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Zeitarbeitsfirmen - Allgemeine Fragen, wer kann helfen?

S.cFarpo hat die Diskussion gestartet


Jaaaa, jetzt können User ankommen und sagen "versuch's doch einfach und lass dich überraschen, dann erfährst du alles, was du wissen willst". Aber ich frage lieber vorher, da ich gern plane und es ist ja auch möglich, dass gewisse Fragen bei einem Vorstellungsgespräch nicht gut ankommen.

Ich schließe meine Ausbildung zur Bürokauffrau im Juni oder Juli (mit Bestehen der mündlichen Prüfung, Termin noch unbekannt) ab. Bin natürlich bereits auf Arbeitssuche. Nun muss man sich das so vorstellen - Zeitarbeitsfirmen regieren den Arbeitsmarkt (zumindest in meinem Umkreis) und machen gut 60 % - wenn nicht sogar mehr - aller Stellenangebote aus. Bislang habe ich diese Anzeigen kategorisch abgelehnt und aussortiert, weil sie mir unseriös und suspekt vorkamen.

Da aber nach Aussortieren aller unpassenden Stellen immer nur 2, 3 übrig bleiben, auf die ich mich bewerben kann und momentan alles abgegrast ist, bis nach zwei Wochen mal wieder eine neue reinkommt, die zu 70 % nicht passt, möchte ich mich gern mit Zeitarbeitsfirmen auseinandersetzen und es zumindest in Betracht ziehen, da ich auf keinen Fall arbeitslos werden möchte. Deshalb wären mir persönliche Erfahrungsberichte lieb. Es soll hier nicht grundsätzlich um die "bösen" Zeitarbeitsfirmen gehen. Ich weiß, dass sie einen sehr schlechten Ruf in der Gesellschaft genießen und eher davon abgeraten wird. Ich suche eher sachliche Beschreibungen des Ablaufes, bis man eine Stelle bekommt.

Die Zeitarbeitsfirmen inserieren ja in der Jobbörse der Arbeitsagentur. Und sie beziehen sich dabei auf konkrete Jobs in einem bestimmten Unternehmen mit Ortsangabe. Wie läuft das jetzt. Wenn ich mich darauf bewerbe, werde ich ganz normal zu einem Vorstellungsgespräch geladen? Wird man als Zeitarbeiter (auch Bürokraft) dann eben hin- und hergeschoben, wenn man den Vertrag mit der Zeitarbeitsfirma nicht kündigt, auch wenn die Befristung der Tätigkeit, auf die man sich "damals" beworben hat, bereits abgelaufen ist?

Darf man auch ablehnen oder wird das ganz ungern gesehen? Darf ich einen Umkreis festmachen, in dem ich arbeiten will, weil ich nicht wegziehen möchte? Oder können sie mich überall hinschicken? Ist die Bezahlung unterschiedlich oder einheitlich mies? Mies für meine Branche in meinem Bundesland als Berufseinsteigerin wäre alles so unter 1600 € brutto, würde ich sagen. Mindestlohn liegt ja glaube ich bei 1350 € in Vollzeit, 1600 wäre da ja noch gut drüber als "Anfängerin". (Auch wenn ich weiß, dass viele das als menschenunwürdig ansehen)

Aber ich will ja keine Lücken im Lebenslauf und brauche natürlich auch Berufserfahrung, damit ich mich auch für vielschichtigere Stellenbeschreibungen selbstbewusst qualifizieren und dann evtl. fortbilden kann. Also besser als nüscht.

Kann mir bitte jemand helfen, wie das in der Praxis abläuft? Am besten mal so schildern, wie das ist von der Bewerbung bis hin zur Anstellung und was dann passiert, wenn die Befristung im ersten Arbeitsverhältnis (auf das man sich beworben hat) ausläuft? Und ob man genauso problemlos zum Monatsende kündigen kann wie bei einem "regulären" Arbeitgeber?

Danke, danke, danke vielmals! @:)

Antworten
d5ana(e87


Mein Partner arbeitet nun schon seit zwei Jahren über eine Zeitarbeitsfirma und der Betrieb war wirklich immer fair zu uns. Er hat sich beworben und ist dann bei der Zeitarbeitsfirma eingestellt worden. Er unterschriebt jeweils einen Beschäftigungsvertrag für die Firma in der er eingesetzt wird. Natürlich kann man Angebote auch ablehnen, es kann halt sein das sie dann gerade nichts anderes passendes haben. Der Radius der Einsatzorte ist nicht so riesig, aber bei zu weitem Fahrweg hätte er eh abgelehnt.

Im Gegensatz zu den Einsatzfirmen war die Zeitarbeitsfirma immer kulant und bereit mit uns einen Weg zu finden der irgendwie gangbar war, als unsere zweite Tochter geboren wurde genauso wie als ich krank wurde und er lange zu Hause bleiben musste. Irgendwas ging immer, aber das ist, wie bei jedem Job, halt sehr von der Firma abhängig. Wichtig wäre meiner Erfahrung nach das man keine zu große Angst vor Arbeitslosigkeit hat, weil die Firmen die Zeitarbeiter einsetzen darauf häufig bauen um die Leute bis zum Anschlag auszunutzen. %-| %-|

S(car:o


Okay, also können sie mich als Arbeitgeber nicht "zwingen" bzw. unter Druck setzen. Das finde ich schon mal gut. Ich höre von Zeitarbeitsfirmen in erster Linie nur im Bezug auf handwerkliche Berufe... Deshalb kann ich mir in meiner "Branche" nichts drunter vorstellen.

Und wie ist das, wenn ich krank bin oder eben schwanger werde oder so? Ist das dann auch wie bei einem "normalen" Arbeitgeber? Also solange ich in einem Beschäftigungsvertrag stecke, darf man mich nicht kündigen und muss das Gehalt weiter zahlen? Und ich stelle mir das komisch vor... Ich habe dann doch die Zeitarbeitsfirma als meinen Arbeitgeber. Und wenn er dann "nichts hat" für den Moment, dann kriege ich auch kein Geld (wäre ja logisch), habe aber eine Anstellung, die auch in Bewerbungen erwähnt wird? (= Tätig als Zeitarbeiter bei Firma sowieso?) Und wenn die Zeitarbeitsfirma monatelang nichts hat, finde ich in der Zwischenzeit vielleicht kurzfristig eine neue Tätigkeit, sodass ich vielleicht offiziell noch bei Zeitarbeitsfirma eingestellt bin, aber schon einen neuen Arbeitgeber habe? Wenn du sagst, ich kann eh jedes Angebot ablehnen? Dann könnte ich doch bei der Zeitarbeitsfima kündigen und wenn ich in der letzten Woche vor Kündigung schon beim neuen Arbeitgeber anfang, ist es doch eh egal, weil der alte mir ja nichts zahlt? Oder gilt das dann als Zweitbeschäftigung? Wie darf man das verstehen?

Ist alles komisch. ;-D

D=ina9x0


Gut dass du dich über Zeitarbeitsfirmen informieren willst.

Du hast noch ziemlich veraltete Ansichten.

Deshalb mal ein kleiner Überblick.

Zeitarbeit hat nicht zwingend was mit Befristung zu tun. Dementsprechend wird man auch nicht immer von einem Kunden zum nächsten geschickt. Viele Unternehmen besetzen ihre Stellen aus verschiedenen Gründen mit Zeitarbeitnehmern (ZAN). Die Stellen sind zum Teil auch langfristig ausgelegt und können der Weg in die Festanstellung sein. Gerade bei den größeren Firmen wirst du als Bürokauffrau nichts in den Stellenbörsen finden, da die Stellen so gut wie alle über Zeitarbeit besetzt werden.

Die Bezahlung ist Tarifgebunden. Hierbei kommt es darauf an, welche Qualifikation man für die Stelle mitbringen muss. Bei einer kaufmännischen Ausbildung liegt der Stundenlohn schon lange über 10€. Damit würdest du locker auf 1600€ kommen (Tarif West)

Normalerweise schicke du deine Unterlagen an die Zeitarbeitsfirmen. Die laden dich dann zum Vorstellungsgespräch ein. Wenn du dich gut machst, werden deine Unterlagen an den Fachbereich beim Kunden weitergeleitet. Wenn der dich auch gut findet, kommt es meistens zu einem Vorstellungsgespräch mit dem künftigen Chef. Danach fällt die Entscheidung ob du genommen bist. Hier kann auch das Thema Befristung etc abgeklärt werden.

Eine Anstellung bei einer Zeitarbeitsfirma ist ein Sozialversicherungspflichtiger Job wie jeder andere auch. Daher gelten falls im Arbeitsvertrag nichts anderes geregelt ist die gesetzlichen Kündigungsfristen. Während der Probezeit sind die wie bei der meisten Firmen kürzer.

Ich hoffe ich konnte dir einen Überblick geben :-)

D2inUa90


Komm mal weg davon in normale und Zeitarbeitsfirma zu unterscheiden. Bezüglich Kündigung, Mutterschutz Elternzeit etc. Gibt es keine Unterschiede.

Stcar2o


Du hast noch ziemlich veraltete Ansichten.

Tja, was auch sonst. War ja bisher nur in der Schule, Studium und halt jetzt in Ausbildung. Ich hatte somit in der Paxis noch nichts mit Zeitarbeitsfirmen am Hut.

Die Stellen sind zum Teil auch langfristig ausgelegt und können der Weg in die Festanstellung sein. Gerade bei den größeren Firmen wirst du als Bürokauffrau nichts in den Stellenbörsen finden, da die Stellen so gut wie alle über Zeitarbeit besetzt werden.

Das finde ich schon mal toll - dass man die Möglichkeit hat, über diesen Weg eine Festanstellung zu finden. Wie ist das denn meistens? Wird man von der Firma angesprochen oder muss man selbst nachfragen? Ich fühle mich häufig aufdringlich, das ist mir unangenehm. Aber wenn es eher die Regel ist, dass ich als Zeitarbeiter im Unternehmen mal nach einigen Monaten oder Jahren nachhake, überwinde ich mich auch.

Bei einer kaufmännischen Ausbildung liegt der Stundenlohn schon lange über 10€. Damit würdest du locker auf 1600€ kommen (Tarif West)

Ich bin im hohen Nordosten angesiedelt. Hier liegen die höchsten Einstiegsgehälter (kommunale Unternehmen, öffentlicher Dienst und so) tariflich bei ca. 2200 €. In einem kleineren Unternehmen ist diese Gehaltsvorstellung hingegen größenwahnsinnig, viele Arbeitnehmer müssen sich mit Mindestlohn zufrieden geben. Der Durchschnitt hier oben soll bei ca. 1600 € brutto liegen... Was ich echt wenig finde für einen DURCHSCHNITT... Aber gut. Besser als Ausbildungsvergütung und ich will ja gern noch bisschen mehr reißen in meiner beruflichen Laufbahn. ;-)

Wenn du dich gut machst, werden deine Unterlagen an den Fachbereich beim Kunden weitergeleitet. Wenn der dich auch gut findet, kommt es meistens zu einem Vorstellungsgespräch mit dem künftigen Chef.

Welcher Chef? Der von der Zeitarbeitsfima, oder nicht? Denn die sind doch für mich zuständig...? Aber ich bin trotzdem im Unternehmen (in dem ich dann arbeite) weisungsgebunden?

Dina90, und wie ist es dann, wenn ich vielleicht in einem "Kundenunternehmen" nicht mehr arbeiten kann, weil diese Überbrückungszeit um ist und es dann grade kein neues Stellenangebot gibt, wo die Zeitarbeitsfirma mich hinstecken könnte? Dann bekomme ich doch trotzdem kein Gehalt... Ich meine, ist ja auch logisch, aber das wäre dann ein Unterschied zu einer *hust* normalen *hust* Anstellung. Ich werde versuchen, mir diese Begrifflichkeit abzugewöhnen. :-X

D'irna9x0


Da hab ich mich unklar ausgedrückt. Rein rechtlich ist dein Chef natürlich dein Ansprechpartner bei der ZAF.

Weisungsbefugt ist aber der Ansprechpartner im Kundenunternehmen. Im kaufmännischen Bereich macht so ein Gespräch mit dem Kunden durchaus Sinn. Immerhin musst du dann mit ihm täglich zusammen arbeiten und deine Bürokünste unter Beweis stellen.

Ansprechen wird beim Kunden nicht so viel bringen. Eher gute Leistung und die Motivation, sich langfristig an das Kunden Unternehmen zu binden. Wenn dann Planstellen (also Stellen zur Festanstellung) frei werden und dich dein Chef beim Kunden übernehmen möchte, wird man dir ein entsprechendes Angebot vorliegen.

Auch hier muss ich nochmal drauf hinweisen. Es gibt keinen Unterschied zwischen ZAF und jeder anderen Firma ;-) wenn du "normal" angestellt bist und wegen bis keine Arbeit da ist, wirst du erst mal weiter bezahlt. Ist keine Besserung in Sicht, wirst du gekündigt (wenn Urlaub, Überstunden etc. Aufgebraucht sind)

Analog dazu ist es bei einer ZAF. Kurze Zeiten werden natürlich mit Bezahlung (keine Ahnung wie du drauf kommst dass das nicht so wäre), überbrückt. Läuft ein Auftrag aus und der nächste beginnt erst 2 Wochen später, kannst du in der Zwischenzeit Urlaub abbauen. Da aber 1. Die Wechsel im kaufmännischen Bereich nicht so häufig sind und 2. Ein Ende des Auftrags im Normalfall auch vorher bekannt ist, versucht man als ZAF dir Übergangslos etwas anzubieten

Die Bezahlung ist immer mindestens der für die Entgeltgruppe geltende Mindestlohn. Je nach Region kann der auch mal deutlich höher sein. In Bayern und Baden Württemberg bekommen viele gewerbliche Mitarbeiter in der Produktion 17€ und mehr Stundenlohn. Kommt stark auf die Region an.

SScaxro


Bürokünste ;-D Geiles Wort.

Wenn dann Planstellen (also Stellen zur Festanstellung) frei werden und dich dein Chef beim Kunden übernehmen möchte, wird man dir ein entsprechendes Angebot vorliegen.

Vielleicht liegt es an der Uhrzeit und mein Kopf ist nicht ganz klar, aber ich steig da grade nicht hinter. Mein Chef (also von der ZAF) will mich "beim Kunden übernehmen"? Mein Chef sagt "joa, also unser Kunde, Unternehmen X, hat jetzt eine Planstelle frei und hat Interesse an dir, hast du Lust, das zu machen"? Denn dann würde ich die ZAF ja verlassen und warum sollten die denn unterstützen, dass sie ihre Mitarbeiter loswerden? %:|

wenn du "normal" angestellt bist und wegen bis keine Arbeit da ist, wirst du erst mal weiter bezahlt. Ist keine Besserung in Sicht, wirst du gekündigt (wenn Urlaub, Überstunden etc. Aufgebraucht sind)

Klingt super!

Hier oben kriegt man bestimmt tariflich total wenig... Aber es wird sicher überm Mindestlohn liegen und damit ist es okay für den Berufsstart, denke ich.

Baamb6iexne


@ Hallo Scaro @:)

ich sehe schon dein mentales Hamsterrad dreht sich ;-D

ich persönlich kenne zwei Leute die über zeitarbeit arbeiten. Eine der Personen ist weiblich und so Mitte 50 und die andere person ist ein junger Mann Ende zwanzig.

Die Frau hat eine Kaufmännische Ausbildung (Bürokauffrau oder Industriekausffrau) wurde mit zweiundfünfzig arbeitslos. Nach ca einem halben jahr erfolglosem Bewerben und divrser Kurse bei der Arbeitsagentur, hat sie sich auch bei eineigen Zeitarbeitsfirmen beworben. Sie bekam recht schnell ein Vorstellungsgespräch und wurde in meinen alten Betrieb vermittelt. Da war sie an der Rezeption und Telefonzentrale tätig. Nach ca zwei Monaten, hat sie von eben dieser Firma einen befristeten Vertrag für ein Jahr bekommen. Der Vertrag wurde ihr verlängert und nach zwei Jahren ist für sie dort Schluss. Sie hat ihre Bewerbungsunterlagen rechtzeitig auch wieder zu ebenjener Zeitarbeitsfirma geschickt und ist guter Hoffnung, dass sie wieder was bekommt.

Der junge Mann hatte schon bei vielen Firmen Einsätze. Zweimal waren es Versicherungen und zuletzt war er ein halbes Jahr beim BAMF eingesetzt. Das hat ihm gut gefallen und er hat sich dort auch für eine befristete Stelle beworben. Was er jetzt macht ist mit nicht bekannt.

Du könntest dir die Zeitarbeitsfirmen aus deiner Region raussuchen und am besten mit deinen Bewerbungsunterlagen persönlich hingehen.

Kannst du bei deiner Agentur für Arbeit - auch wenn die dich angeblich erst bei Arbeitslosigkeit wiedersehen wollen :=o - nicht doch ein Bewerbungstraining und Beratung zu deinen Bewerbungsunterlagen bekommen? Ich kann mich erinnern, dass ich als ich wusste mein Vertrag wird nicht verlängert wird, einfach um Hilfe gebeten hatte. "Ich brauche Rat und Hilfe. Weiß nicht wie ich mich am besten verkaufen soll. Hab keine ahnung von Online-Bewrbungen." Und nach drei Tagen war ich wirklich schlauer. Außerdem hab ich meine ersten Bewerbungsanschreiben meiner damaligen Beraterin per Mail geschickt und bat sie um "Verbesserungsvorschläge" bei der Formulierung. ;-D

S*ca=ro


Hallo Bambiene,

ja, ich bin grade viel am Nachdenken. Eigentlich kann ich mir das gar nicht leisten und glaube, dass es ein Ablenkungsmanöver meines Hirns ist, da ich im Grunde für meine schriftlichen Prüfungen nächste Woche Dienstag lernen muss. Denn mal ehrlich - ich war bislang recht faul... Da fehlt noch viel Stoff und viel Übung. Trotzdem ist das Thema wichtig.

Ihr habt mir auf jeden Fall schon geholfen, meine Einstellung zu Zeitarbeitsfirmen zu überdenken. Kürzlich las ich in sozialen Netzwerken wieder so viel Geschimpfe über die ZAFs, dass ich mir dachte, sowas käme hier sicher auch. Deshalb hatte ich ja angekündigt, dass ich das gar nicht unbedingt hören will. Aber es scheint ja auch viele positive Erfahrungsberichte zu geben. Und das nimmt mir meine "Scheu" davor, mich dort zu bewerben und ZAFs auszusortieren. Jetzt denke ich sogar, dass es regelrechter Blödsinn ist, das zu tun... Ich sollte diese Chance wahrnehmen, da sie der Weg in eine gute Stelle sein kann.

Also was Bewerbungen angeht, fühle ich mich relativ sicher. Am wichtigsten ist es mir, keine Floskeleinleitung zu benutzen und jedes Anschreiben auf das jeweilige Unternehmen zuzuschneiden. Dazu nehme ich mir viel Zeit, bin auf den Homepages unterwegs, lese mehrfach intensiv die Stellenbeschreibung und achte darauf, bestimmte Anforderungen anders zu formulieren als in der Anzeige, damit es so klingt, als käme das von mir selbst und würde rein zufällig perfekt zur Stelle passen und nicht etwa abgeschrieben sein. Also nicht so, dass in der Stellenbeschreibung steht "wir suchen einen flexiblen, teamfähigen und motivierten Mitarbeiter" und man schreibt dann "ich bin flexibel, motiviert und teamfähig" sondern "Ich passe mich schnell und sicher neuen Arbeitssituationen an. Zudem arbeite ich gern mit anderen Mitarbeitern an Projekten, erledige meine Aufgaben aber auch gern selbstständig und problemlos. Dabei bin ich stets ehrgeizig." Ist jetzt mal an den Haaren herbeigezogen und aus keiner Bewerbung kopiert. Außerdem stimme ich die Bewerbungen auch farblich ab. Für die Polizei habe ich Deckblatt und Lebenslauf in zwei Blautönen angepasst... Vielleicht sind das Kleinigkeiten, die unbewusst positiv wirken.

Was hast du denn damals falsch gemacht?

l*ove[abl;e<3


Ich habe dann doch die Zeitarbeitsfirma als meinen Arbeitgeber. Und wenn er dann "nichts hat" für den Moment, dann kriege ich auch kein Geld (wäre ja logisch), habe aber eine Anstellung, die auch in Bewerbungen erwähnt wird? (= Tätig als Zeitarbeiter bei Firma sowieso?)

So logisch ist das nicht. Ich kann nur aus Erfahrung von meinem Freund berichten, dass er auch wenn er daheim war, weil die keine Arbeit für ihn hatten, trotzdem sein volles Gehalt bekommen hat. Er kann ja nichts dafür, wenn eine ZAF nichts für ihn hat. Warum sollte er dann büßen müssen?

Er konnte zu der Zeit auch sagen, wenn er in einer Firma nicht klar kam. Dann musste er am nächsten Tag schon nicht dorthin und sie haben was neues für ihn gehabt. Auch wenn er mit den Arbeitszeiten nicht klar kam, wurde ihm einfach eine neue Stelle angeboten. So kann ich von meinem Freund berichten, aber ich weiß nicht, ob es jede ZAF so mitmacht. Bezweifel ich eher.

Ein guter Freund von mir arbeitet jetzt schon ca. 4 Jahre über eine ZAF. Wurde leider bisher nicht übernommen. Zeitarbeiter sind für manch Unternehmer einfach günstiger und die Unternehmen müssen sich weniger um ihn kümmern, denn das macht ja alles die ZAF.

Laut seiner Aussage, verdient er fast genauso viel mittlerweile wie ein Festangestellter.

SpcRarxo


Sehr gut. Dann kann ich nächste Woche nach der Prüfung schön viele Bewerbungen schreiben. Darauf freue ich mich schon. :-)

dEana-ex87


So wie bei Loveable war es bei uns auch. Also ganz am Anfang können die einen logischerweise schnell entlassen, in den ersten sechs Monaten, aber das ist ja immer so. Wenn danach ein Auftrag ausläuft und sie finden nichts neues werden sie sich natürlich erstmal bemühen Überstunden abzubummeln, aber dann wird auch Gehalt gezahlt. Entsprechend bemüht sind sie halt einen nicht lange rumsitzen zu lassen und da kann ich mir schon vorstellen das so mancher Vorgesetze ein wenig grantig wird wenn da jemand ständig alles ablehnt, aber mit guten Gründen ging das hier immer.

Bei uns wurde eine Neu-Vermittlung sogar mal nach hinten verschoben, damit der Mann in Ruhe nach der Geburt der zweiten hier sein konnte.

Übernahme geht in der Regel in dem die Firma die dich beschäftigt auf dich zukommt. Allerdings gibt es schon viele Firmen die gar nicht vor haben einen weiter zu beschäftigen, die aber einen Übernahmevertrag gerne als Karotte vor dem Angestellten nutzen um da noch was rauszuschlagen. Da muss man wirklich gut auf sich achten damit man nicht ausgenutzt und verheizt wird. Hier hat eine Firma immer x% Zeitarbeiter, weil sie die mit der Hoffnung auf Übernahme gerne aus dem Urlaub holen oder Extraarbeiten die gehasst werden auf sie verteilt. Wenn man sich im Betrieb umsieht weiß man aber schnell wie es aussieht. Wer übernommen wird und wer schon sehr lange in Zeitarbeit ist und so.

Und weiter bewerben kann man sich ja auch jedem Job heraus.

D3inax90


Danae hat es super erklärt! :)^

Mein Freund wurde nach 2,5 Jahren über Zeitarbeit auch bei einem großen Automobilhersteller übernommen. Das Gehalt war vorher schon super (equal pay) und jetzt ist es natürlich erst recht super.

Also kann Zeitarbeit auch ein Happy End haben! :)z

M}arie.Curie


Danke für diesen Faden - ich machte auch immer einen riesen Bogen um Zeitarbeitsfirmen.

Ich denke, ich werde es mal versuchen :-D

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