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Praktikum und jetzt schon ausgebrannt

vxiolet<ta94`2 hat die Diskussion gestartet


Bei mir steht im Studium wieder ein Praktikum (dieses Mal 3 Wochen) an.

Neben der Tatsache, dass ich nebenher jobbe, um mein Studium zu finanzieren (Hort und Supermarkt, gelegentlich Tankstelle und Büroarbeiten) und ich jetzt nur am Wochenende arbeiten kann (wegen dem Praktikum), glaube ich, dass sich Depressionen anbahnen.

Wenn ich nicht arbeite bin ich den ganzen Tag am schlafen. Ich weiß überhaupt nicht, wie ich mein Praktikum auf die Reihe bekommen soll.

Wenn ich aufwache, würde ich am liebsten liegen bleiben. Ich habe seit Wochen gesundheitliche Probleme, schaffe es aber einfach nicht zum Arzt zu gehen, weil ich entweder arbeiten muss oder der Arzt zu hat.

Nun ist das Praktikum aber ein Bestandteil meines Studiums und ich kann beim Praktikantenamt auch nicht einfach sagen: April, April. Ich komme doch nicht.

Nach dem Praktikum bleibt mir noch eine Woche, bevor ich wieder ins Semester starte und ich fühle mich jetzt schon schlimmer als zuvor.

Bis zum Studienbeginn muss ich die 3 Wochen Praktikum fertig haben und kann durch das Praktikum nur noch am Wochenende arbeiten und habe dann doppelten Aufwand und muss Überstunden schrubben.

Was würdet ihr mir raten? Was kann ich machen?

Ich bin so müde und könnte den ganzen Tag nur noch schlafen.

Antworten
v@iolGet-ta794x2


Was mir eben besonders bitter aufstößt ist folgendes:

- das Praktikum ist unbezahlt

- in den 3 Wochen lerne ich nichts, was ich nicht vorher wusste

- Ich habe einen Anfahrtsweg, für den ich noch zusätzliche Spritkosten habe

- ich muss zeitgleich zusehen, wie ich die Zeit am Wochenende aufarbeite, weil ich während des Praktikums nicht zeitgleich jobben kann

- ich muss jeden morgen um 6 aus den Federn kriechen (geht mir sicher nicht alleine so, aber wenn man noch dazu unbezahlt arbeitet, ist das nochmal anders)

-ich bin gesundheitlich nicht fit

juustg_lo*okinxg?


Wirklich machen kannst du nicht viel. Wenn du das Praktikum nicht machst scheinst du nicht weiter studieren zu können. Also musst du das Praktikum machen. Das ist eigentlich das Ende der Geschichte.

Hast du dir schon mal einen Plan gemacht - für die 3 Wochen mit Praktikum und die Woche danach. Wo du einträgst wie lange du wirklich unterwegs bist, wie viel du schlafen "musst" (ich bin auch jemand der viel viel mehr als 8 Stunden schlafen kann), wie du die Arbeit unterbekommst,...

LTaRucoxla


Das klingt vielleicht wie ein Scherz, aber manchmal kann/muss man eine gewisse leicht masochistische Lust am puren Durchhalten entwickeln. Das ist in stressigen Phasen manchmal das einzige, was sich dem noch positiv abgewinnen lässt.

Aber davon abgesehen - Du schreibst von Depressionen UND noch zusätzlichen gesundheitlichen Probleme. Es kann auch sein, dass Du wirklich nicht in der Lage dazu bist momentan. Dann ist das halt so und muss noch warten.

C?innamGonn4


Sehe das wie LaRucola. Es ist ja nur eine gewisse, kurze Zeit so. Ich würde das mit dem Praktikums-Horror, also dem Empfinden, dass das ganz, ganz furchtbar ist, als Warnsignal begreifen.

Du schreibst ja, dass du eh sehr viel arbeiten musst - da musst du weg von. Du scheinst total überlastet zu sein.

Kannst du keinen Studienkredit aufnehmen oder Bafög beantragen? Wohngeld? Irgendwas, was dich entlastet, sodass du weniger oder nicht mehr zusätzlich arbeiten musst.

Da würde ich an deiner Stelle ansetzen.

Solltest du dich wirklich gar nicht in der Lage sehen, jetzt noch durchzuhalten, auch nicht mit der Perspektive, zukünftig etwas zu verändern, dann musst du es lassen.

Das ist okay. Es ist okay, krank zu werden. Reiß dich los und geh zum Arzt. Damit kannst du dann auch zum Praktikantenamt gehen - krank ist krank.

Nichts ist wichtiger als die eigene Gesundheit und es wird dir niemand danken, wenn du dir die runierst.

v^iolet7ta94x2


Mein Problem ist, dass ich einfach nicht mehr kann. Ich hab vor 8 Jahren zum letzten Mal Urlaub gehabt oder gemacht.

Im letzten Sommer hatte ich ebenfalls keine Pause, weil ich da eine andere Arbeit geschrieben habe, die ebenfalls bewertet wurde. Ich hatte jetzt gerade mal eine Woche zum durchschnaufen und die war auch mit Arbeit gefüllt.

Ich sehe die 2 Wochen nicht als temporär, weil ich allein beim Anblick meines Stundenplans den nächsten Schock bekommen habe. Montag von 9 bis 17 Uhr Uni, Dienstag von 10 bis 16 Uhr, Mi ebenfalls von 10 bis 17 Uhr. Ich habe auch noch einen Anfahrtsweg (jeweils eine Stunde zur Uni) und soll dann in der Zeit, in der ich nicht an der Uni bin weiter Praktikum machen, sodass ich auf eine gewisse Stundenanzahl komme. Ich muss aber nebenher noch arbeiten. :-o Und diese Arbeit hat nichts mit meinem Praktikum zu tun. Die ist dafür da, damit ich mir das Studium leiste.

Ich war letztes Semester für 2 Tage die Woche an der Uni und das war schon viel zu viel. Uns wurde versprochen, dass sie es so einrichten, dass es sich wieder auf 2 Tage komprimiert. Mittlerweile sind es nicht 2 sondern manchmal 4 Tage Uni und in der Zwischenzeit soll ich dann bei der Praktikumsstelle sein. Und das ist kein duales Studium. Obendrein ist die ganze Sache auch noch unbezahlt.

Mein Bafögantrag wurde abgelehnt, weil mein Vater zu viel verdient. Mein Vater kann mir aber auch nicht mehr zahlen, weil er trotz allem gerade so überlebt und wer will schon die eigenen Eltern verklagen. Wir sind so ein Ausnahmefall.

Kredit ist immer so eine Sache. Man will ja auch keine Schulden machen.

Ich sehe momentan nur einfach kein Land. Ich hätte die kommenden 3 Wochen so gut gebraucht, um mal abzuschalten und wenigstens nur halbtags zu arbeiten. Jetzt muss ich wieder zusehen, wie ich am Wochenende die Zeit aufhole, die ich in der Woche nicht geschafft habe.

Und ich kenne meinen Praktikumsanleiter. Da sitze ich dann wieder von 8 bis 16 Uhr in der Praktikumsstelle wie er und mache das gleiche. Während er mit keinem schlechten Gehalt nach Hause geht, bekomme ich gar nichts und muss dann noch zusehen wie ich zurecht komme. Und wenn ich den Mund aufmache, habe ich mir dann gleich wieder verbaut, dort später mal Fuß zu fassen.

Ich kann einfach nicht mehr momentan. Ich will einfach nur schlafen.

vDio#le-tta94V2


3 Wochen nicht 2, pardon.

v}iolezttax942


Wie gesagt bezüglich Praktikum habe ich mehr Nachteile als Vorteile:

- ich zahle zusätzlich 50 Euro Sprit die Woche

- ich muss mich zusätzlich verpflegen

- ich kann in der Zeit nicht arbeiten, womit ich meinen Lebensunterhalt bestreite

- der Zeitraum fürs Praktikum ist zu winzig, als das man etwas lernt

-ich bekomme genau 0 Euro fürs Praktikum

Einen konkreten Plan wie ich das auf die Reihe bekomme, habe ich nicht. Hab mit meinem Chef vereinbart, dass ich diesen Monat weniger bekomme und dafür eben Wochenenddienst mache (Tankstelle)

Ich arbeite zusätzlich im Hort. Das fällt damit schon mal weg, denn am Wochenende sind ja keine Kinder in den Schulen.

Ich hab da schon mal Praktikum gemacht. Aber für 6 Monate. Ihr werdet jetzt fragen, warum ich da wieder hin gehe. Aber selbst fürs Praktikum haben die "Arbeitgeber" offenbar utopische Vorstellungen und filtern. Ich habe auf die schnelle keine Stelle gefunden, die mich für den kurzen Zeitraum nimmt. Die meisten haben Wartelisten von 6 Monaten. (Für ein Praktikum) :-(

Ich frage mich jetzt schon ob das jemals besser wird und ich nach dem Studium überhaupt eine Chance auf einen Job habe im Bereich, indem ich studiert habe.

PPlüscghbiest


H

Kann es sein, dass du an einen ausgeprägten Vitamin D Mangel hast?

Der ist im. Winter nichts ungewöhnliches.

Der Mangel kann zu Depressionen führen.

Viel in die Sonne gehen kann Abhilfe schaffen.

Zusätzlich ein Vitaminpräparat schadet sicher nicht.

vKioleZt]ta942


Das weiß ich nicht. Ist gut möglich.

Viel Tageslicht sehe ich ja eh nicht, weil ich kaum draußen bin und nicht mal die Zeit habe spazieren zu gehen.

Ich muss bald schon wieder los.

P%edIdi


Eigentlich, ja eigentlich hast du alle Deine Fragen selber beantwortet. Wenn Du sagst, du kannst nicht mehr, dann ist es eben so. Kannst Du eine zeitlang pausieren??

a'nfa]ngm%itfreuBde


Eben, violetta, das bringt doch so Alles nichts!

Klar ist ein Studienkredit nicht das, was man sich wünscht, aber du hast doch nur drei Möglichkeiten:

- Entweder, du machst so weiter und arbeitest jeden Tag 10 - 12 Stunden (Ist doch so, oder?) und irgendwann klappst du zusammen und bist körperlich oder psychisch schwer krank.

- Oder du schmeißt hin. Wenn du eh sagst, dass du unzufrieden bist... Wie lange würde dein Studium denn noch dauern? Wenn du jetzt nicht halbwegs kurz vor Schluss bist, würde ich an deiner Stelle dann abbrechen und einen Ausbildungsberuf stattdessen ergreifen.

- Oder du findest halt in der Situation eine Lösung. Da wäre ein Studienkredit zeitlich eben am Entspanntesten. Wohngeld müsstest du eigentlich auch beantragen können. Und wenn du finanziell wirklich keine Veränderung herbeiführen kannst oder willst, dann solltest du an der Organisation was verändern. 8 Jahre ohne Urlaub - da läuft doch was schief. Ich würde an deiner Stelle schauen, dass du in absehbarer Zeit mal von allem Urlaub nimmst - Jobs, Praktikum, Studium. 3 - 4 Wochen im Jahr sollte das schon möglich sein, sonst gehst du kaputt. Und ich weiß ja auch nicht, wie die Wochenenden bei dir laufen, aber einen freien Tag die Woche solltest du auch haben. Wenn das nicht organisierbar ist, würde ich an deiner Stelle abbrechen.

Klar kann es sein, dass du Vitamin-D-Mangel o.ä. hast und da würde ich mich an deiner Stelle auch mal durchchecken lassen - trotzdem ist dein Pensum nicht mehr normal. Nimm doch einfach mal ein Krankensemester, verschnaufe, und lasse dich mal durchchecken?

COinnaqmon4


Upps... scheiße... ist mal wieder passiert.

Nein, anfangmitfreude ist nicht mein Zweitnick, sondern der Nick meines Partners... waaah...

;-D

LG Cinnamon

TQhis T-wil0ight Garmden


hm, wieviele Fäden denn noch zum eigentlich gleichen Thema?

Du hast Lösungsvorschläge bekommen, willst diese aber nicht umsetzen... wie soll man da helfen?

Coinna:mogn4


Ich habe mich jetzt auch mal sehr fasziniert durch deine Fäden gewühlt...

Ich habe gelesen, dass dein Vater dich verlassen hat, als du 3 warst und auch danach nix mehr von dir wissen wollte... Warum hast du dann Hemmungen, zu klagen?

Lasse dir Alles, was hier geschrieben wurde, mal in Ruhe durch den Kopf gehen und treffe dann eine Entscheidung.

Meine Zeit ist mir nämlich auch zu schade, deine gebetsmühlenartigen Anfälle on "Die Welt ist scheiße!" mit auszubaden.

Wenn du Hilfe willst, kannst du sie bekommen.

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