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Im Job: Mann und Frau auf Augenhöhe? - kritische Selbstanalyse

L-o}laX5


Glaub mir, das schreibt sich so leicht.

Richtig. Mir ist schon klar, dass die Umsetzung sicher nicht so einfach ist. Aber es ist sicher möglich, sich in die gewünschte Richtung zu entwickeln.

Aber selbst wenn es kein Flirt ist (den ich mir mit Studentinnen eh auf keinen Fall erlauben würde), sind es Unterschiede. Mir ist letztens aufgefallen: Emails an Studenten unterzeichne ich mit "Viele Grüße, Martin". Mails an Studentinnen mit "Viele Grüße, Martin". Mails an hübsche Studentinnen "Liebe Grüße, Martin". Das Vertraute an sich ist nicht schlimm, da ich ja selbst noch halber Student bin und man bei unserer Arbeit auch viel zusammen unternimmt und ein Team wird - aber alleine, dass ich diese Unterscheidung mache ist eigentlich nicht gut.

Wenn du willst, wäre es jetzt - nachdem dir der Unterschied aufgefallen ist - ein Leichtes, eine einheitliche Grußformel zu verwenden. ;-) Dann willst du bei der einen oder anderen Studentin vielleicht weiterhin "LG" schreiben, aber du nimmst dann bewusst die Standard Grußformel.

Wobei aus meiner Sicht auch nicht viel gegen individuelle Grußformelwahl spricht. Wenn du an einer bestimmten Studentin interessiert sein solltest, fände ich nichts dagegen einzuwenden, Liebe Grüße zu schreiben. Nur wenn es generell die Folge von gutem Aussehen ist, finde ich das schon eher blöd. :-/

Kulexio


Wenn du willst, wäre es jetzt - nachdem dir der Unterschied aufgefallen ist - ein Leichtes, eine einheitliche Grußformel zu verwenden. ;-) Dann willst du bei der einen oder anderen Studentin vielleicht weiterhin "LG" schreiben, aber du nimmst dann bewusst die Standard Grußformel.

Das klingt nach gleicher Behandlung und nicht gleichwertiger Behandlung.

L+olaxX5


Das klingt nach gleicher Behandlung und nicht gleichwertiger Behandlung.

Ja, dem TE ging es doch darum, dass es ihm negativ aufgefallen ist, dass er hübsche und weniger hübsche Studentinnen ungleich behandelt. Daher wäre es ein Fortschritt, wenn er sie in Zukunft, in diesem einen Punkt schoneinmal gleich behandelt. In beruflichen E-Mails finde ich nicht, dass das Aussehen ein Auslöser von ungleichen Formulierungen sein sollte... :|N

KYleio


Verstehe, danke.

Kylett6erpf,lawnzeS8x0


Ich glaube das Grundproblem ist, dass es schwierig ist bestimmte Dinge auseinander zu halten.

Es wird ja an sich als normal erachtet, dass man Menschen abhängiug vond er Symphatie für die Person verschieden behandelt. Da könnte man schon diskutieren, ob das nicht schon ungleichbehandlung ist, wenn Jemandem der beispielsweise ruhig ist oder den falschen Klub mag nicht ganz so nachsichtig behandelt wie andere, weil sie einem unsymphatischer sind. Wobei die Frage auch wäre, wie man das faktisch hinbekommen möchte und ob man das wirklich will.

Jetzt ist aber die Frage, wenn man übereinkommt, dass man jemanden aufgrund des Geschlechts oder dem Aussehen bevorteilen möchte, wie man das auseinanderhält, also woher weiß ich, das sich die Person symphatischer finde aufgrund des Aussehens und geschlechts oder anderen Dingen, oft sind die ja auch miteinander vermischt und nicht monokausal zu sehen.

K:leaixo


Es wird ja an sich als normal erachtet, dass man Menschen abhängiug vond er Symphatie für die Person verschieden behandelt. Da könnte man schon diskutieren, ob das nicht schon ungleichbehandlung ist, wenn Jemandem der beispielsweise ruhig ist oder den falschen Klub mag nicht ganz so nachsichtig behandelt wie andere, weil sie einem unsymphatischer sind. Wobei die Frage auch wäre, wie man das faktisch hinbekommen möchte und ob man das wirklich will.

Mein Vorgesetzter hat das perfekt hinbekommen, ohne uns, also seine Mitarbeiter gleich zu behandeln. Das fängt für mich bei der Wortwahl an. Er hat am Anfang Aussagen benutzt, die er auch für meine Vorgängerin benutzt hat. Okay, da hat er mich noch nicht gekannt, aber mir hat das gar nicht gefallen. Als ich dann länger dort war, hat er eine individuelle Ausdrucksweise gefunden, wie für alle seine Mitarbeiter. Also wenn jemand allen dasselbe sagt, werde ich nicht das Gefühl haben, dass es gleichwertig ist, sondern, dass dieser jemand mich als Objekt ansieht und ich bin kein Objekt.

Jetzt ist aber die Frage, wenn man übereinkommt, dass man jemanden aufgrund des Geschlechts oder dem Aussehen bevorteilen möchte, wie man das auseinanderhält, also woher weiß ich, das sich die Person symphatischer finde aufgrund des Aussehens und geschlechts oder anderen Dingen, oft sind die ja auch miteinander vermischt und nicht monokausal zu sehen.

Das sollte man aber wissen, denn die Mitarbeiter wissen und merken es. ]:D Sofern ein Vorgesetzter also keine Missstimmung verbreiten will, sollte er es lernen.

CKoteSuauvagxe


Ich bin mir noch nicht sicher, ob das, was du hier äußerst, wirklich Selbstkritik ist oder zumindest auch ein gutes Stück Koketterie.

In meinem Berufsstand ist die Gleichstellung schon ziemlich weit, d.h. Männer und Frauen werden gleichermaßen nach TVÖD bezahlt und haben, theoretisch, die gleichen Aufsteigschancen –

Eine Freundin von mir ist Professorin und die findet die angeblich gleichen Aufstiegschancen an der Uni schon sehr theoretisch. Auch aus meiner Uni-Zeit kann ich deine Aussage nicht bestätigen (es waren völlig unterschiedliche Fächer). Als Assistentin wurden gerne Frauen genommen, gerade von Profs, die sich selber wohl auch als "Alphamännchen" gesehen haben, Doktorandin ging auch noch gut, aber vor einer etwaigen Habil war dann natürlich Schluss. Ich denke nicht, dass man Unis mit "üblichem ÖD" (in Behörden) vergleichen kann.

bei den Vorstellungsgesprächen ist mir aufgefallen, dass ich es ziemlich genossen habe, wenn die Studentinnen nervös waren und einen guten Eindruck hinterlassen wollten...sich schick angezogen haben, lange Augenkontakt mit mir hielten usw. Wenn ich ehrlich bin, grenzt das durchaus an ein kleines Machtgefühl, darüber entscheiden zu dürfen, wer von den Bewerberinnen und Bewerbern den Job bekommt.

Dann bist du für so eine Aufgabe nicht geeignet. (Trotzdem wirst du dir deine Assistentinnen weiterhin selber aussuchen können, das ist mir schon klar.) Ich bin immer wieder bei Vorstellungsgesprächen dabei, da habe ich so ein Verhalten bisher eher selten beobachtet. Da die Riege der "Entscheider" meistens gemischt ist, neutralisiert sich das ggf auch.

Bei uns ist es die Ausnahme, wenn einer so herumgockelt wie du es von dir berichtest. Das kommt sowohl bei den weiblichen wie männlichen Kollegen allgemein schlecht an.

Wie hältst du es eigentlich in deinem Privatleben? Bist du mehr der Typ Jäger, der gerne mal eine neue Frau im Bett hat, oder mehr der Typ Spießer, der auf Familie - Haus - Hund - Segelboot hinarbeitet, oder (irgend)wo dazwischen? Bist du momentan in einer Beziehung bzw wie ist dein "Status" im Moment?

MXartinI_20


@ CoteSauvage:

Sorry, habe lange nicht mehr hier reingeschaut. Danke für deine ausführliche Antwort und die offene Meinung!

Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, ob "Selbstkritik" der richtige Begriff ist. Es ist mir nur einfach aufgefallen und objektiv betrachtet finde ich es scheiße, ohne jetzt das Gefühl zu haben, dass ich dadurch gar so ein schlechter Mensch bin. Koketterie ist nun aber vielleicht auch nicht ganz der Ausdruck, der es trifft. Aber das tut für das Thema vielleicht auch gar nicht so viel zur Sache.

Das, was deine Freundin berichtet, ist so falsch tatsächlich nicht. Ich kenne bei uns im Haus inzwischen auch ein wenig die Dynamik und finde es reichlich absurd, wie sich die Professoren diesbezüglich manchmal verhalten. Da fehlt es aber generell an der emotionalen Intelligenz, würde ich behaupten (wenn z.B. sich die Assistentin vorwerfen lassen muss, dass sie die gesamte Babypause in Anspruch nimmt). Aber das liegt eher an den wenigen Leuten, die da ganz oben sitzen und auf dem Weg zum Gipfen Steine hinter sich legen. Ich habe die Hoffnung, dass sich das mit der Zeit doch immer stärker wandelt, zumindest habe ich das Gefühl, dass die Gesellschaft inzwischen offener für eine Gleichstellung ist.

Ich denke nicht, dass du dieses Verhalten tatsächlich beobachten können würdest. Womöglich liege ich komplett falsch, aber ich würde stark annehmen, dass es bislang niemandem aufgefallen ist außer mir. Falls doch, dann müsste mich meine Menschenkenntnis ziemlich trügen.

Zum Thema Privatleben: ich lebe glücklich in einer monogamen Beziehung, habe oft Fremdgehfantasien, aber lebe sie nicht aus. Aber ich weiß, worauf du hinaus willst...es fällt mir ganz allgemein relativ schwer bei einer hübschen Frau den Fakt auszuklammern, dass ich sie attraktiv finde. Es spiegelt sich in meinem Verhalten wider, aber eben nur so, dass es vermutlich nur mir auffällt.

Dass ich für so eine Position nicht geeignet bin, lasse ich mal so stehen. Ich hoffe, dass du Unrecht hast, aber es steht mir auch nicht zu diese Behauptung anzufechten.

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