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Fühle mich nur zu Hause richtig wohl

SYasa2x0 hat die Diskussion gestartet


Angefangen hat es eigentlich schon, als ich klein war. Bin ich verreist, hatte ich schreckliches Heimweh.

Leider hat sich das bis heute fortgesetzt.

Ich fühle mich eigentlich nur so wirklich wohl, wenn ich zu Hause oder in gewohnter Umgebung bin.

Aufenthalte in Krankenhäusern, Tagungen oder Weiterbildungen sind für mich jedes Mal die Hölle gewesen.

Zu den Menschen, die sich in der Ferne wohl fühlen und Fernweh bekommen, sobald sie zu Hause einfahren gehöre ich definitiv nicht.

Als ich vor Jahren studiert habe, ist mein Erstversuch daran gescheitert, dass ich mich in der Studienstadt unwohl gefühlt habe und deshalb wieder umgezogen bin.

Wie bekommt man die Problematik in den Griff?

Antworten
P.lüscph5bixest


Kann es sein, dass du unbewusst Angst vor den Bewertungen anderer Leute hast?

Ich denke ein Psychologin kann dir da weiterhelfen.

So etwas kann man in den Griff bekommen.

lFercAhenzxunge


Du beschreibst dort eigentlich zwei verschiedene Probleme, die zwar verwandt, aber doch unterschiedlich sind:

- ein Problem, in einem Hotel, Krankenhaus o.ä. zu schlafen ("in einem fremden Bett zu schlafen")

- ein Problem, Dich in eine neue Umgebung einzugewöhnen (siehe Beipiel Studienstadt)

Es gibt viele Menschen, die haben nur eines dieser beiden Probleme, also beispielsweise Menschen, die können sich partout nicht von ihrem Heimatort, Elternhaus trennen und nehmen dafür lange Pendlerstrecken in Kauf, haben aber keinerlei Problem damit, jedes Jahr in Urlaub zu fahren oder längere Dienstreisen zu machen, solange nur klar ist, dass sie am Ende wieder an den "Heimatstützpunkt" zurückkommen. Und es gibt Menschen, die umgekehrt große Probleme haben, in einem fremden Bett zu schlafen, aber nie Probleme hatten, alle paar Jahre umzuziehen, wenn nur sichergestellt war, immer in der eigenen Wohnung zu schlafen.

Aber noch eine andere Frage: Warum möchtest Du etwas gegen diese Problematik machen? Welche äusseren Umstände zwingen Dich aus Deiner Umgebung heraus?

Cyaramaxla 2


Ich sag es mal so, wenn man sich etwas Schönes oder Interessantes von einem anderen Aufenthalt verspricht, dann kann man auch gut woanders schlafen. Ist das nicht der Fall, ist da nichts, wofür es sich lohnt, dann bleibt man lieber zu Hause, wenn es da besser ist.

Der Mensch lebt ja nach dem Belohnungssystem und darüber funktioniert auch das Denken. Wenn einem Studium, Job, Urlaubsland oder eine andere Person oder sonst etwas nicht wichtig genug erscheint, dann kann man sich irgendwelche fremden Aufenthalte auch nicht schönreden. Das innere Gefühl wird einem da etwas anderes sagen.

Es gibt Menschen, die fühlen sich überall zu Hause. Da wo sie sind, da ist ihr Zuhause. Und andere brauchen so eine Art Zufluchtsort, wo sie sich als Person sicher fühlen. Und ohne diesen Ort fehlt ihnen etwas. Das kann man sich angewöhnt haben, vielleicht aus einer ganz bestimmten Situation heraus, in der man sich selbst überfordert hat, ohne es zu wissen. Wenn man auch sonst im Leben eher unsicher ist, dann braucht man feste Orte und Rituale, die einem helfen, dass man sich über sie besser fühlt.

Ich kenne einige Menschen, die Ängste gehabt haben und die dann über Jahre geübt haben, mit dem Aufenthalt an anderen Orten zurecht zu kommen. Das kann funktionieren, wenn einem das wichtig ist und einem diese Belohnung reicht, es dann zu können. ;-)

Du kannst dich fragen, ob du an der jetzigen Situation etwas ändern willst und und warum. Welche Lebensqualität könntest du ganz für dich hinzugewinnen?

Ich zum Beispiel, habe Menschen nie verstanden, die in Urlaub gefahren sind, um in einem halbschmuddeligen Hotelzimmer mit Schimmel im Bad, Pestiziden in der Luft, von schlecht bezahltem gestressten Personal bedient zu werden und einem Essen, wo man mehr Salzsäure als Magen braucht, um nicht krank zu werden. Klingt vielleicht etwas überspitzt ausgedrückt, aber gibt es häufiger. Wenn ich mal wegfahren will, dann nur dahin, wo ich es besser habe und nicht schlechter. Nur um eine andere Umgebung zu sehen, dafür reise ich z.B. nicht. ;-D

TIra:gisc/herCSlownfbixsch


Ich zum Beispiel, habe Menschen nie verstanden, die in Urlaub gefahren sind, um in einem halbschmuddeligen Hotelzimmer mit Schimmel im Bad, Pestiziden in der Luft, von schlecht bezahltem gestressten Personal bedient zu werden und einem Essen, wo man mehr Salzsäure als Magen braucht, um nicht krank zu werden. Klingt vielleicht etwas überspitzt ausgedrückt, aber gibt es häufiger. Wenn ich mal wegfahren will, dann nur dahin, wo ich es besser habe und nicht schlechter. Nur um eine andere Umgebung zu sehen, dafür reise ich z.B. nicht. ;-D

Caramala 2

Das Bad und das Hotelzimmer sind ja im Urlaub ehr Nebensache und nur eine zwangsläufige Notwendigkeit. Solange nicht wer weiß was für Viecher im Zimmer rumlaufen, ist doch alles ok.

Man fährt ja wegen der fremden Kultur, sich das anzusehen, die Gegend und Natur zu genießen in den Urlaub und nicht wegen dem Hotelzimmer und dem Badezimmer.

@ TE

Dann bist du wohl halt so. Das lässt sich auch nicht mal eben ändern.

Ich war auch jahrzehntelang so und es hat sich irgendwann mal etwas geändert. Früher konnte ich wochenlang alleine daheim bleiben, ohne, dass es langweilig wurde...heute schaffe ich das vielleicht 3 Tage, dann muß ich aber raus...

CRara'malax 2


Man fährt ja wegen der fremden Kultur, sich das anzusehen, die Gegend und Natur zu genießen in den Urlaub und nicht wegen dem Hotelzimmer und dem Badezimmer.

Hm, sowohl als auch, würde ich sagen. ;-)

Solange nicht wer weiß was für Viecher im Zimmer rumlaufen

Entweder Viecher oder ordentlich Pestizide, je nachdem wo man sich aufhält. Kommt auf den Urlaubsort an.

Aber ist ja alles Geschmackssache und jeder setzt seine Prioritäten woanders. ;-)

Srasax20


Ich muss zu Weiterbildungen und Tagungen und bin dann quasi gezwungen woanders zu übernachten.

Mir geht es jedes Mal schrecklich und ich habe dann nachts schlimmste Alpträume oder kann gar nicht schlafen.

Ich fühle mich dann die ganzen Tage unwohl.

Ferienfreizeiten oder Schulausflüge waren als Kind schon immer der Horror für mich.

Warum das so ist, keine Ahnung.

C,aramsala x2


Ich würde vermuten, dass dahinter eine Form der Angst steckt. Angst sagt im Grunde aus: Ich befürchtet, dass einige Bedürfnisse nicht erfüllt werden, in einer bestimmten Situation, in dem Falle außerhalb von zu Hause schlafen.

Welche Bedürfnisse können das sein? Vielleicht der Wunsch sich in Sicherheit zu fühlen, der Wunsch sich geborgen zu fühlen? Das sind seelische Grundbedürfnisse, die erfüllt sein wollen. Wenn man an einem fremden Ort das Gefühl hat, hier werden sie nicht erfüllt, dann rebelliert die Seele und damit der Körper gleich mit. Es kann aber auch einfach der Wunsch nach Ruhe sein. Wird selten ganz erfüllt in einem Haus in dem mehrere Parteien schlafen.

Warum man so fühlt, das ist eine Frage, der man nachgehen kann. Vielleicht mit therapeutischer Hilfe, man kann es auch selbst versuchen, wenn man sich das zutraut und ein wenig Forscherinstinkt hat.

C6arpamala x2


Soll natürlich heißen: Ich befürchte, . . .

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