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Zweitstudium- wie realistisch sind meine Chancen?

S3asat20 hat die Diskussion gestartet


Ich arbeite jetzt seit ca. 6 Monaten in meinem Job (habe einen Bachelorabschluss) und merke, dass ich absolut unglücklich bin und die Wahl ein Fehler war.

Ich wollte eigentlich schon immer Lehrer werden, habe es mir dann aber von meinen Eltern ausreden lassen und nicht zugetraut.

Ich quäle mich jeden Tag auf Arbeit und glaube auch nicht, dass ich mehr Spaß an meiner Tätigkeit hätte, wenn ich den Arbeitgeber wechsle.

Nun liebäugele ich mit einem Zweitstudium, habe aber gleichzeitig Zweifel, dass ich das durchziehen kann.

Meine Eltern sind selbst nur einfache Leute, Bafög bekomme ich fürs Zweitstudium nicht mehr. Es sieht finanziell also sehr mau aus und ob ich einen KFW-Kredit bekomme, weil es ja ein Zweitstudium ist, glaube ich auch nicht.

Wie realistisch haltet ihr meine Chancen für ein Zweitstudium? Es gäbe da noch die Möglichkeit nebenbei in meinem Bachelor-Beruf zu arbeiten. Oder mache ich mir nur was vor und das wäre verlorene Zeit?

Antworten
Efhemalige6rd Nutzenr (#467e193)


Wie realistisch haltet ihr meine Chancen für ein Zweitstudium?

Aus welchen Gesichtspunkten betrachtet? Der finanziellen Umsetzungsmöglichkeiten und Rahmenbedingungen - oder ob du mit das Studium per se 'schaffst' und du dich damit nicht überhebst?

S(unf!lowemr_7!3


Wäre ein ergänzender Master eine Option? Hängt natürlich sehr vom Fach ab; in meinem gibt es wenig Spielraum, in anderen mehr. Gibt ja bspw. auch die Möglichkeit, als Quereinsteiger Lehrer zu werden. In einigen Regionen werden einige Fächer durchaus gesucht.

Ansonsten stelle ich mir dieselbe Frage wie Kramuri: Geht es um die Chance auf einen Studienplatz, die Finanzierung - oder die Bewältigung (Job & Studium) an sich? Dein Vorteil ist, dass Du einen Abschluss & Job hast. Wenn Du da weiter um die 15-20 Stunden arbeitest (was ich als Studentin konstant gemacht habe, aber als zum HiWi-Lohn), müsste die Finanzierung funktionieren.

Lehramt: Welche Fächer? Manche sind weniger aufwändig, andere (bsw. Biologie und viel Laborzeit) sind aufwändiger.

Szunf|lowerx_73


Egänzung: Könntest Du irgendwie geschickt argumentieren, dass das neue Studium eine sinnvolle Ergänzung zum Erststudium ist? Ich hatte mal den Tick, nach meinem Diplom noch Medizin studieren zu wollen. Konnte da geschickt argumentieren, dass es eine sinnvolle und perspektivenschaffende Ergänzung wäre und bekam dann sogar einen Platz. Gegen den ich mich dann entschieden habe, weil Medizin zeitaufwendig ist und es bei mir neben dem Job nicht funktioniert hätte.

EWhema lige>r Nutz:er (#4!5887x1)


Wie realistisch haltet ihr meine Chancen für ein Zweitstudium? Es gäbe da noch die Möglichkeit nebenbei in meinem Bachelor-Beruf zu arbeiten. Oder mache ich mir nur was vor und das wäre verlorene Zeit?

Meiner (!) Erfahrung nach sind Quereinsteiger in den allermeisten Berufen gern gesehen, auch im öffentlichen Dienst.

Zum Finanziellen kann ich Dir nichts sagen, aber aus eigener Erfahrung meine ich, dass man seiner "Berufung" bzw. seinem Herzenswunsch folgen sollte - unabhängig vom Alter, unabhängig davon, was man sonst schon für Abschlüsse hat. Sollte natürlich keine völlig brotlose Kunst sein, man muss sich also schon realistisch klarmachen, was für Jobchancen man mit dem neu erworbenen Abschluss hat, aber ein wenig Idealismus und vor allem eine gehörige Portion Mut sind durchaus angebracht!

atgnes


Was war das Erststudium?

[[https://getintoteaching.education.gov.uk/explore-my-options/school-led-training]]

Emhe-malig+er N{utze[r (#4588x71)


Es gäbe übrigens noch die Chance, sich bei diversen Stiftungen um ein Stipendium zu bewerben. Fällt mir nur so ein, kenne mich damit aber selbst nicht aus. Kenne selbst jemanden, die gut Geld von der FES und der Studienstiftung des deutschen Volkes bekommen haben.

Du hast doch ein volles Gehalt zur Verfügung, sind die Studiengebühren so hoch? Könntest Du evtl. Deine Wohnsituation verändern, um ein Studium finanzieren zu können? Ich bin auch mal von 120 qm zu zweit in ein 15 qm WG-Zimmer gezogen, da war ich schon Ende 20, geht alles, wenn man's wirklich will. Ist ja nicht für immer @:)

S#asEa2x0


Es geht um die Finanzierung. Ich weiß nicht, aber wenn ich schon mit dem Bachelor nicht glücklich bin, werde ich es mit dem Master ja auch nicht sein.

Ob ich das Studium schaffe ist nicht so meine Angst. Ich falle ja weich und hab notfalls ein abgeschlossenes Studium.

Hab bisher was mit Management studiert.

Fächer fürs Lehramt wären Geschichte und Französisch oder Geschichte und Englisch.

Sta!sax20


Ich weiß auch gar nicht, ob ich 40 Stunden arbeiten dürfte und dann trotzdem noch studieren?

":/

EYhem?ali^ger Nutz er (#4x58871)


Ich weiß nicht, aber wenn ich schon mit dem Bachelor nicht glücklich bin, werde ich es mit dem Master ja auch nicht sein.

Verstehe ich nicht ganz? Oder meinst Du, ein Mastertitel im Management-Bereich würde Dich nicht glücklich machen, wenn es der Bachelor schon nicht tut? Das sehe ich auch so.

Ich weiß auch gar nicht, ob ich 40 Stunden arbeiten dürfte und dann trotzdem noch studieren?

Warum sollte man das nicht "dürfen"? ":/ Oder: wer sollte einem das verbieten?

b6lackhea2rt9edquexen


Es geht um die Finanzierung.

Ich bin vom Bachelor ins Lehramtsstudium gewechselt und arbeite nebenher Teilzeit. Klar kann man so vielleicht nicht maximal schnell studieren, aber es ist absolut möglich.

Ich habe in beiden Fächern eine Menge Quereinsteiger drinnen und auch etliche Menschen, die aus einem anderen Beruf noch ins Lehramt wechseln, unter anderem einen Arzt, der nun seinem Herzenswunsch folgt Lehrer zu werden. Der arbeitet auch Teilzeit nebenher, wie auch sonst ein Großteil der Menschen, die nicht mehr gerade Anfang 20 sind ;-)

SMasax20


@ jule:

Ja, genauso meinte ich das.

@ blackheartedqueen:

Du hast den Bachelor aber beendet?

jxohnjoohnx33


Fächer fürs Lehramt wären Geschichte und Französisch oder Geschichte und Englisch.

Dir ist klar, dass bei Fremdsprachen mindestens ein Auslandssemester Pflicht ist?

jgohn;john3x3


ansonsten, Geschichte + Deutsch/ Englisch/ Sprache oder Sport ist die einfachste Kombi und damit völlig überlaufen. Referendariat gibt es meistens nur mit Topnoten im 1.Staatsexamen oder mit viel Glück. Nach dem 2.Staatsexamen ist eine Stelle alles andere als sicher, und eine Verbeamtung uwahrscheinlich.

Da stehen Chancen im Grundschulamt oder Mittelstufe zur Zeit wesentlich besser. Gymnasiallehramt wollen die meisten, weil die Kinder keine assis sind und das Gehalt am höchsten. ;-)

jaoh3nj,ohxn33


ganz anders sieht es im Mint-Bereich aus. Da ist das Studium aber so schwer, das die wenigsten es schaffen. Mathe/ Physik/ Informatik auf Gymnasiallehramt ist schon ziemlich heftig.

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