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Chefin erzählt Vorgesetztem Müll über mich

Alias 719466 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

mein neuer Vorgesetzter hat mir heute gutmeinend empfohlen, dass ich wegen einer Weiterbildung, die ich neben der Arbeit privat durchführen möchte, beruflich keine Angriffsfläche liefern soll. Ich soll diverse Auflagen erfüllen, über die ich nur müde lächeln kann, weil ich das in den letzten Jahren während einer vergleichbaren Weiterbildung in etwa zu 150 % erfüllt habe. Unter anderem soll ich bei Zuarbeiten auf Fristen achten und bei Buchungen lieber noch ein zweites Mal hinsehen, da ich mir diesbezüglich in den letzten Jahren einen größeren Schnitzer geleistet hätte ???

Allerdings weiß ich von alledem nichts und kann mich auch nicht dazu rechtfertigen, weil man mir keine Details nennen will. Meine Kolleginnen attestieren mir die höchste Arbeitssorgfalt und das höchste Arbeitstempo in der Abteilung, was nebenbei bemerkt nicht weiter verwunderlich ist, da ich im Privatleben auf ganzer Linie versagt habe. Wegen dem scheiß Dienstweg komme ich auch nicht wirklich an die Person heran, die diesen Blödsinn herausgehauen an. Außerdem sollte ich die Füße still halten, weil man meine erneuten Weiterbildungspläne billigt. Muss ich mich jetzt noch auf "meinem Terrain" demütigen und mir so einen Mist anhängen lassen, von einer Person, die null Detaileinblick in meine Arbeit hat und das offenbar geträumt hat? Was würdet ihr tun?

Antworten
S_ilbeormoMndauxge


Habt ihr einen Betriebsrat ?

Ansonsten den Depp ignorieren, der hat wahrscheinlich Angst dass du schlauer bist als er. Wenn er schon keine Details nennt dann wird wohl auch nicht viel dran sein an den Vorwürfen

Alias 719466


Habt ihr einen Betriebsrat ?

Einen Personalrat haben wir, aber der ist oft wie eine Tablette ohne Wirkstoff. Unser Vorteil ist, dass es immer noch einen höheren Vorgesetzten gibt, wobei der einen eben nur punktuell schützen kann. Mittelfristig bringt das keine Punkte. Meine Chefin hat schon mal meine Einwände ignoriert und sich dann "übergangen" gefühlt, als ich den höheren Chef einschaltete. Damals ging es darum, dass ich von mehreren dummfrechen älteren Mitarbeiterinnen, die mich als Bedrohung angesehen haben, schikaniert wurde und als Symptombekämpfung mit deren Spitzel in ein Zimmer gesetzt werden sollte. Mittlerweile stehe ich in der Abteilung am anderen Ende der Nahrungskette, aber das ist noch nicht wirklich bei ihr angekommen. Eine Kollegin und ich haben über Jahre die Baustellen in der Abteilung in Eigeninitiative bereinigt, immer auf inoffizieller Basis und ohne ihre Kenntnis. Ich hab die Schnauze voll von ihren dämlichen Machtspielchen, weil das mittlerweile den überwiegenden Teil von ihrem "Führungsverhalten" ausmacht.

Ansonsten den Depp ignorieren, der hat wahrscheinlich Angst dass du schlauer bist als er. Wenn er schon keine Details nennt dann wird wohl auch nicht viel dran sein an den Vorwürfen

Der "Depp" hat viel mehr drauf als ich und versucht mich (und im Endeffekt auch sich) nur zu schützen. Dafür habe ich auch volles Verständnis. Und er weiß, dass ich mir zwecks Gegendarstellung Zeugen hinzuziehe, sodass die Sache die Runde macht, wenn er mir Details nennen würde. Ich bin alles andere als frei von Fehlern, aber eine Fehlbuchung im großen Stil gehört nun gerade nicht dazu, zumal unsere Finanzer und meine langjährigen Kolleginnen genauso aus allen Wolken gefallen sind, als ich ihnen davon erzählt habe.

Alias 719466


Es gibt da auch noch zwei andere Probleme:

1. Bei uns gibt es Dinge, die sich Sachbearbeiter-seitig überhaupt nicht beeinflussen lassen. Wenn jemand unterhalb der Pfändungsgrenze nicht zahlt, dann zahlt er eben nicht.

2. Wir mussten in der Vergangenheit die Bereiche von mehreren unbesetzten Stellen aufarbeiten und haben dort diverse "Bomben" ausgehoben.

Eine Führungskraft ohne Detaileinblick, die immer nur mal sporadisch "hineinregiert", kann also fremdes Verschulden ohne Weiteres dem Falschen zuschreiben. Früher hab ich diese Person mal als "hart aber fair" eingeschätzt, mittlerweile nur noch als ignorant-autoritär.

w[intecrsonnxe 01


Beantrage doch bei ihr ein Mitarbeiter - Vorgesetzten Gespräch und sage ihr da, was dich konkret stört. Und sage ihr auch, dass, wenn du mit ihr das Problem nicht klären kannst du dich leider an den nächsten Vorgesetzten wenden musst. ;-)

dann kann sie sich nicht übergangen fühlen.

Alias 719466


@ wintersonne 01

Beantrage doch bei ihr ein Mitarbeiter - Vorgesetzten Gespräch und sage ihr da, was dich konkret stört. Und sage ihr auch, dass, wenn du mit ihr das Problem nicht klären kannst du dich leider an den nächsten Vorgesetzten wenden musst. ;-)

dann kann sie sich nicht übergangen fühlen.

Grundsätzlich die beste Idee, aber in dem Fall auch ungünstig. Ich kann nicht wegen jeder Kleinigkeit Wellen schlagen, zumal sie ja nicht weiß, wie viel ich mit meinen freien Kapazitäten hier tatsächlich kompensiere und dementsprechend auch mal das Recht hätte, auf den Tisch zu hauen. Und wie gesagt - man "billigt" meine Weiterbildung und kommt mir damit scheinbar entgegen. Tatsächlich mischt man sich auch damit über Gebühr in meine Privatangelegenheiten ein.

wGintyers[onnxe 01


Tatsächlich mischt man sich auch damit über Gebühr in meine Privatangelegenheiten ein.

mh, das vesrtehe ich nicht ganz ":/

Bei einem solchen Gespräch sollst du ihr n erklären, was du alles machst und kompensiert, gerade, wenn sie das gar nicht weiß/siehst.

Dann kannst du auch deine Gefühle etwas erläutern, dass du enttäuscht bist und was du eigentlich von ihr an Annerkennung erwartest.

Wenn du es nicht kommunizierst, wird es sich nie ändern...und ärgern tut es dich ja ;-)

Reio GrJande


Privat ist privat – Was erzählst du auch solche Dinge.

Und die besten Mitarbeiter haben Neider.

Alias 719466


@ wintersonne 01

mh, das vesrtehe ich nicht ganz ":/

Bei einem solchen Gespräch sollst du ihr n erklären, was du alles machst und kompensiert, gerade, wenn sie das gar nicht weiß/siehst.

Dann kannst du auch deine Gefühle etwas erläutern, dass du enttäuscht bist und was du eigentlich von ihr an Annerkennung erwartest.

Wenn du es nicht kommunizierst, wird es sich nie ändern...und ärgern tut es dich ja ;-)

Was sollte sie das jetzt, wo vieles läuft, wie es sollte, noch interessieren? Für sie bin ich einerseits ein fleißiger und andererseits ein problematischer Mitarbeiter, weil durch die Schikanen ihrer jahrzehntelangen Mitarbeiter mir gegenüber einige Konflikte nach außen getreten sind. Aber das ist lange her, genauso aber ein Großteil meiner Rationalisierungsmaßnahmen. Ich bin kein Computerexperte, aber vorher waren wir wortwörtlich in der Steinzeit und es wurde vor allem nicht gesetzeskonform gehandelt. Wohlgemerkt habe ich nie versucht, die altgedienten Kollegen irgendwie zu korrigieren, sondern das hat sich erst im Zuge des Personalwechsels ergeben, als die alle weg waren. Vieles davon war auch unumgänglich. Und meine vorherige Vorgesetzte, die diese Maßnahmen maßgeblich mitbekommen hat, ist mittlerweile auch weg. Jetzt brauche ich nicht mehr damit anfangen, darauf hinzuweisen, denn einen Großteil davon würde sie sowieso nicht begreifen und dann stehe ich allenfalls wie ein Wichtigtuer da. Hängen geblieben sind nur die vielen Unwahrheiten über mich und diverse Konflikte, die ich deswegen mit ihr hatte.

@ Rio Grande

Privat ist privat – Was erzählst du auch solche Dinge.

Und die besten Mitarbeiter haben Neider.

Diese Weiterbildung kollidiert geringfügig, aber konstant mit unserer Arbeitszeit. Deswegen musste ich das ansprechen.

Als "besten Mitarbeiter" würde ich mich übrigens keinesfalls bezeichnen. Zu den relevanten Mitarbeitereigenschaften zählen bekanntlich auch zwischenmenschliche Kompetenzen und deswegen hat(te) jemand anderes durchaus das bessere Gesamtpaket, was ich auch anerkenne. Meinen Kollegen helfe ich halt lieber, indem ich bei deren Arbeit mit anpacke, anstatt irgendwelches hohles Socializing zu betreiben. Honoriert wird aber eher Letzteres.

R*io G2randxe


Falls die Arbeitsbelastung zu och ist, hat das die Leitung zu kümmern und nicht dich, denn wie du schon sagtest – es zahlt sich nicht aus.

Mach dich rar und unersetzlich, aber doch bitte nicht angreifbar und verletzlich.

Alias 719466


@ Rio Grande

Falls die Arbeitsbelastung zu och ist, hat das die Leitung zu kümmern und nicht dich, denn wie du schon sagtest – es zahlt sich nicht aus.

Mach dich rar und unersetzlich, aber doch bitte nicht angreifbar und verletzlich.

Es wird aber von mir erwartet, dass ich bei anderen mithelfe. "Wir sind ja ein Team." %-| Das "Teamwork" ist noch ein Relikt aus der Zeit, in der man versucht hat, mich durch ein unschaffbares Arbeitspensum zu zerstören - vorher gab's das auch nicht. Allerdings ist die Teamarbeit eine Einbahnstraße, da ein Großteil mehrere Monate Arbeitsrückstand hat, während ich, wenn es sich anbietet, auch mal vorausarbeite, um den Andrang in Stoßzeiten zu glätten. Der Unterschied liegt im Grunde nur in der Arbeitsorganisation. Zuletzt habe ich mich auch rar gemacht, aber das führt nur dazu, dass man wir ein Durchschnittsmitarbeiter behandelt und solche lachhaften Auflagen erteilt bekommt, gegen die man noch nie verstoßen hat. Angreifbar bin ich nicht, aber letztendlich ist es nur eine Frage des Betriebsniveaus, ob man trotzdem angreift. Die Vorgesetzten sitzen ja am längeren Hebel.

Reio GLrandxe


Es wird aber von mir erwartet, dass ich bei anderen mithelfe.

Las dir das mal schriftlich geben.

Alias 719466


Las dir das mal schriftlich geben.

Gute Idee. Das werde ich machen, wenn dieses Thema mal wieder hochkocht. Danke! Diese Attitüde, dass man permanent helfen soll, aber sich umgekehrt selbst helfen kann, nervt so dermaßen.

R>io Gr=andxe


Eigene berufliche Grenzen offen legen, macht einen menschlicher UND hält Zusatzaufgaben fern.

… das Alter

… Mehrarbeit zu "Früher"

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