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Bewerbung - Fragen zu Formulierung in Stellenangebot

gYlad1iaztorxaz


Bei uns gibts auch sehr viele Stellen im öffentlichen Dienst, da kommen täglich neue Ausschreibungen bei indeed..

SIcaxro


Also: Du darfst dich prinzipiell auf alles bewerben, aber es ist unklug, weil du signalisierst, dass du dich damit nicht auskennst. Es lässt dich also fachlich inkompetent erscheinen. Und das solltest du vermeiden, weil es auch auf die andere Bewerbung abfärbt.

So sehe ich das auch. Wenn dieser Angestelltenlehrgang 12 Monate dauert... Na ja, ich kann das immer noch machen. Aber gleich zwingend nach der Ausbildung die nächste Sache muss nicht sein. Erstmal Berufserfahrungen sammeln und vertiefen, würde ich sagen.

Noch eine Frage, ich hoffe, ihr lest noch mit!

Was Grundsätzliches. Wenn ich mich nun bspw. auf eine Teilzeitstelle außerhalb meines Wohnortes bewerbe, weil ich nichts in meiner Stadt finde... Und dann nächsten Monat den Vertrag unterzeichne... Kann ich dann einfach so den Vertrag kündigen, bevor er (Anfang August) begonnen hat?

Mir geht es darum, dass ich schon gern eine Stelle sicher hätte, aber wenn ich in der Zwischenzeit was besseres fände, dann müsste ich wissen, ob das so einfach funktioniert... Auch will ich niemanden enttäuschen und einen Vertrag vor Beginn des Arbeitsverhältnisses zu kündigen, ist immer mies. Deshalb wüsste ich gern, ob das oft praktiziert wird oder wirklich in höchstem Maße unhöflich ist.

Die Dame gestern in der Agentur für Arbeit hat mir jedenfalls nicht viel Hoffnung gemacht. Angeblich sei ich für meine beruflichen Erfahrungsverhältnisse super qualifiziert, aber es seien derzeit in unserer kleinen Stadt rund 200 Menschen mit meinem Beruf arbeitslos und es sei die Regel, dass die meisten wiederkämen und arbeitslos würden :-o

Hab gerade wieder 3 gute Jobangebote entdeckt! Ich hoffe ja, ich kriege was in meiner Stadt, sonst muss ich mir ein Auto zulegen... Bzw. würde ich das von mir selbst erwarten, um flexibel zu sein. Sonst kommen mir nachher noch Bahnstreiks dazwischen, "reguläre" Verspätungen oder jemand wirft sich auf die Gleise... Im Auto kann man auch immer im Stau stehen, aber ich denke, das kommt immer besser, dann muss man auch nicht vor und nach der Arbeit noch ne Weile warten und verplempert Zeit. Wenn man EH schon aus seiner Stadt rausfahren müsst. Ihr wisst schon. :=o

SLcarxo


(bitte auch meine Nachricht ÜBER DIESER NACHRICHT beachten)

Und wenn in der Stellenausschreibung steht, dass verhandlungssicheres Englisch erwartet wird und ich halt weiß, dass ich sehr gut Englisch spreche und schreibe, aber eben nicht genau weiß, wie tief das in den Fachbereich reingeht? Also ich kann auf englisch korrespondieren und halt die bürokauffraumäßigen Dinge am Telefon erledigen (hallöchen, ich stelle Sie durch, warten Sie einen Moment, wie kann ich Ihnen helfen, er/sie ist leider momentan nicht erreichbar, wollen Sie eine Nachricht hinterlassen, die Nummer lautet blablabla, sowas halt).

Mir wurde kürzlich gesagt, "verhandlungssicher" wäre halt dieses Berufsenglisch, was wir in der Berufsschule hatten. Aber irgendwie klingt diese Bezeichnung so hochtrabend, deshalb bin ich unsicher. Das Berufsschulzeug war jedenfalls einfach.

CNozmraxn


"verhandlungssicher" heißt, dass du nicht nur auf Phrasen festgelegt bist. Dein Vokabular sollte sehr gut sein und auch den fachlichen Bereich ausreichend abdecken. Vor allem musst du frei sprechen können, ein Gefühl für die Sprache haben und auch dein Gegenüber in Intention und Stimmung wahrnehmen können, ohne laufend nachfragen zu müssen, was er meint.

S[caxro


Seid ihr noch aufmerksam? Habe noch eine Frage.

Erstmal danke, Comran. Ich werde mich erstmal bewerben und dann im Gespräch fragen, was genau sie für den Fachbereich verlangen. Ich bin recht sprachbegabt und konnte mir in Vergangenheit immer sehr schnell und mit großer Freude neues Wissen und neues Vokabular aneignen. Englischen Satzbau beherrscht man nach ca. 15 Jahren Lernen und aktiver Anwendung doch ohnehin gut. Ich schätze, es wird eher am "Fachbereich" hapern, aber wie gesagt - lieber noch was dazulernen als da stehen zu bleiben, wo ich bin.

Nun zu meiner neuen Frage - ich war in meiner Ausbildung nur wenige Wochen in der Finanzbuchhaltung und habe dort auch nicht die gesamte Buchführung (praktisch) kennen gelernt. Außerdem ist das System, das mein Unternehmen nutzt, kaum verbreitet (Aussage unserer DV-Abteilung und ich habe es noch nirgendwo in Stellenausschreibungen in den Anforderungen gelesen).

Nun ist es aber so, dass ich die Zeit in der Finanzbuchhaltung am bereicherndsten fand. Man konnte einfach soooo viel lernen, allein die ganzen Funktionen der Buchungsprogramme (hatten konzernbedingt gleich zwei zu bedienen, die komplett verschieden waren), die ganzen Masken, Rechnungen schreiben, Mahnen usw. Ich finde es also auf Dauer fordernder und interessanter. Und obwohl mein Hirn manchmal etwas überfordert war, sehe ich gerade darin die Herausforderung. Nun habe ich aber einfach - wie schon oben beschrieben - in der Praxis keine Erfahrung in der selbstständigen Buchführung.

Und ich sehe zur Zeit viele Stellenangebote für Buchhalter oder Finanzbuchhalter. In den Anforderungen steht dann nicht explizit erwähnt, dass man Berufserfahrung mitbringen muss/sollte und als Qualifikation reicht meistens Bürokaufmann/-frau aus. Und dann denke ich mir immer "das ist das, wo ich gern mal hin will", weil es ja viele Weiterbildungen in die Richtung gibt (ich denke da an Bilanzbuchhalterin oder Controlling) und man hat irgendwie mehr geistige Herausforderungen als wenn man im Sekretariat arbeitet, formgetreue Anschreiben verfasst und Post sortiert. Aber wenn ich dann in der Stellenbeschreibung sehe, dass man selbstständig alle buchhalterischen Tätigkeiten durchführen muss inkl. Umsatzsteuervoranmeldung, selbstständige Zuarbeit für die Steuerberater und den Jahresabschluss usw... Dann sind das zwar alles Sachen, die ich in der Berufsschule theoretisch geübt habe (ausgenommen das mit dem Steuerberater), aber nur weil ich weiß, wie man eine Zahllast oder einen Vorsteuerüberhang auf den Konten fein bucht, weiß ich ja nicht, wie man das "anmeldet" oder so.......... Vielleicht stelle ich mich aber auch nur dumm an.

Sollte ich mich trotzdem auf diese Posten bewerben oder wirkt es eher peinlich oder überheblich? Ich würde auch in die Bewerbung nur reinschreiben, dass ich am liebsten in eben diesem Bereich während der Ausbildung war, aber noch gern Erfahrungen sammeln und mein Wissen vertiefen will, um eben berufliche Herausforderungen anzunehmen. Irgendwie so. Oder hat man dann als Berufsanfänger gleich keine Chance?

Man möchte ja auch gern versuchen, nach der Ausbildung einen Arbeitgeber zu finden, bei dem man paar Jährchen (5 +) bleiben kann und auch die Möglichkeit der unterstützten Weiterbildung besteht. Wenn ich mich jetzt aber an den Empfang bzw. ins Sekretariat setze, dann kann ich mir nicht vorstellen, dass mein Vorgesetzter in mir das Potenzial sieht und eines Tages sagt "DAS wird unsere neue Bilanzbuchhalterin, wir fragen sie mal, ob sie nicht Interesse an einer Weiterbildung hat!" Ich glaube einfach irgendwie, dass man dann nicht mehr aus dem Sekretariat rauskommt, ohne den Arbeitgeber zu wechseln. Aber wie man dann sein finanzbuchhalterisches Wissen vertiefen soll, weiß ich auch nicht. Kann man denn auch ohne den Arbeitgeber eine Weiterbildung machen oder geht das nur mit Unterstützung? Auch finanziell, ist das gut machbar, wenn man 2, 3 Jahre drauf spart? Und mach ich mir da eine zu große Platte und man kann auch aus dem Sekretariat gut in die FIBU kommen?... Hm.

Mein Problem ist einfach, dass mir momentan Erfahrungen fehlen, die mich in einer Bewerbung selbstbewusst genug machen, diese Herausforderung anzunehmen. Möchte dem neuen Arbeitgeber bzw. der Abteilung ja nicht ewig ein Klotz am Bein sein und auch nichts behaupten, was ich noch nie getan und gemacht habe. Ich kann halt nicht lügen, nur realistisch selbstbewusst rüberkommen.

Und Sekretariat am Anfang ist für eine Berufsanfängerin okay, aber wie und wann signalisieren, dass man "höher hinaus" will beim Arbeitgeber? Und sollte man das in dieser Position (Sekretärin/Empfang) überhaupt machen? Vielleicht riskiert man mit sowas auch seinen Job, wenn der Arbeitgeber dann denkt, dass man mit seiner Arbeit nicht mehr zufrieden ist und unbedingt woanders rein will. Wenn er mich aber nur DAFÜR eingestellt hat und mich woanders nicht braucht, kann er mich auch rauswerfen, bevor ich von alleine gehe.

Wahrscheinlich denke ich nur mal wieder zu viel nach, ich will nur nicht festhängen und irgendwann in diese "Genügsamkeit" verfallen... Weil ich dann Angst vor beruflicher Veränderung habe oder so. :=o

Vielleicht versteht mich ja jemand.

Boa\mbiCene


@ Hallo Scaro @:)

Und ich sehe zur Zeit viele Stellenangebote für Buchhalter oder Finanzbuchhalter. In den Anforderungen steht dann nicht explizit erwähnt, dass man Berufserfahrung mitbringen muss/sollte und als Qualifikation reicht meistens Bürokaufmann/-frau aus.

Wenn du dich generell für Zahlen und das "finanzielle Dahinter" in einer Firma begeistern kannst, würde ich mich an deiner Stelle aktiv auch für Buchhalterstellen bewerben und deutlich signalisieren, dass du bereit bist dich in diesem Bereich weiterzubilden. Für deine berufliche Zukunft wäre es der sicherere und auf jeden Fall nach ein paar Jahren auch der besser bezahlte Weg, als das Sekretariat.

Mach dich kundig, ob deine Arbeitsagentur dir evetuell eine SAP Weiterbildung zahlen würde. Kannst dich auch auf der Seite der Jobbörse bei Kursnet informieren, ob in deiner Nähe sowas geboten wird.

Aber wie man dann sein finanzbuchhalterisches Wissen vertiefen soll, weiß ich auch nicht.

Du wirst ja in die neue Stelle eingearbeitet. Jeder Arbeitgeber sollte doch wissen, wenn er Leute von der Schulbank weg einstellt, dass solche Mitarbeiter erst Praxiserfahrung sammeln müssen. Dafür sind sie dann günstiger. ;-)

Vielleicht versteht mich ja jemand.

:)_

Das wird schon! Viel Erfolg @:)

S5cakro


Wenn du dich generell für Zahlen und das "finanzielle Dahinter" in einer Firma begeistern kannst

Zu meinen "natürlichen Interessen" haben Zahlen und Finanzen nie gehört. Ich war immer mehr der kreative Sprachenmensch. Hab dann aber nach meinem geschmissenen Germanistikstudium etwas gemacht, was mir "bestehbar" und flexibel erschien, eben Bürokauffrau. Und obwohl ich am Anfang gar nicht so begeistert war, weil ich meinem "neuen Berufsstand" nicht viel abgewinnen konnte, habe ich die Sache mit dem Rechnen, Buchen und Zahlen schnell als Herausforderung angesehen, die ich auch verstanden und gemeister habe. Irgendwas schätzen (Längen, Höhen, Tiefen, "normale" Richtwerte bei Zinsen etc.) oder Kopfrechnen kann ich immer noch gar nicht. Ich brauche klare Sachlagen, feste Buchungssätze, die man nach Regeln anwenden kann und die dann immer richtig sind und grundsätzlich Gesetze und Ordnungen, die unmissverständlich formuliert sind und die alle einhalten. Und vielleicht noch ein paar Formeln, mit denen ich Messgrößen ermitteln kann. Dann passt das schon.

Ich finde es mittlerweile echt cool, dass ich meine freizeitlichen Interessen (Kunst, Literatur, Sprachen) nun beruflich durch "knallhartes Wirtschafts- und Finanzwissen" erweitert habe, ich finde, das ist ein toller Ausgleich und sorgt dafür, dass ich halt von beidem was kann und nicht nur eine Sache. Deshalb möchte ich diese Buchhaltungs- und Bürokauffrausache erstmal weiter vertiefen. Es ist manchmal anstrengend, aber meine Berufsschulnoten zeigen mir, dass ich alles verstanden habe, zumindest theoretisch.

Will mit diesem unnötig langen Absatz lediglich ausdrücken, dass ich niemals zum Zahlengenie geboren wurde. Ich musste mich drauf einlassen und wenn ich merke, dass etwas klappt und es mir leicht von der Hand geht, dann macht es auch sehr viel Spaß. Nur in der Anfangsphase, wenn ich etwas lerne(n will), dann neige ich schnell zur Frustration. Vielleicht kann ich das zukünftig noch abbauen.

Mach dich kundig, ob deine Arbeitsagentur dir evetuell eine SAP Weiterbildung zahlen würde. Kannst dich auch auf der Seite der Jobbörse bei Kursnet informieren, ob in deiner Nähe sowas geboten wird.

Echt, die Arbeitsagentur könnte auch dafür aufkommen? Ich dachte, das ist eine Sache nur zwischen Arbeitgeber und -nehmer :-D Wäre ja echt eine tolle Möglichkeit. Aber dazu muss ich ja erstmal in einem Arbeitsverhältnis stehen. Ist SAP denn echt so weit verbreitet, dass man nichts falsch machen kann, wenn man mit meinen wenigen praktischen Buchhaltungskenntnissen dareingeht und das Ziel hat, so vom Sekretariat in die "höheren Sphären" zu kommen? Momentan fehlt mir für so einen Job ja leider völlig die Grundlage... Und spätestens im Bewerbungsgespräch kann das doll auffallen. Wenn ich Pech habe, sucht dann eben dieser Arbeitgeber irgendwann eine Stellenbesetzung, die ich liefern könnte, erinnert sich an mich und hat noch einen bitteren Nachgeschmack auf der Zunge, weil ich mich im Anschreiben sonst wie dargestellt habe und nichts Gefordertes konnte, weil ich halt nur ne große Klappe habe oder so. |-o

Jeder Arbeitgeber sollte doch wissen, wenn er Leute von der Schulbank weg einstellt, dass solche Mitarbeiter erst Praxiserfahrung sammeln müssen. Dafür sind sie dann günstiger. ;-)

Die Frage ist eben nur, ob der Arbeitgeber dann auch Berufseinsteiger nimmt, die eben kaum Zeit in der Fibu verbracht haben... (Regulär wären es glaube ich nur 2, 3 Wochen, ich habe dann noch einige Wochen dazu beantragt, weil ich so wissensdurstig war und mir das nicht reichte) Und ich hab da echt nicht viel gemacht, nur Zahlungseingänge von Debitoren kontrollieren, ggf. anmahnen, falls sie noch nicht gezahlt haben und halt simpelste Rechnungen an eines unserer Konzernunternehmen (also intern) schreiben, wo mir auch alles vorgegeben wurde. Also wenig Eigenleistungen. Und ein paar Umbuchungen, das fand ich aber in unserem System sehr schwierig und habe mir dazu ganze Romane aufgeschrieben, weil mein Kopf das nicht erfassen wollte. Dass mit dem "günstiger sein" sollte einerseits mein Vorteil sein, andererseits ist es natürlich auch übel, weil man weiß, dass man eben nicht wirklich viel verlangen kann. Und hier oben im Nordosten bekommt man ja ohnehin nicht viel Gehalt; Tarifverträge sind äußerst selten. Nur öffentlicher Dienst, paar kommunale Unternehmen und so...

Das wird schon! Viel Erfolg @:)

Herzlichen Dank! Nach meinem Erstgespräch in der hiesigen Agentur für Arbeit wurde ich ziemlich desillusioniert. Ich weiß ja, dass nicht gerade viele Stellen frei sind (Zeitarbeitsfirmen und Arbeitsvermittler rechne ich erstmal nicht ein) und dann hat mir die Bearbeiterin gesagt, wie viele Leute in meiner Kleinstadt Jobs suchen. Muss mich also echt ranhalten, da sind bestimmt auch einige mit vielen Jahren Berufserfahrung dabei, die eine wesentlich bessere Qualifikation haben... :-/

Also ich will nur nicht arbeitslos werden. In der Not frisst der Teufel auch Fliegen. Soll heißen, wenn ich in 1 1/2 Monaten oder so noch nix hab, bewerbe ich mich auf ALLES, auch Callcenter und so. Solche Stellen gibt's ja immer und auch ganz gut bezahlt, aber ich hasse Telefonieren und müsste da auch Kunden bedrängen, die ihren Vertrag gekündigt haben, um sie zurückzugewinnen. Und das finde ich selbst immer sehr nervig... Also der Job würde nicht zu mir passen, aber wenn sich nichts anderes ergibt, beiß ich erstmal in den sauren Apfel und suche weiter...

Außerdem sind die Arbeitszeiten in Callcentern ja häufig mies (heute ein Stellenangebot gelesen, wo die Schichten über den ganzen Tag verteilt sein können, also auch Nachtschicht und so. Ist ja als Bürokauffrau nicht die Regel und nicht so toll... ;-D )

g)ato


man hat irgendwie mehr geistige Herausforderungen als wenn man im Sekretariat arbeitet, formgetreue Anschreiben verfasst und Post sortiert.

Zwischen Buchhalter und Sekretariat gibt es aber noch eine Bandbreite anderer Aufgabengebiete in einer Firma.

Sollte ich mich trotzdem auf diese Posten bewerben oder wirkt es eher peinlich oder überheblich?

Mach ruhig, aber ich kann dir jetzt schon sagen, dass du nur Absagen erhalten wirst. Gerade Buchhaltung ist ein Bereich, wo es um sensible Daten geht und ein Fehler weitreichende Konsequenzen haben kann. Da stellt man keinen Anfänger ein und schaut, wie es sich entwickelt. Wenn es also Buchhaltung werden soll, wirst du nicht umhin kommen, dich schon vorher weiterzubilden. Du kannst mal nach Stellen wie "Junior Accountant" suchen, da hast du u.U. bessere Chancen, da die Anforderungen nicht so hoch sind.

Ich brauche klare Sachlagen, feste Buchungssätze, die man nach Regeln anwenden kann und die dann immer richtig sind und grundsätzlich Gesetze und Ordnungen, die unmissverständlich formuliert sind und die alle einhalten. Und vielleicht noch ein paar Formeln, mit denen ich Messgrößen ermitteln kann. Dann passt das schon.

Sei mir nicht böse, aber dann ist Buchhaltung nicht wirklich für dich geeignet. Vielleicht noch in einer sehr kleinen Firma, die seit Jahren den gleichen Kunden die gleiche Dienstleistung anbietet, aber das war es auch schon. Gesetze ändern sich im Steuerrecht jährlich und es ist liegt mit am Buchhalter das zu wissen und (ggfs. in Abstimmung mit dem Steuerberater) in der Buchhaltung umzusetzen. In einer Firma, die wächst oder in einem dynamischen Umfeld agiert bist du aber schnell aufgeschmissen. Da kommen häufig neue Sachverhalte, veränderte Anforderungen vom Management oder externer Anspruchsgruppen und es liegt an der Buchhaltung herauszufinden, wie man das korrekt verbucht. Das musst du nicht von Anfang an können, da du i.d.R. einen Chef und evtl. Kollegen hast, die mehr Erfahrung haben, aber langfristig wirst du das leisten müssen, wenn du eine Zukunft in der Buchhaltung haben möchtest. Einfache Buchungen buchen kann nämlich auch ein Werksstudent oder macht ein Buchhalter in einer kurzen Zeit um sich anschliessend mit wichtigeren Dingen zu beschäftigen. Da solltest du noch mal genau in dich hineinhorchen und dich mit der Materie beschäftigen, bevor du in wenigen Jahren frustriert vor einem Berufswechsel stehst.

meine freizeitlichen Interessen (Kunst, Literatur, Sprachen)

Warum orientierst du dich nicht mehr in die Richtung deiner Interessen? Sachbearbeitung mit Auslandskontakt, wie im Export, Verkauf oder Logistik internationaler Unternehmen? Einkauf?

Bei der Beschreibung deiner Fähigkeiten, wirst du dich auf Dauer woanders wahrscheinlich wohler fühlen als im "Finanzbereich".

MZatz&eBerlixn


Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass es nie verkehrt ist, auch bei nicht vollständiger Erfüllung der Anforderungen die Bewerbung einfach einzureichen.

Hat das nicht evtl eher mehr damit zu tun, wie das Verhältnis zwischen Nachfrage und Angebot besteht?

Beispiel:

Ein Job wie Kaufmann in Bürokommunikation (soweit ich weiß der häufigste Beruf in Deutschland) wird pro Stellenanzeige wahrscheinlich zwischen ich schätze mal 100-1000 Bewerbungen generieren.

Bei einem Job, wo man vielleicht weniger als 10 Bewerbungen erhällt, da würde ich dann das nicht so eng sehen mit der Erfüllung der Anforderungen. Bei erstgenanntem würde ich sofort alles aussortieren, wo auch nur die kleinste Abweichung in den Anforderungen vorliegt.

g<atxo


Hat das nicht evtl eher mehr damit zu tun, wie das Verhältnis zwischen Nachfrage und Angebot besteht?

Nicht unbedingt. Es kommt insgesamt auch auf das Profil an. Wenn jemand 75% erfüllt, was 99% der Bewerber aber auch erfüllen (z.B. abgeschlossene Ausbildung im relevanten Bereich), dann hat man schlechte Karten. Wenn man aber 75% erfüllt und ein interessantes Profil hat, dann kann man durchaus auch mal eingeladen werden. Dann muss man aber dennoch überzeugen können als nur eifrig mit dem Kopf nicken, dass man bereit ist, sich weiterzubilden.

S*caro


Gesetze ändern sich im Steuerrecht jährlich und es ist liegt mit am Buchhalter das zu wissen und (ggfs. in Abstimmung mit dem Steuerberater) in der Buchhaltung umzusetzen.

Das ist kein Problem. Die DINs und die Rechtschreibung ändern sich auch ständig und mir ist es wichtig, auf dem aktuellen Stand zu sein.

Warum orientierst du dich nicht mehr in die Richtung deiner Interessen? Sachbearbeitung mit Auslandskontakt, wie im Export, Verkauf oder Logistik internationaler Unternehmen? Einkauf?

Mir ist es nicht unbedingt wichtig, täglich Fremdsprachkenntnisse auf Arbeit anzuwenden. Da ich mich schlecht einschätzen kann jenseits von "in der Schule und Berufsschule war ich stets gut bis sehr gut", traue ich mich an sowas auch nur bedingt ran. Deshalb ja auch meine Unsicherheit wegen des Berufes mit verhandlungssicherem Englisch. Ansonsten wüsste ich jetzt ehrlich gesagt nicht, was Literatur mit Einkauf oder Export zu tun haben soll. Freizeitliche Interessen heißt hierbei nämlich nicht, dass ich ein wandelndes Lexikon über Literaturepochen bin, sondern nur, dass ich mich einen ganzen Tag in einem Raum einschließen und nur lesen kann. Ich baue gern meine Sprachkenntnisse aus und schreibe im Internet auch gern mal auf englisch ein paar kleine Kommentare. Und das mit der Kunst beschränkt sich auf den persönlichen Anwendungsbereich, nicht unbedingt auf den Besuch von Galerien, Kunstgeschichte etc. Wüsste also nicht, was ich davon auf Arbeit anwenden könnte. Dazu müsste ich einen Bereich davon tiefgreifend studiert haben, so bleiben es lediglich Interessen, mehr nicht.

Davon abgesehen habe ich mich bei meinen Überlegungen nie im Einkauf gesehen. Vielleicht auch, weil ich möglichst flexibel in der Unternehmenswahl bleiben möchte. Einen Jahresabschluss erstellen und buchen muss jedes Unternehmen, aber nicht jedes Unternehmen hat einen Einkauf und/oder Verkauf.

Na ja, das wichtigste ist ohnehin erstmal, eine Stelle zu finden. Vielleicht sollte ich weitergrübeln, nachdem ich irgendwo angekommen bin.

BHambijenxe


@ Hallo Scaro @:)

ich noch mal. Wann genau bist du mit deiner Ausbildung denn fertig? Wäre es für dich denkbar auch in eine anderes Bundesland zu ziehen?

Gato hat mit ihren Bedenken nicht unrecht. Du bist mit dieser Ausbildung noch keine Buchhalterin. Du könntest jedoch nach einer kurzen Einarbeitungszeit zB. Rechnungen prüfen, kontieren und zahlen. Vorausgesetzt das Unternehmen ist groß und braucht keine Allround-Kraft. Und du könntest dich nach und nach weiterbilden und spezialisieren. Auf dein Leben gesehen, wird sich das Dazulernen lohnen. Frag deine Beraterin bei der Arbeitsagentur.

Wichtig für diesen Bereich ist genaues, verantwortungsbewusstes Arbeiten, Konzentration auch bei einer relativ monotonen Arbeit, über den ganzen Tag hoch halten können, damit Fehler erst gar nicht passieren.

Ich denke du solltest deiner Lernfähigkeit vertrauen und dich nicht im Vorfeld fertig machen.

Sucarxo


Hallo Bambiene,

ich werde meine mündliche (= letzte) Prüfung voraussichtlich irgendwann zwischen Anfang und Mitte Juli haben. Mit Bestehen dieser Prüfung ist dann ja mein Ausbildungsverhältnis beendet.

In ein anderes Bundesland möchte ich nicht ziehen. Ich bin seit 7 Jahren mit meinem Freund zusammen, würde ihn also schon als meinen "Lebensgefährten" bezeichnen. Seit 1 1/2 Jahren leben wir nun nach langer Zeit endlich zusammen und er ist hier in unmittelbarer Nähe beruflich gebunden. Das Bundesland zu wechseln wäre zwar beruflich innerhalb einiger Monate möglich, jedoch lieben wir unseren Wohnort und finden es auch super, dass wir von den "potentiellen Schwieger- bzw. Großeltern" nur ca. eine Autostunde entfernt wohnen. Also weiter weg wäre nicht so schön und hier in der Nähe gibt es dummerweise keine vergleichbaren Städte (ca. 50.000 Einwohner, Uni-Stadt), nur noch Kleckerdörfer und sehr kleine Städte, in denen wirklich kaum was los ist und man müsste dauernd in die Stadt fahren, in der wir jetzt wohnen. Das ist der Nachteil dünn besiedelter Bundesländer, nehme ich an. Ich suche erstmal im Umkreis von 50 km, obwohl ich noch nicht mal ein Auto habe. Sollte ich etwas weiter weg einen Job finden, müsste ich in den sauren Apfel beißen und mir irgendwie eines zulegen... Aber so ganz weit weg möchten wir nicht, auch wegen unseres Sportvereins, in dem... nun ja... nennen wir es mal "legendäre, historische Größen" spielen. Das heißt, wir haben hier die besten Lehrmeister und unser Verein spielt aktiv bei Turnieren mit. Das tun die umliegenden Vereine leider nicht, und die haben auch nur sehr wenige Mitglieder... Man kann natürlich auch sagen, dass sowas doch gänzlich unwichtig sei in Anbetracht der Möglichkeit, Arbeit zu finden, aber infrastrukturell, sozial, kulturell und vom Wohlfühlfaktor her würden wir extrem viel einbüßen, wenn wir umzögen. Und dann ginge es ja durch meinen gebundenen Freund nicht wirklich weit. Der ist was wegziehen angeht, noch kompromissunbereiter als ich. Was ich aber verstehen kann, denn ich LIEBE diese Stadt und kann mir echt vorstellen, hier zu bleiben. Mich zieht nichts weg. :=o

Du bist mit dieser Ausbildung noch keine Buchhalterin.

Es wundert mich nur, dass in einigen Stellenanzeigen ("Buchhalterin") schon drin stand, Voraussetzung sei nur eine abgeschlossene, kaufmännische Ausbildung... Deshalb dachte ich, ich könnte das schon wuppen mit bisschen Einarbeitung. Dass man sein Leben lang trotzdem dazulernt und sich immer mal wieder neuen gesetzlichen Gegebenheiten anpassen muss, ist klar. Und das macht den Job doch erst interessant, wäre doch langweilig, wenn man jahrelang ohne Veränderung das Gleiche macht. :)^

Frag deine Beraterin bei der Arbeitsagentur.

Find ich lustig - ich hab nämlich derzeit keine. Vor einigen Tagen habe ich mich bei der Agentur für Arbeit arbeitssuchend gemeldet. Die Sachbearbeiterin meinte, mein Erstgespräch würde ich mit Frau soundso führen. Dachte dann, das sei meine Bearbeiterin, bis ich nen Job habe oder halt arbeitslos werde. Hatte dann am nächsten Tag gleich den Termin bei Frau soundso, sie hat eigentlich nur mein Jobbörsenprofil eingerichtet, mit dem ich nicht viel mehr anrichten kann als ohne dieses Profil (und alle Mails werden direkt an meine private weitergeleitet, Anrufe auf mein Handy)... Und dann meinte sie, wir sehen uns erst wieder, wenn ich dann arbeitslos bin. Und hat mir ihre Hand hingehalten und meinte "also dann, Frau Scaro, bis dann". Und ich habe sie angelächelt und meinte "ich will Sie niemals wiedersehen." :-) Das war ein Schimmer Ehrgeiz, der sich in mir geregt hat.

Denn ich habe ja nicht vor, arbeitslos zu werden. Sie meinte, das wäre besser, aber die meisten werden halt leider arbeitslos und sie könne mir nichts versprechen. Joa, und da ich Frau soundso ja erst wiedersehe, falls ich arbeitslos werde, habe ich im Moment keinen persönlichen Ansprechpartner... Dachte ja, jemand fragt mich wenigstens, ob ich Probleme mit Bewerbungen habe, bietet Hilfe an, irgendwas... Nicht, dass ich es erwarte oder dringend bräuchte, ich dachte nur, vielleicht gehört das zum Standardpaket, weil einige damit Schwierigkeiten haben und das Arbeitsamt ja bei der Vermittlung helfen soll... Na ja. :)D

Gute Nacht!

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