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Rente- ich habe jetzt schon Angst vor später

BWenidtaxB.


Angst war schon immer ein schlechter Ratgeber.

Im Jetzt bleiben, das Leben genießen und für den Mist des Lebens sich dann Gedanken machen, wenn es soweit ist. Nicht eine Sekunde vorher.

Ich glaube eh, dass in 30 Jahren ganz andere Wege gegangen werden müssen. Ich bin dann fast Hundert, das wird sicherlich spannend...

Ich will sogar noch mal auswandern. Weil meine Rente so mickrig ist, ich könnte in Südamerika davon aber bombig leben.

Es gibt immer eine Lösung.

M<akkaxbi


Weil meine Rente so mickrig ist, ich könnte in Südamerika davon aber bombig leben.

Du bekommst aber im Ausland nicht alles ausbezahlt: Ein Freund dachte wie Du und war übrrascht, dass 60% einbehalten wurden, weil "alles viel günstiger" wäre. Ich als Arbeitnehmer hatte zur gleichen Zeit einen Kaufkraftausgleich bekommen, weil alles viel teuerer als in D war. ":/

u\nkomjpl`iziexrt


Altersrenten, wie auch die volle Erwerbsminderungsrente ist eine Vesicherungsleistung. Und die wird weltweit ungekürzt von der RV Bund ausgezahlt. Einzige Voraussetzung: deutsche Staatsangehörigkeit und die Rente wurde in D "erwirtschaftet". Also nichts in Richtung Fremdrenten. Krankenkasse muss allerdings voll selbst bezahlt werden.

M^akkabxi


Und die wird weltweit ungekürzt von der RV Bund ausgezahlt.

Okay, habe mich informiert: Seit dem Oktober 2013 ist das in der Tat so. Vorher wurden 30% einnehalten.

LYoQuisiaxna


Angst war schon immer ein schlechter Ratgeber.

Im Jetzt bleiben, das Leben genießen und für den Mist des Lebens sich dann Gedanken machen, wenn es soweit ist. Nicht eine Sekunde vorher.

Ich glaube eh, dass in 30 Jahren ganz andere Wege gegangen werden müssen. Ich bin dann fast Hundert, das wird sicherlich spannend...

Seh ich genauso. Ganz genauso. Sicherlich ist ein "Polster" nett und beruhigend. Zumindest ein Stück weit, aber je mehr Geld man hat, desto mehr kann man auch verlieren. Sparbuch hat sich längst erledigt, Immobilien oder Edelmetalle kann man als Otto-Normal-Verdiener vergessen. Auch bei Aktien oder Sparbriefen wäre ich vorsichtig, denn ich gehe davon aus, dass sich in den nächsten 10 Jahren gewaltig was ändert, und zwar nicht zu Gunsten des Normalos.

Es kommt halt immer darauf an, in welcher Position man ist. Wenn man jung und recht mittellos ist, würde ich den Teufel tun, mir von dem eh schon wenigen noch was abzuknapsen für die Rente, das Fazit wäre, dass man schon in der Gegenwart nichts zu Lachen hat und später retten einen die paar Kröten, die man sich abgeknapst hat, auch nicht. Bei Leuten, die wohlhabend sind und gut zurechtkommen, gibt es ganz andere Möglichkeiten, aber darum geht's hier ja nicht.

Daher stimme ich auch zu: Lebe im jetzt, mach jeden Tag zu einem besonderen, hab keine Angst vor der Zukunft, denn dadurch wird die nicht besser, die Gegenwart aber vermiest Du Dir damit. Falls es später mal hart wird, werden sich Möglichkeiten finden, aber soweit ist es noch nicht.

Ich gehe davon aus, später mal lediglich die Mindestsicherung zu haben. Dann will ich wenigstens ein schönes und aufregendes Leben gehabt haben und von Erinnerungen zehren können. Die fetten Zeiten sind sowieso schon vorbei in unserem Land, also würde ich nicht in irgendwelche fragwürdigen Dinge investieren, von denen ich später wahrscheinlich sowieso nie wieder einen Cent sehen werde.

S]chfrun.d


Makkabi

Die von dir mehrfach genannten 2300 EUR, was ist das genau? Ist das eine sog. Standmitteilung oder ein garantierter Auszahlungsbetrag bei Renteneintritt?

eflektroxboi


Wenn dir die Zustände nicht passen, ist deine einzige Möglichkeit, entsprechend zu wählen. Es gibt Parteien, welche das Problem erkannt haben und auch gute Lösungsansätze bieten.

Von denen regiert aber keine.

Abgesehen davon, kannst du nichts tun. Private Vorsorge mit Riester ist Quatsch, davon profitieren bei geringen Einkommen erstmal die Versicherer, Banken, etc. Du dann wenn du die 100 Jahre knackst. Auch dazu gibt es viele Reportagen.

Cqomrxan


Private Vorsorge mit Riester ist Quatsch

Nein, Riester für Geringverdiener ist Quatsch.

Je mehr man verdient, umso lohnenswerter ist Riester aufgrund der steuerlichen Berücksichtigung und der Deckelung des Höchstbeitrags für volle Förderung. Die Menschen, die über dem Durchschnittsgehalt liegen, können von Riester profitieren. Auch diese sind ja nicht direkt Großverdiener und haben ebenfalls später in der Rente eine entsprechende Deckungslücke, die sie mit Riester zumindest abmildern können.

Ich gebe aber insoweit Recht, dass Riester gerade da nicht greift, wo die Altersarmut am wahrscheinlichsten ist.

SfinaSRou1ndso


Alles, was irgendwie staatlich bezuschusst wird oder irgendwie irgendwas mit dem Staat zu tun hat, ist in meinen Augen Quatsch, da ich davon ausgehe, dass ich davon nichts sehen werde wenn es mal so weit ist.

Daher werde ich (wenn ich jetzt anfange zu arbeiten und mein Darlehen fuer die Kueche, den Umzug usw abbezahlt habe) privat so gut wie moeglich vorsorgen. Was bei den aktuellen Zinsen nicht grade einfach ist. Aber ich lasse mir was schoenes einfallen ;-)

C0omraxn


Alles, was irgendwie staatlich bezuschusst wird oder irgendwie irgendwas mit dem Staat zu tun hat, ist in meinen Augen Quatsch, da ich davon ausgehe, dass ich davon nichts sehen werde wenn es mal so weit ist.

Hast du Riester verstanden? Der Vertrag liegt bei einem privaten Anbieter - da hat der Staat keinen Zugriff drauf und die Versicherung errechnet dir den Rentenbetrag bei Fälligkeit. Zudem schreibt dir der Staat für deinen privaten Vertrag jährlich die Förderung gut. Auch die ist sofort in trockenen Tüchern. Außerdem kannst du jedes Jahr das Riestern steuerlich geltend machen. Bei sonstigen privaten Rentenversicherungen geht das nur eingeschränkt (wenn kein Kapitalrecht besteht).

Eigentlich bekommt man jedes Jahr etwas geschenkt. Man muss nur ausrechnen, ob es sich in der Summe (Förderung des Staates + Qualität des Versicherungstarifs) lohnt. Das tut es leider nicht für alle.

dtienaKchtx7


Die 2300 verstehe ich auch nicht. Gehen wir mal von dem aktuellen Rentenwert (akr) West aus. Rentenformel: Entgeltpunkte (Ep) x akr x Rentenartfaktor hier 1,0.

2300:29,21= 78,7402 Ep. Das macht durch 18 Jahre 4,3745. Das übersteigt die möglichen "Jahres Ep". ":/

dcienKachxt7


Selbst wenn es mehr Jahre sind und der Betrag stimmt, dann steht in den Renteninformationen immer, dass es sich ändern kann und wie es wahrscheinlich wird ;-)

fuooty


Hast du Riester verstanden? Der Vertrag liegt bei einem privaten Anbieter - da hat der Staat keinen Zugriff drauf und die Versicherung errechnet dir den Rentenbetrag bei Fälligkeit. Zudem schreibt dir der Staat für deinen privaten Vertrag jährlich die Förderung gut. Auch die ist sofort in trockenen Tüchern. Außerdem kannst du jedes Jahr das Riestern steuerlich geltend machen. Bei sonstigen privaten Rentenversicherungen geht das nur eingeschränkt (wenn kein Kapitalrecht besteht).

Das ist wohl so, aber da diese privaten Versicherungen ja eine Rendite erwirtschaften müssen, werden die eingezahlten Gelder angelegt, zum allergrößten Teil in Staatsanleihen, also ist der Staat wieder mit drin. Und die Verzinsung einer Staatsanleihe, zahle ich als Steuerzahler ja selbst, jeder vierte Steuer-Euro geht doch schon für die Zinslast der Staatsschulden drauf. Ich zahle mir also meine Rendite selber als Steuerzahler, bin aber noch so doof und lasse auf der Versicherungsprodukt Kosten und Provision anfallen, die davon abgehen. Dann kann ich auch gleich direkt voll in diese Produkte investieren, ohne Zwischenhändler. Und in diesem Zusammenhang ist natürlich auch wieder das steuerlich geltend machen witzig ;-D

Wenn Deutschlands Wirtschaft mal wieder richtig lahmt und knattert (was so kommen wird), wer garantiert mir dann, dass nicht plötzlich die mächtigen Ratingagenturen im Angesicht unserer riesigen Staatsverschuldung, Negativwachstum den Daumen senken, so wie sie es bei schon so vielen Staaten getan haben. Und wer hat dann immer in die Röhre geschaut bei teilweisen Schuldenschnitten oder Staatspleiten? Die Rentner oft als erstes. Die sollten den ganzen Riesterkrempel eindampfen (die Altverträge müssen aber garantiert weiterlaufen können) und entsprechend die Rente wieder erhöhen und wie es manche Parteien auch fordern auf Kapitalerträge ausweiten und diese bescheuerte Obergrenze abschaffen, es kann doch nicht sein, dass jemand der 15.000€ Brutto verdient prozentual viel weniger Rentenbeitrag zahlt, als jemand der mit 1.800 Brutto klarkommen muss.

Aber da müsste man ja mal den Willen haben, sein Kreuz woanders zu setzen und das ist vielen einfach zuviel...

S&chruznd


Alles, was irgendwie staatlich bezuschusst wird oder irgendwie irgendwas mit dem Staat zu tun hat, ist in meinen Augen Quatsch, da ich davon ausgehe, dass ich davon nichts sehen werde wenn es mal so weit ist.

Ich weiß offen gesagt nicht, woher dieses hartnäckige Gerücht kommt, heutige Generationen würden trotz Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung nichts aus derselben herausbekommen. Du kannst dir relativ leicht ausrechnen, wieviel gesetzliche Rente dir eines Tages zustehen wird. Du bist in diesem System garantierter Anwartschaften kein Bittsteller oder Almosenempfänger, sondern du erwirbst Ansprüche auf Leistungen, auf die dir zustehen.

Angenommen du verfügst über das rententechnische Durchschnittseinkommen von rund 36.000 EUR pro Jahr, mit dem die gesetzliche Rentenversicherung rechnet. Dann gibt es für jedes Versicherungsjahr einen sog. Entgeltpunkt, der aktuell rund 29 EUR wert ist. Nach 40 Jahren hättest du somit einen Anspruch auf eine gesetzliche Rente von rund 1160 EUR. Krankenkassen- und Steuergeschichten lasse ich hier mal weg. Entsprechend steigt oder fällt die Rente mit der Höhe deines Einkommens. Da der maximale Entgeltpunkt meiner Kenntnis nach derzeit bei einer Bemessungsgrenze von rund 72.600 EUR im Jahr liegt (=2,06 Entgeltpunkte oder rund 59,70 EUR), ist die absolute Höhe der gesetzlichen Rente gedeckelt. Nach 40 Jahren würde sie auf Basis der heutigen Bemessungsgrenze rund 2390 EUR pro Monat betragen.

Du kannst dir also ziemlich genau ausrechnen, wieviel du zu erwarten hast und ob dir das reicht. Falls es dir nicht reicht, musst du privat aufstocken.

Nun wird ja immer wieder angeführt, dass die Demographie dem System der umlagefinanzierten gesetzlichen Renten über kurz oder lang den Garaus machen wird. Ich halte diese Befürchtungen für übertrieben. Der gesetzlichen Rente wird schon seit Jahrzehnten das mähliche Ende vorausgesagt. Aber gerade in Krisenzeiten hat sich das System wesentlicher robuster gezeigt als die privaten Sicherungssystem, die entweder extrem stark von den Schwankungen der Vermögenspreise oder der Zinsentwicklung abhängen. Im Moment sieht es eher danach aus, dass wegen der anhaltenden Niedrigzinsphase ein paar private Anbieter umfallen könnten, als dass es die gesetzliche Rentenversicherung erwischt.

Um einen privaten Rentenanspruch in Höhe der gesetzlichen Höchstrente zu erwerben, müßtest du über ein weit überdurschnittliches Einkommen verfügen, um dir eine entsprechende Police überhaupt leisten zu können. Angesichts schrumpfender Überschussbeteiligungen und Garantiezinsen bei praktichen allen Anbietern dürfte das für die Allermeisten nur dann machbar sein, wenn sie während ihres aktvien Arbeitslebens einen äußerst spartanischen Lebensstil pflegen. Das kann natürlich jeder machen, wie er/sie will. Vorausgesetzt, er/sie kann.

Aus der Sicht eines normalen Arbeitnehmers, wie immer der definiert sein mag, würde ich es für strategisch sinnvoll halten, auf die gesetzliche Rente als relativ stabile und abgesicherte Haupteinnahmequelle im Alter zu setzen und, so weit das mit einem angemessenen Aufwand machbar ist, die private Absicherung als Ergänzung ansehen.

C\omYraxn


Das ist wohl so, aber da diese privaten Versicherungen ja eine Rendite erwirtschaften müssen

Interessant, dass man Vorsorge immer noch mit Rendite gleichsetzt. Klar, mit Rendite ist es schöner. Andererseits hat die Geschichte auch gelehrt, dass hohe Rendite auch meistens mit hoher Inflation einhergeht.

Die Rendite ist in jedem Fall die steuerliche Ersparnis und der Zuschuss - nicht nur der aktuelle Zins (der sich in 20 Jahren auch noch gewaltig ändern kann). Und da die steuerliche Finanzierung ja nicht allein über die Versicherten erfolgt und die Rendite nicht ausschließlich durch Staatspapiere erlangt wird, bleibt in fast jedem Fall ein Plus. Sofern man sich keinen Gurkentarif an Land gezogen hat, der alles für Provisionen und Puff-Parties in Budapest verballert. An dieser Stelle sage ich immer wieder: wenn man sich versichert, geht man am besten zu einer VvaG anstatt zu einer AG mit "Stakeholdern" und so 'nem Blödsinn. :-o

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