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Innere Unruhe, einfach unglücklich

I4mTraumBiunIcfhStarxk hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen, ich habe gerade einen Titel gesucht, der das sagt, was in mir vor geht. Es fiel mir schwer, denn ich rotiere innerlich so sehr, dass ich oftmals weder entscheiden noch ruhig denken kann.

Ich habe vor einiger zeit schon einmal ein Thema eröffnet, da ging es um "anecken".

Ich schaffe es mit meiner Art immer und immer wieder bei vielen Menschen "anzuecken", negative Stimmungen zu hinterlassen, unzufriedenheit zu schüren, dabei will ich doch keinem etwas böses und vor allem eigentlich eines: meine (innere) Ruhe, keinen Ärger, Harmonie.

Ich bin kein Mensch der gut Kontakte pflegt, ich bin tatsächlich gern für mich, aber dass ich so auf andere wirke, dass irritiert mich doch immer wieder.

Manchmal bekomme ich Feedback, was sagt dass ich bloß so bleiben soll wie ich bin, ich wäre ein "toller" Mensch, manchmal kam auch eine Art " Bewunderung" mir gegenüber zu Tage, die mich vollkommen erstaunte. Sieht denn keiner was ICH für einen Kampf mit mir selbst führe?

Ich bitte keinen um Hilfe, ich kann es nicht. Ich will stark sein. Aber ich bin es nicht... Ich wirke "hart"- aber eigentlich weine ich...Ich bringe vieles in einem "agressivem Ton" an meine Gegenüber- aber ich merke es nicht...es soll ja auch nicht so sein.

Ganz still und leise schreie ich ganz laut...nach mir, nach meinem Ich...aber man hört es nicht...

In der letzten Woche hatte ich Probleme im Job, es geht vieles drunter und drüber, aber es ging gegen mich persönlich, gegen "meine Person", gegen "meine Art", das tat so weh, dass ich innerlich gezittert habe, nicht schlafen konnte, meinHerz schlug fühlbar, ich dachte es zerreißt mich.

Ich bin letztendlich abends zum Hausarzt, ich wollte Hilfe, einfach Hilfe...was für eine, wußte ich aber nicht. Ich fühlte mich das erste mal befreiter, als ich den Termin vereinbarte und dachte, dass ich nun einen Schritt gehe, der mich zur Ruhe bringt.

Nun fragte mein Hausarzt was er denn tun soll, weshalb ich denn hier wäre, was ich nun von ihm erwarte.

Ich wußte es nicht, mir liefen Tränen über das Gesicht.

Er gab mir eine Überweisung für einen Psychologen und die Empfehlung zu Überdenken wie glücklich ich mit meinem Beruf bin. Garnicht. verdammt GARNICHTS! Ich suche...und suche...und suche...aber wer stellt denn branchenfremd ein? Ich sollte überlegen auf Luxus zu verzichten- aber das etwas Luxus was ich habe, sind Tiere, die sind mein Leben!

Wie soll ich da den Absprung schaffen? Ich kann es mir nicht leisten noch zu studieren, ich bin bald Mitte 30 und wer soll denn mein Leben finanzieren? Es sind nur die Tiere, kein Urlaub, keine große Wohnung, kein Kino, keine Kneipenbesuche, nichts einfach...nur meine Tiere...

Ich habe keinen Termin vereinbart beim Psychologen, ich weiß nicht ob ich das kann...

Ich merke nur, dass ich nicht mehr glücklich bin. Immer wieder fallen mir Momente ein, wo ich "früher" so happy war...aber nun ist alles grau um mich, es zerreißt mich so vieles innerlich...

perfektionistisch bin ich, hektisch, immer in Eile, alles schaffen will ich, keine Schwäche zeigen, stark sein-und verdammt ENDLICH NICHTS MEHR ÜBERALL ANECKEN...ich will doch keinem was, ich will doch nur ich sein...

Mag jemand mal etwas dazu sagen? Ich weiß garnicht was ich mir hier gerade erhoffe, nur einfach "reden"..."zuhören"...

Antworten
L2ichtAmHWorizoxnt


Ich habe keinen Termin vereinbart beim Psychologen, ich weiß nicht ob ich das kann...

Wäre aber gar nicht so falsch, irgend etwas schlummert ja da in Dir. Vielleicht Schwäche und Weichheit, die Du nicht zulassen kannst/willst? Irgendwie klingt es für mich als würdest Du Harmonie erzwingen wollen. (Mir fällt keine bessere Beschreibung ein.) "Harmonie" und "erzwingen" schließen sich jedoch kurz.

E`rdbe2erxe7


Hallo @:)

Du hast ja wie's aussieht ein großes Chaos im Kopf zur Zeit. Seit wann ist das denn so? Schon länger?

Dass du es ohne fremde Hilfe schaffen möchtest verstehe ich, ich kenne das aus eigener Erfahrung. Es braucht Kraft und Mut zu sagen "Ich schaffe es nicht alleine". Den ersten Schritt hast du ja schon getan, du warst beim Hausarzt. Warum weißt du nicht ob du es schaffst beim Psychologen einen Termin zu vereinbaren? Vor was hast du Angst? Vielleicht kann ich dir ein wenig die Angst nehmen :)_

IXmTraum?BinIchStxark


Hallo LichtAmHorizont und Erdbeere7,

danke für Eure Antworten!

Das Chaos...tja...das entwickelte sich so...über Jahre hinweg.

Unglücklich im Beruf nach der Ausbildung schon, dann tollen Job gefunden aber ein Tier sehr schwer krank und da jahrelang keine Sorgenfreiheit (auch jetzt nicht), nun nimmt der Job eine Wende, wo es fast unerträglich wird.

Ich bin Führungskraft, also irgendwie traut man mir wohl doch etwas zu, aber so ganz plötzlich kommt dann einer mit " ihr Ton, Ihre Art"....und sämtliche schießen auf einmal mit.

Was muss ich doch für ein furchtbarer Mensch sein, frage ich mich manchmal.

Was mich nachdenklich macht ist, dass ich in mir dann meine Mutter sehe, die auch eher nicht so "beliebt" ist, wegen ihrer direkten Art, dabei ist sie ein herzenzguter Mensch, der eben nicht aus seiner haut kann.

Ich habe immer gelernt " Kind, sei stark", habe immer gesagt bekommen " wenn es einer schafft, dann DU"...und immer wieder denke ich daran und höre in mich hinein und denke " NEIN! Nicht ich, ich schaffe das nicht"

Mir wurde immer gesagt ich wäre doch stark, ich war auch als Kind immer die Starke, die nie so richtig in Mädelscliquen war, die immer alleine war, die irgendwie traurig war weil sie doch nur so "lieb" sein wollte wie alle anderen.

Aufgewachsen bin ich in einer völlig intakten Familie, liebevoll !

Aber auch heute noch kennt dort keiner meine "Probleme", denn ich bin ja nicht schwach...

Warum ich keinen Termin vereinbart habe? Weil ich es mir kaum eingestehen kann, dass das für mich gut wäre. Weil ich auch vor meinem Partner diese Schwäche kaum zeigen kann.

L=icwhtAkmHorxizont


Weil ich auch vor meinem Partner diese Schwäche kaum zeigen kann.

Was würde denn dann Schlimmes passieren, wenn Du sie zeigst?

IRmTraEumBin(IchStaxrk


nicht wahrscheinlich. Aber es ist so schwer, zu schwer für mich einfach.

Das bin nicht ich, so fühlt es sich zumindest an

I5mTnraumBi1nI4chStaxrk


wobei er auch eine Schwäche darin hat sich überhaupt in die Lage einer anderen Person zu versetzen. Er kann nicht gut "fühlen".

_ Parvxatix_


Du bist ein Mensch und keine Maschine die rund um die Uhr perfekt funktioniert. Menschen machen auch mal Fehler, können physisch und psychisch krank werden usw. Dass man eben ein Mensch mit Ecken und Kanten ist, gilt es erst einmal zu akzeptieren. Das hat auch nichts mit Schwäche zu tun, wenn man mal nicht so funktioniert, wie es das Umfeld erwartet. Im Gegenteil, es ist gar eine Art von Stärke zuzugeben, dass man an seine Grenzen gelangt ist.

Ich bitte keinen um Hilfe, ich kann es nicht. Ich will stark sein. Aber ich bin es nicht... Ich wirke "hart"- aber eigentlich weine ich...Ich bringe vieles in einem "agressivem Ton" an meine Gegenüber- aber ich merke es nicht...es soll ja auch nicht so sein.

Na ja, aber mit deiner Art immer stark sein zu müssen, scheinst du eine gewisse Distanz zu schaffen. Das könnte auf andere kühl wirken.

Aber kannst du mal genauer beschreiben, was man an deiner Art kritisiert? Gibt es ein Beispiel? Ist es wirklich nur dein Ton, oder noch etwas anderes? Und was sagst du eigentlich, nachdem man dich kritisiert hat?

IHmTraumBTinIchSxtark


wie zitiere ich hier eigentlich?

Mein Ton, meine Art wäre so "harsch", ich würde Menschen vor den Kopf stoßen, direkt sein.

leider erfahre ich diese Kritik an mir selten situationsbezogen sondern oftmals erst im Nachhinein, so nach dem Motto " der und die haben auch schon gesagt dass Du dann und dann in Deinem Ton sehr strange warst", "Du hast ja schon einen ruppigen Ton" usw...

Wie soll ich dann auf diese Kritik reagieren? Ich fühle mich schlecht, aber das alles insgesamt macht mich innerlich wütend, was sicher zur Folge hat noch schneller reizbar zu sein.

Komisch finde ich immer, dass mir ja die "Art" von anderen auch oft nicht so gefällt, aber so sind Menschen nun einmal und ich würde sie nie damit an den Pranger stellen und in Ihrer Weise kritisieren sondern eher meinen Weg finden mit ihnen, so wie sie sind umzugehen oder sie eben zu vermeiden.

_OParv}ati_


wie zitiere ich hier eigentlich?

Mit diesen Zeichen "

" Text "

"

Aber die Anführungszeichen weglasen :-)

Mein Ton, meine Art wäre so "harsch", ich würde Menschen vor den Kopf stoßen, direkt sein.

Bin da ehrlich gesagt genauso wie du. Im Gegensatz zu dir stört mich das aber nicht besonders, weil das nun mal ich bin und dazu stehe ich auch. Nur meine Eltern haben große Probleme mit meiner Arzt, da versuche ich ihnen zu liebe mich etwas zurückzunehmen. Aber ganz verbiegen lasse ich mich auch nicht.

leider erfahre ich diese Kritik an mir selten situationsbezogen sondern oftmals erst im Nachhinein, so nach dem Motto " der und die haben auch schon gesagt dass Du dann und dann in Deinem Ton sehr strange warst", "Du hast ja schon einen ruppigen Ton" usw...

Es wäre schon hilfreich dein Gegenüber zu fragen, ob er ein Beispiel nennen kann, wo du seiner Ansicht nach sehr direkt warst. Und frage ihn doch auch mal, wie er es selbst rüber gebracht hätte und entschuldige dich auch mal für deinen scharfen Ton. Dann merkt dein Gegenüber auch, dass du gewillt bist, etwas zu ändern.

Wie soll ich dann auf diese Kritik reagieren? Ich fühle mich schlecht, aber das alles insgesamt macht mich innerlich wütend, was sicher zur Folge hat noch schneller reizbar zu sein

Fasse Kritik mal als etwas positives auf. Sofern Kritik konstruktiv ist, kannst du diese nutzen, dein Verhalten zum positiven zu änden.

_LParvxati_


Ach mist, das mit den Zeichen für die Zitierfunktion hat nicht so funktioniert wie ich wollte... ":/

I3mTraumqBinIch1Stark


ich zitiere dann einfach mal nicht, bis ich es verstanden habe:)

Ich entschuldige mich, wenn es wirklich nicht gut angekommen ist, mir tut das ja auch total leid, denn ich meine es ja überhaupt nicht so, wie es scheinbar aufgenommen wird. Ich verstehe oft gar nicht, was so zu Irritationen geführt hat, aber allem Anschein nach kommt es bei anderen so an.

Ich habe ein ganz tolles Führungskräfte Seminar belegt, extern, habe tolle Menschen kennengelernt dort und da einfach ein ganz anderes Feedback erhalten, ein reflektiertes, womit ich etwas anfangen konnte.

Und mein Alltag sieht einfach anders aus...

ich reiße mir wirklich den A...auf um allem gerecht zu werden und setze mich persönlich selbst unter Druck.

Zum Sport so viel wie möglich, das Allerbeste für meine Tiere, gesunde Ernährung, mein Lebenspartner ist mir wichtig usw...

Ich habe ja schon ein schlechtes Gewissen wenn ich mich nicht zu Sport aufraffen kann oder wenn ich den Geschirrspüler nicht ausräumen wurde zur gewohnten Zeit

nur ich komme dabei zu kurz...

Ich weiß nicht wie ich weiter vorgehen soll. Ich würde so gern die Branche beruflich wechseln, aber sehe so gar keine Perspektive dabei. Wer nimmt jemand fachfremdes überhaupt? Überall werden Qualkifikationen gefordert, die ich nicht mitbringe, aber die Tätigkeit traue ich mir dennoch zu.

Ich würde gerne in den Bereich Sport/ Gesundheit gehen- aber was ist der Weg dorthin? Auch kaufmännisch überhaupt in dieser Branche Fuß fassen würde mich freuen

EOrdbeeIrex7


Warum ich keinen Termin vereinbart habe? Weil ich es mir kaum eingestehen kann, dass das für mich gut wäre. Weil ich auch vor meinem Partner diese Schwäche kaum zeigen kann.

Manchmal tut es so unglaublich gut sich auch mal schwach und verletzlich zu zeigen, vor allem vor vertrauten Menschen. Sich einfach mal in den Arm nehmen und trösten lassen.

Auch mal Schwäche zeigen zu können, sich Hilfe zu holen, das zeugt meiner Meinung nach unter anderem von wahrer Stärke. Was hälst du davon erstmal zu einer Beratungsstelle zu gehen? Vielleicht fällt dir der Gang dorthin leichter als zu einem Psychologen.

Und wie ist das, würdest du dich als selbstbewusst bezeichnen? Auf mich wirkt es, als hättest du kein besonders gutes Selbstbewusstsein, willst dir das aber nicht anmerken lassen und wirkst deshalb auf andere vielleicht distanziert oder harsch. Kann das sein? Vielleicht liege ich aber auch komplett falsch ":/

Alnotigoxne


@ ImTraumBinIchStark

Ich kann es mir nicht leisten noch zu studieren, ich bin bald Mitte 30 und wer soll denn mein Leben finanzieren? Es sind nur die Tiere, kein Urlaub, keine große Wohnung, kein Kino, keine Kneipenbesuche, nichts einfach...nur meine Tiere...

Hast du mal nachgesehen, ob bei der Fernuni Hagen etwas ist, was dich interessiert?

Da kostet ein Teilzeitstudium 160-170 € pro Semester! :-)

Ich habe mich dort zum letzten Herbst eingeschrieben. Mein derzeitiger Job ermöglicht mir ein Leben mit sechs Haustieren (vier Katzen und zwei Hunde) und das Studium! :)^

Ach und ich bin übrigens schon Mitte 40. ;-)

I=mTr!aumBRinIchyStark


Ich glaube viele denken ich wäre selbstbewußt, ja sogar meine Eltern denken es.

Aber ich fühle mich eher verletzlich und Entscheidungen treffen ist für mich der blanke Horror. Das ist ein gefühlsmäßiges hin und her, Gefühl und Verstand sind sich nicht einig oder so.

Mein Mann muss scho sehr viel ertragen mit mir, er hört so oft von mir, was wieder alles passiert ist, er hat mich oft aufgefangen, als es meinem Tier so sehr schlecht ging und es dem Tod ( den ich hätte entscheiden müssen...) näher war als dem Leben.

ich forder ihn wohl schon sehr und er tut mir einfach leid mit mir:/

Beratungsstelle...wo ist so etwas? ich wüßte garnicht so genau über was ich mich beraten lassen soll.

Ich kann mein Problem kaum benennen....es frisst mich einfach alles auf, ich fühle mich so leer und könnte nur weinen...einfach so, wenn ich darüber nachdenke, dass da irgendetwas gerade passiert was ich nicht so unter Kontrolle habe.

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