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Zweitstudium- wie realistisch sind meine Chancen?

b9lac kheart?edqueexn


@ blackheartedqueen:

Du hast den Bachelor aber beendet?

Nein, habe ich nicht. Ich bin aber vom naturwissenschaftlichen Hauptfach ins Lehramt gegangen und habe das mit einer Fremdsprache kombiniert. Auslandsaufenthalt hatte ich schon vor dem Studium, als Aupair.

Arbeiten tu' ich in einem gänzlich anderen Bereich als meine Studienfächer das nahelegen würden, ich mag diesem kunterbunten Mix aber sehr gerne :-)

Hier in Österreich stehen die Chancen auf eine Stelle gut, gerade in Wien werden händeringend Lehrer in so gut wie allen Fächern gesucht. Die Fächer kann man hier so kombinieren wie man sich das wünscht und es gibt zudem keine Maximalstudiendauer, wenn man ein längeres Studium in Kauf nimmt, ist es absolut unproblematisch Arbeit und Studium zu kombinieren.

c\riec9harlxie


Also hier mal für Süddeutschland.

Französisch/Englisch/Geschichte ist vorprogrammierte Arbeitslosigkeit, zumindest für den Schuldienst. Was hier gebraucht wird, ist Mathe + Kombi oder Kunst (!) oder Deutsch (!). Die Einstellungsnote für Deutsch wird sich demnächst im 3er-Bereich bewegen und es werden auch die Weichen gestellt, dass man schon ohne Referendariat unterrichten darf (!) - der politischen Situation sei Dank. Super-gefragt ist Lehramt mit der Einbeziehung von DaF/DaZ.

MINT an sich ist gar nicht mehr soooo die Jobgarantie, zumindest an der Schule nicht mehr.

c,riecxharlie


.... noch vergessen:

Englisch-Lehrer werden neben den Noten mittlerweile auch noch Akzent aussortiert. Also ein längerer Aufenthalt im englischsprachigen Ausland ist da schon fast Pflicht.

jYohn\jxohn33


Französisch/Englisch/Geschichte ist vorprogrammierte Arbeitslosigkeit, zumindest für den Schuldienst. Was hier gebraucht wird, ist Mathe + Kombi oder Kunst (!) oder Deutsch (!). Die Einstellungsnote für Deutsch wird sich demnächst im 3er-Bereich bewegen und es werden auch die Weichen gestellt, dass man schon ohne Referendariat unterrichten darf (!) - der politischen Situation sei Dank. Super-gefragt ist Lehramt mit der Einbeziehung von DaF/DaZ.

MINT an sich ist gar nicht mehr soooo die Jobgarantie, zumindest an der Schule nicht mehr.

criecharlie

Deutsch ist gefragt? Am Gymnasium? Kann ich aus Norddeutschland nicht bestätigen. Wenn man ein MINT-Fach dabei hat, bekommt man aber trotzdem ziemlich sicher eine Stelle. Was gerade in der Entstehung ist und bald abheben wird, ist Informatik. In spätestens zehn Jahren wenn nicht früher dürfte es Pflichtfach werden. Zur Zeit würde es alleine an dem Nachwuchs scheitern. Informatik-Lehrkräfte sind aboslute Mangelware.

j%ohnj}obhn33


Mathe ist nicht wirklich eine schlaue Wahl. Wer Physik oder Informartik wählt, kann und wird auch Mathe unterrichten. Wer Mathe studiert wird aber kaum in der Lage sein Physik oder Informatik zu unterrichten.

Ssas#a2x0


Mit anderen Worten: Lehramt ist eine Luftnummer?

%:|

jxohnIjlohnQ33


Mit anderen Worten: Lehramt ist eine Luftnummer?

Absolut nicht. Es unterliegt aber wie die Wirtschaft Angebot und Nachfrage. Das verdrängen insbesondere Geisteslehrämtler zu oft und gerne. Wenn du zu den besten gehörst also 1,0, dann wirst du immer eine Stelle bekommen, auch im Geisteswissenschaftlichen Bereich, aber das muss man erst einmal schaffen.

Umso höher das Angebot an Lehrer, in einem Fach desto wichtiger wird die Abschlussnote. Ist eigentlich nur logisch und fair.

SWunflojwer_7x3


Informiere Dich für DEINE Region und DEINE Fächer. Welche Schulform soll es denn sein?

j;ohnj?ohPnx33


würde es plötzlich eine Mintler-Schwemme geben, würde im MINT-Bereich genau das gleiche passieren. Aber das wird wohl nie passieren. :=o

lYe_rcheunzukngxe


bist Du "nur" mit der Form der Arbeit unglücklich oder auch mit Deiner bisherigen fachlichen Ausrichtung?

DIr sollte klar sein, dass speziell Geschichte nicht gerade ein Mangelfach ist, Du dort also mit vielen anderen Lehramtsstudenten um Studienplätze, Referendariatsplatz und später dann Anstellung, dauerhafte Übernahme, Übernahme ins Beamtenverhältnis konkurrieren wirst. Der öffentliche Arbeitgeber legt zudem sehr Wert auf gute Noten, stärker noch als privatwirtschaftliche Arbeitgeber, sofern Du bedingt durch schwierigere Situation also vielleicht nicht Topnoten erreichen kannst, ist die Gefahr nicht gering, mit dem abgeschlossenen Lehramtsstudium in diesem Fach noch einen recht steinigen Weg vor Dir zu haben mit Wartezeiten, Arbeitslosigkeit, befristeten Anstellungen etc. Gerade angesichts fortgeschrittenen Alters (?das interpretiere ich in Deine Angaben hinein) kann das ein Problem sein.

Französisch und Englisch sind da schon besser, zwar nicht so gesucht wie MINT-Fächer, aber nicht schlecht. Aber diese Fächer erfordern minimal ein Austauschsemester an einer Uni im jeweiligen Sprachraum, ggf. Auslandspraktika o.ä. Das ist nicht ganz billig...

Du hast Deinen derzeitigen Abschluss nur grob umschrieben, aber wenn ich die Hinweise richtig interpretiere, so handelt es sich um etwas mit Wirtschaft.

Daher wäre interessant zu prüfen, ob einer der Masterstudiengänge, zu denen Dein Bachelor Dich befähigt, Dich zum Quereinstieg in den Bereich der Berufsbildenden Schulen befähigen würde. In mehreren Bundesländern ist "Wirtschaft", "Sozialwissenschaft", "Wirtschaft und Politik", "Wirtschaftsrecht", "Wirtschaftskunde mit Schriftverkehr", "Rechnungswesen", "Arbeit-Wirtschaft-Technik" (die Namen und Ausrichtungen unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland) ein Mangelfach ähnlich wie die MINT-Fächer, was für Quereinsteiger gute Einstiegsmöglichkeiten mit geradem Weg bis zur Verbeamtung bedeutet.

Als Zweitfach könntest Du dann eine der Sprachen oder doch Geschichte studieren, damit wäre Dein allgemeinbildendes Zweitfach auch gleich abgedeckt.

Die Möglichkeiten der finanziellen Förderung (Bafög, Stipendium, Kredit) sind für einen auf einen Bachelor aufgesetzten Master sicher besser als für ein Zweitstudium, sodass hier sich vielleicht einige Sorgen auflösen würden.

Ein Studium in einem Mangelfach hat zudem noch den großen Vorteil, dass zumindest in einigen Bundesländern (wie es in Deinem Bundesland aussieht, musst Du prüfen) dies ermöglicht, bereits mit einem Bachelor Aushilfsunterricht zu geben. Du könntest also Dich mal an die berufsbildenden Schulen der Umgebung wenden und nachfragen, ob sie Interesse an Dir für Aushilfsunterricht haben. Das hätte gleich mehrere Vorteile: Du verdienst dort Geld, machst etwas, was Dir ja Spass macht (immerhin ist es Dein Berufsziel) und sammelst Erfahrungen, mit denen Du im Referendariat Deinen Kollegen vorraus sein wirst.

Und in der größten Not: falls es mit dem Lehramt am Ende doch nicht klappt, so bist Du mit einem Master in <Wirtschaft> breiter bewerbungsfähig, auch für andere Quereinstiege, als mit einem abgeschlossenen Lehramtsstudium.

Daher wäre mein Rat, einen unter Berücksichtigung des Zieles Lehrer wohlgewählten Masterstudiengang auf Deinen Bachelor aufzusetzen.

Das alles gilt aber nur, wenn Dir Deine bisherige Fachausrichtung nicht zuwider ist und Du nicht davon unbedingt so weit wie möglich wegkommen willst.

Ska;sax20


Ich würde mich auf Hauptschule oder/und Realschule spezialisieren.

Lerchenzunge, auf deinen Beitrag antworte ich später.

Bin heute müde zzz

jMayd(ee88


Hallo Sasa,

ich bin an ziemlich derselben Stelle wie du.

Habe eine Ausbildung+Bachelorabschluss und 4 Jahre im Beruf gearbeitet. Ich möchte sehr gerne Lehramt studieren und habe für das Sommersemester einen Platz :)

Ich kriege keinen Kurs anerkannt - muss also die volle Zeit studieren. Aber ich werde nebenher in meinem Job arbeiten.Glücklicherweise unterstützt mein Arbeitgeber mein Studium, sodass ich meine Arbeitszeiten flexibel wählen kann. Ich werde zum SoSe erstmal meine Stunden auf 50% reduzieren. Dafür nötig war ein spezieller Antrag auf Erwerbstätigkeit bei irgendeiner Studienstelle. Würde ich mehr als 50% arbeiten wollen, bräuchte es mehr als diesen Antrag... aber ich kann mir kaum vorstellen, dass das geht.

Ob es funktioniert? Keine Ahnung! Ich habe die letzten vier Jahre Geld zurück gelegt von dem ich zehren kann - außerdem kriege ich zumindest einen halben Lohn. Mit diversen studentischen Vergünstigungen (Semesterticket etc) sollte es schon klappen, wenn man mit Geld umgehen kann.

Ich musste es einfach probieren - sonst hätte ich mir vermutlich den Rest meines Lebens immer nur gesagt: "Hätte ich es doch wenigstens mal probiert"

(und mein Leben ist noch lang! Auch wenn ich schon Ende 20 bin 8-) )

:)*

cGriech$arlie


Also es hängt wirklich extrem vom Bundesland ab. Mein Mann arbeitet für das KM hier in Süddeutschland und der würde das, was @lerchenzunge schreibt, schallend lachend von sich weisen, sowohl was Fachpräferenzen als auch Möglichkeiten des Quereinstieges angeht.

Es gibt bei jedem KM Bedarfs- und Einstellungsprognosen, das würde ich mir für mein BL vorher ansehen.

An sich würde mich glaube schon das Studium nerven. Ich habe an der Uni viele Lehrämtler in meinen Kursen sitzen und vor einigen Wochen hatte ich die Klausur schreiben lassen. Die meisten hatten eine 3,0 oder 3,3 - das gab gleich lange Gesichter.... diese von Note zu Note hetzen, immer muß es die 1,x sein.... heftig. %:| %:|

c,riecZhar(lixe


Hauptschule mit DaF/DaZ, DAS ist es hier in Süddeutschland. Kriegst sofort nen Job :)

SAunflqowerx_73


An sich würde mich glaube schon das Studium nerven. Ich habe an der Uni viele Lehrämtler in meinen Kursen sitzen und vor einigen Wochen hatte ich die Klausur schreiben lassen. Die meisten hatten eine 3,0 oder 3,3 - das gab gleich lange Gesichter.... diese von Note zu Note hetzen, immer muß es die 1,x sein.... heftig.

Ist ja wohl eine Begleiterscheinung des neuen Bachelor-Master-Systems. Und irgendwo haben die Studenten auch Recht: Wo unsereiner bis zum Diplom an einer Uni bleiben konnte, entscheidet jetzt jede Einzelleistung mit ber die Zukunft, Masterplatzchancen,...

Abgesehen davon: Die TE ist erst seit 6 Monaten aus dem Studium raus und dürfte wissen, was ein erneutes Studium mit sich bringt. Und vermutlich bringen die Vorerfahrungen auch Vorteile, zumindest was Lernorganisation, Zurechtfinden an der Uni etc. angeht.

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