» »

Ab wann ist es in Ordnung sich krank schreiben zu lassen?

MUrsHxide hat die Diskussion gestartet


Theoretisch sollte man denken - wenn man eben krank ist, klar.

Aber wann lasst ihr euch wirklich krank schreiben?

Ich bin im Moment dauernd krank, gefühlt sicherlich alle 4 bis 6 Wochen für ein paar Tage, oder auch länger. Das zieht sich natürlich auch immer, weil ich mich eben nicht krank schreiben lasse.

Mir kommt das einfach bescheuert vor, wenn ich "nur erkältet" bin.

Sicher hängt das auch damit zusammen, dass ich meine Arbeit nicht einfach liegen lassen kann, wenn ich krank bin, sondern jemand anderes muss dann für mich arbeiten. Die Arbeit kann meist nicht einmal irgendwie unter den anderen aufgeteilt werden, es muss extra jemand kommen.

Und ich weiß, dass das total bescheuert ist für die anderen, man plant ja auch mit seinem Frei.

Auf der anderen Seite sitze ich jetzt wieder mit Hustenanfällen zuhause, mir tut alles weh und ich fühl mich besch*ssen. {:(

Wie ist das bei euch auf der Arbeit geregelt, wann bleibt ihr krank zuhause?

Antworten
M9ariGe2x7


Erstmal gute Besserung!

Du hast recht, krank ist krank und kein Kollege hat etwas davon, wenn du hustend im Büro sitzt und ansteckend bist. Auch geht das auf die Leistungsfähigkeit. Als Führungskraft war ich da sehr strikt und hab meine Leute direkt nach Hause geschickt, wenn sie sich sichtbar oder hörbar krank ins Büro geschleppt haben.

Du kannst dich ja nicht mal in Ruhe auskurieren, sonst würde es ja nicht alle 4 bis 6 Wochen wieder kommen.

Wie meinst du das denn, dass extra jemand kommen muss? Gibt's keine Vertretungsregelung?

DdieKr&uemxi


Es kommt darauf an..... bei einem Migräneanfall bleibt mir nix anderes übrig, als zu Hause zu bleben, weil ich dann nicht in der Lage bin, Auto zu fahren.

Im letzten Dezember hatte ich einen grippalen Infekt mit leichtem Fieber, da aber zum einen mein Vater grad ins Krankenhaus kam, Weihnachten vor der Tür stand, ich neben Job auch noch einen Pferdestall zu versorgen habe etc, habe ich mich nicht krank schreiben lassen, mich mit irgendwelchen Grippemitteln zugeballert und einfach weiter gearbeitet. Der Husten wurde immer schlimmer, veränderte sich zwar, aber blieb. Anfang Februar stand ich dann kurz vor einer COPD, schnappte bei der kleinsten Anstrengung nach Luft und wurde dann hochdosiert mit Cortison behandelt. Will sagen: manchmal sollte man einfach mal im Bett bleiben---auch, wenn ich das sehr schwer kann.....

ahucxhsxoeine


Ich bleibe zu Hause, wenn ich mich "arbeitsunfähig" fühle. Wenn ich also weiß, daß ich einen 8-Stunden-Tag nicht durchstehe.

Wenn ich mich nur ein bißchen angenascht fühle, gehe ich trotzdem morgens los, meine Arbeit und meine Kollegen werden mich schon ablenken. Auch ein Schnupfen oder Husten ist für mich okay, solange ich damit niemanden anstecke.

Wenn ich allerdings den Kopf nicht klar habe, ständig husten und niesen muß und mir die Knochen weh tun, dann ist das Bett meist der bessere Ort! Lieber ein paar Tage alles ordentlich auskurieren statt endlos verschleppen, da hat niemand was von!

FTio{nax85


Wenn ich merke, dass ich meine normale alltägliche Arbeitsleistung nicht mehr bringen kann.

Da kann eine Erkältung mit Kopfschmerzen und Schlappheit schon ausreichen. Habe die Erfahrung gemacht, dass es einem niemand dankt, wenn man sich trotz Krankheit zur Arbeit schleppt. Bei mir gibt es Kollegen, die lassen sich allein schon krankschreiben, wenn sie irgendwo Vertretung machen müssen, worauf sie keine Lust haben - und es wird geduldet. Das würde ich persönlich so niemals machen. Wenn ich leichte Halsschmerzen habe oder nen leichten Husten, gehe ich trotzdem arbeiten. Aber wenn man zur Arbeit geht, signalisiert man schließlich auch, dass man leistungsfähig ist und dementsprechend wird eine 100%ige Leistung auch erwartet.

Es ist dein Körper, DU entscheidest, ob du dich fit genug fühlst, arbeiten zu gehen oder nicht. Dass du so häufig krank bist, ist natürlich ärgerlich. Ständig krankschreiben lassen, wirft ja auch irgendwie ein schlechtes Licht auf einen. Würde mal etwas für die Abwehr tun bzw. generell mal mit deinen Arzt darüber sprechen.

MVrsHmidxe


Danke :)_

Wie meinst du das denn, dass extra jemand kommen muss? Gibt's keine Vertretungsregelung?

Wir haben ein paar Leute die nicht Vollzeit arbeiten, die kommen dann eben und bauen wohl Überstunden auf. Faktisch hätten sie sonst an dem Tag frei.

Anfang Februar stand ich dann kurz vor einer COPD, schnappte bei der kleinsten Anstrengung nach Luft und wurde dann hochdosiert mit Cortison behandelt. Will sagen: manchmal sollte man einfach mal im Bett bleiben

Ohje, das klingt ja wirklich übel. Und das ist irgendwie auch so ein bisschen das Problem: Wenn man sich am Ende die Gesundheit kaputt macht, nutzt einem das auch nichts mehr..

Wenn ich also weiß, daß ich einen 8-Stunden-Tag nicht durchstehe.

Ach, durchstehen kann ich das schon. Das geht immer irgendwie, wenn es sein muss.

Nur:

Wenn ich merke, dass ich meine normale alltägliche Arbeitsleistung nicht mehr bringen kann.

Das kann ich ganz sicher nicht. Ich hänge schon ganz schön durch, und da wird auch die Arbeit drunter leiden.

Ich bin in der stationären Betreuung tätig, vieles ist da auch schlichtweg Alltagsbegleitung Mutter-Kind-Heim - und naja, als Mutter ist man ja auch mal krank und muss es trotzdem irgendwie hinbekommen. Ich weiß aber auch, dass es nicht ideal ist, dass ich die Frauen heute nicht immer so unterstützen werden kann, wie ich es sonst tue. Und auch, dass die Kleinen sich im blödesten Fall auch noch anstecken...

Ständig krankschreiben lassen, wirft ja auch irgendwie ein schlechtes Licht auf einen.

Ja, eben. Und ich weiß auch, dass die Chefetage da manchmal etwas unverständlich reagiert. Eine Kollegin wurde im letzten Jahr sehr negativ darauf angesprochen, dass sie so oft krank war. Wobei es da auch vermehrt um einzelne Tage ging, sie war recht oft für einen Tag krank geschrieben.

Fjio3na85


Auch ein Schnupfen oder Husten ist für mich okay, solange ich damit niemanden anstecke.

Wie kontrollierst du das, dass du niemanden ansteckst?

Vor einer Weile hatte ein Kollege mal einen einfachen Schnupfen. Nach 2 Wochen hatte es die ganze Abteilung.

Ich bin immer froh, wenn erkältete Kollegen ihre Keime zu Hause lassen.

cZhi


Also wenn ich MAL krank bin, bleib ich ohne großes schlechtes Gewissen daheim. Ich mach gerade eine Umschulung und muss halt alles, was ich verpasse, nachholen. Zusätzlich zu den Hausaufgaben und Klausuren, die alle Nas lang anstehen. Unterricht verpassen ist also wirklich eine schlechte Idee. Dennoch bin ich zur Zeit alle 2 Wochen krank, es ist IMMER irgendwas und meistens was ansteckendes. 3x Magen darm von Februar bis Mai (jeweils ne Woche). 1x Erkältung mit Stirnhöhlenvereiterung (wieder ne Woche). 1x Mandelentzündung (wenigstens in den Ferien). Also von Februar an bis jetzt war ich 5 Wochen krank, das waren so um die 13 Krankheitstage. Jaaa, das wirft wirklich kein gutes Licht auf mich, aber was soll ich tun? Ich wünsch mir das ganze Zeugs ja net. Und es nimmt irgendwie auch kein Ende. Seit gestern Abend hab ich Bandscheibenprobleme, heute Mittag Arzttermin, am Freitag einen beim Spezialisten, laufen kann ich fast gar nicht mehr - da winkt schon wieder eine AU. Mein schlechtes Gewissen ist inzwischen auf Zugspitzen-Niveau angekommen. Aber es gibt halt keine andere Option. Wer krank ist, bleibt daheim. AusDieMaus.

M}ariUe2a7


MrsHide,

ich kann diesen bescheuerten Spiespalt komplett verstehen. Man möchte nicht krank sein weil man

- es den anderen Kollegen nicht aufhalsen will

- ein blödes Gefühl vorm Chef und den Kollegen hat

- nach der Krankheit evtl. alles nacharbeiten muss was währenddessen liegen blieb und man im Tagesgeschäft nicht hinterher kommt

Kann alle Punkte gut nachvollziehen, ABER

1. gibt es hierfür eine Vertreterregelung und das werden die, die nicht VZ arbeiten, hoffentlich wissen, dass es Vertragsbestandteil ist, Urlaubsvertretung zu machen. D.h. man MUSS zu allen Zeiten damit rechnen, auch wenns einem nicht in den Kram passt. Du springst ja auch für andere ein und vertrittst - ob Dir das passt, oder nicht. Wenns da Probleme geht, seh ich den Chef in der Pflicht, das allen Beteiligten nochmal klar zu machen.

2. Hier hängt wohl viel davon ab, welches Verhäältnis man zu Chef und Kollegen hat. Wie ist das bei Dir? Hast Du das Gefühl, Dein Chef hat ein offenes Ohr für seine Mitarbeiter? Könntest Du das Gespräch mit ihm suchen? Es kann auch nicht in seinem Sinne sein, dass Du Mutter & Kind ansteckst.

In Deinem Arbeitsgebiet hast Du halt leider nicht die Möglichkeit, bei leichter Erkältung wenigstens zuhause zu arbeiten, was schon eine echte Erleichterung sein kann. Aber ich seh das bei Dir irgendwie so in bisschen wie in der Gastronomie - da kann man auch nicht mit Magen-Darm-Grippe oder fetter Erkältung ankommen.

Und Du sagst ganz deutloch, dass Du Deine Arbeitsleistung nicht erbringen kannst - davon hat keiner was. Ich würd Dir raten, wenn möglich, das Gespräch mit Deinem Chef zu suchen und Dich mal tutti kompletti auszukurieren und - wie schon jemand sagte - was für den AUfbau Deines Immunsystems unternehmen.

@:)

M4olnikxa65


MIr geht es genauso wie dir, ich zöger und hadere weil ich auch das Problem habe, dass für mich dann extra jemand kommen müsste. Ich hasse "einspringen" und viele melden sich einfach mal krank, wenn sie nicht so gut drauf sind oder auch keine Lust haben, keine Kinderbetreuung finden oder einfach nur weil Wochenende ist. :-( Ich selber habe Problem damit und gehe auch noch hin, wenn ich eigentlich Grund hätte, daheim zu bleiben.

Lässt sich bei solchen Jobs nicht wirklich lösen, finde ich .

DpieKr1uemxi


Ich melde mich deshalb selten krank, weil ich kene Vertretung habe. D.h. selbst wenn ich durch einen Unfall oder schwere Erkrankung Monate ausfallen würde, würde sich die Arbeit bei mir türmen und auf mich warten.... Ob die Folgen des letzten verschleppten Infekts mich zu einem Umdenken gebracht haben, wird die Zeit zeigen.....

MMa rCie2|7


@ DieKruemi

:-o

Das ist ja mega blöd! Wie das denn??

MirsHixde


Mein schlechtes Gewissen ist inzwischen auf Zugspitzen-Niveau angekommen.

Ja, das geht mir auch so. Also tatsächlich allein schon, weil ich dauernd krank bin, sogar ohne mich krank schreiben zu lassen.

Vor knapp 4 Wochen hatte ich Magen-Darm, da musste ich dann auch wirklich zuhause bleiben - allerdings auch nur drei Tage, gut gings mir danach immer noch nicht..

Auch Dir gute Besserung, chi!

Wenns da Probleme geht, seh ich den Chef in der Pflicht, das allen Beteiligten nochmal klar zu machen.

Von Kollegen direkt hab ich da eigentlich noch nie etwas negatives gehört, also ganz generell. Ich denke mir aber nunmal, dass es für sie ja trotzdem blöd ist, auch wenn sie damit rechnen müssen.

Hast Du das Gefühl, Dein Chef hat ein offenes Ohr für seine Mitarbeiter?

Um ehrlich zu sein, nein. Ich komme super mit meinem Chef zurecht, allerdings weiß ich, dass er auch ganz anders sein kann, sobald es eben nicht "läuft".

was für den AUfbau Deines Immunsystems unternehmen

Ich nehme mal an, dass ich durch die Kinder auf der Arbeit auch einfach viel mitnehme, eines war nun auch im Krankenhaus, wer weiß was die alles anschleppen...

Aber klar, ich werde das auch mal beim Arzt ansprechen :)z

Heute werde ich auf jeden Fall zur Arbeit gehen. Ich hab ja auch seit gut 20 Minuten nicht mehr gehustet! ;-) (Wobei das tatsächlich auch oft mein Problem ist - einerseits gehts mir total mies, andererseits gehts dann zwischendurch wieder, da "trau" ich mich dann gar nicht, mich wirklich krank schreiben zu lassen..)

P#itter XBulslfrxog


MrsHide,wieso hast Du ein schlechtes Gewissen?Wenn da keine Ersatzleute sind,ist das die Schuld des Arbeitgebers,dann ist die Personaldecke nämlich auf Kante genäht.

Wenn Du Krankheiten immer verschleppst,ruinierst Du dauerhaft deine Gesundheit.Dann bist Du vielleicht irgendwann dauerhaft arbeitsunfähig und kannst in Frührente gehen.Viel Spass dann mit ein paar hundert Euro für den Rest deines Lebens.

DhieKGr*uemi


@ DieKruemi Das ist ja mega blöd! Wie das denn??

Weil ich einen "Einzelkämpfer-Posten" habe, d.h., das, was ich mache, kann kein anderer. Ja, saublöd sowas. Der Gipfel der "Unabkömmlichkeit" bisher: ich wurde vor 2 Jahren operiert, am Tag der OP, ich lag auf Intensivstation, rief mein Chef an.......

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beruf, Alltag und Umwelt oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Allergien · Zahnmedizin


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH