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Unerträgliche Situation zu Hause

jAuliG-catf ish hat die Diskussion gestartet


Mir ist das Forum hier von Freunden empfohlen wurden, bei denen ich letztendlich auch diesen Beitrag verfasse.

Ich bin 22 und habe seit einigen Monaten mein Studium beendet.

Davor habe ich in einer WG gelebt.

Nun habe ich nach dem Studium keine Arbeit bekommen und es stellt sich eine längere Durststrecke ein.

Habe dann erfahren beim Arbeitsamt, dass ich wieder bei meiner Familie einziehen muss und unter 25 keine Wohnung kriege und genau da liegt das Problem.

Ich merke einfach dass es nicht mehr geht.

Meine Familie lebt in einem Haus. Das mag aufs erste ganz romantisch und toll klingen, ist es aber nicht.

Seit Jahren gibt es keine abgetrennten Bereiche. Das Bad wird von 4 Leuten benutzt. Genau wie die Küche. Im Wohnzimmer halten sich alle auf.

Meine Mutter hat 2 Zimmer. In einem davon befindet sich lauter Gerümpel, im anderen schläft sie.

Sie erzählt seit über 10 Jahren, dass sie renovieren will. Sie bekommt es nicht auf die Reihe.

In dem Haus leben meine Mutter und meine Großeltern und es ist das letzte Mal vor 30 Jahren renoviert worden.

Wenn man den Vorgarten sieht, denkt man das nicht, dass es so aussieht wie es innen aussieht. Man kann sagen, es hat die 80er Jahre nicht überstanden.

Das alles würde ja einigermaßen gehen, wenn sich für jeden abgetrennte Bereiche befinden würden.

Es ist viel zu eng und das ist Grundraum für Konflikte.

Meine Großeltern sind über 80. Meine Mutter ist fast 60. Alles spielt sich 24 Stunden im Wohnzimmer ab. Dort machen meine Großeltern mittags ihren Mittagsschlaf, meine Mutter bereitet sich für die Arbeit vor und nebenher wird noch darin gegessen.

Und das alles auf wenigen Quadratmetern und mit einer Innenausstattung aus den 80er Jahren und zu 4 Leuten.

Momentan ist es so, dass ich seit meinem Wiedereinzug permanent in Konflikten bin.

Mein Großvater ist über die Jahre extrem tyrannisch geworden. Er meckert und beschwert sich den ganzen Tag über alles und jeden und will jedem seinen Willen aufdiktieren.

Er ist unzufrieden, will alles alleine machen. Wenn er dann merkt, er kann nicht mehr wie er will und ich will ihm helfen, redet er mir ein ich könnte das alles nicht. Das ist noch einigermaßen zu verkraften wenn die Abende nicht wären.

Er sitzt jeden Abend in seinem alten Sessel, hat die Fernbedienung in der Hand, kommandiert alle herum und führt sich auf als wäre er der kleine Prinz und es dreht sich alles um ihn. Er macht den Fernseher derart laut, dass man es noch 2 Stockwerke weiter hört und sich selbst die Nachbarn schon beschwert haben.

Möchte jemand anders das Fernsehprogramm bestimmen oder will die Fernbedienung wird er jähzornig und ausfallend und will denjenigen des Raumes verweisen. Dann heißt es, es wäre ja alles seins und sein Haus und er bestimmt was geschaut wird usw.

Wie ich eine andere Meinung habe wird mir mit Rausschmiss gedroht.

Meine Oma sagt nichts, schluckt das alles. Meine Mutter ist irgendwie depressiv. Meckert den ganzen Tag an allem herum. Dann hat sie wieder Hochphasen und im nächsten Moment meckert sie wieder an allem herum.

Meine Mutter ist tagsüber arbeiten und in ihrem Job überfordert, was sie sehr oft an mir auslässt.

Mal hat sie Phasen, in denen sie sonstwas verspricht und renovieren will. Dann hat sie Phasen, in denen sie allen anderen die Schuld an ihrem Leben gibt.

Mein Zimmer wurde vor Jahren renoviert und wenn ich dann renovieren will, steht mein Großvater in der Tür und sagt das wäre ja alles sein Haus und ich müsste ihn erst fragen.

Mittlerweile schlafe ich wieder in meinem alten Bett von vor 15 Jahren und seitdem ich mein Studium beendet habe wird alles nur schlimmer statt besser.

Ich schreibe Bewerbungen aber nichts ändert sich.

Ich habe das Gefühl ich komme aus dieser Endlosschleife nie raus.

Ich kann weder irgendetwas entscheiden, noch habe ich irgendein Mitspracherecht.

Ich fühle mich wie im goldenen Käfig.

Ich fand das WG Leben schon manchmal nicht einfach. Das alles ist aber nichts im Vergleich zu meiner jetzigen Lage.

Ich will einfach auch mal entscheiden, was ich im Fernsehen sehe, mir mein Zimmer renovieren, nicht mehr in dieser Enge leben und mich vor allen Dingen nicht permanent herum kommandieren lassen und das Gefühl haben ich wäre im Antiquitätenladen, in dem ich nichts anfassen darf.

Was kann ich tun?

Es ist einfach alles viel zu eng.

Antworten
m^ariika stMerxn


job suchen - ausziehen?

jMuli-ca*tKfisxh


Ich bin doch am Jobsuchen. Aber ich finde einfach nichts.

Ich habe auch nicht unbedingt ein Fach studiert, was händeringend gesucht wird. Habe ich schon gemerkt.

War bereits zu mehreren Vorstellungsgesprächen.

Nur Absagen

lGov[eablex<3


Erst einmal weiß ich - aber leider nicht genau - dass es unter bestimmten Bedingungen trotzdem geht, dass du nicht mehr daheim wohnen musst. Dies ist dann der Fall, wenn es daheim für dich unzumutbar ist. Wie z.b. du würdest zu deiner Mutter in eine 1 Zi-Wo. ziehen. So habe ich das mal gehört, aber alles weitere dazu kann dir vllt jemand anders erklären.

Zum Job. Weißt du warum es scheitert bei den Vorstellungsgesprächen? Bist du bereit auch weiter weg zu arbeiten? Wenn es dann doch alles nicht klappt. Irgendwo ungelernt arbeiten und dich nebenbei noch bewerben. Geht alles wenn man will @:)

j7uli-=catfiYsTh


Ich bin mittlerweile sogar bereit als Verkäuferin zu gehen.

Hauptsache ich habe Arbeit und kann ausziehen.

Ich will endlich wieder Freunde mit nach Hause bringen.

Ich will mich mit jemandem treffen.

Ich will selbst bestimmen, was ich im TV sehe.

Ich denke es scheitert meist an fehlender Praxiserfahrung und Erfahrung im Job.

F-e.


Studium abgeschlossen oder abgebrochen?

mNarikka s3tCern


ich würd mir halt irgendwas suchen - zeitarbeit, kasse, putzen, völlig egal, hauptsache die miete ist bezahlt und mich nebenbei "richtig" bewerben.

ShunflnowerD_73


Ich würde auch sagen: Beliebigen Job suchen und zurück in eine WG. Du schreibst zudem, dass Du 22 bist. Das klingt dann maximal nach Bachelor. Wie wäre es mit einem Master-Studium? Wie hast Du Dein Studium bisher finanziert?

Ansonsten: Zu Hause so gut abgrenzen wie es geht. Eigenen Fernseher ins Zimmer, Tür zu, fertig.

Fxe.


Eigenen Fernseher ins Zimmer

Alte Röhrenfernseher will doch kein Mensch mehr haben. Kriegt man die nicht sogar geschenkt oder für nen Euro?

dRavidx321


Ich bin doch am Jobsuchen. Aber ich finde einfach nichts.

Ich habe auch nicht unbedingt ein Fach studiert, was händeringend gesucht wird. Habe ich schon gemerkt.

War bereits zu mehreren Vorstellungsgesprächen.

Nur Absagen

Was hast du denn studiert? Bei manchen Fächern muss man leider ziemliche Umwege über Praktika gehen.

dGaviOd832x1


ich würd mir halt irgendwas suchen - zeitarbeit, kasse, putzen, völlig egal, hauptsache die miete ist bezahlt und mich nebenbei "richtig" bewerben.

Wie sieht das Arbeitsamt das denn? Ich meine irgendwo mal gelesen zu haben, dass die, die Qualifikation streichen, wenn man länger als zwei Jahre aus dem Beruf raus ist. :-o :-X

Frizz1lyp[uzzlxy


Habe dann erfahren beim Arbeitsamt, dass ich wieder bei meiner Familie einziehen muss und unter 25 keine Wohnung kriege und genau da liegt das Problem.

Verstehe ich nicht. Was hat das Arbeitsamt mit (d)einer Wohnungssuche zu tun. Und seit wann bestimmen die, ab wann dir eine eigene zusteht? Du könntest dir zunächst eine möblierte Wohnung suchen und evtl Wohngeldzuschuss beantragen. Für Singles dürfen 40 - 45qm nicht überschritten werden. Wenn diese Regeln bzw. Bestimmungen heute noch gelten. Außerdem kannst Du dir in der Zwischenzeit doch andere Jobs suchen.

Außerdem solltest Du bedenken, das deine Angehörigen schon teilweise sehr betagt sind. Sie wollen und haben ein Recht darauf, so zu leben, wie es ihnen gefällt. Vllt hilfst Du ja mal deiner überforderten Mutter, das Gerümpel zu entfernen oder erledigst es alleine ohne Mullen und Knullen ;-) .

mtari+posa


Ich fühle mich wie im goldenen Käfig.

Na, so golden ist der Käfig wohl nicht.

Ich will einfach auch mal entscheiden, was ich im Fernsehen sehe, mir mein Zimmer renovieren, nicht mehr in dieser Enge leben und mich vor allen Dingen nicht permanent herum kommandieren lassen und das Gefühl haben ich wäre im Antiquitätenladen, in dem ich nichts anfassen darf.

Wie groß ist denn die Wohnung bzw. Dein Zimmer? Stell Dir doch einen Fernseher ins Zimmer oder hänge ihn an die Wand, wenn Du nicht genung Platz hast, benutze einen Kopfhörer, damit Du Opas Programm nicht mithören musst. Dann kannst Du das Programm selber bestimmen. Und was spricht gegen die Renovierung? So etwas kann man doch plausibel machen und durchsetzen.

Du wirkst auf mich ziemlich passiv und entschlußlos. Hast Du beruflich neue Ziele ins Auge gefasst oder bewirbst Du Dich weiter? Ich kann mir nicht vorstellen, dass es keinen Job zur Überbrückung dieser Zeit gibt. Irgendein Supermarkt braucht sicher Leute, die Regale einräumen. Wie finanzierst Du denn im Moment Dein Leben?

Mittlerweile schlafe ich wieder in meinem alten Bett von vor 15 Jahren

Ja und? Was erwartest Du denn?

mqarikla stexrn


Wie sieht das Arbeitsamt das denn? Ich meine irgendwo mal gelesen zu haben, dass die, die Qualifikation streichen, wenn man länger als zwei Jahre aus dem Beruf raus ist.

aber ob man zwei jahre raus ist, weil man arbeitslos war oder zwei jahre raus ist, weil man was anderes gearbeitet hat, ist doch egal?

sie soll ja nicht aufhören, sich zu bewerben, aber solange arbeitslos zu sein bis der den qualifikationen entsprechende job auftaucht muss man sich halt leisten können (wie auch immer) - das scheint hier nicht der fall zu sein

dYav<id3x21


Du wirkst auf mich ziemlich passiv und entschlußlos. Hast Du beruflich neue Ziele ins Auge gefasst oder bewirbst Du Dich weiter? Ich kann mir nicht vorstellen, dass es keinen Job zur Überbrückung dieser Zeit gibt. Irgendein Supermarkt braucht sicher Leute, die Regale einräumen. Wie finanzierst Du denn im Moment Dein Leben?

Juli fühl dich mal gedrückt! Da hst du gerade ein Studium abgeschlossen, und jetzt stehst du da, als ob du die letzten Jahre nichts gemacht hast, und dir wird geraten im Supermarkt Regale aufzufüllen. {:( Es ist wirklich krank, wie mit Studenten teilweise umgegangen wird.

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