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Ausbildung, jetzt schon alles versaut?

WFaterltix2


Versteht mich nicht falsch, ich möchte die Chance schon haben und mich reinhängen, aber ich fühl mich schon degradiert irgendwo, zwei ganze Wochen so ranklotzen zu müssen ohne einen Cent, weil ich weiß, was ich kann und keine 18-jährige Schulabgängerin bin, sondern eine vollwertige Kraft mit Erfahrung.

Ich kenn mich da nicht aus, aber wenn es "Praktikum" genannt wird, hört man sowas wohl öfter. Aber eigentlich ist es nie ok, ohne Bezahlung arbeiten zu müssen erst recht nicht, wenn dan Erwartungen an einen geknüpft werden. ich finde es nur ok, wenns um ein Schüler- oder Studentenpraktikum geht, was man halt machen "muss" um einen Teilnahmeschein zu kriegen, wo man dann aber auch nicht mehr leisten muss, als "da zu sein".

Wenn man dann investiert und einen Ausbildungsplatz belegt, dann will auch der Betrieb um alles in der Welt vermeiden, dass er sich ein Ei ins Nest legt, was er dann 2-2,5 Jahre nicht mehr loswerden kann.

Ganz ehrlich, sowas kostet aber eben auch Geld. Ich meine diese "Probearbeiter" machen ganz oft irgendwelche Arbeiten, die sonst keiner machen will oder sogar die eigentlich Arbeit und das unbezahlt, das ist für mich auf keinen anderen Begriff zu bringen als "Ausbeutung" oder "Sklaverei". Es liegt ja dann auch ganz nahe, einfach alle 2 Wochen nen neuen kostenlosen Probearbeiter einzustellen und einfach niemanden wirklich fest anzunehmen, Gründe kann man sich ja immer ausdenken. Nur spart man dann die Stelle ein. Eine Firma muss schon echt wenig Geld haben, wenn sie sich das 1-2wöchige Gehalt eines Azubis einsparen muss... %-|

C%omrxan


Eine Firma muss schon echt wenig Geld haben, wenn sie sich das 1-2wöchige Gehalt eines Azubis einsparen muss... %-|

Waterli, darum geht es nicht. Die Firma zahlt über 2 Jahre Geld für die Ausbildung, da braucht sie bei 2 Wochen nicht zu sparen.

Die Gründe sind andere: wenn das Praktikum zu einem Azubi-Gehalt vergütet wird, bekommt die Firma Ärger. Diese Tätigkeit kann als Scheinselbständigkeit ausgelegt werden, womit dann Hinterziehung der Arbeitgeberanteile für die Sozialversicherung oder Berufsgenossenschaft im Raum ständen. Es besteht schließlich kein Arbeitsverhältnis. Das Finanzamt wird auch hellhörig, denn Kirschlein hätte in dieser Zeit nicht im Angestelltenverhältnis gearbeitet, sondern auf eigene Rechnung.

Praktika sind dann Ausbeutung, wenn sie sich über mehrere Wochen ziehen oder immer wieder verlängert werden. Bei 2 Wochen und einer Ausbildungszusage ist das doch völlig anders gelagert und eher als Motivationsprüfung und Chance außerhalb des Ausbildungsplans zu verstehen. Ganz ehrlich: wenn ich einem Bewerber eine Probearbeit vorschlage und der sagt: "Nö, sehe ich nicht ein, wenn ich kein Geld dafür kriege.", dann würde es mir schwerfallen, die Einstellung noch zu befürworten.

C3houpe]tte_Fi7nniaxn


Azubis kosten Geld... sicher...

In meiner Ausbildungskanzlei haben wir Azubis - wir hatten niemanden der sich dämlich angestellt hat, die flogen vorher raus - nach einem halben Jahr wie eine vollwertige Kraft gearbeitet für knapp über 300 Euro im Monat! Da hat man alle paar Wochen mal für ne halbe Stunde was gezeugt bekommen und den Rest der Zeit waren wir Sachbearbeiter in Vollzeit zu einem Hungerlohn! Wir haben durch die Praxiserfahrung ausnahmslos mit super Noten abgeschlossen, aber ausgebeutet wurden wir trotzdem, wie so viele andere in unserer Branche auch.

Es gibt sone und solche AGs, aber wenn ich höre, wie viel Geld Azubis doch kosten und dass sie ja immer schlechter werden, dann gabs hier jetzt mal ne Gegendarstellung. %-|

Ich würde die Ausbildung immer wieder machen und ich war/bin stolz auf das, was ich in der Zeit gelernt habe, aber wir wurden ausgebeutet von Arbeitgebern, die sich morgens entscheiden mussten ob sie den wuchtigen Benz nehmen oder doch lieber den kleinen Porsche, mit dem man besser in Parklücken kommt, während wir im dritten Lehrjahr ganze 380 Euro brutto für 160 Stunden im Monat plus Überstunden erwirtschaftet haben.

-

TE, ich Find die ganze Geschichte sehr unglücklich gelaufen und das Praktikum finde ich frech, aber du hast nichts zu befürchten. Du sagst selber, dass du viel weißt, also rock das Ding für dich selber und denk dir deinen Teil zu den Chefs. @:)

g/atQo


Ist der Ausbildungsplatz jetzt sicher? Ich hatte es so verstanden, dass du erst noch die Probewoche überstehen sollst?

Ansonsten finde ich deinen Unmut fehl am Platz. Du schreibst am 14.4.:

Kurzum, ich muss jetzt nochmal eine Probewoche absolvieren, um meine berufliche Kenntnis noch genauer zu zeigen (verständlich. Mache ich aber gern).

Das Probearbeiten kam ja erst ins Gespräch als die Sache mit dem fehlenden Abschluss war. Ich bin überzeugt sie wollten sich damit nur Zeit für ihre Entscheidung verschaffen und dich besser kennen lernen um genauer einschätzen zu können, was sie davon halten sollen.

Du solltest nicht mit negativer Einstellung schon am Anfang die Beziehung zum Arbeitgeber belasten. Sieh die Zeit als Möglichkeit vorab schon mal reinzuschnuppern. Immerhin darfst du mit dem ICE zu einer Messe fahren. :-D

DUieKdruewmi


Ich verstehe dich nicht.

Du hast in deine Bewerbung geschrieben

Seit 2012: Erlangung des Fernabiturs"

Und das entspricht nunmal nicht der Wahrheit, da du das Abitur nie erlangt hast und du wirst es vermutlich auch nicht erlangen, da das "Projekt" nach deinen Worten "auf Eis liegt". (wieso erwähnst du es dann überhaupt in der Bewerbung? Gescheiterte Projekte sind nicht gerade schmeichelnd....allerdings suggeriert das Wort "Erlangung" auch eher das Gegenteil)

Du wurdest also unter Vorspielen falscher Tatsachen eingeladen.

Völlig unfassbar finde ich, dass hier einige meinen, der Personaler hätte Schuld, weil er das Abiturzeugnis nicht gleich angefordert hat.

Unterm Strich kam es erstmal so an, als wenn du gelogen hättest--du hast versucht, es als "Formulierungsfehler" darzustellen, ggf hat man dir geglaubt, oder es besteht derzeit noch Uneinigkeit, ob du eine gute Lügnerin bist oder einfach nur schlecht formulieren kannst.

Das 2-wöchige Praktikum ist eine Chance, die dir nicht jeder Arbeitgeber eingeräumt hätte, insbesondere, da er an eurem Standort ein Alleinstellungsmerkmal hat und auch einen Bewerber nehmen könnte, bei dem er sich nicht überlegen muss, ob die Bewerbungsunterlagen bewußt aufgepimpt wurden oder einfach das Gefühl für die Mutersprache fehlt. ( was "Erlangung"§ heißt, ist nicht diskussionsfähig, du hast schlichtweg ein unpassendes Wort verwendet. Entweder zur Täuschung oder weil du die Bedeutung nicht richtig kennst)

DWieKruxemi


es ist eine Ausbildung zur Kauffrau für Marketingkommunkation

Gerade in dem Job ist es eigentlich sehr wichtig, mit der Sprache gut und sicher umzugehen. Und dann in etwas ebenso Wichtigem wie dem Bewerbungsschreiben einen derartig blöden Formulierungsfehler einzubauen, der rein zufällig dich als qualifizierter darstellt, als du bist--das ist doch klar, dass das extrem verunsichert. Also: Zähne zusammenbeißen und im Praktikum alles geben.

S,andrixena


Ich habe es auch so verstanden, dass eher Deine Sozialkompetenz und Dein Charakter während der beiden Probewochen auf dem Prüfstand stehen, eben genau wegen dieses Formulierungsfehlers.

Im Prinzip ist es doch nur wegen der Meinung Deiner Freundin, dass Du jetzt so unwillig über die Probewoche bist. Aber die arbeitet sicherlich in einem ganz anderen Beruf, so etwas ist je nach Beruf unterschiedlich. Dein potentieller AG hat eben die Möglichkeit, sich komplett aussuchen zu können, weil so ein Überangebot an Bewerbern besteht, und bevor sie eine möglicherweise lügende Azubine nehmen, wollen sie Dich eben besser kennen lernen.

Versteht mich nicht falsch, ich möchte die Chance schon haben und mich reinhängen, aber ich fühl mich schon degradiert irgendwo, zwei ganze Wochen so ranklotzen zu müssen ohne einen Cent, weil ich weiß, was ich kann und keine 18-jährige Schulabgängerin bin, sondern eine vollwertige Kraft mit Erfahrung.

Du magst durch Deinen Nebenjob Erfahrung im Bereich Marketing zu haben, in einem fest umgrenzten Bereich. Das macht Dich aber nicht zu einer vollwertigen Kraft und Du wirst noch viele Dinge in der Ausbildung und Berufsschule lernen können. Die Nase hochtragen und meinen, nur das Abschlußzeugnis der Ausbildung unterscheidet Dich von einem normalen Mitarbeiter dort, inhaltlich/fachlich wärest Du vollkommen gleichgestellt, das ist die falscheste Einstellung, mit der Du in so eine Ausbildung gehen kannst. :-|

Sail&bermoGnda9ugxe


Vor 60 Jahren hat man noch Ausbildungsvergütung bezahlt anstatt zu verdienen

Meine Mum hat 1952 schon was verdient ;-D

aber ich verstehe was du meinst

Hach, man hat doch ein viertel- oder ein halbes Jahr Probezeit - in der Zeit kann ein Betrieb doch einen unfähigen Mitarbeiter loswerden ;-)

EAhemaTligerD NutzeQr ;(#46x7193)


Zwei "verirrte" Beiträge gelöscht.

hAeuPte_heier


Warum peitschen hier die letzten User auf Kirschlein rum. Offensichtlich wurden auch Beiträge gelöscht.

Ich sehe Arbeit ohne Entlohnung als nicht gerechtfertigt. Mich erschreckt es, dass es in dieser Zeit als etwas normales angesehen wird.

Kirschlein hat weder gelogen oder falsche Tatsachen vorgetäuscht @Krümi

@ Kirschlein

Sei so auf dich bedacht, wie es das Unternehmen ist. Du willst deine Ausbildung. Das kannst du durchziehen.

B~rumPmb6aercxhi


Sei so auf dich bedacht, wie es das Unternehmen ist. Du willst deine Ausbildung. Das kannst du durchziehen.

Wäre das Unternehmen so auf sich bedacht, hätten sie ihr abgesagt und einfach jemanden genommen, der sicher die Ausbildung verkürzen und so arbeiten kann, wie es geplant war.

Warum peitschen hier die letzten User auf Kirschlein rum. Offensichtlich wurden auch Beiträge gelöscht.

Von peitschen sehe ich nichts, lediglich ein Meinungsaustausch, den die TE ja wollte. Sie hat gefragt, was wir davon halten. Die gelöschten Beiträge kann ich nicht beurteilen.

Ich sehe Arbeit ohne Entlohnung als nicht gerechtfertigt. Mich erschreckt es, dass es in dieser Zeit als etwas normales angesehen wird.

Kirschlein hat weder gelogen oder falsche Tatsachen vorgetäuscht @Krümi

Wie bereits geschrieben: Ich bin generell auch gegen dieses ewige "Probearbeiten" ohne Entlohnung. Dafür gibt es eine Probezeit. Aber in diesem Fall? Ich finde sehr wohl, dass falsche Tatsachen vorgetäuscht wurden, v.a. als die ungünstige Formulierung nicht gleich im 1. Vorstellungsgespräch richtiggestellt wurde.

Und zudem: Ich denke, dass die Reaktionen der User eher dadurch entstanden sind, dass die TE erst geschrieben hat, wie glücklich sie wäre trotz ihres "Fehlers" die Ausbildung zu bekommen und richtig gefiebert hat.. und eben auch, was sie alles dafür "aufgibt" (die Reise).. das hat sie einfach sehr engagiert wirken lassen und jeder hat ihr die Zusage gewünscht... und kaum hat sie die Zusage: Och.. wie? Jetzt wirklich zwei Wochen umsonst arbeiten.? Ich bin eine vollwertige Kraft.. Sowas kommt halt nie "gut" rüber, wenn man eine Ausbildung anstrebt (mal davon abgesehen, dass das Engagement nicht so groß sein kann, wenn man sich darüber dann direkt beschwert..) Sie wird dann Auszubildende sein und natürlich wird sie nach einer Zeit, Aufgaben "voll" übernehmen können, aber Auszubildende sind für jeden Betrieb erstmal eine Belastung (finanziell, zeitlich....).

In dem Sinne: Für mich kein "peitschen", eher ein "auf den Boden der Tatsachen zurückholen".

E>hemalOiger NBut"zer %(#502711x)


Ich finde zwei Wochen Probenarbeit unter diesen Umständen gar nicht schlimm. Ich würde es einfach durch ziehen und mich rein hängen, selbst auch noch Mal abwägen ob ich das so will mit genau dieser Ausbildung.

Ich bin auch generell gegen das Ausnutzen von Arbeitskraft, aber ich finde es für den Betrieb in diesem Fall als absolut gerechtfertigt an. Und wenn sie die Ausbildung will, kann sie das genau jetzt noch Mal zeigen.

Zu den gelöschten Beiträgen: die waren von Kirschlein selbst, aber in das falsche Thema gepostet worden.

DIigeKQruxemi


Kirschlein hat weder gelogen oder falsche Tatsachen vorgetäuscht @Krümi

Offenbar ging der Personaler bei der Formulierung "Erlangung des Fernabiturs" davon aus, dass sie es auch tatsächlich erlangt hat, sonst hätte er ja wohl nicht nach dem Zeugnis gefragt. Google mal oder nimm den alten Duden zur Hand, was "Erlangung" bedeutet, dann wirst du es möglicherweise verstehen.

Wenn jemand schreibt, dass er etwas erlangt hat, geht niemand davon aus, dass er es 1. doch noch nicht hat und 2. es auch nicht in absehbarer Zeit haben wird, da inzwischen der Plan verworfen ist.

Wird sie dann im ersten Gespräch auf die Verkürzte Ausbildung aufgrund des Abiturs hingewiesen, ist das Stillschweigen auch als Täuschung zu sehen, denn da hätte sie es richtig stellen müssen.

Eigentlich wäre das Thema bei 95% der Arbeitgeber durch und die hätte eine Absage bekommen, hier bekommt sie eine Chance, sich zu beweisen.

Ihre "Formulierungsschwäche" ist zu vergleichen mit "Eintritt in den heiligen Stand der Ehe seit 2012" wenn man damit umschreiben will, dass man seit 2012 verlobt ist, jedoch nicht geheiratet hat. Egal, wie gemeint, die Ausdrucksweise läßt zwangsläufig eine Fehlinterpretation zu.

h!eutNe_hxier


Egal, wie gemeint, die Ausdrucksweise läßt zwangsläufig eine Fehlinterpretation zu.

Sie hat sich nicht eindeutig ausgedrückt. Das ist klar und weit davon entfernt gelogen zu haben. Es wäre die Aufgabe desjenigen gewesen, der für Entscheidungen zuständig ist, nachzufragen. Das ist nicht geschehen.

Wenn es schon mit Probearbeiten losgeht, kann es nur lustig werden mit späteren Gehaltsverhandlungen. Ich hätte keine Loyalität/comittment gegenüber solch einem Unternehmen. So einfach ;-)

Der TE auch noch ein schlechtes Gewissen (eigentlich sind es fresche Vorwürfe) einreden zu wollen, empfinde ich dermaßen unangebracht. Das muss jeder für sich selbst entscheiden, auf anderen Menschen verbal rumzutrampeln, wenn sie nach Hilfe/Rat suchen. Für mich ist das keine erstrebenswerte Art.

Alles Gute, Kirschlein @:)

C(om\ran


Ich erinnere nochmal daran, wie optimistisch Kirschlein zuerst wegen der Probearbeit war:

und sie mich gerne ab nächster Woche Mittwoch für ein zweiwöchiges Praktikum hätten (Dann können wir mal sehen, was Sie so können). Ich soll dann Mittwoch direkt zu einer Messe mit dem ICE nach München mitfahren. :)^

...

Freue mich. Ich hoffe, das haut alles hin. :)=

Die Diskussion über Formulierungen und Praktika ist doch daher in meinen Augen völlig unverständlich. 2 Wochen, auf die sie sich eigentlich gefreut hatte - nicht 2 Monate!

Kirschlein, geht's jetzt nächsten Mittwoch los? :)^

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