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Blöder Beruf!

hLerzensamensxch hat die Diskussion gestartet


Seit 7 Jahren bin ich in meinem Beruf als Zahnmedizinische Fachangestellte tätig.Ich habe in der Praxis die Ausbildung gemacht und bin danach auch dort geblieben,obwohl ich viel durchgemacht habe.Mein Chef hat mich früher fertig gemacht,hatte damals das Problem mit schwitzen und dass ich einen unangenehmen Geruch hatte,das habe ich aber auch behoben,anfangs habe ich es selbst nicht gemerkt und wurde drauf aufmerksam gemacht.Ich habe damals eine "Abmahnung"bekommen,weil meine Haare angeblich nicht richtig zurück gebunden waren.Ich habe oft geweint und hatte Bauchweh,wollte da schon nicht mehr an die Arbeit gehen,sogar meine Mitmenschen aus der Klasse haben das mitbekommen,eine Lehrerin bot mir Hilfe bei der Berufsberaterin an,ich habe sie jedoch nicht angenommen.Ich habe mir wenig zugetraut,immer gezittert und Angst gehabt vor neuen Aufgaben,hatte eine Kollegin die mich gemobbt hat bis aufs Letzte und ich habe nie den Mund aufgemacht,war immer die doofe Auszubildende.

Irgendwann ist meine Kollegin lange krank geworden und es hat sich alles zum Guten gewendet,mein Chef brauchte mich ja,deshalb war er nett zu mir.Er hat mich dann sogar übernommen.Ihr werdet es nicht glauben ich bin immer noch da.Habe eine neue Kollegin mit der ich mich auch gut verstehe und im großen und ganzen traue ich mich auch mehr zu sagen,aber habe immer noch Ängste,mehr zu machen.

Ich habe in meiner Ausbildung nicht mal gelernt,wie man Zahnstein bei Patienten entfernt,soweit ich mitbekommen habe,braucht man dafür keine Weiterbildung,es sei denn man möchte den Prophylaxeschein machen.Selbst das nach 4 Jahren abgeschlossener Ausbildung ist schon hart.

Ich habe auch keinen Mut mehr dort weiterzumachen,keine Lust mehr!Ich fühle mich oft kaputt und bin deprimiert,würde am liebsten alles hinschmeißen.Ich könnte nicht mal studieren,da ich kein Abi in der Tasche habe.

Wenn ich krank bin,wird direkt gemeckert und einem werden Vorwürfe gemacht,dass man ja gleich die Praxis schließen könnte,der Arbeitgeber wüsste ja nicht was er machen sollte.Dabei muss er sich eben auch mehr um Personal kümmern,aber er ist zu geizig.

Nun bin ich wieder krank und gehe gleich zum Arzt,das schlimme ist,dass nicht nur die Krankheit dazu kommt,sondern auch die Unlust,die Unmotivation dort hin zu gehen.Ich kann mir nicht vorstellen,das noch 40 Jahre weiter zu machen.

Eine zweite Ausbildung ist zurzeit nicht möglich,da mein Freund auch eine Ausbildung angefangen hat im September letzten Jahres und wir zusammen wohnen,somit könnten wir die Wohnung nicht mehr bezahlen.

Eine Umschulung wird mir wohl nicht bezahlt,wenn ich keine Anzeichen auf chronische Erkrankungen habe,wie Rückenbeschwerden durch den Beruf und selber kann ich das auch nicht bezahlen.

Ich habe mich sogar nebenbei woanders beworben,hatte auch ein Vorstellungsgespräch,was aber nicht so gut lief und ich auch kein gutes Gefühl hatte,wurde auch nicht genommen.

Zahnarzthelferinnen sucht man immer,aber die meisten Arbeitsklimas sind einfach unterste Schublade,ich habe auch schon sehr viel gehört.

Ich kann einfach nicht mehr und habe das Gefühl,dass ich nie richtig glücklich sein werde.:(

Gibt es irgendwelche Tipps zum Quereinsteiger beispielsweise und vor allem auch mit gutem Verdienst mit Aufstiegschancen?

Für jede Hilfe von euch oder guten Ratschläge wäre ich sehr dankbar.

Liebe Grüße

herzensmensch @:)

Antworten
M2itteren8cht


Ich glaube eher weniger, dass dein Job an sich das Problem ist, sondern dein Chef und deine Praxis.

Euer Verhältnis ist zu belastet.

Vielleicht versuchst du erst einmal eine andere Stelle in dem Job zu bekommen, anstatt direkt an eine Umschulung o.ä zu denken?

Du kannst dich ja nebenher bewerben, ob du jetzt grade angestellt bist oder nicht, da musst du dann halt nur auf die Fristen achten.

Vielleicht findest du ja dann sogar einen Chef, der dir auch mal beibringt richtig Zahnstein zu entfernen? ;-)

Seummkersunhshinex6


Suche dir eine andere Stelle. Nicht alle Zahnärzte sind Idioten. Mein Zahnarzt z.B. hat einen sehr guten Draht zu seinen Angestellten und sie machen Scherze miteinander. Da gehe ich sehr gerne hin. Früher war ich bei einem, der schrie sie wegen Nichtigkeiten an. Eine hatte Tränen in den Augen. Einmal und nie wieder.

Lasse dich nicht entmutigen.

N~ordi<8x4


Ich würde mich auch erstmal wo anders hin bewerben. Sicher gibt es kaum Jobs die zu 100% perfekt und passend sind aber wenn der jetzige Job vielleicht zu 30% passt wäre eine Steigerung auf 80% schon ein enormer Fortschritt.

Einen anderen Weg sehe ich da kaum, Umschulungen, zweite Ausbildung usw. geht zwar alles, ist aber sehr zeitintensiv und ob du dann zufriedener bist steht auch in den Sternen.

h3erzen_smensxch


Ja,ich werde bei meinem jetzigen Arbeitgeber auch nicht nach Tarif bezahlt.Ist das heutzutage so,dass Privatunternehmer nicht verpflichtet sind,nach Tarif zu bezahlen?Mich macht das selber sehr traurig und hat mein Selbstbewusstsein um einiges zurückgestellt.Ich traue mich nichts zu,ich muss richtig betteln,damit ich an meinem Geburtstag frei bekomme,wo andere Arbeitgeber schon von ganz alleine sagen,dass man frei bekommt.Ich bekomme keine Gratulation zum Geburtstag,Weihnachtsgeld ist auch sehr mickrig und man wird noch verarscht,wenn es um Gehaltserhöhung geht.Bei mir kann er es ja machen,er denkt sich,da ich nichts sage,kann er an allem sparen.

Ja Leute,bewerben ist die eine Sache,sich trauen das durchzuziehen,die andere.

Habe schon mal überlegt ne Therapie zu machen,weil ich mir so wenig zutraue,oder dann wieder einen Rückzieher mache.Beim letzten Vorstellungsgespräch ist alles in die Hose gegangen was auch nur in die Hose gehen kann,hatte dann einen Tag noch Probearbeiten,wurde Sachen gefragt,die ich wohl nicht beantworten konnte (bin schon ne Weile aus der Schule raus und alles kann ich auch nicht mehr wissen),kam mir richtig unwissend vor und unvorbereitet,hatte ja sofort ein Vorstellungsgespräch am selben Tag,wo ich die Bewerbung abschickte und am nächsten den Probearbeitstag.Dann noch was anmischen,das ging auch schief...durch meine Aufregung versaue ich anscheinend auch so einiges :( Ich traue mir wenig zu und habe Angst vor neuem.Ich bin dem ganzen nicht gewachsen.Dieser Schritt,wenn es soweit ist und ich was neues bekomme,dem Arbeitgeber die Kündigung vorzuhalten,ist auch ein sehr schwerer.Ich habe wieder Angst vor Mobbing in der Zeit,wenn ich die Wochen der Frist noch arbeiten müsste...ich habe Angst,dass ich vom Regen in die Traufe komme.Aber man kann als Patient zwar sagen,das Team ist toll,aber wie sieht es dann aus,wenn die Patienten mal nicht da sind und wie klappt es mit Kollegen.Ich glaube,das schlimme ist,dass ich immer dort geblieben bin und ich noch nie woanders war und so unsicher bin.Ich habe wirklich richtig Angst. :-(

Mnitter2n8chxt


Du merkst selbst, dass dir der Betrieb nicht gut bekommt, gleizeitig machst du dir vor was Neuem in die Hose....

Ich hab selbst vor einem Monat ne neue Stelle angetreten, obwohl ich ungekündigt war, bin sogar in eine ganz andere Stadt, ein ganz neues Bundesland gezogen.....Angst gehört immer dazu, aber schlimmer kanns nach dem was du schreibst doch nicht mehr werden oder?!

Und was soll schlimmes in der Kündigungsfrist im Betrieb passieren, wenn du jetzt eh schon gemobbt wirst?

Notfalls machst du krank!

(Offiziell nicht erlaubt, weiß ich, aber bevor es zum Mobbing kommt ....)

hserEzen$sme#nscxh


Also mit dem Mobbing zwischen Kolleginnen findet nichts statt.Meine Kollegin und ich hatten letztens ein Gespräch mit dem Chef,dass es so nicht weiter geht und wir keine Lust haben uns immer anpampen zu lassen und wenn man krank ist,dass dann gleich so ein Aufstand gemacht wird,einfach unmöglich.

Ja es ist einfach nicht schön,er ist auf der einen Seite nicht wirklich Chef genug.

Unser Techniker hat zu mir schon gesagt "Halts Maul" und du "blöde Kuh".Beim zweiten Mal habe ich ihn direkt richtig angepampt und mich mit dem Techniker angelegt,da hat der Chef zuerst auch gefragt,was wäre,habe das dann auch erzählt und da muss er ihm was gesagt haben,weiß es aber nicht so genau...schon allein für das Verhalten gegenüber anderen Kollegen hätte ein anderer Arbeitgeber wahrscheinlich direkt rausgeworfen.

Ja mein Freund und ich wollen wohl auch nicht für immer hier bleiben,dann könnte man so einen Neuanfang in einer anderen Stadt starten,ist vielleicht auch manchmal ganz gut.

T6aranxis


Unser Techniker hat zu mir schon gesagt "Halts Maul" und du "blöde Kuh".Beim zweiten Mal habe ich ihn direkt richtig angepampt und mich mit dem Techniker angelegt,da hat der Chef zuerst auch gefragt,was wäre,habe das dann auch erzählt und da muss er ihm was gesagt haben,weiß es aber nicht so genau...schon allein für das Verhalten gegenüber anderen Kollegen hätte ein anderer Arbeitgeber wahrscheinlich direkt rausgeworfen.

Das ist auf jeden Fall schon mal ein guter Anfang, dass du dich zur Wehr setztst. :)^ Lass dir nichts gefallen!

JHouri


Das scheint hier ein Teufelskreis zu sein: Du traust Dich nicht, also macht man solche Sachen mit Dir, und weil man solche Sachen mit Dir macht, traust Du Dich nicht.

Du wirst Deinen Chef nicht ändern können, ebeso wenig wie Deine Kollegen, das allgemein Arbeitsklima oder insgesamt die Arbeitssituation.

Du kannst nur Dich selbst ändern: Deine Einstellung zu den Dingen, Deine Qualifikation, Deine Angst vor allem und jedem, Deinen Frust und Deine Hoffnungslosigkeit. Es wird niemand kommen und Dir da raus helfen, Du musst es selbst anpacken.

Wenn Dir das klar wird und Du das einsehen kannst, hast Du den ersten Schritt getan. Für Deine Sozialphobie ist tatsächlich eine Therapie angezeigt. Es ist wichtig für Dich herauszufinden, warum Du solche Angst hast und wie Du diese Angst überwinden kannst. Und nur dann wirst Du in der Lage sein, neue Wege zu erkennen und zu gehen.

Neue Wege, das kann eine neue Praxis sein, kann eine Weiterbildung in Deinem jetzigen Beruf sein oder eine Ausbildung in einem neuen Beruf sein. Und wenn man etwas wirklich will, dann kriegt man das auch unter schwierigen Umständen (z.B. finanziellen Durststrecken) hin.

Ich wünsche Dir, dass Du einen Weg findest, mit Deiner Angst, Deinem Frust, Deiner Hoffnungslosigkeit und (sorry, wenn das hart klingt) ein bisschen auch Deiner Einstellung "alle anderen sind schuld". Das wird nicht leicht sein, denn Du wirst Dich vielen Dingen stellen müssen, die nicht einfach sind. Daher ist professionelle Hilfe ganz wichtig. Aber auch dazu musst Du bereit sein.

Viel Glück

h2erzeinpsmensch


Ja na klar ich bin schließlich noch jung,bin ja grad mal 25 und wenn ich so lange noch arbeiten muss,muss ich auch einfach stärker werden und kann mir nicht immer alles gefallen lassen.Das habe ich ja auch schon gelernt,das ist auch besser geworden.Es gibt nur viele Dinge,die mich trotzdem noch total verunsichern.Die Woche habe ich etwas Zeit mir Gedanken zu machen,bin krank geschrieben und muss mal sehen,was sich machen lässt.

BUenitxaB.


Du übernimmst in keinster Form Verantwortung für Dich, hast es nie gelernt.

Dich treten zu können, ist wahrscheinlich schon so im Elternhaus gewesen.

Wobei, unangenehm zu riechen - da ist schon mal viel verkehrt. Wenn es jetzt anders ist, war da wohl eindeutig was im Argen....

Mach eine Therapie. Such Dir Kurse, wo das Selbstbewußtsein gestärkt wird.

Mach Fortbildungen.

So lauwarm, ich würd ja gerne, aber 1000 Argumente, warum was nicht geht, dafür hast Du ja auch 1000 Worte.

Pack es an. Nicht jammern. Tun.

hTerzenswmebnsxch


Ich wurde gut erzogen,komme aus einem guten Elternhaus.Bin auch immer gepflegt,achte sehr darauf.Vielleicht liegt das mit dem wenigen Selbstbewusstsein tatsächlich an einem Teil meiner Eltern. :-/ Ja ich muss was gegen tun,das ist richtig.Sonst werde ich immer der Mensch bleiben,zurückgezogen sein.

B3enitxaB.


Gut erzogen, aber lebensuntauglich? Man sollte so erzogen worden sein, dass man das, was Du einfach so hingenommen hast auch während der Ausbildung, eben nicht geht.

Wo waren da die ehrenwerten Eltern, einen zu unterstützen, die Ausbildung ohne Niveau (wo Du nicht wirklich was gelernt hast) abzubrechen und nach einer anderen Ausbildung zu suchen?

Duckmäuserisches Erziehung nenne ich das.

Du mußt anderes Verhalten lernen. Geh in Selbsthilfegruppen, (Kiss hilft weiter) zur VHS, zur Therapie.

Lerne, Dich mal freizustrampeln.

BDen"itaxB.


Ich habe in meiner Ausbildung nicht mal gelernt,wie man Zahnstein bei Patienten entfernt,soweit ich mitbekommen habe,braucht man dafür keine Weiterbildung,es sei denn man möchte den Prophylaxeschein machen.Selbst das nach 4 Jahren abgeschlossener Ausbildung ist schon hart.

Komisch, dass andere aber Weiterbildungen und auch Prophylaxeschein schaffen. Selbst wenn es hart wäre, man hätte für sich etwas geschafft. Verdient mehr, steht doch ganz anders da.

Und wenn ein Bewerbungsgespräch nicht gut verläuft, liegt es wahrscheinlich auch schon am fehlenden Selbstbewußtsein, das Auftreten, linkische Sätze, Körperhaltung.

So etwas kann man trainieren, wie man sich verkauft.

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