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Rente- ich habe jetzt schon Angst vor später

t$imdbLa-nstexrn hat die Diskussion gestartet


Wenn ich mir mein potenzielles Einstiegsgehalt nach erfolgreichem Studium ansehe, muss ich schon zugeben, dass es mir richtig schlecht wird.

Ich frage mich schon jetzt, wie ich damit später wenn ich alt bin zurecht kommen soll und wie ich es in meinem nervenaufreibenden Job schaffen soll bis 70 zu arbeiten.

70 ist für mich nicht mehr tragbar.

65 ist schon hart an der Grenze. Aber 70 geht gar nicht.

Viele in meiner Familie sind mit 60 oder 65 schon gestorben und daher ist für mich denkbar, dass ich meine Rente gar nicht mehr miterlebe.

Wie sehr ihr das? Sorgt ihr vor? Ich bin Ende der 20er Jahren und habe jetzt schon viel Angst vor der Zukunft.

Bis auf kleinere Jobs neben dem Studium habe ich noch nie mit Festanstellung gearbeitet.

Antworten
Cmomrwan


Ganz ehrlich: ich möchte auch heute nicht in eurem Alter sein. Nicht, weil diese Zahlen im Raum stehen! Sondern weil diese Verunsicherung im Raum steht.

Als jemand, der seit fast 27 Jahren im Beruf steht, bin ich da mittlerweile gelassen und versuche, mich von der Panik nicht anstecken zu lassen. Auch meine Generation hat man von 65 auf 67 hochgestuft. Nachdem ich 2 Jahrzehnte gearbeitet habe...

Warum ich gelassen bin und auch deiner Generation zur Gelassenheit rate ist: prinzipiell ist es egal, ob du 40 Jahre arbeitest oder 42 Jahre arbeitest. Früher hatten die Menschen immer Angst, keine Arbeit zu finden. Solange man Arbeit hat, ist alles in Ordnung. Jetzt machen sich die Leute wie du schon Gedanken um das Arbeitszeitende, bevor sie richtig angefangen haben. Das sollte man nicht tun. Niemand weiß, was in den nächsten 40 Jahren ist.

Ich kann nur folgende Tipps geben:

1. kümmert euch um eine hervorragende Bildung und seid über das gesamte Berufsleben durch engagiert. Dann habt ihr auch gute Chancen auf ein gutes Einkommen.

2. lebt nicht in den Tag. Wenn ihr Geld am Monatsende übrig habt, geht nicht noch mehr auf Piste und kauft nicht noch teurere Handies, sondern macht euch Gedanken über Sparmöglichkeiten und finanzielle Unabhängigkeit.

3. die größten Ziele sind langfristiger Natur. Macht auch Pläne, die über 30 Jahre gehen. Schiebt nicht alles auf später. Setzt euch Ziele wie Eigenheim, auch wenn man 20 Jahre dafür zahlen muss. Informiert euch über vermeintlich "unattraktive" kapitalbildende Versicherungen, die gerade in jungen Jahren bezahlbar sind und die man nicht mehr mit 40 abschließt. Auch wenn die Renditen aktuell scheiße sind, kann das in 20 Jahren wieder ganz anders aussehen.

4. die wichtigste Sicherung im Leben ist eine gute, vertraute und stabile Beziehung. Zu zweit durch's Leben gehen und auf eine gemeinsame Zukunft vertrauen zu können ist die beste Investition des Lebens.

5. tut was für eure Gesundheit. Diese ist zwar keine Garantie für ein langes Leben, aber erhöht die Chancen darauf. Vor allem auf Lebensqualität. Wenn ihr mit 80 noch fit seid, dann habt ihr dem Rentensystem ein Schnippchen geschlagen.

Man muss immer prüfen, in welche Richtung sich ein Leben entwickelt. Und man muss immer wieder Korrekturen vornehmen. Kein Stillstand. Und kein Aufschieben. Wenn man das betrachtet und noch ein bisschen Glück hat, dann macht man sich im besten Fall von dem Renteneintrittsalter unabhängig. Dies ist mit einem ordentlichen Verdienst (muss nicht mal superviel sein) durchaus möglich, wenn man früh strategisch denkt.

und wie ich es in meinem nervenaufreibenden Job schaffen soll bis 70 zu arbeiten.

Bis auf kleinere Jobs neben dem Studium habe ich noch nie mit Festanstellung gearbeitet.

Du bist gerade mal Ende 20 und hast noch keine lange Berufserfahrung. Wie wär's, wenn du erst mal richtig Fuß fasst, bevor du dir über die nächsten 40 Jahre Gedanken machst? @:)

E]schEelbIacVher


Na dann sorge halt vor! Ich Arbeite seit meinem 15 Lebensjahr teils mit 2-3 Jobs gleichzeitig, und deshalb habe ich wenn ich in Rente gehe ein eigenes bezahltes Haus mit 2 Mietwohnungen dazu und noch ein wenig Barschaft.

jLust_)lookxing?


Naja Eschelbacher, das mit 2-3 Jobs klingt jetzt aber auch eher nervenaufreibend, und ob ich 40+ Jahre so leben will, das ist dann eben auch die Frage.

v"ampiprellax75


Wenn du davon ausgeht wie viele in deiner Familie um das 60. Lebensjahr rum zu versterben musst du dir doch keine Gedanken um deine Rente machen und dir damit jetzt dein Leben versauen!

Also ich verstehe dad ganze Gejammer sowieso nicht. Früher sind die meisten Menschen wesentlich früher gestorben. Wenn jemand 10 Jahre lang Rentner war, war das schon viel. Wenn ich bis 70 arbeiten muss ist das doch kein Problem, wenn ich noch fit bin und das sind definitiv wesentlich mehr Leute als früher!

Ich erlebe in der Praxis immer mehr Leute, die nicht in Rente gehen wollen, weil sie noch voll fit sind und keinen Bock auf Nichtstun haben.

Man muss natürlich differenzieren: auf dem Bau malochen ist schon eine andere Nummer als ein Bürojob und da sollte man dann auch früher in Rente gehen können.

Dass die fetten Jahre vorbei sind, wenn immer weniger Leute einzahlen ist ja schon lange klar.

Meine Oma z.B. hat zu DM Zeiten 4.500 Mark Rente gehabt, weil sie lauter Sonderleistungen als Kriegswitwe etc.pp. bekam. Diese Generation hat die Kassen schon ziemlich ausgebeutet....

Meakk~abi


Worüber machts Du dir Sorgen?

Wenn die in DRV einzahlst bekommst Du für ein Jahr Höchstbeitrag 50 € Rente. Um also den Hartz4Satz zu bekommen (Miete+Unterhalt) musst Du 20 Jahre einzahlen. Höchstsatz! Inflation nicht berücksichtigt. Tut man das muss Du vermutlich 30 Jahre Höchstsatz! einzahlen, damit Hartz4 herauskommt.

Wenn Du Privat vorsorgst und etwas länger Arbitlos bist, ist das meistens auch weg.

Also entweder arbeitest Du dich krumm und bekommst eine Rente auf der Höhe von Hartz4 oder Du arbeitst dich nicht krumm und bekommst Hartz4.

Welchen der beiden Wege Du wählst ist dir selbst überlassen.

C2oGmraxn


weil sie lauter Sonderleistungen als Kriegswitwe etc.pp. bekam. Diese Generation hat die Kassen schon ziemlich ausgebeutet....

Man möchte mit dieser Generation auch nicht tauschen. Dann lieber weniger Rente.

Obwohl es für junge Leute sicherlich ganz heilsam wäre, alte Zeiten nochmal zu erleben. Und damit meine ich nicht einmal '37-'45. Z.B. einfach die späten 60er. Das würde in Punkto Bescheidenheit, Sparsamkeit und Fleiß einigen die Augen öffnen, woher das alles kommt, was man heute als selbstverständlich erachtet.

Leider vermittelte man jahrzehntelang das Gefühl einer sozialen Hängematte. Generationen wuchsen in dem Gefühl auf, dass sich irgendein großer Bruder um seine Bürger kümmert und man in Deutschland nie Not leiden müsste. Dieses Gefühl war trügerisch und irgendwann auch nicht mehr bezahlbar. Man muss die Leute aus der Passivität rausholen, den Gedanken an später immer wieder auf "später" zu verschieben. Man hat im Schnitt 40 Berufsjahre Zeit, sich auf den Ruhestand vorzubereiten. Und man sollte von einem mündigen Menschen verlangen können, dass er das realistisch begreift und auch dementsprechend handelt.

Makkabi

Wenn die in DRV einzahlst bekommst Du für ein Jahr Höchstbeitrag 50 € Rente. Um also den Hartz4Satz zu bekommen (Miete+Unterhalt) musst Du 20 Jahre einzahlen. Höchstsatz!

Solche Geschichten tragen doch maßgeblich zur Verunsicherung bei. Was du meinst ist die Rentenanwartschaft nach 20 Jahren. Aber niemand geht doch im Ernst davon aus, dass man nach 20 Jahren Arbeit in den Ruhestand geht - das ist auch nicht Sinn dieses Systems. Außerdem ist die Altersrente nicht linear, das Wachstum in den letzten Jahren ist deutlich stärker als in den ersten. Ich zahle z.B. seit 27 Jahren in die Rentenkasse - und beileibe nicht den Höchstsatz! Dennoch ist meine prognostizierte Altersrente über 2000 Euro. Die größte Gefahr ist hierbei noch die Inflation, aber die ist ja im Moment auch eher nicht vorhanden.

Mein Vorschlag wäre ja, dass es eine Einheitsrente gibt, die aus Steuern finanziert wird. Diese sollte sich nach dem Mindestbedarf richten und gut ist. Ich verstehe nicht, warum Gutverdiener eine höhere Rente bekommen sollen - schließlich können sie Zeit ihres Lebens auch genügend Vorsorge treffen. Und wenn sich jeder an der Rentenfinanzierung beteiligt und gleichzeitig die Höhe gedeckelt wird, dann werden Arbeitnehmer und Arbeitgeber deutlich durch kleinere Beiträge entlastet.

In jedem Fall muss den Menschen bewusst sein, dass sie im Alter Geld brauchen und sich nicht darauf verlassen können, dass das Geld in jedem Fall von ganz allein auf's Konto kommt.

MLabkkaxbi


Dennoch ist meine prognostizierte Altersrente über 2000 Euro.

Wenn Du weiterhin so einzahlst wie bisher! Ein Jahr Arbeitslosigkeit und deine schöne Prognose ist für den Haken!

Aber niemand geht doch im Ernst davon aus, dass man nach 20 Jahren Arbeit in den Ruhestand geht

Das habe ich auch nicht geschrieben. Ich habe nur vorgerechnet, dass man mindestens 20 Jahre Höchstsatz einzahlen muss, damit man min Hartz4 bekommt. Da man aber mehr braucht, werden es wohl min 30 Jahre sein.

Ich habe jetzt 18 Jahre ins Versogungswerk eingezahlt und bekomme garantiert 2.300 heraus. Selbst wenn ich morgen Berufsunfähig werde. Es scheint also auch anders zu gehen.

Einzahlungen in die DRV lohnt sich nicht, weil Hartz4 bekommt man immer.

A[leonxor


Ich geh nicht davon aus mehr als Grundsicherung zu bekommen. Mal schaun wie lange es mit Job bzw. Zuverdienst zur Rente geht und dann ist halt runterpegeln von Ansprüchen angesagt.

Moakkxabi


Ich geh nicht davon aus mehr als Grundsicherung zu bekommen.

Würde ich auch niemanden raten, der auf die DRV angewiesen ist. Deswegen lohnt sich ja auch sparen oder vorsorgen nicht: Jeden Euro den ich heute ausgebe, der bringt mir heute Spaß und kann mir morgen nicht weggenommen werden!

lqerchjenzxunge


zwei in unterschiedliche Richtungen zielende Überlegungen:

1) 40 Jahre sind eine sehr lange Zeit. In dieser Zeit kann bei Dir persönlich, in Deinem Umfeld, aber auch politisch und gesellschaftlich sich sehr viel ändern. Die letzten 40 Jahre (1976 bis 2016) waren in Westdeutschland vielleicht noch recht ruhig und haben nur wenige Veränderungen gebracht (auch wenn sicher 1976 das Gros der Bevölkerung nicht bei Berufseintritt mit einer Rentenlücke am Ende des Berufslebens gerechnet hätte). Aber es gab da ganz andere Zeiten. 1910 bis 1950 beispielsweise sind auch 40 Jahre, Jahre die starten in einem wirtschaftlich starken Land, einer Monarchie, die dann einen Weltkrieg sehen, eine Hyperinflation, eine kurze Wirtschaftsblase, eine Weltwirtschaftskrise, eine faschistische Regierung, die in einen zweiten Weltkrieg führt, Besatzung durch die Siegermächte, Teilung Deutschlands und Gründung zweier deutscher Staaten. Keiner hätte das 1910 vorhergesehen, wer 1910 bei Berufseintritt sich Sorgen gemacht hätte über seine Rentenzeit, für das, was dann kam, hätte er sich nicht vorbereiten können. Woher also die Gewissheit, dass nicht auch die nächsten 40 Jahre viele Veränderungen sehen werden und das nicht jede heute denkbare Sorge und Vorsorge heute völlig unpassend sein wird für die Bedürfnisse, die Du in 40 Jahre haben wirst?

Stell Dir vor, Du wärest um 1900 geboren worden. Die Zeit Deines Berufseintritts wäre in eine wirtschaflich sehr schwere Zeit gefallen. Hättest Du nach Not und Hunger, nach Nazis, nach zwei Kriegen, nach Besatzung, ggf. nach Vertreibung usw. geglaubt, eine wirtschaftlich sichere Rente erleben zu dürfen? Wohl eher nicht, tatsächlich aber wärest Du mit Renteneintritt um 1965 und einem Rentnerdasein in den 70ern/80ern in die für Rentner wohl finanziell glücklichste Zeit gefallen!

Stell Dir nun vor, Du wärest 1925 geboren, hättest Nazis und Krieg unbeschadet überstanden und hättest Dich 1950 als Berufsanfänger in der DDR befunden. Nehmen wir weiter an, Du wärest einfach, fleissig, unpolitisch und hättest daher keine Probleme in der DDR gehabt, Konsumelektronik und Exquisit-Mode hätte Dich nicht interessiert, Du hättest also auch ein bisschen sparen können. Dann hättest Du mit Fug und Recht mit Vorfreude Deinen Lebensabend erwarten können als Rentner in einer hochsubventionierten Wohnung, mit hochsubventionierten Lebensmitteln und billiger Kleidung, kostenloser Gesundheitsfürsorge, mit ab und an einem Paket Kaffee von der Westverwandtschaft, vielleicht ab und an einem hochsubventionierten Urlaub im Urlaubsheim Deines alten Betriebes oder auch einem von der Westverwandtschaft gesponsertem Urlaub in der BRD. Tatsächlich aber wäre dann 1989 die Wende gekommen, Deine Ersparnisse wären halbiert worden, die Mieten, Lebensmittel etc. wären durch Wegfall von Subventionen schlagartig mit Deiner Ostrente kaum noch bezahlbar, vielleicht hättest Du aus Deiner Wohnung raus müssen, weil ein Alteigentümer Ansprüche erhoben hat, Deine Westverwandtschaft hätte schnell das Interesse an Dir verloren... Gut 10 Jahre später, mitten in Dein Rentendasein wäre Schröder mit Agenda 2010 hineingekommen und hätte Dich zum Almosenempfänger gemacht. Die Rentenzeit wäre auch ganz anders als erwartet ausgefallen...

Aber auch persönlich kann sich viel tun. Vielleicht gewinnst Du im Lotto, die Dir bislang unbekannte Erbtante in Argentinien vererbt Dir ihre Ranch oder eine reiche 90jährige Witwe verliebt sich in Dich und heiratet Dich? Oder aber Du stirbst vor Renteneintritt. Nimm mal an, Du stirbst mit 65 Jahren, 40 Jahre Sorge und Vorsorge für den Ruhestand wären dann komplett für die Katz gewesen...

Das soll nicht heissen, dass man sich keinerlei Gedanken um seinen Ruhestand machen soll, aber doch immer im Bewusstsein dessen, dass sich bis dahin noch viel ändern kann...

2) aber nehmen wir ruhig mal für den Moment an, dass sich politisch-gesellschaftlich in den nächsten Jahren wenig ändern wird, dass man einfach vom derzeitigen Stand aus extrapolieren könne.

Für Rentenlücke, Altersarmut etc. wesentliche Einflussgröße ist das Verhältnis aus Arbeitnehmern (Einzahlern in die Rentenversicherung) und Rentnern (Auszahlungsempfänger aus der Rentenversicherung

Als sehr vereinfachtes Modell kann man sich das als zwei Töpfe (Topf 1 Arbeitnehmer, Topf 2 Rentner) vorstellen mit drei Wanderungsbewegungen, Berufsanfänger fliessen dem Topf 1 zu, aus Topf 1 in Topf 2 gehen Menschen mit Renteneintritt und aus Topf 3 gehen Menschen dann mit ihrem Tod heraus.

Die große Mehrheit der Menschen unternehmen diese Bewegungen jeweils in einem bestimmten Alterszeitraum, werden beispielsweise so rund 20-30 Jahre nach Geburt Berufsanfänger, gehen so 60-67 Jahre nach Geburt in den Ruhestand und sterben so 75-90 Jahre nach Geburt weg. Man kann also die Stärke der Wanderungsbewegungen auch für die Zukunft als etwas verwischte Kopie der um den jeweils durchschnittlichen Zeitraum verschobenen Geburtenrate annehmen (wie gesagt, vereinfachtes Modell)

Also ist ein Blick auf den Verlauf der Geburtenrate in der Vergangenheit geeignet, künftige Entwicklungen des Rentensystems vorherzusagen.

Nach dem 2. Weltkrieg begann in den 1950ern mit dem Wirtschaftswunder auch eine Zunahme der Zahl der Geburten, die Mitte der 60er einen Höhepunkt erreichten ("Baby-Boom"), dann kam der Pillenknick und die Zahl der Geburten ging dramatisch zurück, erreichte im Westen Ende der 70er ein Minimum, im Osten kam das Minimum Anfang/Mitte der 90er, seither ist die Geburtenrate hingegen sehr stabil auf niedrigem Niveau.

Was folgt daraus: die Zahl der Neurentner pro Jahr als um runde 60-65 Jahre verschobene Kurve der Geburtenzahl beginnt also zunächst zaghaft zu steigen ab etwa 2010 (1950+60) und dann mit zunehmender Fahrt mit einem vermuteten Höhepunkt um 2030 (1965+65). Ab etwa 2035 (1970+65) wird der Pillenknick sich in einem Knick der Zahl der Neurentner bemerkbar machen, in den 2040ern (1978+67) wird ein Minimum der Zahl der Neurentner durchlaufen, danach wird die Zahl sich wahrscheinlich auf einem niedrigen, aber stabilen Niveau einpendeln. Beginnend um 2030 (1960+80) wird gleichzeitig die Zahl der wegsterbenden Rentner in den starken Jahrgängen bemerkbar machen. Gleichezeitig wird die Zahl der Neuarbeitnehmer im gesamten betrachteten Zeitraum relativ konstant sein. Daraus folgt also, dass so um 2030 herum das Tal der Tränen durchlaufen werden wird, dass aber ab etwa 2040 sich die Situation wieder stabilisieren wird und spätestens Mitte der 2040er ein neuer stabiler Zustand mit sicheren und guten Renten erreicht werden kann. Wer heute also erst am Berufanfang steht, sollte sich weniger Gedanken darum machen, wie seine Rentenzeit (2050+) aussehen wird, sondern darum, wie die Politik die Belastungen im "Tal der Tränen" so um 2030 herum zwischen den verschiedenen Gruppen, insbesondere zwischen Rentenempfängern und Rentenbeitragszahlern aufteilen wird.

C"oJmryaxn


Ich habe jetzt 18 Jahre ins Versogungswerk eingezahlt und bekomme garantiert 2.300 heraus. Selbst wenn ich morgen Berufsunfähig werde. Es scheint also auch anders zu gehen.

Moment, von Berufsunfähigkeit war gar nicht die Rede, sondern von Altersrente. Wenn ich morgen erwerbsunfähig werde, zahlt mir die Rentenversicherung ebenfalls eine höhere Rente als meine aktuelle Anwartschaft. Jetzt vergleichst du Äpfel mit Birnen.

Und wenn du morgen keine Lust mehr hast zu arbeiten, zahlt dir das Versorgungswerk garantiert auch keine 2300 Euro im Monat.

Was zahlt dir das Versorgungswerk denn, wenn du 40 Jahre eingezahlt hast und in den Ruhestand gehst und wie hoch sind deine monatlichen Beiträge? Nur, damit man mal richtig vergleichen kann.

Einzahlungen in die DRV lohnt sich nicht, weil Hartz4 bekommt man immer.

Das ist so pauschal betrachtet Unfug. Du unterstellst, als würden die meisten Menschen sowieso nur eine Rente auf HartzIV-Niveau bekommen. Es gibt zwar Menschen, die davon betroffen sind, aber das ist nicht die Regel. Außerdem kann man sich als Angestellter nun mal nicht rauskaufen. Dafür hat man als Angestellter andere Annehmlichkeiten, die man in den freien Berufen nicht hat.

Jeden Euro den ich heute ausgebe, der bringt mir heute Spaß und kann mir morgen nicht weggenommen werden!

Jeder Euro, den ich heute sinnvoll investiere, kann mir auch nicht weggenommen werden. "Spaß haben" ist eine relative und subjektive Investition. Ich bin froh, wenn ich im Alter einen konstanten Lebensstandard habe. Und das erreiche ich nur, wenn ich für die Zukunft vorsorge. Auf die gesetzliche Rentenversicherung allein verlasse ich mich sicherlich nicht und dein Versorgungsamt ist aufgrund der höheren Abhängigkeit vom Kapitalmarkt genauso unsicher.

MFakk:ab0i


@ Comran:

Wenn Du morgen Berufunfähig wirst, zahlt die DRV gar nichts. Solltest Du erwerbsunfähig werden, gibt es ein bischen etwas.

"Du unterstellst, als würden die meisten Menschen sowieso nur eine Rente auf HartzIV-Niveau bekommen. "

Das Rentenniveau wird auf 40% des letzten nettos eingependelt.

Durchschnittsgehalt heute sind 3.450 €.

[[https://www.absolventa.de/karriereguide/arbeitsentgelt/durchschnittsgehalt]]

macht netto 2.113,35 € (Berlin, Steuerklasse 4, 1 Kind, Kirchensteuer 1,1% KV zusatzbeitrag) [[http://www.brutto-netto-rechner.info/]]

Davon 845,34 € Rentenauszahlung.

Hartz4 satz:

1.228 € Regelleistungen (Ehepaar) + 500 Euro Wohnkosten.

[[http://www.hartziv.org/hartz-iv-rechner.html]]

Du bist dran.

MRa$kkaxbi


Davon 845,34 € Rentenauszahlung.

Davon 40%, macht 845,34 € Rentenauszahlung :=o

Cvomr{an


Wenn Du morgen Berufunfähig wirst, zahlt die DRV gar nichts. Solltest Du erwerbsunfähig werden, gibt es ein bischen etwas.

Ich sprach von Erwerbsunfähigkeit (in den meisten Angestelltenberufen ist eine Berufsunfähigkeit gleich einer Erwerbsunfähgigkeit - im Handwerk sieht das noch anders aus).

In meinem Fall bekäme ich als Erwerbsunfähigkeitsrente allein schon mehr als den HartzIV-Satz für Familien.

Du bist dran.

Wir sind doch hier nicht beim Ping-Pong. %-|

Außerdem bist du nicht darauf eingegangen, wieviel du in das Versorgungswerk bis zum Ruhestand einzahlst und was du als Rente dann im Alter herausbekommst. Mit was soll ich da schon wieder dran sein? ":/

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