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Probleme beim "Abschalten"

IYviv hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Ich habe das Problem, dass es mir sehr schwer fällt nach der Arbeit abzuschalten. Ich stehe irgendwie immer unter Strom und bin innerlich sehr unruhig. (Hoffe man versteht was ich meine)..

Hinzu kommt, dass ich seit ein paar Monaten eine Leitungsposition habe und sehr viele Bereitschaftsdienste, wo ich auch außerhalb meiner Arbeit erreichbar sein muss... Meine Arbeit macht mir Spaß auch wenn ich manchmal auch einfach schon Angst davor habe überfordert sein zu können..

Habt ihr irgendwelche Tipps wie ich abschalten kann? Eine Kündigung kommt nicht in Frage...

Antworten
N4adenNia


Hmm. Versuchen könntest du Entspannungsmethoden wie Autogenes Training oder progressive Muskelrelaxion.

Der Haken daran ist, dass man es konsequent regelmäßig machen muss und ne zeit dauert bis man die Entspannung dabei lernt.

Was machst du in deiner Freizeit? Ausdauersporr ist ganz gut.

I?vi0v


Ich habe wenig Freizeit, aber versuche mindestens 1 - 2 mal die Woche ins Fitnessstudio zu gehen... ich habe nur leider bisher noch nichts gefunden was mich wirklich entspannt... ich bin auch viel unter Stress und habe häufig Verspannungen, wodurch ich dann wieder Migräne bzw Spannungskopfschmerz bekomme. :|N

N.ad\eInxia


Massagen evt. Am Wochenende mal raus, ins Schwimmbad, Sauna....versuchen da mal zu entspannen.

N(ilMpferxd


Ich finde, wenn man wirklich viel um die Ohren hat, ist ein Sport sinnvoll, der einen auch vom Kopf her fordert und bei dem man keine Zeit zum "grübeln" hat. ich bin früher z.B. viel geschwommen. Die halbe Stunde im Becken habe ich aber oft über meinen Job oder andere Sachen nachgedacht. Genauso im Fitnessstudio auf dem Laufband o.ä.. Ich finde z.B. Mannschafts(ball-)sportarten, Badminton, Tischtennis, Klettern etc. besser geeignet, um den Kopf frei zu bekommen.

Wenn Du bei Yoga, Muskelentspannung, autogenem Training etc. abschalten kannst, ist das sicher auch gut - probier einfach aus, ob es funktioniert (Yoga finde ich z.B. besser als autogenes Training, weil man sich dabei auch bewegt).

Rxye


Ich empfehle durch eigene Erfahrung, am Ende des Arbeitstages mit einer Freundin ein Läufchen machen. Dabei wird der Körper Spannungen los, und man kann durch Quatschen noch mehr Stress abbauen.

IFvxiv


Danke, das sind echt schon tolle Ideen.

Mit autogenem Training konnte ich leider noch nie etwas anfangen.. ich kann mich da nicht drauf einlassen und komme mir albern vor.. klettern und Tischtennis fände ich gut. Schwimmen evtl auch.

Habe ihr noch andere Vorschläge außer Sport? Irgendwas wo ihr komplett abschalten könnt? :)

NIordxi84


Hobbies allgemein. Was machst du gerne worin du dich völlig verlieren kannst ? Das ist ja nunmal bei jedem was anderes. Ich hab mich damals auf der einen Seite in massives Krafttraining gestürzt, auf der anderen Seite hab ich zur Ablenkung aber auch viel Zeit am PC und in entsprechenden Spielen verbracht.

Und ganz wichtig: Den Job nicht zu ernst nehmen. Ich kenn das von mir, ich hatte auch eine Phase in der ich den Job völlig überbewertet habe und der Meinung war dort 150% geben zu müssen. Entweder kommt man von alleine auf den Trichter das dem nicht so ist und das 100 oder 90% auch ausreichen oder der Körper zeigt einem das früher oder später.

N`adTenixa


Komplett abschalten....lol, abgesehen vom Sport fallen mir nur Beruhigungsmittel ein - aber das ist bestimmt nicht erstrebenswert.

Man muss halt an seiner innen Einstellung arbeiten. Mir scheint die Leute wollen immer eine einfache Lösung wo sie nichts beitragen müssen.

Tatsache ist, wenn man ein Problem in diese Richtung hat gibt es kein Patentrezept (außer ein wirkliches Rezept). Und auch von 1x Sport wird es nicht besser, man muss konsequent dahinter bleiben dann wird es langsam besser (so meine Erfahrung) seine Gedanken konsequent umdenken wenn sie wieder abschweifen und man sich selbst beginnt nervös zu machen.

Ldouiisiaxna


Das ging bzw geht mir ähnlich, wenn mich die Probleme am Kragen haben, dann fällt es mir schwer abzuschalten. Vielen hilft Sport, vielleicht hilft es Dir ja auch. Mir hilft Sport zum Entstressen nicht, danach bin ich nur körperlich k.o., die Probleme sind immer noch da. Bei mir hilft es dafür, unter Menschen zu gehen, mich mit Leuten zu treffen. So hat wohl jeder sein Patentrezept.

Ansonsten: Du schreibst, eine Kündigung kommt nicht in Frage. Ich glaube, das wäre etwas, was mich persönlich zusätzlich unter Druck setzen würde. Dieses "du musst um jeden Preis". Wenn ich allerdings noch Alternativen im Blick habe, dann hilft mir das auch, Druck abzubauen.

KxleFio


Iviv

Ich habe das Problem, dass es mir sehr schwer fällt nach der Arbeit abzuschalten. Ich stehe irgendwie immer unter Strom und bin innerlich sehr unruhig. (Hoffe man versteht was ich meine)..

Womit beunruhigst Du Dich denn?

Habe ihr noch andere Vorschläge außer Sport? Irgendwas wo ihr komplett abschalten könnt? :)

Ich kann so ziemlich mit allem abschalten. Ich "schalte" meine Gedanken ab, indem ich aufhöre zu denken, ich meditiere, ich lese, etc. Ich mache Dinge, die mir Spaß machen. Ich beunruhige mich nicht mehr mit irgend welchen negativen Vorstellungen. Gestalte meinen Alltag positiv. Das ist ja sehr unterschiedlich. Manche entspannen durch Sport, andere nicht. Ich habe z. B. auch Bonsais, Katzen - auch "Energispender" für mich, weil ich mich in ihre Ruhe eintauche, mich von ihnen "anstecken" lasse.

KClexio


Das ging bzw geht mir ähnlich, wenn mich die Probleme am Kragen haben, dann fällt es mir schwer abzuschalten. Vielen hilft Sport, vielleicht hilft es Dir ja auch. Mir hilft Sport zum Entstressen nicht, danach bin ich nur körperlich k.o., die Probleme sind immer noch da. Bei mir hilft es dafür, unter Menschen zu gehen, mich mit Leuten zu treffen. So hat wohl jeder sein Patentrezept.

Sehe ich auch so. Am besten, ich stresse mich gar nicht, dann brauche ich mich nicht zu "entstressen".

CgoteSdauvagxe


und sehr viele Bereitschaftsdienste, wo ich auch außerhalb meiner Arbeit erreichbar sein muss...

Wie schaut das denn aus? Musst du dann, wenn in der Firma, Krankenhaus oder wo immer du arbeitest, eine Notsituation ist, spontan dort hin, oder ruft dich eher mal einer an und fragt wo auf deinem Schreibtisch dies oder das liegt? Je nachdem denke ich nämlich, dass Abschalten in deinem Fall schon sehr schwierig ist, und du - auch wenn du Yoga u dgl doof findest - eine mentale Strategie lernen musst, um konsequent abschalten zu können.

Bei mir kann es allenfalls vorkommen dass mal einer anruft und kurz was mit mir diskutieren will, was mich sehr viel weniger stresst als wenn in meiner Abwesenheit Blödsinn gemacht wird, den ich dann wieder ausbügeln muss. Ich hab so ein paar Regeln für mich, die mir das Abschalten erleichtern, zB

* Ich bin Abends häufig flexibel und teil mir meine Zeit/ Arbeit so ein, dass ich nicht am nächsten Tag meine Arbeit nur dann schaffe wenn nichts dazwischenkommt (es kommt sowieso immer was dazwischen). Ich kann dann mit dem guten Gefühl nach Hause gehen, dass ich am nächsten Tag weitermachen kann und meine Arbeit schaffe.

* Wenn ich mal nicht so weiterkomme wie ich dachte, weiß ich, dass es trotzdem keinem auffallen wird ;-) Dann denk ich an ähnliche Situationen, wo trotzdem keine Katastrophe passiert ist, und fühl mich schon entspannter.

* Manchmal nehm ich mir auch etwas, worüber ich konzentriert länger nachdenken muss, nach Hause mit und befasse mich dann damit - und wenn ich dann fertig bin, mach ich was Schönes, was mit Arbeit nichts zu tun hat, und darauf freu ich mich dann schon vorher.

*Auch weiß ich dass wir ein gutes Team sind und es nicht allein auf mich ankommt.

* Es gibt auch interessante Dinge, die ich in der Freizeit gerne mache, wobei ich mich so konzentrieren muss, dass ich gar nicht auf die Idee kommen würde an was Unangenehmes ("Arbeit") zu denken.

* Wenn es mal was gibt, was mir wirklich große Sorgen macht, denk ich es bis zu einem guten Zwischenergebnis zuende und verbiete mir dann erst mal jeden weitern Gedanken dazu (das funktioniert).

* Ich hab es schon oft erlebt, dass dann, wenn ich in einer Situation war, in der ich mich gefragt hab wie ich das schaffen soll, eine andere Situation dazwischen kam, die die erste Situation banal erscheinen ließ. Das mach ich mir in Stresssituationen manchmal gezielt bewusst.

Fazit: Ich glaube, es ist leichter, abzuschalten, wenn man sich selber das Gefühl geben kann, es (die Arbeit) "im Grff" zu haben. Und um dieses Gefühl zu haben, muss man bestimmte Strategien auf die Arbeit, und auf die Freizeit anwenden.

aAfxri


Ich kann Bücher lesen und dabei völlig an nix denken, außer an die Handlung darin. Außerdem habe ich mal Modellbau mit extrem fisseliger Feinarbeit gemacht (Saalflugmodelle), auch da konnte ich gut alles ausblenden.

Heute bastle ich auch hin und wieder elektronische Dinge zusammen, die mir ein komplettes Abschalten erlauben, also das Basteln selbst, nicht die Produkte. Zu guter Letzt: Bierbrauen hilft auch, für ca. acht Stunden den Fokus auf der Tätigkeit zu haben, bis die Würze mit Hefe angestellt ins Gärfass läuft.

Vermutlich ist das aber alles abhängig vom Menschen und der Situation, ich habe keine Bereitschaften oder dergleichen mehr, hatte ich früher und das war schon auch doof. Aber die Arbeit mit nach Hause habe ich dennoch eigentlich nie genommen.

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