» »

Seid ihr auch mit Eurem Beruf glücklich? Erfahrungen!

l=ater_Woxn


Ich habe nach der Schule eine Fachschulausbildung gemacht, Wirtschaftsassistent Schwerpunkt Informatik. Schon in der Schule hieß es: keine Perspektive.

Ich habe dann aber bei einer Zeitarbeitsfirma angeheuert und wurde dann als Sachbearbeiter/EDV u.a. an Siemens etc.. vermittelt. Da ich schon immer gerne gezockt hatte, war das für mich voll okay, weil ich habe wirklich gut verdient (!), mehr, als meine Mutter als Pharmaberater (ursprünglich CTA) nach 25 Berufsjahren und ich konnte mir, was mir sehr wichtig ist, meine Zeit frei einteilen, hatte im Arbeitsalltag nicht viele Deadlines, es musste halt erledigt werden.

Nach ein paar Jahren habe ich aber dann was sozialwissenschaftliches studiert, die Kinder kamen und ich bin an der Uni kleben geblieben, wechselweise als wissenschaftlicher Mitarbeiter (halbe/volle Stellen), wissenschaftliche Hilskraft + Lehrbeauftragter.

Die Arbeit an sich an der Uni ist toll, weil ich mich genau mit den Themen beschäftigte, die mich interessieren, logisch, sonst hätte ich es nicht studiert... das ist bei meinen Studienfächern nicht selbstverständlich, denn Sozialwissenschaflter sind Nischenfüller.

Auch hat man ein gewisses Prestige nach außen, was ich auch gut finde, siehe das Beispiel "Erzieherin" oben - Erzieher machen echt einen wertvollen und auch harten Job, das Ansehen entspricht dem aber nicht. So etwas würde mich persönlich stören, dass ich mich ständig rechtfertigen müsste, aber das ist natürlich nur mein Ding bzw. wie das in der Situation dann wäre, weiß ich natürlich nicht.

Ich unterrichte auch gerne (4 - 8 Stunden die Woche, je nach Vertrag), vertiefe mich gerne in Probleme/Texte, muss oft Modelle berechnen und dann die Masken programmieren...

also alles sehr bunt. Auch bin ich niemanden so richtig weisungsunterstellt, kann sehr autonom arbeiten und mehr oder weniger kommen, wann ich will. Kann einfach nachmittags arbeiten bis in den Abend, dafür mir dann zwei Tage komplett frei nehmen... und beim Unterrichten eben selbst die Themen wählen, die mich interessieren, da es, anders als in der Schule, für die Lehre nur einen Rahmen- aber keinen Lehrplan gibt.

Der Vorteil ist aber auch der Nachteil: oft drehe ich organisatorisch und zeitlich ziemlich am Rad (habe ADHS und nehme Ritalin), weil ich eben so wenig echte deadlines und Verpflichtungen habe und mich auch nie jemand kritisieren würde, weder Studenten, noch Kollegen, noch Sekretärin, noch Chef (wenn der mal da sein sollte). So staut sich die Arbeit oft und man zwackt da ab, wo man kann, nämlich bei der Lehre, was ich sehr schade finde.

Ich versuche es zu vermeiden.

Nächster Punkt ist die Unsicherheit, ich hatte nun in 10 Jahren bestimmt 26 Arbeitsverträge, verdiene manchmal 1000.- im Monat, manchmal 300.-, (alles netto) und tatsächlich schon mal gar nichts. Es gibt so gut wie keine festen Anstellungverträge - die Arbeit ist aber immer dieselbe. Auch da gibt es einen kleinen Vorteil, denn nicht alle Vertragsarten zählen für das sog. Wissenschaftszeitgesetz, welches nämlich besagt, dass nach spätestens 12 Jahren an der Uni ohne festen Vertrag Schluss ist.

Die Uni selbst ist natürlich groß, mit Mensa, Sportangeboten, Computerräumen, Freiflächen etc..,

das ist gut für meine Kinder, sie können mich gut besuchen und bei mir oder auf dem Uni-Gelände Zeit verbringen, mit eben Mensa und W-Lan und haben dort auch alles, was sie für die Hausaufgaben brauchen. Auch kann ich als Dozent alle Schulbücher der kids als zweiten Satz für sie ausleihen, so, dass sie nicht immer so viel schleppen müssen etc..

Das sind so benefits außen rum.

Mein Job ist so ganz toll, er entspricht meiner unruhigen Art und der Art, wie ich arbeite, also sehr kreativ, sehr produktiv, aber nur für kurze Zeit durchführbar, aber ich kann eigentlich nicht davon leben. Und allmählich nervt das schon. Insofern schreibe ich nun Bewerbungen für Schulen (Lehrer auf Abruf) und Ämter (Schwerpunkt Heterogenität, Migration etc..).

Drespexro


Es gibt noch mehr Ausbildungen dir 4-5 Jahre dauern. Obwohl ich für die Erzieherausbildung nur 4 Jahre gebraucht hätte, da man Praktika nicht überspringen kann.

Generell bin ich glücklich das es Menschen gibt, die freiwillig eine Ausbildung zum Erzieher, Krankenpfleger, Bauarbeiter, Friseure usw. absolvieren.

Miese Bezahlung, Überstunden, Routine, Geschrei, ... Also danke das es euch gibt! :)^

hvatschxipu


Danke ;-D

SVunshikne318


Hallo *:)

Ich möchte auch mal schnell meinen Respekt ausdrücken, vor allem für diejenigen, die sich nicht von der schlechten Bezahlung abschrecken lassen und einen sozialen Beruf ergreifen.

In meinem Freundeskreis habe ich Krankenschwestern, Behinderten- und Altenpfleger. Was die leisten, ist enorm und es ist unglaublich schade, dass diese Berufe ein teilweise schlechtes Ansehen haben. Zusätzlich ist die Bezahlung oft ein Witz!

Also, Danke, dass es euch gibt @:) :)*

TJhis TTwilig3hat sGardxen


@ paint-it-colourful

Ich hatte die gleichen Gedanken wie du, stehst also nicht alleine da ;-D .


Ich mache keinen Faden auf um zu beschreiben, wie toll meine Wohnung ist, wie schnell mein Auto oder ähnliches.

Bei Krankheiten sehe ich es anders: wenn cih z.B. ein tolles Mittel gegen Akne weiß, antworte ich in den entsprechenden Foren. Vlt würde ich sogar deswegen ein eigenen Faden eröffnen.

Aber in anderen Bereichen? Das liest sich sehr nach Angeberei ;-D


Wir Deutschen meckern und jammern eben gerne. Wenn es einem gut geht, freut man sich und macht was Anderes :)z

N&annxi77


Um auf die Frage zu antworten, ja ich hin in meinem Beruf glücklich.

Aber nicht weil ich da jetzt ewig irgendwelche Vorteile hab, sondern weil er mir Spaß macht. Ganz einfach.

Vorteile wie im Eingangspost aufgezählt, haben was von Schwanzvergleich, sorry. Guck mal was ich alles hab. %-|

WTate>rlix2


und beim Unterrichten eben selbst die Themen wählen, die mich interessieren, da es, anders als in der Schule, für die Lehre nur einen Rahmen- aber keinen Lehrplan gibt.

Das ist aber in der Schule zunehmend auch so, da Lehrpläne inzwischen kompetenzorientiert sind und nicht so sehr inhaltsorientiert. Man kann viel frei entscheiden, muss man oft auch einfach aus Zeitgründen. In Deutsch z.B. sind nur in der Oberstufe wirklich Inhalte vorgegeben, aber an welchem Text ich Zeitformen üben lasse, ist ja völlig wurscht. Da kann ich nen Text über Katzen nehmen und mit den Kids über Katzen reden, wenn mich Sport oder Essen als Thema nicht so interessiert. Naja und dass mich das grobe Thema meiner Fächer interessiert, ist klar, sonst hätte ich es ja nicht studiert.

Ich mag den Lehrerberuf, weil...

Vorteile:

- Ferien ;-D

- jedes WE und jeder Feiertag frei

- nach 14 Uhr freie Zeiteinteilung und freie Wahl des Arbeitsortes oder auch mal Freizeit

- Kinder machen einen häufiger glücklich und bringen einen zum Lachen, als dass sie einen nerven oder vollmeckern

- die Arbeit ist sinnvoll

- man ist den ganzen Tag von Intellektuellen umgeben oder von Leuten, denen man nicht übel nimmt, dass sie noch ein bisschen "dumm" und unbeholfen sind, weils halt Kinder sind ;-)

Nachteile:

- man soll im Team arbeiten, aber findet kaum genug Zeit dafür, da alle Kollegen ebenfalls total viel zu tun haben

- man hat im Unterricht verdammt viel Stress. Es ist halt ein Unterschied, ob ich mit einem Kunden reden soll oder mit 30 Kindern gleichzeitig...

- die stupide Tätigkeit des Korrigierens... :-/

- keine freie Urlaubsplanung

- oft kurzfristig anfallende Tätigkeiten, die man auch noch erledigen muss...

pXaint-fit%-colouJrxful


@This Twilight Garden

Ich hatte die gleichen Gedanken wie du, stehst also nicht alleine da ;-D .

Danke @:)

[...]

Tpaps


Ich hatte die gleichen Gedanken wie du, stehst also nicht alleine da

Schließe mich an! Das hat so was von "selbst auf die Schulter klopfen".

h}at<schxipu


Aber warum darf man denn nicht glücklich sein mit seinem Beruf?

Ist es denn besser immer nur zu jammern?

Irgendwas hat einen doch schließlich mal dazu bewegt genau diesen Beruf auszuwählen.

Nbann}i$77


Darum gehts doch nicht. Natürlich darf man in seinem Beruf glücklich sein, aber hier die Vorteile aufzählen find ich eben assig.

Würde man den Job nicht machen wenns die nicht gäbe? Und wie glücklich wäre man dann tatsächlich mit dem Beruf?

Mich macht wie gesagt meine Arbeit glücklich und nicht das ich da x Tage Urlaub hab oder viel Tagesfreizeit.

N"annxi77


Also das waren Beispiele aus dem Eingangspost,nicht etwa Dinge die es bei meinem Beruf gibt. ;-)

SstatFusHQzuoVadxis


Ich verstehe das Problem ehrlich gesagt auch nicht und ich finde, es hat nicht direkt etwas mit Angeben zu tun, nur wenn man sagt, der gewählte Beruf macht einem Spaß, insbesondere wenn man zu den Gründen hierfür auch noch die Nachteile auflistet. Und was jemand als beneidenswert empfindet oder nicht ist doch auch individuell höchst verschieden. Lehrerin (wie die TE) würde ich zB nichtmals für 10.000 € Netto im Monat sein wollen. Never Ever.

mpcfulnxdae


@ StatusQuoVadis

;-D

Sztat6usQuooV?adixs


Darum gehts doch nicht. Natürlich darf man in seinem Beruf glücklich sein, aber hier die Vorteile aufzählen find ich eben assig.

Warum ist es "assig" zu begründen, warum mir mein Beruf Spaß macht? Dann kann ich auch sagen, jeder, der in diesem Forum über irgendwas glücklich ist und das auch äußert ist assig.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beruf, Alltag und Umwelt oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Allergien · Zahnmedizin


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH