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Jung, krank und nutzlos

Lxouisica1na


@ Dombauer:

Gleich vorweg, Du hast es schwer. Und ja, Du hast aufgrund der Umstände auch viele Nachteile. Jeder, der eine chronische Krankheit hat, hat mehr zu bewältigen als ein gesunder Mensch.

Geh zum Arzt und lass Deine Medikation prüfen, falls Du es noch nicht getan hast.

Die Vorschläge, die man Dir hier unterbreitet, kommen von Leuten, die es gut meinen, aber Dein Krankheitsbild nicht erfassen können, wie sollte man auch, wenn man nicht selbst betroffen ist.

Was Dir bleibt ist, einen für Dich passenden Platz im Leben zu finden. Du wirst Dich, wenn es nicht heilbar ist, an Deine Krankheit gewöhnen müssen und daran, dass für Dich vieles nicht möglich ist.

Du hast Angst, dass Du den Rest Deines Lebens in Armut leben könntest. Das kann Dir passieren, wie vielen anderen auch. Wer nicht einzahlen kann, wird auch nur sehr wenig rausbekommen, so ist das nun mal. Umso wichtiger, dass Du Dir eine Alternative schaffst, von der Du auf andere Weise profitieren kannst. Eine wäre, Dir ein soziales Netzwerk aufzubauen. Nach Menschen zu suchen, die ebenfalls ihr Päckchen zu tragen haben, die Dich verstehen. Das setzt voraus, dass Du aktiv wirst. Keiner wird zu Dir nach Hause kommen, warum auch? Menschen suchen Menschen, die ihnen ein gutes Gefühl geben. Die zuhören, Verständnis haben, helfen. Das ist etwas, was auch Du kannst, denn es ist immer ein Geben und Nehmen. Hier im Thread zeigst Du Dich als jemand, der sehr bedürftig ist, aber nichts geben kann und will. Das musst Du ändern. Fange an, etwas an andere Menschen abzugeben, etwas, was Du geben kannst und was sie brauchen. Du wirst merken, dass etwas davon zurückkommt. - Das ist natürlich nicht der gutbezahlte Managerjob, aber so wie es aussieht, wirst Du den auch nie bekommen. Du hast keine Ausbildung und Du hast Dich daran gewöhnt zu Hause zu sitzen. Das haut auf Deine Psyche, wie man hier merkt. Aber das lässt sich reparieren. Der erste Schritt, geh raus und lerne (wieder), mit Menschen umzugehen, sie wahrzunehmen, auf sie zuzugehen. Du kannst nach Selbsthilfegruppen suchen, oder, falls es möglich ist, Dich einer Sportgruppe anschließen. Möglicherweise fällt Deine Krankheit unter Behinderung, aber es gibt auch hier jede Menge Selbsthilfegruppen und Vereine, die sich darauf spezialisiert haben.

Mag sein, dass das, was ich schreibe, nicht auf fruchtbaren Boden fällt.

Ich sag Dir was: Es wird Dich keiner retten. Niemand. Weil jeder mit sich zu tun hat. Wenn Du nichts tust, wird nichts passieren. Und ja, es ist sehr wahrscheinlich, dass Du den Rest Deines Lebens vergammelst, Du wirst noch unzufriedener als Du es jetzt schon bist, und Du wirst Dein Leben weiter vergeuden. 10 Jahre hast Du schon verschwendet, weil Du auf Rettung gewartet hast. Es gibt keine Rettung, ohne dass Du was dazu tust. Vielleicht ändert sich in den nächsten 10 Jahren so viel in unserem Land, dass Du nicht einmal mehr Geld vom Staat bekommst und in der Gosse landest mit einem Pappbecher in der Hand und bettelst und die Menschen noch mehr hasst. - Daher rate ich Dir, dass Du jetzt anfängst, etwas zu ändern, Deinen Alltag strukturierst, zumindest einmal am Tag jemandem anderen eine Freude machst, Dich pflegst, Dich bildest, etwas Kultur genießt und in Kontakt zu Deinen Mitmenschen trittst auf eine Weise, die Dir und dem anderen guttut. Ja, Kultur und Bildung ist auch mit wenig Geld möglich, man muß nur mehr suchen und sortieren, es ist aufwendiger und anstrengender, aber nicht weniger wert. Du hast Internet, das ist ein Riesenvorteil für die Suche, nutze ihn.

DwombCavuexr


Und die gibt es seit wann in Deutschland?

Lwo#uisiaxna


PS: Berufsunfähigkeitsrente mag eine Option sein. Finanziell kann man immer was gebrauchen. Aber es wird Deine eigentlichen Probleme nicht lösen. Dann hast Du 100 Euro mehr auf dem Konto und bist immer noch einsam, verbittert und enttäuscht vom Leben. Lies Dir durch, was ich Dir geschrieben habe, es wäre schön, wenn Dir das eine oder andere einen Anstoß geben könnte.

_3Parva4ti_


Und die gibt es seit wann in Deutschland?

Um diese zu bekommen, müsstest du erst eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Aber das ist, wenn man erst mal krank ist, nahezu unmöglich, da du keine Versicherung finden würdest, die einen Vertrag mit dir schließt.

Eine staatliche Berufsunfähigkeitsrente gibt es jedoch nicht mehr. Es sei denn, du bist vor 1961 geboren. Dann hättest du noch Anspruch darauf.

TJhis TUwilighHt Gardexn


Ich könnte Rechnungen bezahlen, könnte mir wieder mehr zu essen kaufen, würde ruhiger schlafen, wenn ich nicht immer ans Geld denken müsste und könnte wieder am Sozialleben teilnehmen.

1. Zum Rechungen bezahlen hast du ja deinen Regelsatz. Damit kommt eine alleinstehende Person doch okay über die Runden. Du kannst dir dein Essen, Miete, Strom, TV, Handy etc. davon locker leisten.

2. Was brauchst du noch?

3. Wieso kannst ausgerechnet DU nicht ruhig schlafen, wo du doch quasi dauerschläfst? Ich verstehe deine finanziellen Sorgen nicht, deine gesundheitlichen natürlich schon.

4. Wie willst du denn am Sozialleben teilnehmen? Kino? Party? Fällt doch eh alles weg wegen der Narkolepsie. Deswegen frage ich ja so explizit nach, wozu du Geld brauchst. Im Grunde ja nur zum überleben.

Oder willst du jetzt raushauen, dass du, wärst du Partymäßig unterwegs sehr wohl einige Stunden am Stück wach sein kannst?

PVfeffe=rmiWnzxbonbon


[...]

Jeder Rat den man ihr gibt, wird abgetan mit Kann ich nicht, geht nicht, ist nicht. Und sie jammert ja eh nur dass es zu wenig Geld ist. Was an ihrere Situation ändern möchte sie nicht, nur dass sie mehr Geld bekommt.

Ich find das zumindest alles äißerst suspekt.

Beim Klauen schläft sie aber nicht ein. und beim [...] Beiträge im Internet schreiben auch nicht.

Tfhis mTwi'l+ight Gazrden


Nur habe ich nicht den Eindruck, dass er was ändern will. Das ist eher das Problem.

Das hat die TE doch schon mehrfach geschrieben: an dem gesundheitlichem Aspekt will sie nicht mehr drehen und hat ihren Zustand akzeptiert... sag mal, liest hier eigentlich keiner richtig mit?

Sie hat anscheinend eine sehr starke Form der Narkolepsie, womit es nunmal weder möglich ist zu arbeiten, noch am sozialen Leben teilzunehmen.

Mich interessiert nur der 2te Aspekt, warum die TE mehr Geld braucht für ein soziales Leben,w as sie nicht antreten kann. Denn sie schläft nach 10 minuten am PC ein... so ist kein Austausch, keine Netzwerke, kein daddeln... nichts möglich.

Und mehr Essen bringt ja auch nichts... also, wozu mehr Geld?

h}eutWe]_hiTexr


Louisiana hat einen sehr guten Beitrag geschrieben.

Raus aus dem Schneckenhaus, Kontakt mit anderen Menschen.

Das geht alles ohne Geld und die Menschen, die du triffst werden so wie hier Verständnis für deine Krankheit aufbringen. Lass es auf einen Versuch ankommen.

Deine Ausgangslage mit der Krankheit ist nicht gut, du hast keinen Kontakt zu deinen Eltern (warum eigentlich), bisher keine Ausbildung. An vielen Schrauben kann man drehen. Du könntest üben halbtags zu arbeiten.

sweet-soccerfreak hat sich aus dem Faden verabschiedet, dass hier eine beratungsresistente Person schreibt, die nichts ändern möchte. Kann gut möglich sein. Andere orten dich unter einem anderen Nick.

Wielange hängst du eigentlich in dieser Schleife des immer Wiederkehrenden?

T=hisA Tw]ilightx Garden


[...]

Jeder Rat den man ihr gibt, wird abgetan mit Kann ich nicht, geht nicht, ist nicht. Und sie jammert ja eh nur dass es zu wenig Geld ist. Was an ihrere Situation ändern möchte sie nicht, nur dass sie mehr Geld bekommt.

Ich find das zumindest alles äißerst suspekt.

Beim Klauen schläft sie aber nicht ein. und beim [...] Beiträge im Internet schreiben auch nicht.

[...]

Und sie würde sich die Medis ja nur dann selbst kaufen, wenn sie auch wirken würden. Das tun sie aber ja nicht, schreibt sie. Sonst könnte sie ja was mit ihrem Tag anfangen und müsste nicht ständig schlafen.

Deswegen frage ich mich ja die ganze Zeit, was ihr mehr Geld bringen würde. Aber das scheint sie nicht zu raffen.

LWouFisiXana


[...]

[...]

Wie auch immer, natürlich kann man sich durchs Leben schmarotzen, das Problem ist nur, dass es einen nicht glücklich macht. Auch 100 oder 200 Euro mehr auf dem Konto machen einen nicht glücklich, wenn man keine Freunde hat, keine Hobbies, keine Ziele im Leben. Von daher ist das Geld eher zweitrangig, auch für den TE. Das Problem liegt woanders. Er/sie wird sein Leben weiter vergeuden, wenn sich nichts ändert, und das kann man nur selbst. Sich für andere Menschen und deren Belange interessieren, etwas für andere tun, anderen helfen, sie unterstützen, das sind alles Dinge, die glücklich machen. Was nützt Besitz, wenn es niemanden gibt, den man mag bzw der einen mag?

T1hiss TwiVlight ~GaSrden


Von daher ist das Geld eher zweitrangig, auch für den TE.

leider ja, dass ist wohl so. wenn man sich mit geld gesundheit oder eben fitness/wachheit kaufen könnte, das wäre was schönes... dann könnte die TE und andere betroffene auch wieder am gesellschaftlichem /(arbeits)leben teilhaben...

L]ouiMsi_anxa


Gesundheit wäre das einzige, für das ich Geld ausgeben würde. Wir können, so oder so, froh sein, dass wir ein solches Gesundheitssystem haben.

Dennoch, der TE muss lernen, seine Defizite zu kompensieren, und zwar mit Nützlichem. Man kann wenig Geld haben und glücklich sein, und viel Geld haben und unzufrieden. Und der TE wirkt sehr unzufrieden auf mich, wäre ich auch, wenn ich in dieser Situation stecken würde, z.T. kann ich es sogar ein Stück weit nachempfinden, womit ich nicht das Klauen meine ]:D Auch ich kann nicht alles machen, was ich gerne möchte, also suche ich mir andere Betätigungsfelder.

_FParHvatxi_


@ Twilight

Das hat die TE doch schon mehrfach geschrieben: an dem gesundheitlichem Aspekt will sie nicht mehr drehen und hat ihren Zustand akzeptiert... sag mal, liest hier eigentlich keiner richtig mit?

Darum ging es mir auch nicht. Es ging mir mehr darum etwas an der inneren Einstellung zu ändern und zu lernen, aus der gegebenen Sitiation das Beste herauszuholen. Die TE müsste dafür erst einmal herausfinden, was für sie noch möglich ist und was nicht.

E.hemSaliger oNutXzer< 7(#45887x1)


Und von Sozialhilfe kann man sich ein Fernstudium leisten?

Es gibt ganz viele kostenlose E-Learning-Angebote. Hast Du da mal geschaut?

Und das kann man dann auch machen, wenn man nach 10min am PC einschläft?

10 Minuten Konzentrationsspanne am Stück sind zumindest besser als gar keine. Und da Du hier Beiträge verfasst, gehe ich davon aus, dass Du eine gewisse, wenn auch sehr kurze, Konzentrationsspanne hast, ja. Frage zum besseren Verständnis: Ist Dein Zustand tageszeitabhängig? Das ist ja bei vielen Krankheiten so.

Und wer nicht erwerbsfähig ist kann Teilzeit arbeiten?

Ich hatte es an anderer Stelle so verstanden, dass Du durchaus einige Stunden pro Woche arbeiten könntest. Besser als nichts.

Wer sagt, dass Du nicht erwerbsfähig bist? Der Arzt? Du? Wurde Dir eine Erwerbsunfähigkeit bescheinigt?

sich einen AG suchen, der sie TZ und HomeOffice arbeiten lässt

Die gibt es ja auch wie Sand am Meer.

Natürlich sind die schwer zu finden. Aber es ist nicht unmöglich. Ich beziehe 100% EU-Rente, darf aber bis zu 60% arbeiten (utopisch), in der Realität sind es je nach aktuellem Gesundheitszustand zwischen 0 und 12 Stunden in der Woche, zu Hause vom Rechner aus, mit so vielen Pausen, wie ich brauche. Oft arbeite ich auch nur 15 Minuten am Stück. Und fast ausschliesslich ausserhalb der Arbeitszeiten, abends, nachts, auch am Wochenende. Für die Stunden, die ich arbeite, bekomme ich Gehalt, und die EU-Rente wird dementsprechen gekürzt.

Ich bin aus eigener Erfahrung kein Fan der Aussage "Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg", aber ich kann bei der TE so gar keinen Willen erkennen. Im Gegenteil, wer im grossen Stil klaut, stellt sich selbst an den Rand der Gesellschaft - meine persönliche Meinung.

EWhemaliggerp Nut1zer (#245887Y1)


Ich sehe das Grundproblem zum einen da, dass Du nicht an einer Diagnosefindung interessiert bist und das einen Rattenschwanz an Problemen mit sich bringt - keine Behandlungsmöglichkeiten, auch nicht off-label, kein fachlicher Austausch, und, last but not least, man fällt durchs "System".

Übrigens meine ich, es gibt irgendwo in D ein Institut oder eine Klinik für seltene Krankheiten.

Und zum anderen dort, dass Du keinerlei Unrechtsbewusstsein hast und obwohl Du vom Staat bzw. Steuerzahlern Unterstützung bekommst - was ja auch so sein sollte bei chronischer Krankheit -, die Gesellschaft bescheisst (klauen). Dieses Nach-mir-die-Sintflut kommt bei Mitmenschen nicht so gut an.

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