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Auto Totalschaden- und jetzt?

Dxaniel|Craig


Kleiner Tipp von mir. Sie soll sich einen Rechtsanwalt suchen, am besten einen der spezialisiert ist auf Verkehrsrecht. Die Rechtsanwaltsgebühren zahlt die gegnerische Versicherung, wenn die Schuldfrage wirklich eindeutig ist. Rechtsanwälte wissen wo bei solchen Sachen (gerade wegen dem Totalschaden, das ist nicht ganz einfach zu regulieren) das Geld zu holen ist.

[...]

Sqasa2x0


Ich fahre sie gleich zum Arzt.

Allerdings ist die Schuldfrage ja längst geklärt.

gJmaxk


Hab schon zwei unverschulete Totalschäden hinter mir.

wie DanielCraig oben schreibt ist es am einfachsten wenn du dir einen Rechtsanwalt zur Schadensregulierung nimmst.

Mit dem spielen die Versicherungen nicht so wie mit Privatpersonen und er berät sich. Gebühren trägt die gegnerische Versicherung wenn wie bei dir die Schuldfrage klar ist.

Du hast Anspruch auf einen Nutzungsausfall. Bei Totalschaden glaub ich max 14 Tage, ansonsten für die Dauer der Reparatur. Die Pauschale ist abhängig vom Autotyp und Alter. Alternativ kann ein Leihwagen genommen werden, dann gibt es aber keine Knete. Muss man vorher überlegen was einem lieber ist!

Auslagen die im Zusammenhang mit dem Unfall, Abmeldung, Neuanmeldung stehen kann man ggfls. auch geltend machen.

Falls das Auto ein wirtschaftlicher Totalschaden ist bekommst du den Zeitwert vor dem Unfall abzüglich Mehrwertsteuer. Die bekommst du erst wenn du ein anderes Auto kaufst oder reparieren lässt. (frag mich nicht warum)

Das "Schrottauto" hat natürlich einen Restwert der vom Gutachter geschätz wird. Entweder du behältst es und bekommst den geschätzten Restwert nicht ausgezahlt, kannst es dafür ausschlachten und Profit machen wie du magst. Oder es wird an Autoverwerter etc. verkauft und der Verkaufspreis wird abgezogen (hat damals der Gutachter organisiert).

Wie es mit Entschädigung für Schleudertrauma & co aussieht kann ich nicht beurteilen. Da wäre es auf jeden Fall ratsam gewesen SOFORT zu einem Arzt zu gehen.

Sooromxan


Die Schuldfrage ist eindeutig, da der andere Fahrer meiner Schwester drauf geknallt ist und gepennt hat beim fahren und in der Luft herum schaute.

-- Sasa20

Und das hat der Unfallgegner so im polizeilichen Unfallprotokoll zu Protokoll gegeben? Oder ist es die Wahrnehmung deiner Schwester?

Meine Schwester stand bereits an einer Ampel. Durch die Polizei wurde die Schuld geklärt.

-- Sasa20

Die Polizei klärt und verfolgt nur die Verkehrsverstöße (also gegen die StVO, ggf. noch gegen die StVZO bei Veränderungen am Fahrzeug). Z.B. überhöhte Geschwindigkeit mit Unfallfolge, zu geringer Abstand mit Unfallfolge, solche Sachen. Die Polizei sorgt also nur dafür, dass ggf. ein paar Flensburg-Punkte bei den Unfallbeteiligten gezählt werden und das Bußgeld für den StVO-Verstoß eingezogen wird. Für den privatrechtlichen Schaden an den Autos, Nutzungsausfall, Kosten des Rechtsstreits, etc. interessiert sich die Polizeit nicht die Bohne. Es ist schlicht nicht ihre Aufgabe.

Die Polizei klärt NIE die privatrechtliche Schuld. Das sind zwei paar Schuhe. Aber natürlich ist das eine ein Indiz für das andere. Aber eben nicht mehr. Die gegnerische Haftpflicht kann trotzdem z.B. locker mal versuchen, 25% Teilschuld deiner Schwester zuzuschieben. Kleines Beispiel eines anderen Falles:

[[http://www.frag-einen-anwalt.de/25-Mitverschulden,-obwohl-ich-an-dem-Unfall-keine-Schuld-habe---f23969.html]]

Haftpflicht-Versicherungen haben dafür Schadenmanagement-Abteilungen. Die versuchen, aus dem Schaden so billig wie möglich rauszukommen. Was legitim ist.

Gutachter organisiert das Autohaus im Sinne meiner Schwester. Ist also durchaus üblich.

Das ist etwas blauäugig. Jeder von den Beteiligten handelt in seinem Sinne. Im Sinne deiner Schwester handelt nur deine Schwester selbst.

Kleiner Tipp von mir. Sie soll sich einen Rechtsanwalt suchen, am besten einen der spezialisiert ist auf Verkehrsrecht. Die Rechtsanwaltsgebühren zahlt die gegnerische Versicherung, wenn die Schuldfrage wirklich eindeutig ist. Rechtsanwälte wissen wo bei solchen Sachen (gerade wegen dem Totalschaden, das ist nicht ganz einfach zu regulieren) das Geld zu holen ist.

Dem stimme ich in ihrem Fall zu. Und es geht nicht um "das Geld zu holen ist". Sondern dass die Schwester wirklich eine vernünftige Interessenvertretung hat und selbst mit geringem Aufwand und ordentlichem Ergebnis aus der Sache rauskommt.

[...]

Krank mit Ansage/Vorsatz? Sorry, aber das ist ja mal richtig mies. Das wird nämlich Versicherungsbetrug. Und ich hoffe sehr, dass bei sowas Ärzte nicht mitmachen (wie bei den Luftrezepten).

Allerdings ist die Schuldfrage ja längst geklärt.

Nein, die privatrechtliche Schuldfrage ist nicht geklärt. Und leider fehlt dir das Rechtsverständnis (und das ist ja auch komplex!). Daher auch der Rat mit dem Anwalt. Leute, die sich rechtlich selbst ganz gut auskennen, können das selbst handhaben und ihre Interessen selbst vertreten. Aber deine Aussagen lassen mich daran zweifeln und ich übertrage das einfach mal auf die Schwester.

STasxa20


Die Polizei hat die Schuldfrage geklärt und so im Bogen vermerkt. Was gibt es da nicht zu verstehen?

Wenn du an der Ampel stehst, dein Hintermann pennt und rauscht dir voll aufs Auto drauf, weil er zu spät sieht, dass vor ihm eine PKW vor einer roten Ampel steht. Da hätte selbst ein Grundschulkind unterscheiden können wer Schuld hat und wer nicht.

Ich bin nicht meine Schwester. Das von mir auf sie zu übertragen ist der nächste Unsinn.

Meine Schwester hat Nacken und Kopfschmerzen und deshalb habe ich sie zum Arzt gefahren.

Ich habe echt keine Lust auf deine Wortspielchen, Soroman und werde deine Beiträge daher fortan ignorieren.

Profilier dich mit deinem Fachwissen vor irgendjemand anderem aber nicht vor mir.

P2radLaTeuIfexl


Kleiner Tipp für's nächste Mal (Unfälle gehören halt leider ab und an dazu, wenn man am Straßenverkehr teilnimmt.. meist passiert aber ja nichts Schlimmeres und es sind nur Blechschäden, oder leichte Verletzungen):

Wenn die Sachlage eindeutig geklärt ist und ich def nicht Schuld bin, fahre ich nach einem Unfall sofort zum Gutachter. Bzw. wenn Fahren nicht mehr geht, kommt der Gutachter auch raus. Die machen Bilder, geben das Ganze gleich an einen Anwalt für Verkehrsrecht weiter der das Finanzielle mit der gegnerischen Versicherung klärt und sie erstellen ein Gutachten und ermitteln den Wert. Dabei berücksichtigen sie dann auch solche Dinge wie eine neue Bereifung o.ä. Der Anwalt kümmert sich dann um solche Dinge wie eben den Ersatz des Wiederbeschaffungswertes, Ausfallkosten etc..

Bei meinem Unfall vor ein paar Jahren haben wir dann auch die Tierarztkosten für meine Hündin erstattet bekommen. Für's Schleudertrauma mit 14 Tagen Halskrause und echt Schmerzen gab es sage und schreibe 150 € Schmerzensgeld. Besser als nichts, aber lohnt sich nicht wirklich eines vorzutäuschen und sich dafür stundenlang in's Krankenhaus zur Untersuchung zu setzen. Ich hatte keine Wahl, ich wurde mit dem RTW weggefahren, Widerstand absolut zwecklos ;-) (meine Pupillen sahen wohl durch den Schock ein wenig seltsam aus ;-) ) Aber damit ging es dann wenigstens schnell und man ist sofort dran. Ich fand es wichtig, mich am nächsten Tag gleich wieder an's Steuer zu setzen. An der Unfallstelle bin ich lange Zeit beim Vorbeifahren zusammengezuckt, oder langsamer geworden... Aber auch das hat sich gelegt. Es ist wie beim Reiten.. Fällt man runter, steigt man am besten sofort wieder in den Sattel @:)

a2n_re


Deutschland und ihre Beamten, … ist langsam so aufgeblasen das die Griechen neidisch werden könnten. Ja das denke ich wo in jedem Faden gleich nach Anwalt, Psyco, Therapie usw. geraten wird.

Der Schadenfall ist doch längst geklärt und braucht nicht zusätzliche Bürokratie. Man o Man.

SShoelgbryC Tx.


Die Polizei hat die Schuldfrage geklärt und so im Bogen vermerkt. Was gibt es da nicht zu verstehen?

Das schein logisch zu klingen, ist es aber nicht. Die Polizei stellt tatsächlich nicht die Schuldfrage, im Sinne der Schadenersatzpflicht, fest. Trotzdem orientiert sich i.d.R. die Versicherung am Polizeibericht und wer z.B. ein Bußgeld o.ä. zahlen musste. Hier ist es tatsächlich ziemlich eindeutig. Einen Anwalt würde ich nicht unbedingt beauftragen wollen.

Zum Auto Deiner Schwester: Eventuell kann es ja sogar wieder repariert werden? Dann darf die Reparaturrechnung sogar max. 130 % des Wiederbeschaffungswertes betragen, also 2080,- €

DeanieMlCraixg


[...]

Ich würde bei einem Verkehrsunfall immer einen Rechtsanwalt aufsuchen.

1. Er weiß wie man am besten abrechnet (Unfallkostenpauschale, Nutzungsausfallentschädigung, Haushaltsführungsschaden, Schmerzensgeld, Kostenerstattung für An- und Abmeldung, etc.) und

2. du (bzw. deine Schwester) hast keine Arbeit damit und der Rechtsanwalt bekommt sein Geld von der gegnerischen Versicherung.

Man kann außerdem nie wissen wie sich so ein Verkehrsunfall bei der Regulierung entwickelt. Unmittelbar nach dem Unfall räumen die Leute ihre Schuld ein, ihrer eigenen Haftpflichtversicherung erzählen sie aber einen vom Pferd…

Ist das Auto beim Autohaus finanziert?

SOasax20


Wir müssen nun erstmal den Gutachter abwarten. Alle anderen Spekulationen bringen doch nichts.

m:istymLountaixns


Also wenn ich nach einem nicht selbst verschuldeten Unfall ein Schleudertrauma habe, würde ich mich IMMER krank schreiben lassen! (davon ausgehend, dass ein Arzt jemanden micht einfach so krankschreibt bzw. nicht länger als notwendig). Es ist nun mal so, dass man MIT Krankschreibung sehr viel mehr Schmerzensgeld erhält und ob man zur Arbeit geht oder nicht: Die Schmerzen und Einschränkungen sind die selben!

Bei meinem ersten Schleudertrauma habe ich mich echt noch jeden Tag zur Arbeit gequält, trotz Schmerzen und Halskrause, weil ich nichts vom Unterrichtsstoff verpassen wollte. Eine andere Kollegin, die mit mir im Auto auf der Rückbank saß, wurde eine Woche krank geschrieben und sie hat das 5-fache an Schmerzensgeld bekommen (und ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass wir beide sehr ähnliche Verletzungsbilder hatten).

Bei einem selbstverschuldeten Unfall würde ich mich ebenfalls krankschreiben lassen, es sei denn die aktuelle Arbeit ist mir so extrem wichtig, dann würde ich mich schon noch hinquälen.. Aber Gesundheit geht echt vor! Der Arbeitgeber dankt es einem nicht.

m#istbymounteainxs


*micht = Nicht

mGistIymokuntainxs


Achso und den Tipp mit dem Anwalt finde ich auch gut. Man kann z.B. Geld für den Fahrzeugausfall geltend machen.

Bei einem anderen Unfall mit Totalschaden war es übrigens so, dass die gegnerische Versicherung mein Auto versteigert hat (irgendjemand hat dafür echt noch knapp 300 € geboten). Das Geld wäre an die gegn. Versicherung gegangen, nach dem ich ja schon den IST-Wert meines Fahrzeugs zugesprochen bekommen hatte. Das Auto hatte ich nur zu dem Zeitpunkt schon verschrotten lassen, weil die täglichen Standgebühren auf dem ADAC Parkplatz sehr hoch waren.

Jgorxi


Hier mal eine Story aus dem Leben gegriffen:

Vor nun inzwischen fast einem Jahr hat mich ein anderer Fahrer beim Spurwechsel (seine Spur war blockiert und er konnte nicht warten) mit überhöhter Geschwindigkeit derart angedonnert, dass mein Auto kurz vor Totalschaden war (Schadenshöhe ca. 10T€).

Obwohl die Schuldfrage (lt. Polizei) eindeutig geklärt war (zu 100% seine Schuld, mit Zeugen) und er sogar ein Ordnungswidrigkeitsverfahren am Hals hatte, hat sich seine Versicherung ewig Zeit (4 Wochen) gelassen, bis sie die Zahlung genehmigt hat. Mein Anwalt sowie die Werkstatt haben davon abgeraten, mit der Reparatur zu beginnen, bis die Kostenübernahmeerklärung vorlag. Somit war ich schon mal 4 Wochen ohne Auto.

Die Reparatur hat insgesamt 3 Wochen gedauert und während der Reparatur haben sich weitere Schäden herausgestellt, die der Gutachter vorher gar nicht sehen konnte.

Ich war also insgesamt 7 Wochen ohne mein Auto. Auch auf Anraten des Anwalts habe ich bis auf wenige Tage auf einen Leihwagen (hier brauchte ich dringend ein Auto) verzichtet.

Die Sache läuft nun immer noch und wird wahrscheinlich vor Gericht gehen (wohl dem der eine Rechtsschutzversicherung hat). Es stehen noch etwa 3.000 € aus - die gegnerische Versicherung weigert sich, diese zu zahlen. Zum einen wollen sie nicht den vollen Preis für den Leihwagen zahlen ("man hätte auch einen billigeren nehmen können") und zum anderen sehen sie nicht ein, für knapp 7 Wochen den Ausfall zu zahlen.

Fazit:

- Auch wenn man komplett unschuldig am Unfall ist, ist noch nicht gesagt, dass man sein Recht bekommt.

- Die gegnerische Versicherung windet sich wie ein Aal, wenn sie zahlen soll und unterstellt alles mögliche (z.T. sogar unsachlich und persönlich).

- Auch ein Anwalt kann leider nur bedingt was machen - wenn es hart auf hart kommt, muss man entweder den Schaden hinnehmen oder vor Gericht gehen.

Achtung: Insbesondere das Thema Leihwagen ist immer strittig - hier also besonders vorsichtig sein.

S5asa2x0


Ich möchte davon abraten hier irgendwelche Fälle auf unseren Fall zu projezieren.

Jeder Schaden ist individuell.

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