) und diese Menschen leben heute auch und sind sicher nicht alle psychisch krank. Auf der anderen Seite habe ich durch meinen Job oder durch Berichte erlebt, was es bedeutet, wenn Kinder früh von den Eltern getrennt sind.

Es gibt da das sogenannte Hospitalisierungssyndrom, das ursprünglich darauf zurück zu führen ist, dass Kinder in Krankenhäusern oftmals lange von den Eltern getrennt waren. Es gilt aber auch für Kinderheime und eben auch, wenn Eltern früh arbeiten und das Baby fremdbetreuen lassen.

Nach all meinen Erfahrungen und dem was ich bezüglich Arbeit und eigener Nachforschungen gesehen habe, bin ich zu dem Entschluss gelangt, dass man wenn man die Möglichkeit hat, echt bis zum 2./3. Lebensjahr mit dem Kind daheim bleiben sollte.

Aus genannten Gründen ist das natürlich nicht immer so möglich und sicher wachsen und gedeihen diese Kinder auch. Die Frage ist aber eben wie sich das auf die Bindung auswirkt und auf die spätere Entwicklung.

Auch in Amerika ist es bei den Frauen häufig so, dass sie ihre Kinder heute noch sehr früh fremdbetreuen lassen, weil es den Mutterschutz dort so nicht gibt und das Sozialsystem eben nicht so funktioniert wie bei uns in D-Land.

v?io:lett}a94x2


Unsere Mutter war zwischenzeitlich ebenfalls alleinerziehend und war irgendwann sehr genervt Kinder und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Sie hat 40 Stunden die Woche gearbeitet und hatte den Haushalt plus uns Kinder. Ich kann es nur bestätigen. Alleinerziehend ist es definitiv härter, schwerer und anstrengender und es ist ganz anders, wenn die Mutter zu Hause ist. 2 Jahre später hat sie dann Teilzeit gearbeitet und hatte viel mehr Zeit für uns (als unser Herr Vater wieder zahlte- aber weiterhin getrennt von ihr lebte). War auch selbst sehr viel entspannter. Durch den Vollzeitjob kam es dann auch innerhalb von unserer Mutter und uns zu Konflikten und es gab ständig Stress und Ärger.

Als sie Teilzeit gearbeitet hat, war jemand zu Hause, hat für uns gekocht und mit uns Hausaufgaben gemacht.

Alleinerziehende sind in unserem System eindeutig am bescheidensten dran. Sie müssen Haushalt, Job und Kind auf die Reihe bekommen und obendrein wirkt sich diese Hetzjagd letztendlich auch auf die schulischen Leistungen der Kinder aus.

WJat=erlix2


Also mit dem Stillanspruch konkret kenn ich mich nicht aus, aber ich hab mal erlebt, dass sich das auch mit Arbeit realisieren lässt. Eine Bekannte von mir bekam dann Pausen, der Mann brachte das Kind vorbei und sie hat es dann immer mal gestillt während der Arbeitszeit.

Ich kenn sonst noch eine Mutter, die ihr Kind im Studium bekommen hat, was eh schon total über die Zeit verlängert war und dann noch Prüfungen nicht geschafft hat usw. und die musste dann zeitweise einfach arbeiten, um überhaupt irgendwie klarzukommen (als Student kriegt man z.B. kein Hartz4). Die hat dann auch gar nicht gestillt (meinte aber weil es auch höllisch wehtat bei ihr an der Brust) und das Kind auch schon mit 3 Monaten mal 5 Tage zur Oma gegeben um dann am Stück arbeiten zu können. Und der Vater war auch bald weg. Sonst war das Kind auch oft bei einer Tagesmutter. Manchmal gehts einfach gar nicht anders aber ich würd da nicht unterstellen, dass das jetzt gleich total schlecht für die Kinder ist und das Kind wirkte auf mich auch nicht unglücklich oder unnormal.

dcana6e87


Immerhin hat sie einen sehr guten Abiturabschluss und ein erfolgreich abgeschlossenes Studium mit kognitiv anspruchsvollen Fächern.

Das ist für mich kein Indiz dafür ob jemandem seine Erziehung gut getan hat oder nicht. In so einer psychiatrischen Klinik befinden sich mit nichten nur Leute mit fehlendem IQ. Genau genommen war der Schnitt der Patienten in der Einrichtung in der ich am längsten war sogar ziemlich konstant über dem Durchschnitt der Bevölkerung. Viele hatten gute Abschlüße an der Uni und entsprechende Jobs und wollten sich dennoch umbringen.

Soweit ich weiß beziehen sich bisher die Studien die sich mit den Folgen früher Fremdbetreuung beschäftigen auch fast ausschließlich darauf wie erfolgreich jemand beruflich betrachtet ist, die empfundene Zufriedenheit, BIndungsfähigkeit und soweiter werden nicht berücksichtigt.

Lola

Selbe Erfahrung wie Nanni hier. Obwohl die Belastungen früher höher waren, mein Vater verfolgte uns noch, wir hatten kaum Geld und zogen ständig um, war meine Ma eine entschieden entspanntere und bessere Mutter als sie weniger gearbeitet hat. Später hatten wir ein Haus, sie einen Mann dazu, niemand wollte uns mehr umbringen und so konnten wir wohnen bleiben. Die Kinder größer und weniger betreuungsintensiv... Aber meine Ma war durch den Job plus Haushalt matsch. Die hatte keine Kraft mehr zu zuhören, was zu spielen, zu kuscheln oder einen Ausflug zu machen. Wenn man ihr was erzählen wollte dann immer im Dauerlauf hinter ihr her bei der Hausarbeit. Grundsätzlich. Mein Stiefvater war gar nicht mehr fassbar, aber das hatte noch andere Gründe.

Es hat nicht jeder Mensch die Energie für Vollzeit und Haushalt und Kinder, von Hobbys und Partnerschaft ganz zu schweigen. Und es reichen auch nicht jedem Kind die zwei Stunden nach der Betreuung. Fremdbetreuung ist Arbeit für Kinder. Nicht jedes Kind hält so eine VZ Betreuung durch, wenn es überhaupt eine gibt und man nicht alleine am Boden liegt und dem Staub beim wirbeln in der Luft zusieht.

v)ioUletta.942


Man sollte natürlich nichts verallgemeinern und klar kann man nicht sagen: Das ist in jedem Fall schlecht für alle Kinder.

Ich kann aber eben nur betonen, dass es wichtig ist früh eine intensive Bindung zum Kind aufzubauen (steht in jedem Lehrbuch der Entwicklungspsychologie) und wenn das Kind gleich von Anfang an fremdbetreut wird, obwohl die Mama eben die Bezugsperson ist, weiß ich nicht ob sich das immer positiv auswirkt.

Man kann eben endlos diskutieren und ja. In manchen Fällen geht's eben nicht anders. Wir leben eben nicht mehr im 20. Jahrhundert, wo die Frau nur Kinder bekommen und den Haushalt geschmissen hat.

LJolazXx5


Für mich ist das eigentliche Problem bei diesen Geschichten aber die Abwesenheit des Vaters (bzw. davor ggf. die Entscheidung für den falschen Mann). Die Überlastung der Mutter ist dann erst die Folge...

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