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Wie am besten Heizkosten sparen?

gdesItaxalt hat die Diskussion gestartet


Hallo.

Zu den Eckdaten:

Ich wohne in einer Art Studentenwohnheim, habe also nur ein Zimmer mit ca. 20 qm. Es ist ein Altbau mit sehr hohen Decken. Küche und Bäder teilen sich elf Parteien. Die Nebenkosten belaufen sich auf 85 € im Monat. Ich wohne im Erdgeschoss und direkt unter mir befindet sich ein eiskalter Keller. Neben mir sind zwei weitere bewohnte Zimmer, wovon das eine allerdings häufig leer steht. Teppichboden ist schon seit meinem Einzug vorhanden. Im Treppenhaus ist es sehr kalt und es zieht durch die Eingangstür. Die Zimmertüren sind nicht gedämmt, es sind einfache Holztüren, durch die es auch teilweise zieht. Ich heize von ca. Mitte Oktober bis März. Das Zimmer befindet sich auf der Nordseite, es kommt sehr wenig Licht rein. Ich wohne seit zwei Jahren hier, meine erste Nebenkostennachzahlung belief sich auf 120 €, was im Rahmen war.

Nun bin ich aber ziemlich geschockt über meine Nebenkostennachzahlungen dieses Jahres, die bei ca. 400 € liegen. Der Vermieter meinte schon, dass er das selbst nicht versteht und ich auch weit über den Nachzahlungen der anderen Mietern liege. Die gesamte Nebenkostenabrechnung habe ich noch nicht erhalten, aber ich gehe davon aus, dass die höchsten Kosten durch das Heizen verursacht werden.

Ich heize das Zimmer dauerhaft auf ca. 20-21 Grad und selbst das ist mir meistens schon zu kalt. Weniger heizen kann ich einfach nicht, aber vielleicht mach ich ja irgedetwas falsch?

Ich stoßlüfte ca. 4 mal am Tag (immer ca. 5-10 Minuten), dabei lasse ich die Heizung laufen. Wenn ich weggehe oder schlafen gehe drehe ich die Heizung runter, aber nie ganz aus. Wenn ich für ein paar Tage weggehe ebenfalls, dazu lasse ich dann auch noch die Rolladen runter.

Was mich vor allem wundert, ist, dass ich letztes Jahr eigentlich weitaus mehr geheizt habe (Wohnung im Winter dauerhaft auf ca. 23-24 Grad) und damals nur 120 € nachzahlen musste...

Ich weiß echt nicht mehr weiter, die 400 € werde ich mir jetzt von meinen armen Eltern leihen müssen, die selbst nicht viel Geld haben... :°(

Wie kann ich mein Heizverhalten ändern, dass ich weitaus mehr spare? Weniger heizen kann nicht, 20-21 Grad sind schon die absolute Schmerzgrenze für mich, denn ich friere sehr schnell und klebe schon dauerhaft dick eingemummelt an der Heizung.

Ich wäre überaus dankbar über irgendwelche Tipps, was ich noch machen könnte, egal was, jedes Jahr 400 € mehr kann ich mir absolut nicht leisten und weniger als 20 Grad halte ich nicht aus.

Antworten
S|ticMhlixng


Wenn auch deinem Vermieter die Heizkosten zu hoch erscheinen und so viel höher sind als in den vergangenen Jahren, bestehe auf einer Überprüfung der Abrechnung.

Hast Du Ablesegeräte an den Heizkörpern? Liegt evtl. ein Ablesefehler vor? Oder in der Berechnung?

Die zugige Einganstür würde ich im Winter mit den üblichen Dichtungsstreifen verkleben und vor die Tür innen eine gerollte Decke legen. Vielleicht hat irgend jemand in deinem Umfeld einen Teppich übrig mit dem du die Kälte von unten etwas dämmen kannst.

An deinem Heizverhalten ist nichts auszusetzen. Und 20 bis 21 Grad sind schon niedrig.

n}uwlli&pmriensemxut


Abrechnung prüfen, deine Tür mit Tesa Moll abdichten und mit den anderen zusammen einen "Türvorleger" (weiß gerade nicht wie es heißt, so eine Rolle, die man vor die Tür legt und die den Spalt abdichtet) anschaffen.

s&chneckbe19`85


20 bis 21 Grad ist nicht niedrig, sondern normal.

Mir ist das Lüftverhalten ins Auge gesprungen. Stoßlüften ist gut, aber 4x 10-15 Minuten finde ich deutlich zu lange und in diesem Ausmaß zu oft.

Ich würde da eher auf 5 Minuten umsteigen, vielleicht auch nur dreimal täglich. 15 Minuten sind im Winter echt lange und dann heizt man auch zum Fenster raus und die Räume kühlen sich stark ab.

PElüsPchb*iest


Man sagt jedes Grad weniger spart 3 % Heizkosten.

Demnach müsste du im Vergleich zum Vorjahr weniger zahlen.

Es gibt Zugluftstopper in lustiger Tierform.

[[http://www.ebay.de/itm/Zugluftstop-Zugluftstopper-Zugluft-Stop-Katze-Heizkosten-Tur-Fenster-Dichtung/300867175514?_trksid=p2047675.c100011.m1850&_trkparms=aid%3D222007%26algo%3DSIC.MBE%26ao%3D1%26asc%3D20140107083420%26meid%3D66572200d5584ce1876c623d09d122f1%26pid%3D100011%26rk%3D3%26rkt%3D4%26mehot%3Dpp%26sd%3D300611519069]]

M9ann0x42


@ gestaalt,

also, wenn sich nichts an den äußeren Bedingungen krass ändert, dann dürften die Heiz- bzw. Nebenkosten auch nicht krass ansteigen. Die Frage ist, welcher Posten ist dafür verantwortlich, dass die letzte Abrechnung so viel höher ausfällt.

Wenn du die beiden Abrechnungen komplett vorliegen hast, dann vergleiche jeden Posten und schaue welcher jetzt so krass angestiegen ist. Wenn er ermittelt ist, dann kann man Ursachenforschung betreiben. Mögliche Ursachen: Der Verbrauch ist tatsächlikch so hoch angestiegen, Ablesefehler, Fehler bei der Berechnung, Änderung des Verteilungssschlüssels, Defekt an dem technischen Gerät, welches den Verbrauch misst etc.

Ich würde an deiner Stelle mal noch nichts zahlen. Wenn du die gesamte Abrechnung vorliegen hast mit der letzten vergleichen und dann mit dem Vermieter klären, ob die Steigerung berechtigt ist oder nicht.

P,msch biexst


Und wenn du tatsächlich zahlen musst, weil es dein Fehler war,

kannst du es vielleicht in Raten abstottern.

Dein Vermieter scheint ein Mann zu sein, mit dem man reden kann.

n]ulli&7prViesGemut


Zugluftstopper

Das war das Wort, dass ich suchte :) Ich hab so einen, bei ähnlichen Ausgangsbedingungen wie die TE; bringt schon was.

SMpe+zial0widdxe


Beim Stoßlüften reichen 3-5 Minuten, 10 ist schon zu lange, da kühlt der Raum wieder zu stark ab. desweiteren würde ich die Zimmertüren mit selbstklebenden Dichtungsgummis aus dem Baumarkt versehen, damit fallen schon die Verluste durch Zugluft flach. An den unteren Türspalt kann man entweder eine Bürstenleiste anbringen (kann problematisch bei Teppich sein) oder man legt ein eDämmrolle davor. Das bringt auch schon viel. Je nachdem wenns im Altbau noch alte Fenster hat kann man auch die mit Dichtungsband versehen. Die Heizkörperthermostate würde ich durch elektronische Modelle ersetzen, die sich genau programmieren lassen. So kannst du den Raum gezielt heizen lassen wenn du ihn nutzt und in Abwesenheit die Temperatur mehr absenken. Auch messen die die Raumtemperatur genauer und halten sie feiner ein.

ASntonjio Vi[valxdi


Problematisch ist auch die grosse Deckenhoehe, denn die warme Luft steigt nach oben, so dass es wahrscheinlich mehrere Grad waermer ist, wenn Du das Thermometer in der Naehe der Zimmerdecke positionierst.

Du wirst aber nicht auf einer Leiter als Saeulenheilige leben wollen. Eine Massnahme (des Vermieters?) kann darin bestehen, die Decken abzuhaengen, um eine niedrigere Raumhoehe zu erzielen und dadurch die warme Luft weiter in Richtung Boden zu halten. Vielleicht wuerde in diesem Sinne auch ein Hochbett helfen.

Vielleicht etwas unkonventionell, aber einen Versuch wert koennte sein, z.B. mit einem Abwasserrohr (10cm Durchm.) und einem Luefter gezielt warme Luft von der Zimmerdecke direkt zu Deinen Fuessen zu leiten, denn diese sind bestimmt oft kalt. Mit langen oder zusammengesetzten Kabelbindern laesst sich das Rohr u.U. hinreichend z.B. am Tischbein befestigen.

Dlie Se~herixn


bei der deckenhöhe lohnt sich die anschaffung eines deckenventilators. lässt sich mit dem decken-licht-anschluss betreiben und drückt (bei richtiger propellerdrehung) die warme luft nach unten.

wir sparen richtig viel geld, seit wir zeitschalt-thermostate an den heizungen haben. die sind von der anschaffung her erst mal teuer, bringen aber echt viel. die haben wir so eingestellt, dass die heizung im gleichklang zu unserem "daheimsein" anspringt und sich wieder abschaltet.

C0omrxan


Die gesamte Nebenkostenabrechnung habe ich noch nicht erhalten, aber ich gehe davon aus, dass die höchsten Kosten durch das Heizen verursacht werden.

Dann warte doch erst einmal ab. Du hast ja ein Anrecht auf eine Verbrauchsabrechnung.

Ich stoßlüfte ca. 4 mal am Tag (immer ca. 5-10 Minuten), dabei lasse ich die Heizung laufen.

Warum so oft und so lang? Bist du Raucher?

durch die es auch teilweise zieht.

Wenn der Kontakt zum Türrahmen undicht ist, kauf dir für paar Euro neues Dichtband im Baumarkt. Wenn es unter der Tür zieht, befestige eine Lippe darunter (die guten kosten aber ein wenig) oder leg einen von diesen Zugluftstoppern davor (über die Ästhetik dieser Dinger kann man streiten und so richtig gut sind sie auch nicht, aber besser als nichts).

S2tal+fyr


Wenn ich weggehe oder schlafen gehe drehe ich die Heizung runter, aber nie ganz aus.

Das ist der Fehler. Ich habe mich auch mal darauf verlassen, dass es angeblich weniger Heizung verbrauchen soll, wenn man die Heizung dauerhaft laufen lässt als wenn man sie nachts und beim Weggehen ausschaltet und dann wieder "hochheizt". Das Gegenteil ist der Fall, wie mir die Abrechnung dann schmerzhaft vor Augen führte.

TGeel/ieblxing


Ich stoßlüfte ca. 4 mal am Tag (immer ca. 5-10 Minuten), dabei lasse ich die Heizung laufen.

Das finde ich auch deutlich zu lang. Wenn du die Heizung in den 10 Minuten auch nicht runterdrehst, schaltet diese sich enorm hoch und verursacht höhere Kosten.

Wenn ich weggehe oder schlafen gehe drehe ich die Heizung runter, aber nie ganz aus.

Da es durch deine Wohnung sowieso immer zieht, lohnt es sich nicht die Heizung anzulassen, da diese immer weiterheizen muss.

Ausmachen wäre in dem Fall tatsächlich sinnvoller.

Wie sieht es denn mit deinen Fenstern aus? Müssen diese nicht auch eventuell abgedichtet werden?

MHatXzeBexrlin


diese Tipps bzgl Stoßlüfften a la: Du musst mindestens x Minuten lüften halte ich für absoluten quatsch.

Man lüftet solange bis

a) es wieder gut riecht

oder

b) bis die Luftfeuchtigkeit wieder auf ein deutlich niedrigeres Niveau gesunken ist (z.B. von 70% auf 50%).

Je nach Größe der Fenster und wieviel Zug/Wind geht, kann das nämlich innerhalb von einigen Sekunden bis einige Minuten dauern. 10 Minuten halte ich grundsätzlich allerdings im Winter für zu lange. Da wäre meine Wohnzimmer von 21° auf 14° oder sowas gesunken und wäre erst wieder nach einer langen Zeit angenehm warm.

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